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	<title>Koschere Melange &#187; Burgenland</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>Einer, der nicht Rabbiner sein wollte</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/07/19/einer-der-nicht-rabbiner-sein-wollte/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 08:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Rev (Herr) Aron Singer (אהרן זינגר) (Rabbinatsverweser) Vorbemerkung: Wenn wir unsere Grabsteine des jüdischen Friedhofs Mattersburg bearbeiten und online stellen, gibt es manchmal ein ganz besonders schönes Erlebnis: wenn nämlich die &#8220;Routinearbeit&#8221; jäh unterbrochen wird, weil ein Gesicht zum Stein und zur Inschrift auftaucht. So wie in diesem Fall: 2 Tage, nachdem der Grabstein von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Rev (Herr) Aron Singer (<span class="hebr" dir="rtl">אהרן זינגר</span>) (Rabbinatsverweser) </h3>
<p><em>Vorbemerkung: Wenn wir unsere Grabsteine des jüdischen Friedhofs Mattersburg bearbeiten und online stellen, gibt es manchmal ein ganz besonders schönes Erlebnis: wenn nämlich die &#8220;Routinearbeit&#8221; jäh unterbrochen wird, weil ein <strong>Gesicht</strong> zum Stein und zur Inschrift auftaucht. So wie in diesem Fall: 2 Tage, nachdem der <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/singer-aaron-28-oktober-1868/" title="Interner Link zum 'Singer Aaron - 28. Oktober 1868'">Grabstein von Aron Singer</a> <span lang="en" xml:lang="en">online</span> war, schickte uns Chaya-Bathya folgenden Artikel über den 1868 Verstorbenen.</em></p>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210710]" title="R. Aron Singer"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/asingerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/asinger.jpg" width="180" height="247" alt="R. Aron Singer" /></a></p>
</div>
<p>Geboren um 1806 als Sohn armer Eltern aus Szentgrod (<a href="http://www.szentgrot.hu/" title="Externer Link zu 'szentgrot.hu'">Zalaszentgr&oacute;t</a>, Ungarn). Seine Eltern waren <abbr>R.</abbr> Jizchak und Jentl, die Tochter des Lackenbacher Rabbiners <abbr>R.</abbr> Salman Lipschitz, die beide schon früh starben. Der 10jährige Waisenknabe Aron kam nach Mattersdorf zu seinem Onkel mütterlicherseits, dem Dajjan <abbr>R.</abbr> Elieser Lipschitz, unter dessen Leitung er sich dem Talmudstudium widmete. Der Familientradition zufolge soll er auch ein Semester lang beim <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/13/akiba-eger-und-chatam-sofer/" title="Interner Link zum Beitrag 'Akiba Eger und Chatam Sofer'">Chatam Sofer</a> (<abbr>R.</abbr> Moses Sofer-Schreiber) gelernt haben. </p>
<p>Auf Wunsch dieses Onkels verehelichte sich Aron mit Selda Deutsch, eine Tochter des <abbr>R.</abbr> Mendel Deutsch (ein Bruder von <abbr>R.</abbr> Josef Zwi Deutsch in Mattersdorf). Als ältestes männliches Familienmitglied hatte er aber auch für seine Geschwister zu sorgen. Hierzu heißt es im Vorwort zu seinem Werk &#8220;Tif&#8217;eret Aharon&#8221;:</p>
<blockquote><p>Als <abbr>R.</abbr> Arons Schwester ins heiratsfähige Alter kam, war er selbst erst 17 Jahre alt. Man redete ihm zu, er solle nach Pressburg zum Chatam Sofer (<abbr>R.</abbr> Moses Sofer) fahren und von ihm eine rabbinische Autorisation erhalten. Damit könne er eine schöne Summe Geldes verdienen, und zwar aus dem Legat einer Frau in Kanischa (Nagykanizsa). Er könne so die Hochzeit seiner Schwester bezahlen. <abbr>R.</abbr> Aron wollte aber nichts davon hören. Da mischte sich der berühmte Gelehrte <abbr>R.</abbr> Elieser (Müller) Dresnitz, einer der angesehensten Schüler des Chatam Sofer und Dajjan in Mattersburg, ein und befahl <abbr>R.</abbr> Aron, sich nach Pressburg aufzumachen. Außerdem übergab er ihm einen Brief an den Chatam Sofer. Da mußte <abbr>R.</abbr> Aron notgedrungen einwilligen, fuhr nach Pressburg und erhielt das Zeugnis. Dieses verfehlte seinen Eindruck auf die Verwalter des erwähnten Legats nicht, und <abbr>R.</abbr> Aron erhielt eine Summe, mit der er seine Schwester verheiraten konnte.
</p></blockquote>
<p> <cite>Zitiert bei Kinstlicher, siehe unten Literatur, <abbr>S.</abbr> 41</cite></p>
<p>Der Chatam Sofer soll <abbr>R.</abbr> Aron ein überaus lobendes Zeugnis ausgestellt haben (<em><abbr>s.</abbr> Toldot Sofrim, <abbr>S.</abbr> 105-106</em>).</p>
<p><abbr>R.</abbr> Aron wohnte zeitlebens in Mattersdorf. Sein Leben war einfach, ohne Wechsel, wie das vieler Erdengrößen, die sich mit ungeteilter Energie einem bestimmten Berufe hingeben. Selbst die äußerst bedrängten Verhältnisse seiner Familie vermochten ihn nicht vom Torastudium abzuhalten. </p>
<p><abbr>R.</abbr> Arons Gelehrsamkeit und Fleiß machten auf die Umgebung schon früh Eindruck. Alsbald scharten sich Jünger um ihn, die an seinen reichen Kenntnissen ihren Wissensdurst befriedigten. Sie fanden an ihm nicht nur einen Lehrer, sondern auch einen liebevollen Freund und Ratgeber. Von seinen insgesamt etwa 40 Schülern wurde er hoch verehrt. Unter ihnen finden wir: <abbr>R.</abbr> Benjamin Seew Wolf Breuer, Rabbiner in Tab (<em>in Ungarn, <abbr>Anm.</abbr></em>); <abbr>R.</abbr> David Friedmann, Rabbiner in <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/deutschkreutz/" title="Interner Link zur Gemeinde auf unserer statischen Website">Deutschkreutz</a>; <abbr>R.</abbr> Jehuda Löb Lemberger-Lwow, Rabbiner in Rozsnyo (Roznava, Slowakei); <abbr>R.</abbr> Jizchak Schmuel Schön-Jaffe (Neffe <abbr>R.</abbr> Arons) in Mattersdorf; <abbr>R.</abbr> Akiva Kornitzer; Vorsitzender des Rabbinatsgerichts in Krakau und <abbr>R.</abbr> Schlomo (Alexander, Sandor) Fischer, Rabbiner in Karlsburg (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alba_Iulia" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Alba Iulia</a>, Rumänien). </p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210710]" title="Brief an R. Esriel Hildesheimer, dem Vorsitzenden des Rabbinatsgerichts in Berlin. R. Hildesheimer war von 1851 - 1869 Rabbiner in Eisenstadt"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/asingerHSGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/asingerHS.jpg" width="180" height="239" alt="Brief an R. Esriel Hildesheimer, dem Vorsitzenden des Rabbinatsgerichts in Berlin" /></a></p>
</div>
<p>Bis 1860 lebte <abbr>R.</abbr> Aron als Privatmann. Durch die Übertragung des Amts eines Dajjans auf ihn nach dem Abgang seines Vorgängers <abbr>R.</abbr> Simon (<span class="hebr" dir="rtl">שמעון</span>) Sofer wurden seine finanziellen Verhältnisse insofern besser, als er ein kleines festes Einkommen bezog, das ihn jedoch auch nicht vor Mangel schützte. Die offizielle Annahme des Rabbinats verweigerte er, doch wurde zu seinen Lebzeiten kein Rabbiner gewählt. Er wird daher offiziell unter dem Titel &#8220;Rabbinatsverweser&#8221; (<abbr>d. h.</abbr> Verwalter des Rabbinats) geführt, obschon er sämtliche Funktionen eines Rabbiners erfüllte.</p>
<p>Hoch gelobt werden auch <abbr>R.</abbr> Arons menschliche Eigenschaften. Seine Bescheidenheit, sein liebevolles Wesen, sein nie ermüdender Eifer, Gutes zu stiften, machten ihn allseits beliebt. Trotz seiner eigenen Bedürftigkeit verließ kein Armer ungetröstet seine Schwelle.</p>
<p><abbr>R.</abbr> Aron verstarb plötzlich am 28. Oktober 1868 (12. Cheschwan 5629) nach Teilnahme an einem Festmahl (<span class="hebr" dir="rtl">סעודת מצווה</span>) in Neudörfl bei Mattersdorf, das er noch &#8220;mit freudiger Begeisterung&#8221; mitgefeiert hatte.</p>
<p>An seinem Begräbnis nahmen zahlreiche Menschen teil. Der &#8220;Israelit&#8221; schildert dies mit folgenden Worten:</p>
<blockquote><p>Es war eine Szene von wahrhaft erschütterndem Eindrucke, als der <span class="hebr" dir="rtl">ארון</span> (Sarg) aus dem Hause getragen wurde. Es musste alle ein tiefes Schmerzgefühl durchzucken bei dem Anblicke des geliebten Toten; dies bewies das plötzlich wie aus einem Munde ertönende herzzerreißende Wehklagen von Jung und Alt, von Frauen und Mädchen, von Juden und Christen, denn auch letztere hatten der Charaktergröße des Verstorbenen ihre Verehrung nicht versagen können.
</p></blockquote>
<p>Der Dajjan von Mattersdorf sowie die Rabbiner von Deutschkreutz, von Lackenbach und <abbr>R.</abbr> Elieser von Ödenburg hielten Trauerreden.</p>
<p><abbr>R.</abbr> Arons schriftliche Aufzeichnungen wurden 1958 in Jerusalem unter dem Titel &#8220;Tif&#8217;eret Aharon&#8221; veröffentlicht.</p>
<p><abbr>R.</abbr> Aron hatte 7 Kinder, darunter <abbr>R.</abbr> Jizchak Elieser <abbr>S.</abbr> in Mödling. Unter seinen Schwiegersöhnen sind: der Mattersdorfer Dajjan <abbr>R.</abbr> Josef Pressburger (der Mann seiner Tochter Beila Krassel); sein oben erwähnter Neffe <abbr>R.</abbr> Jizchak Schmuel Jaffe-Schön und <abbr>R.</abbr> Chaim Kohn in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1pa" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Papa</a> (der Mann seiner Tochter Jentel; ihr Grabstein in &#8220;<a href="http://www.shtetlinks.jewishgen.org/mattersburg/html/families.htm" title="Externer Link zu 'shtetlinks.jewishgen.org...'">Mattersdorf Families</a>&#8221; <abbr>s.</abbr> unter &#8220;Kohn&#8221;).</p>
<h4>Literatur </h4>
<ul>
<li>(Kinstlicher) <span class="hebr" dir="rtl">משה אלכסנדר זושא קינסטליכר, ה&#8217;חתם סופר&#8217; ותלמידיו, בני-ברק: מכון &#8216;זכרון&#8217;, תשס&#8221;ה</span>, <abbr>S.</abbr> 40-42.</li>
<li><a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/singer-aaron-28-oktober-1868/#comment-885" title="Interner Link zum Kommentar vom 24. Juni 2010">Kommentar von Carole Vogel zu &#8220;Singer Aron&#8221;</a>. </li>
<li>Zeitungsmeldungen: Beratung der Rabbiner der Sieben Gemeinden über Kultusangelegenheiten: Is 45 (1862), <abbr>S.</abbr> 186. Unterschreibt Protest gegen Horwitz und Mannheimer (Kompert-Prozeß): Is 8 (1864), <abbr>S.</abbr> 95-97. Ableben: Is 47 (1868), <abbr>S.</abbr> 873-874 [auch Biographie].</li>
</ul>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Jüdisches Viertel Eisenstadt</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/07/04/bild-der-woche-judisches-viertel-eisenstadt/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 09:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Eisenstädter jüdische Viertel hat die Form eines spiegelverkehrten Dalet ד &#8211; so die hübsche Beschreibung von Meir Ayali. Seit dem späten 17. Jahrhundert war dieser Ort Sitz der jüdischen Gemeinde, ab den 1870er Jahren (und bis 1938) als autonome Großgemeinde Unterberg-Eisenstadt mit eigenem Bürgermeister und Amtmann. Modell des Eisenstädter jüdischen Viertels (um 1900), Dauerausstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Eisenstädter jüdische Viertel hat die Form eines spiegelverkehrten Dalet <span class="hebr" dir="rtl">ד</span> &#8211; so die hübsche <a href="http://ojm.at/artikel/kindheit01/" title="Interner Link zum Artikel 'Meine Kindheit in der Judengasse in Eisenstadt' auf unserer statischen Website">Beschreibung von Meir Ayali</a>. Seit dem späten 17. Jahrhundert war dieser Ort Sitz der jüdischen Gemeinde, ab den 1870er Jahren (und bis 1938) als autonome Großgemeinde Unterberg-Eisenstadt mit eigenem Bürgermeister und Amtmann.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[040710]" title="Modell jüdisches Viertel Eisenstadt, um 1900"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/modellGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/modellGR.jpg" width="550" height="419" alt="Modell jüdisches Viertel Eisenstadt, um 1900, Modell: Ewald F. Decker, Wien" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Modell des Eisenstädter jüdischen Viertels (um 1900), Dauerausstellung des Museums &#8211; klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht! </p>
<p>Im Wertheimerhaus mit seiner privaten Synagoge befindet sich heute das Jüdische Museum; davor ist die (heute noch &#8211; in un-gespanntem Zustand &#8211; zu besichtigende) Schabbatkette befestigt. Schräg gegenüber lag die Eisenstädter Gemeindesynagoge, die 1938 verwüstet und in den 1950ern, nach Verkauf des Grundstücks durch die Israelitische Kultusgemeinde Wien, abgetragen wurde; heute befindet sich ebendort die Geschäftsstelle einer Versicherung. Am oberen Ende des Viertels liegt der ältere jüdische Friedhof, der vom späten 17. Jahrhundert bis ins Jahr 1875 belegt wurde.</p>
<div class="pagenavi">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/27/bild-der-woche-synagoge-mattersburg/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Synagoge Mattesburg&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/07/11/bild-der-woche-ein-zitronenbaum-in-galizien/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Ein Zitronenbaum in Galizien&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gidon Kremer</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/06/30/gidon-kremer/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/06/30/gidon-kremer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 08:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gidon Kremer hat für das inzwischen 29. Kammermusikfest in Lockenhaus, das heuer vom 08. – 18. Juli in der mittelburgenländischen Marktgemeinde stattfindet, wieder die künstlerische Leitung übernommen. Im Vorjahr hatte es Differenzen zwischen Kremer und den Organisatoren rund um den katholischen Ortspfarrer Josef Herowitsch gegeben, die jedoch inzwischen ausgeräumt wurden. Die von der New York [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gidon_Kremer" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Gidon_Kremer'">Gidon Kremer</a> hat für das inzwischen 29. <a href="http://www.kammermusikfest.at/de/" title="Externer Link zu 'kammermusikfest.at'">Kammermusikfest in Lockenhaus</a>, das heuer vom 08. – 18. Juli in der mittelburgenländischen Marktgemeinde stattfindet, wieder die künstlerische Leitung übernommen. Im Vorjahr hatte es Differenzen zwischen Kremer und den Organisatoren rund um den katholischen Ortspfarrer Josef Herowitsch gegeben, die jedoch inzwischen ausgeräumt wurden. Die von der <span lang="en" xml:lang="en">New York Times</span> als eines der bedeutendsten internationalen Musikfestivals gelobte Veranstaltung soll nun wieder zum ursprünglichen Charisma zurückgeführt werden.</p>
<p>Und dieses Charisma ist untrennbar mit Gidon (Markowitsch) Kremer verbunden, dem genialen  deutsch &#8211; jüdischen Geiger und Musikinterpreten, der 1947 in der letttischen Hauptstadt Riga (Lettland war damals ein Teil der Sowjetunion) geboren wurde und in Moskau als Schüler David Oistrachs seinen speziellen Schliff erhielt. </p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[010710]" title="Gidon Kremer in der Pfarrkirche von Lockenhaus"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kremerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kremer.jpg" width="300" height="300" alt="Gidon Kremer in der Pfarrkirche von Lockenhaus" /></a></p>
</div>
<p>Nachdem Kremer 1978 die Sowjetunion verlassen hatte, begann seine fast beispiellose Weltkarriere. Drei Jahre später gründete er gemeinsam mit Pfarrer Josef Herowitsch das Kammermusikfest in Lockenhaus, dessen Konzerte im restaurierten großen Saal der mittelalterlichen Ritterburg, in der Pfarrkirche und zum Teil auch in der Hauptschule des Ortes stattfanden.</p>
<p>Ich selber war bei der Eröffnung des ersten Kammermusikfestes im Jahr 1981 als <acronym>ORF</acronym>-Kulturredakteur dabei und habe auch in den folgenden Jahren bis 2001 immer wieder über dieses kulturelle Ereignis besonderer Art im Radio und Fernsehen berichtet. In Lockenhaus haben Künstler aus aller Welt einen besonderen Geist und eine besondere Qualität entstehen lassen. Es wurde bisweilen übermütig, immer aber lustvoll musiziert. Musiker wie auch Publikum gaben sich weniger steif als das bei den internationalen Festivals üblicherweise der Fall ist. Proben wurden und werden noch immer zum Teil öffentlich abgehalten und bieten so manchen Besuchern eine zusätzliche Schule des Hörens. Die kommerziellen Interessen wurden bewusst im Hintergrund gehalten.</p>
<p>Die Bekanntgabe der detaillierten Programmierung der einzelnen Konzerte erfolgt immer erst 24 Stunden vor der Aufführung. Das Engagement Kremers richtet sich sowohl auf Erst-Klassisches jeder Provenienz, aber immer auch auf die Entdeckung und Durchsetzung noch unbekannter zeitgenössischer Komponisten wie auch Musiker, von denen viele so wie er aus der ehemaligen Sowjetunion kommen und ebenfalls jüdischer Herkunft sind.</p>
<p>Das heurige Festival steht unter dem Motto &#8220;Musik und Macht &#8211; Musik als Macht&#8221; und wird wieder von zahlreichen prominenten wie auch noch ganz jungen Interpreten sowie von der von Kremer 1997 gegründeten Kremerata Baltica (einem bereits weltweit erfolgreichen Orchester aus jungen Musikern aus den drei baltischen Staaten) realisiert werden.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir Gidon Kremer &#8211; Musik in höchster Vollendung:</em></p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:450px; height:361px" data="http://www.youtube.com/v/mtMguFuMvQc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mtMguFuMvQc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
<p class="centered"><strong>Gidon Kremer spiel Kupkovi&#269; Suvenir</strong><br />
Das Stück des 1936 in der Slovakei geborenen Komponisten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ladislav_Kupkovi%C4%8D" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Ladislav Kupkovi&#269;</a> ist Gidon Kremer gewidmet.<br />
Am Klavier: Der aus Odessa stammende jüdische, russich-österreichische Pianist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Oleg_Maisenberg" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Oleg_Maisenberg'">Oleg Maisenberg</a>.</p>
<p class="tipp"><em>Als zweite Beilage empfehlen wir das aktuelle Interview mit Gideon Kremer &#8220;Geiger Gidon Kremer kämpft gegen Kommerz&#8221; auf <acronym>ATV</acronym>: <a href="http://atv.at/contentset/251364" title="Externer Link zu 'atv.at...'"><span lang="en" xml:lang="en">Highlights</span> &#8211; Das Kulturmagazin, Folge 11, 20. 06. 2010</a></em>.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Synagoge Mattersburg</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/06/27/bild-der-woche-synagoge-mattersburg/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/06/27/bild-der-woche-synagoge-mattersburg/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 09:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Sofort beim Eintreten in den Tempel fiel der große Almemor [= Ort der Toralesung, Bima; Anm.] auf. Rings um den Almemor liefen Bänke, vor denen Betstühle standen…An der Vorderseite des Almemors stand die 1 ½ m hohe und entsprechend breite Menorah [= 7-armiger Leuchter; Anm.] &#8230; Die Sitzgelegenheiten waren im Tempel spärlich. Rings um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Sofort beim Eintreten in den Tempel fiel der große Almemor [= Ort der Toralesung, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bima" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Bima'">Bima</a>; Anm.] auf. Rings um den Almemor liefen Bänke, vor denen Betstühle standen…An der Vorderseite des Almemors stand die 1 ½ m hohe und entsprechend breite Menorah [= 7-armiger Leuchter; Anm.] &#8230; Die Sitzgelegenheiten waren im Tempel spärlich. Rings um die vier Wände lief eine Bankreihe. Nur im hinteren Teile des Tempels waren einige Reihen. Das Gros der Gemeinde verfügte über keine Sitzgelegenheit &#8230; Die Tempelwände waren (&#8230;) mit Gebetstücken beschrieben &#8230; Der Plafond (&#8230;) war mit Emblemen, Motiven, die teilweise dem religiösen Leben entnommen waren (Feststrauß, Menorah, Vögeln, Sternen), bemalt &#8230;</p></blockquote>
<p><cite>Max Grunwald, Mattersdorf, in: Jahrbuch für Jüdische Volkskunde 1924/25, <abbr>hrsg. v.</abbr> Max Grundwald, Berlin 1926. <abbr>S.</abbr> 417-420.</cite></p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/mbSynGR.jpg" width="550" height="380" alt="Synagoge in Mattersdorf, um 1920" class="centered" /></p>
<p class="centered">Synagoge in Mattersdorf, um 1920. Zwar unleserlich, aber in den Umrissen erkennbar: die in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/mittelalterliche-juedische-gemeinde-mattersdorf/" title="Interner Link zum Beitrag 'Mittelalterliche jüdische Gemeinde Mattersdorf?'">Blogbeitrag</a> diskutierte Gedenktafel an der Außenfront der Synagoge.</p>
<p>Die Mattersburger Synagoge, am wulka-seitigen Ende der Judengasse gelegen (<abbr>s.</abbr> den von Meir Deutsch zur Verfügung gestellten <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/07/woittitz-jehuda-11-november-1921/#comment-707" title="Interner Link zum Kommentar zu 'Woittitz-Jehuda...'">historischen Stadtplan</a>), stammte in ihrer baulichen Endgestalt wohl aus dem späten 19. Jahrhundert; die Baugeschichte bleibt allerdings, zusammen mit der (Früh-)Geschichte der Mattersburger Judengemeinde im Ganzen, umstritten &#8211; nachzulesen in unserem jüngsten <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/mittelalterliche-juedische-gemeinde-mattersdorf/" title="Interner Link zum Beitrag 'Mittelalterliche jüdische Gemeinde Mattersdorf?'">Blog-Beitrag</a> &#8230;</p>
<p>Der Mattersburger Tempel wurde im September 1940 gesprengt (<abbr>s.</abbr> den Bericht von <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/bild-der-woche-gedenkstein-mattersburg/#comment-364" title="Interner Link zum Kommentar zu 'Bild der Woche - Gedenkstein Mattersburg'">Hans Paul</a>). Fotografische (Innen-)Ansichten der Synagoge sind rar, umso wertvoller ist die ausführliche (hier nur in kleinen Auszügen zitierte) Beschreibung bei Max Grunwald. </p>
<p>Heute erinnert an die Mattersburger Synagoge ein Gedenkstein am Brunnenplatz (<abbr>s.</abbr> unser <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/bild-der-woche-gedenkstein-mattersburg/" title="Interner Link zum 'Bild der Woche' vom 09. Mai 2010">Bild der Woche – Gedenkstein Mattersburg</a>). </p>
<p>Gegenwärtig werden in Mattersburg Pläne für ein (neues) Synagogen-Denkmal diskutiert &#8211; wir sind gespannt &#038; werden über allfällige Fortschritte hier im Blog berichten &#8230; (vielen Dank an Gemeinderätin Sonja Sieber für die Informationen).</p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/20/bild-der-woche-mirjam-pressler/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Mirjam Pressler&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/07/04/bild-der-woche-judisches-viertel-eisenstadt/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Jüdisches Viertel Eisenstadt&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<item>
		<title>Mittelalterliche jüdische Gemeinde in Mattersdorf?</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/mittelalterliche-juedische-gemeinde-mattersdorf/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/06/23/mittelalterliche-juedische-gemeinde-mattersdorf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 08:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank an Meir Deutsch, der uns dieses sonst weitgehend unbekannte Bild der Tafel schickte, die an der Synagoge in Mattersdorf angebracht war. Wir kannten das Bild dieser Tafel selbst nicht und auch in der uns bekannten Literatur fanden wir zwar Hinweise auf die Tafel, aber kein Bild von ihr. According to the plaque that [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[230610]" title="Ehemalige Gedenktafel an der Synagoge Mattersdorf"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/synMBGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/synMB.jpg" width="450" height="190" alt="Ehemalige Gedenktafel an der Synagoge Mattersdorf" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">Vielen Dank an Meir Deutsch, der uns dieses sonst weitgehend unbekannte Bild der Tafel schickte, die an der Synagoge in Mattersdorf angebracht war. Wir kannten das Bild dieser Tafel selbst nicht und auch in der uns bekannten Literatur fanden wir zwar Hinweise auf die Tafel, aber kein Bild von ihr.</p>
<blockquote><p>According to the plaque that was plastered at the front of the Synagogue it was first built in 5114 which is 1353-1354, but this date seems too early. I have seen a picture of the plaque, and it seems to me that it can be read as 5310 <span class="hebr" dir="rtl">קיר</span> and not <span class="hebr" dir="rtl">קיד</span>, which correspond to 1550 [we see that the three Hebrew letters have a dot over them, which usually means that you have to add the value of these letters and not to read them consecutively as a date, as the other year on the plaque 5635]. This date fits with the expulsion of the Jews from Odenburg in 1527, which settled in Mattersburg.
</p></blockquote>
<p><cite>Meir Deutsch, Yalde Shabat, Jerusalem 2008, <abbr>S.</abbr> 42.</cite></p>
<p>Meir Deutsch weiter:</p>
<blockquote><p>It is said that the &#8220;Founders&#8221; of the Jewish community in Mattersdorf were the six Families of the tribe of Levi, that were expelled from Spain and Settled in Mattersdorf. The Jews were expelled from Spain in 1492 = 5252. If we take the reading of the date on the Plaque as 5310 = 1550, than we get that the first Synagogue was built just 58 years after the expulsion of the Jews from Spain and only 23 years after Odenburg expelled its Jews who settled in Mattersdorf.
</p></blockquote>
<p>Schön der Reihe nach, zuerst die Übersetzung:</p>
<ol>
<li>Erstgebaut im 6. Jahrtausend im Jahre &#8220;KID&#8221; (oder) &#8220;KIR&#8221; <em>(der 3. und letzte Buchstabe des letzten Wortes der 1. Zeile ist umstritten)</em></li>
<li>und von neuem errichtet im Jahr 635 <em>(= 1875)</em>. </li>
<li>So höre du sie im Himmel, <em>(<abbr>s.</abbr> 1 Könige 8,32 <abbr>u.a.</abbr>)</em></li>
<li>wenn sie kommen um zu beten n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). <em>(Der Zahlenwert des Nebensatzes ergibt noch einmal 635, also das Jahr 1875!)</em></li>
</ol>
<p><strong>1. Zeile:</strong><br />
Das 6. Jahrtausend beginnt (umgerechnet) im Jahr 1240/41, siehe <a href="http://www.ojm.at/lexikon/z/#zeit" title="Interner Link zum Lexikoneintrag auf unserer statischen Website">Lexikoneintrag zur Zeitrechnung</a>.<br />
Je nachdem, ob wir <span class="hebr" dir="rtl">קיר</span> oder <span class="hebr" dir="rtl">קיד</span> lesen, erhalten wir &#8211; wie auch Meir Deutsch schreibt -, entweder 114 oder 310, umgerechnet also das Jahr 1353/54 oder 1550/51.</p>
<p>Meir Deutsch plädiert für die Lesung <span class="hebr" dir="rtl">קיר</span>, also &#8220;KIR&#8221; (1550), und argumentiert damit, dass wir im Mittelalter keine jüdische Gemeinde in Mattersdorf belegt haben, 1550 aber insbesondere deshalb möglich wäre, weil eine jüdische Besiedlung Mattersdorfs nach der Vertreibung der Juden aus Ödenburg (Sopron) belegt ist.</p>
<p>Auch Hodik schreibt: </p>
<blockquote><p>Möglicher Ausgangspunkt für die Historie bleibt in jedem Fall die an der Gassenfront der Synagoge entdeckte Tafel, die als Erbauungsdatum das Jahr 5114 (1353/54) ausgewiesen haben soll <em>(<abbr>Anm.</abbr>: Hodik kennt die Tafel offenbar nicht)</em>. Dürfen wir aber diese Angabe ohne weiteres übernehmen und genügt sie denn, um mit Sicherheit auf die Existenz einer jüdischen Siedlung zu jener Zeit schließen zu können?<br />
&#8230;<br />
Historisch gesichertes Terrain betreten wir erst am Ende des 15. <abbr>bzw.</abbr> zu Beginn des 16. Jahrhunderts. &#8230;</p></blockquote>
<p><cite>Fritz <abbr>P.</abbr> Hodik, Beiträge zur Geschichte der Mattersdorfer Judengemeinde im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, <abbr>S.</abbr> 7<abbr>f.</abbr></cite></p>
<p>Dieselbe Auffassung vertritt Harald Prickler:</p>
<blockquote><p>Der Hauptort der Grafschaft Forchtenstein war Mattersdorf (das heutige Mattersburg): Hierher übersiedelte Juden sind seit 1527 mehrfach nachweisbar, das Urbar der Grafschaft Forchtenstein von 1526 weist in Mattersburg noch keinen Juden aus, hingegen anstelle der späteren Judenhäuser viel öde Hofstätten (Söllnerhäuser). 1438 wird zwar der in Mattersburg wohnhafte Juden Kysaan mit seiner Frau Mendel urkundlich genannt, er trat als Gläubiger der Grafen von Forchtenstein und ihres Burghauptmanns Hans Linzer auf, <strong>doch kann aus dieser vereinzelten Nennung keineswegs auf den Bestand einer jüdischen Gemeinde im Mittelalter an dieser Stelle geschlossen werden</strong> <em>(Hervorhebung von mir)</em>. Die neue Judensiedlung entstand seit 1526 auf dem zum herrschaftlichen Meierhof gehörigen herrschaftlichen Gelände (Kurialgrund), auf dem sich die 1291 geschleifte Burg Mattersdorf befunden hatte, im Anschluss an die Marktsiedlung flussabwärts.</p></blockquote>
<p><cite>Harald Prickler, Beiträge zur Geschichte der burgenländischen Judensiedlungen, in: Juden im Grenzraum, Eisenstadt 1993, <abbr>S.</abbr> 72<abbr>f.</abbr></cite></p>
<p>Bleibt schließlich noch Max Grunwald zu zitieren, der zumindest nicht abgeneigt zu sein scheint, die Frühdatierung 1354/55 zumindest in Erwägung zu ziehen:</p>
<blockquote><p>Der Mattersdorfer Rabbinatsassessor Reb Joel Fellner und Reb <abbr>J.</abbr> Hirsch ließen sich in die Kuppelhöhe des Tempels hinaufseilen, um die in der Kuppel befindliche Jahreszahl zu enträtseln. Es stand dort: &#8220;ad ki jawo Schiloh lefak&#8221;, das wäre 462 = 1702 der bürgerlichen Zeitrechnung. An der Gedenktafel der Gassenfront des Tempels liest man als Erbauungsdatum 5114 (1354). Sollte diese Zahl das Erbauungsdatum richtig wiedergeben, dann muss angenommen werden, dass im angeführen Vers die ersten 5 Buchstaben besonders gekennzeichnet waren, welche als Prat katan kaf jud dalet ergeben.
</p></blockquote>
<p><cite>Max Grunwald, Mattersdorf, in: Jahrbuch für Jüdische Volkskunde 1924/25, <abbr>hrsg. v.</abbr> Max Grundwald, Berlin 1926, <abbr>S.</abbr> 415<abbr>f</abbr>.</cite></p>
<p>Grunwalds Formulierung ist ein wenig missverständlich, er meint, dass die Inschrift in der Kuppel nicht nur die Jahreszahl 462 (1702) angibt, sondern <em>auch</em> zusätzlich (?) das Gründungsjahr der Synagoge angeben will: <span class="hebr" dir="rtl">עד כי יבא שילה</span> ist ein Zitat aus Genesis 49,10 (Der Segen Jakobs) &#8220;bis der kommt, dem er gehört <em>(der Herrscherstab)</em>&#8220;.<br />
Grunwalds Versuch, das Gründungsdatum der Gedenktafel auch im Zitat der Kuppel wiederzufinden, darf fast als rührend bezeichnet werden. Auch wenn die Zahlenwerte der ersten 5 Buchstaben des Verses tatsächlich 114 (also 1354) ergeben, es bleibt Theorie. Auch Hodik (siehe oben) unterstützt die Theorie Grunwalds nicht, sondern hält es für sehr wahrscheinlich, dass sich die Jahreszahl in der Kuppel (1702) auf den Abschluss von Instandsetzungsarbeiten an der Synagoge bezieht (allerdings hat Hodik, wie schon angeführt, die Gedenktafel nicht gesehen!).<br />
<em><span lang="en" xml:lang="en">Off topic</span>: Warum mussten sich die beiden Kuppelinschriftsinspizienten eigentlich hinaufseilen lassen, war die Inschrift so klein geschrieben? Und haben sie die Details nicht überliefert oder gab es keine?</em></p>
<h3>Zwischenstand und drei hebräische Buchstaben unter der Lupe</h3>
<p><strong>Wir halten also fest:</strong> Es gibt keine weiteren historischen Hinweise oder gar Belege für eine mittelalterliche jüdische Gemeinde in Mattersdorf, lesen wir auf der Gedenktafel als Gründungsdatum der Synagoge wirklich <span class="hebr" dir="rtl">קיד</span> für 114 (1354/55) (und lassen die Kuppelinschrift und die Theorie Grunwalds einmal außen vor), wäre dies der <strong>einzige</strong> Beleg für eine Frühdatierung einer jüdischen Gemeinde in Mattersdorf!</p>
<p><strong>Und doch tendiere ich dazu <span class="hebr" dir="rtl">קיד</span>, also 114 (1354/55) zu lesen</strong>:</p>
<ul>
<li>Meir Deutsch argumentiert, dass die Punkte über dem letzten Wort der 1. Zeile (mit dem die Jahreszahl angegeben wird) besondere Berücksichtigung verdienen, da bei der anderen Jahreszahl (in der 2. Zeile) keine Punkte über den hebräischen Buchstaben zu finden sind (sprich: Lies die erste Jahreszahl (auch) als Wort, die zweite als bloße Jahreszahl). Allerdings finden wir auch keine Punkte über den Buchstaben in der letzten Zeile, in der aber der gesamte Satz &#8211; werden die einzelnen Buchstaben als Zahlenwerte gelesen &#8211; ebenfalls die Jahreszahl 635 (=1875) ergibt! Das am Schluss der Inschrift stehende &#8220;LP&#8217;K&#8221; (nach der kleinen Zeitrechnung) <span class="hebr" dir="rtl">לפ&#8221;ק</span> bezieht sich somit auf alle 3 in der Inschrift vorhandenen Jahreszahlen!</li>
<li>Das hebräische Wort &#8220;KIR&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">קיר</span> bedeutet &#8220;Mauer/Wand&#8221; (seltener und nur in bestimmtem Kontext auch &#8220;Stadt&#8221;). Dies ergibt aber im Zusammenhang mit dem Gründungsdatum der Synagoge wenig Sinn.</li>
<li>Was auch gegen die Lesung &#8220;KIR&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">קיר</span> spricht: Sollte wirklich die Jahreszahl 310 (1550/51) angezeigt werden, warum dann nicht gleich mit dem im Kontext sinnvolleren Wort &#8220;KRI&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">קרי</span> &#8220;Lesung&#8221;? Außerdem hätte man damit nicht nur ein sinnvolleres Wort, sondern auch die Zahlenwerte der Buchstaben in ihrer gewohnten Reihenfolge (Hunderter-, Zehnerzahl) gehabt!</li>
<li>Die Lesung &#8220;KID&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">קיד</span>, also der Zahlenwert 114 und somit das Jahr 1354/55 ermöglicht uns nicht, ein sinnvolles Wort zu lesen, die Zahlenwerte der Buchstaben wären aber in ihrer gewohnten Reihenfolge, die 3 Buchstaben einfach als Jahreszahl zu lesen. Den Punkten über den Buchstaben messe ich auch keine besondere Bedeutung bei (siehe oben erstes Argument).</li>
<li>Die Formulierung &#8220;im 6. Jahrtausend&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">באלף הששי</span> finden wir häufig im <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/23/grabstein-mittelalter-i/" title="Interner Link zu 'Grabstein Mittelalter I - Grabstein aus 1252'">Mittelalter (Beispiel: 1252)</a>, kurz oder relativ kurz nach der Jahrtausendwende (1240). Die jüngsten Belege mit dieser Formulierung auf deutschen Grabsteinen etwa datieren aus dem Jahr 1438. Für das 15. und 16. Jahrhundert ist die Quellenlage dünn, tendenziell würde ich die Formulierung in der Mitte des 16. Jahrhunderts aber eher nicht erwarten, eine bewusste archaische Formulierung ist jedoch auch nicht auszuschließen.</li>
</ul>
<h3>Es bleiben viele Fragen:</h3>
<ul>
<li>Die Tafel wurde 1875 (oder später) an der Gassenfront der Synagoge angebracht. Die Verfasser des Textes auf der Tafel mussten sich auf Traditionen, vielleicht auch auf schriftliche Quellen bezüglich des Gründungsdatums berufen können, haben den Text vielleicht sogar ganz oder teilweise von einer alten Tafel/Vorlage <abbr>etc.</abbr> wörtlich übernommen (siehe Formulierung &#8220;6. Jahrtausend&#8221;).</li>
<li>Könnten dabei Fehler passiert sein? Oder handelt es sich beim Datum 1354/55 etwa um Traditionen, die vielleicht mehr auf Legendenbildung als auf historischen Tatsachen beruhen?</li>
<li>Stimmt am Ende Grunwalds Theorie doch, dass wir auch in der Kuppelinschrift der Synagoge das Gründungsdatum 114 (1354/55) finden und hätten wir damit einen <strong>zweiten Hinweis auf eine Frühdatierung</strong> des Enststehens der jüdischen Gemeinde Mattersdorf? Sehe ich mir manche Grabinschrift auf dem <a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zum Thema 'Friedhof Mattersburg'">jüdischen Friedhof Mattesdorf</a> an, möchte ich nicht einmal wirklich ausschließen, dass in der Kuppelinschrift sogar beide Daten, 1702 <em>und</em> 1354 zu finden gewesen sein könnten.</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<h3>Conclusio</h3>
<p>Ich lese die Gründungsjahreszahl auf der Gedenktafel der Synagoge als 314 (1354/55), bin mir aber bewusst, dass ein einziger &#8211; noch dazu unsicherer &#8211; Beleg nicht reicht, um den Beginn einer jüdischen Besiedlung in Mattersdorf sicher ins Mittelalter zu datieren.</p>
<p>Und doch &#8211; ich würde mich wahrlich nicht wundern, sollten doch einmal (weitere) Dokumente auftauchen, die beweisen, dass auf dem heute burgenländischen Teil Westungarns damals nicht nur Eisenstadt eine voll ausgebildete jüdische Gemeinde besaß!</p>
<p>Siehe dazu besonders auch unseren Beitrag <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/09/amos-oz-ein-mattersburger/" title="Interner Link zum Beitrag vom 09. September 2010">Amos Oz &#8211; ein Mattersburger?</a> und insbesondere auch den <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/09/amos-oz-ein-mattersburger/#comment-829" title="Interner Link zum Kommentar vom 21. Juni 2010">Kommentar von Christopher</a>! Denn der Ur-Ur-<abbr>usw.</abbr>-Großvater von Amos Oz ist der 1408 verstorbene Rabbiner Abraham Klausner &#8230; aus Mattersdorf!</p>
<h3>Danke</h3>
<p>Danke an Meir Deutsch, Israel, für das Bild der Gedenktafel und für die Anregung, mich näher mit ihr auseinanderzusetzen!</p>
<p>Danke an Frau <a href="http://134.91.195.113/wiki/index.php/Mitarbeiter:Nathanja_H%C3%BCttenmeister" title="Externer Link zu 'Nathanja Hüttenmeister - Mitarbeiterin am Steinheim Institut">Nathanja Hüttenmeister</a> vom Salomon Ludwig Steinheim Institut Duisburg für wertvolle Anregungen zur Inschrift :)!</p>
<p class="tipp">Da wir jetzt &#8220;nur&#8221; die Gedenktafel an der Gassenfront der Synagoge in Mattersdorf kennengelernt haben &#8230; am Wochenende gibt&#8217;s dann in unserem &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/27/bild-der-woche-synagoge-mattersburg/" title="Interner Link zum 'Bild der Woche - Synagoge Mattersburg'">Bild der Woche</a>&#8221; mehr zur Synagoge!</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir das wunderbare Buch von Michael Brocke <a href="http://134.91.195.113/wiki/index.php/Hauptseite" title="Externer Link zum Steinheim Institut">&#8220;Verborgene Pracht &#8211; Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona &#8211; Aschkenasische Grabmale</a> sowie auch ganz besonders die großartige <a href="http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat" title="Externer Link zu 'steinheim-institut.de...'">epigraphische Datenbank &#8220;epidat&#8221;</a> des Salomon Ludwig Steinheim Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>György Sebestyén</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/06/10/gyoergy-sebestyen/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 07:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 6. Juni 2010 jährte sich zum 20. Mal der Todestag des ungarisch-österreichischen Schriftstellers und Journalisten György Sebesty&#233;n. Gyuri, wie ihn seine Freunde nannten, wurde 1930 in Budapest als Sohn eines jüdischen Schneiders geboren, wuchs dort zweisprachig auf, war in seinen frühen Jahren leidenschaftlicher Kommunist, ja sogar bekennender Stalinist, ehe er sich noch vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[100610]" title="György Sebesty&eacute;en (links) bei einem Besuch im Funkhaus Eisenstadt des ORF, in Begleitung des aus Kirgisien stammenden Literatur-Nobelpreis-Kandidaten Tschingis Aitmatow"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/sebestyenGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/sebestyen.jpg" width="150" height="150" alt="György Sebesty&eacute;en und Tschingis Aitmatow" /></a></p>
</div>
<p>Am 6. Juni 2010 jährte sich zum 20. Mal der Todestag des ungarisch-österreichischen Schriftstellers und Journalisten György Sebesty&eacute;n. Gyuri, wie ihn seine Freunde nannten, wurde 1930 in Budapest als Sohn eines jüdischen Schneiders geboren, wuchs dort zweisprachig auf, war in seinen frühen Jahren leidenschaftlicher Kommunist, ja sogar bekennender Stalinist, ehe er sich noch vor dem Aufstand der Ungarn gegen die russisch- sowjetische Diktatur und deren Budapester Handlanger zum Regimekritiker mauserte und nach der Niederschlagung des Aufstandes durch den Panzerkommunismus des damaligen Ostblocks im Jahr 1956 nach Österreich flüchtete.</p>
<p>Seine Verehrung des ungarisch- jüdischen Lyrikers Miklos Radnoti, der 1944 auf einem &#8220;Gewaltmarsch&#8221; von einem Arbeitslager der Nazis in Jugoslawien nach Deutschland in der Nähe von Györ mit einem Genickschuss liquidiert und in einem Massengrab verscharrt wurde, ging so weit, dass er zeit seines Lebens seine Handschrift der von Radnoti anpasste. Ein weiterer Säulenheiliger aus den Reihen der ungarischen Literaten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war für ihn Gyula Krudy,  den er einen &#8220;Liebling der Dämonen&#8221; nannte und mit Marcel Proust verglich und dessen phantastischen Roman &#8220;Die rote Postkutsche&#8221; er in seiner Übersetzung 1984 in der Eisenstädter Edition Roetzer veröffentlichte. </p>
<p>In Wien wurde Sebesty&eacute;n ( der ungarische Name für Sebastian)  rasch in den Kreis der aufstrebenden österreichischen Autorengeneration nach Heimito von Doderer, Alexander Lernet &#8211; Holenia und George Saiko (bestehend aus Herbert Eisenreich, Milo Dor, Reinhard Federmann, Peter von Tramin, Herbert Zand, Humbert Fink <abbr>u.a.</abbr>) aufgenommen, etablierte sich dann auch bei einigen Verlagen als blumiger Erzähler meist erotischer Geschichten und in renommierten Zeitungen wie der KRONE und der FURCHE als Edelfeuilletonist und Theaterkritiker.</p>
<p>Sebesty&eacute;n veröffentlichte einige Romane, von denen wohl als wichtigster jener mit dem Titel &#8220;Die Werke der Einsamkeit&#8221; anzusehen ist, in dem es um Tod, Eros und Macht geht, die den Ich- Erzähler auf der Suche nach seiner verlorenen Zeit beschäftigen. In der Eisenstädter Edition Roetzer  gab Sebestyen 18 Jahre lang die Zeitschrift PANNONIA heraus, die er ein Organ für die kulturelle Zusammenarbeit in Mitteleuropa bezeichnete und in der er zahlreiche Autoren aus dem Ostblock, auch solche aus der Sowjetunion, aber auch den jüdischen Serben Ivan Ivanji (persönlicher Dolmetsch des jugoslawischen Staatspräsidenten Tito) zu Wort kommen ließ.</p>
<p>Sebesty&eacute;n, seit 1963 österreichischer Staatsbürger, bekleidete in seinen letzten Lebensjahren auch die Funktion des Präsidenten  des österreichischen <acronym>PEN</acronym>- Zentrums. Neben seinem Domizil in Wien besaß der umtriebige Publizist bis zu seinem frühen Tod auch ein Haus in der burgenländischen Gemeinde Hornstein.</p>
<p class="tipp"><em><a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#wer" title="Interner Link zu 'Über das Blog - Wer blogg?'">Günter Unger</a>, 1941 in Eisenstadt geboren, ist Historiker und Publizist. Er war mehr als 30 Jahre Kultur- Chef  im <acronym>ORF</acronym>- Burgenland und hat unzählige Radio- und Fernsehsendungen gestaltet. Von 1978 bis 1996 gab er die Literaturzeitschrift WORTMÜHLE heraus. Selber hat er Gedichte, Hörspiele, Erzählungen, ein Theaterstück sowie Bücher über bildende Kunst geschrieben und veröffentlicht.</em></p>
<p> <strong>Wir freuen uns sehr, dass <abbr>Dr.</abbr> Günter Unger zukünftig Beiträge in unserem Blog beisteuern und insbesondere unseren etwas vernachlässigten Literaturbereich aufwerten wird! :)</strong></p>
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		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Matriken</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/30/bild-der-woche-matriken/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/05/30/bild-der-woche-matriken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 May 2010 09:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[sopron]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=303</guid>
		<description><![CDATA[Die Aufarbeitung des jüdischen Friedhofes Mattersdorf/Mattersburg hält derzeit die ganze Frau- und Mannschaft des Museums auf Trab. Während in Eisenstadt an den hebräischen Inschriften auf den vorhandenen Fotos (und Abschriften) der Grabsteine gearbeitet wird, werden andernorts, nämlich in Sopron, Wien und Mattersburg, die Mattersdorfer/Mattersburger Matriken von 1833 bis 1938 beschafft &#8230; Aber es sind in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufarbeitung des <a href="http://www.ojm.at/blog/friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zur Übersichtsseite des Projekts">jüdischen Friedhofes Mattersdorf/Mattersburg</a> hält derzeit die ganze Frau- und Mannschaft des Museums auf Trab. Während in Eisenstadt an den hebräischen Inschriften auf den vorhandenen Fotos (und Abschriften) der Grabsteine gearbeitet wird, werden andernorts, nämlich in <span lang="hu" xml:lang="hu">Sopron</span>, Wien und Mattersburg, die Mattersdorfer/Mattersburger Matriken von 1833 bis 1938 beschafft &#8230;</p>
<p>Aber es sind in der Tat weniger die hebräischen Inschriften als die Ungarisch geführten Matriken, die das Projekt immer wieder unfreiwillig bremsen, da unsere Ungarischkenntnisse nur auf exzessivem Wörterbuchgebrauch beruhen ;-)</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/matrikenGR.jpg" width="550" height="367" alt="Matriken der jüdischen Gemeinde Mattersdorf in Sopron" class="centered" /></p>
<p class="centered">Matriken der jüdischen Gemeinde Mattersdorf, Stadtarchiv <span lang="hu" xml:lang="hu">Sopron</span></p>
<p><strong>An dieser Stelle herzlichen Dank für die sehr freundliche Kooperation an <abbr>Mag.</abbr> Wolf-Erich Eckstein von der Matrikenabteilung der <acronym>IKG</acronym> Wien sowie an <abbr>Dr.</abbr> Andr&aacute;s Krisch vom Stadtarchiv <span lang="hu" xml:lang="hu">Sopron</span> und Anita Grafl vom Standesamt Mattesburg!</strong></p>
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Pressburger Martinigänse</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/17/die-pressburger-martinigaense/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 08:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[bratislava]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Martinstag (Martini), dem 11. November, pflegt(e) man in Österreich, insbesondere im Burgenland, die traditionelle &#8220;Martinigans&#8221; zu verspeisen. Am selben Tag überreichte eine Gesandtschaft der jüdischen Gemeinde in Pressburg (Bratislava) dem Kaiser gestopfte Gänse. Sie betrachtete dies als ein Privileg. Der Ursprung dieses Usus ist unbekannt, da das Archiv der Gemeinde 1809 durch das Bombardement [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[0170510]" title="Hausgans, http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hausgans_Detail_Kopf.JPG, Foto: 3268zauber"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/gansGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/gans.jpg" width="150" height="150" alt="Hausgans, http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hausgans_Detail_Kopf.JPG, Foto: 3268zauber" /></a></p>
</div>
<p>Am Martinstag (Martini), dem 11. November, pflegt(e) man in Österreich, insbesondere im Burgenland, die traditionelle &#8220;Martinigans&#8221; zu verspeisen. Am selben Tag überreichte eine Gesandtschaft der jüdischen Gemeinde in Pressburg (Bratislava) dem Kaiser gestopfte Gänse. Sie betrachtete dies als ein Privileg. Der Ursprung dieses Usus ist unbekannt, da das Archiv der Gemeinde 1809 durch das Bombardement der Franzosen vom 26. &#8211; 29. Juni in Schutt und Asche gelegt wurde. Verschiedene Traditionen datieren die Entstehung des Brauches in die Zeit Ferdinands I., Matthias&#8217; I. oder Josephs II.</p>
<p>Über die Zeremonie selbst findet sich in der Berliner Jüdischen Presse 47 (1887), <abbr>S.</abbr> 187 die folgende Beschreibung:</p>
<blockquote><p>Die Preßburger jüdische Gemeinde kauft durch ihren Vertrauensmann in der Regel 25 Gänse, die eine zeitlang fürsorglich einer Behandlung unterzogen werden, welche der des Professor Schweningers [dt. Arzt; führte ein Sanatorium zur Behandlung Fettsüchtiger] diametral gegenübersteht. Von diesen 25 werden die schönsten 10 Exemplare auserwählt, nach allen Regeln ritueller Kunst aus diesem irdischen Jammertale in ein besseres Jenseits befördert, sorgsam gerupft und mit Bändern in den kaiserlich österreichischen und ungarischen Landesfarben geschmückt. Dem jeweiligen Gemeindevorsteher und zwei Vertrauensmännern fällt die ehrenvolle Mission zu, dieselben dem Kaiser in besonderer Audienz zu überreichen. Zu diesem Behufe erhält die Deputation aus der kaiserlichen Schatzkammer eine große Silberplatte, auf der die Gänse platziert werden. Dem Kaiser wird mit vier, der Kaiserin, dem Kronprinzen, der Kronprinzessin mit je 2 Stück dieser Prachtexemplare aufgewartet.</p></blockquote>
<p class="tipp"><em>Claudia (oder mit jüdischem Namen: Chaya-Bathya) Markovits Krempke, geboren 1964 in Wien, lebt seit 1985 in der orthodox-jüdisch geprägten Stadt Bnei-Brak in Israel. Sie ist verheiratet und hat 6 Kinder. Sie ist Forschungsassistentin am Rabbi Samson Raphael Hirsch-Lehrstuhl im <span lang="en" xml:lang="en">Department of Jewish History</span> an der Bar-Ilan Universität, Ramat-Gan, Israel.</em></p>
<p><strong>Wir freuen uns sehr, dass Claudia (Chaya-Bathya) Markovits Krempke zukünftig Beiträge in unserem Blog beisteuern wird! :)</strong></p>
<p><abbr>PS</abbr>: Übrigens, falls Sie sich wundern, warum wir im Mai einen Beitrag über die Martinigans bringen &#8230; den Grund dafür hat uns Claudia selbst in ihrem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/04/28/schlinger-jetel-11-juni-1915/#comment-390" title="Interner Link zum Kommentar von Claudia zu Jetel Schlinger">Kommentar zum Grabstein von Jetel Schlinger</a> geliefert! ;)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Blauglockenbaum</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 12:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt! Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer Paulownia (Paulownia tomentosa oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></p>
</div>
<p>Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt!</p>
<p>Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulownien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Paulownien'">Paulownia</a> (Paulownia tomentosa oder Blauglockenbaum). </p>
<p>Und da sehr oft nach dem Baum gefragt wird (freilich gibt es auch genügend botanisch sattelfeste BesucherInnen, die nicht fragen, sondern den Anblick nur genießen), sind wir mittlerweile nicht um einigermaßen erschöpfende Antworten verlegen &#8230; Antworten, die wir Ihnen nun auch hier im Blog nicht vorenthalten wollen ;)</p>
<p>Auch der Zeitpunkt für diesen Blogbeitrag ist bewusst gewählt, denn der Blauglockenbaum blüht in seiner ganzen Pracht nur wenige Tage Ende April/Anfang Mai.</p>
<div id="mittig3a">
<ul id="bildchen4">
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Der Blauglockenbaum ist in seinem lateinischen Namen nach der russischen Zarentochter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna'">Anna Pawlowna</a> (1795 &#8211; 1865) benannt. </p>
<p>Damit wären auch schon die notwendigsten Informationen zum Baum gegeben, denen ein  Facebookeintrag oder Bild-der-Woche-Beitrag gerecht werden würde – wenn mit der Namensnennung von Anna Pawlowna nicht doch auch einige Assoziationen verknüpft wären, die sich aufdrängen und im Blog eines jüdischen Museums durchaus ihren Platz finden dürfen:</p>
<h3>Anna Pawlowna und die Geschichte der Juden im Russischen Reich</h3>
<p>Denn Anna Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I., war die Schwester der Zaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29'">Alexander I.</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29'">Nikolaus I.</a> von Russland. Gleich nach der Thronbesteigung Alexanders I. wurde eine Sonderkommission eingesetzt, die sich mit der Frage der Stellung der Juden beschäftigte und 1804 zum ersten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland'">Jüdischen Statut</a>&#8221; führte. Ein Statut, das  Maßnahmen zur &#8220;Verbesserung&#8221; der Juden vorsah mit dem erklärten Ziel, die Einwohner des Reiches vor den &#8220;nachteiligen&#8221; Aktivitäten der Juden zu schützen. Hatte Zar Alexander I. als probatestes Mittel, die Juden in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Bekehrung zum Christentum gesehen, bildete die Regierungszeit seines Bruders und Nachfolgers Nikolaus I. eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des russischen Judentums. Der entschlossene und hartnäckige Widerstand der Juden jedoch ließ die seit 1840 bestehende &#8220;Kommission für die Juden&#8221; zur Einsicht gelangen, dass keine der drastisch verschärften &#8220;Verbesserungsmaßnahmen&#8221; (Erziehung durch staatlichen Zwang, Besteuerung der traditionellen Tracht <abbr>usw.</abbr>) ihr Ziel erreicht hatte. </p>
<h3>Ein russischer Jüngling in Wiener Neustadt</h3>
<p>Erst vor wenigen Wochen wurde ich zufällig in die erwähnte Zeit gleichsam zurückversetzt, und zwar durch einen (zumindest für mich) ausgesprochen bemerkenswerten Grabstein auf dem jüdischen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/18/bild-der-woche-aussendienst/" title="Interner Link zum Beitrag 'Außendienst' vom 18. Oktober 2009" >Friedhof in Wiener Neustadt</a>:</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[090510]" title="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlinGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlin.jpg" width="250" height="395" alt="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" /></a>
</div>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p>H(ier liegt) g(eborgen) <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:] </strong></p>
<p>der frisch Verheiratete, Edle und Untadelige.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:] </strong></p>
<p>Er verbrachte Nächte wie Tage<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:] </strong></p>
<p>über den Worten der Weisen,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>Jakob Berlin,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>Nachkomme der Geonim aus Wolozyn.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>Im Alter von 21 Jahren ging er zur ewigen Ruhe ein.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>Seine Eltern in Dwinsk ließ er in Trauer zurück.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>9. Zeile: </strong></p>
<p>Am 4. Cheschwan 669 (= Donnerstag, 29. Oktober 1908).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">פ&#8221;נ</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הא ברך היקר והתמים,</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">שם לילות כימים,</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">על דברי חכמים,</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">יעקב ברלין,</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">נכד הגאונים מוואלאזין,</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בן כ&#8221;א שנה הלך למנוחות.</span></p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">את הוריו בדווינסק עזב לאנחות</span></p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ד&#8221; חשון שנת ת&#8221;ר&#8221;ס&#8221;ט.&#8221;</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p><strong>2. Zeile</strong>:<br />
Siehe Kommentar von <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/#comment-338" title="Interner Link zu den Kommentaren">Yoav unten</a>.</p>
<p><strong>3. Zeile</strong>:<br />
<abbr>Vgl.</abbr> (babylonischer Talmud) Moed Qatan 25b (נשים/משים לילות כימים).</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Gaon, Plural: Geonim; Titel, der sich in den Lehrakademien im babylonischen Exil (586/7-539 <abbr>v.d.Z.</abbr>) entwickelte und zwischen 589 <abbr>n.d.Z.</abbr> und 1034 der Amtstitel des Leiters einer hohen rabbinischen Schule war. Insbesondere im Umfeld des Rabbi Elia von Wilna (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna'">Gaon von Wilna</a>, 1720-1797) wird der Titel auch noch später für besondere Gelehrte verwendet.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Die berühmte Jeschiva von Volozhin"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshivaGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshiva.jpg" width="150" height="150" alt="Jeschiva von Volozhin, Foto: Wikipedia" /></a>
</p>
<p class="center">Jeschiva von Volozhin<br />
Foto: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg'">Wikipedia</a></p>
</div>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn'">Valozhin</a> (Volozhin), Wolozyn (polnisch), Stadt in Weißrussland, 75 km nordwestlich von Minsk. Berühmtheit erlangte vor allem die Jeschiva, also die traditionelle jüdische Schule von Volozhin, die 1803 von Rabbi Chaim ben Isaac Volozhin (1749 &#8211; 1821), einem Schüler des Gaon von Vilna, gegründet wurde. 1854 übernahm <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin'">Naftali Zvi Jehuda Berlin</a> die Leitung der Jeschiva und schloss selbige im Jahr 1892. Mütterlicherseits ist Naftali Berlin ein direkter Nachfahre des ersten Rabbiners von Eisenstadt, <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/08/31/hebraeischkurs-2009/#rm" title="Interner Link zum Beitrag 'Hebräischkurs 2009'">Rabbi Meir Eisenstadt</a> (A&#8221;SCH; gestorben 1744).</p>
<p>Der in Wiener Neustadt begrabene Jakob Berlin ist zwar offensichtlich ein sehr naher Verwandter von Naftali Zvi Jehuda Berlin, trotzdem konnte eine direkte Verwandtschaft leider nicht nachgewiesen werden. Wahrscheinlich ist Jakob der Sohn oder Enkelsohn eines Bruders von Naftali Zvi Jehuda Berlin.</p>
<p><strong>8. Zeile</strong>:<br />
<a href="http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=540&#038;letter=D" title="Externer Link zu 'jewishencyclopedia.com...'">Dvinsk</a>, im jüdischen Kontext manchmal auch &#8220;Dawinsk&#8221;, heutiges Daugavpils, die zweitgrößte Stadt Lettlands, etwa 230 km südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga. Dvinsk war der Name der Stadt in der Zeit von 1893 &#8211; 1920, als sie Teil des Russischen Reiches war. Auf Deutsch ist die Stadt unter dem historischen Namen &#8220;Dünaburg/Dinaburg&#8221; bekannt. In der Stadt leben heute knapp 500 Juden. </p>
<p>In Dvinsk konnte kein Familienangehöriger der Berlins gefunden werden. Zudem ist noch fraglich, ob das hebräische Wort הורים (oben übersetzt mit &#8220;Eltern&#8221;) wie meist im engsten Sinn des Wortes, nämlich als leibliche Eltern, oder im weiteren Sinn verstanden wird und etwa seine Toralehrer <abbr>o.Ä.</abbr> meint.</p>
<p class="tipp"><span lang="lt" xml:lang="lt">P.S.</span>: Sehe grad, dass es mir offensichtlich nicht möglich ist, einen Beitrag zu schreiben ohne zumindest 1 Grabstein zu erwähnen ;)</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir schon jetzt das Buch &#8220;Das jüdische Wiener Neustadt&#8221; von <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine vom 22. November 2009'">Werner Sulzgruber</a>, das im September 2010 erscheinen wird! Ich freue mich sehr, dass ich dazu die Transkriptionen/Übersetzungen der hebräischen Grabinschriften beisteuern durfte. Wir werden natürlich berichten &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Gedenkstein Mattersburg</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/bild-der-woche-gedenkstein-mattersburg/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 09:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gibt es im Burgenland keine jüdischen Gemeinden mehr, 1938 bedeutete das endgültige Aus einer mehr als 300-jährigen Geschichte der Juden in dieser ehemals westungarischen Region. Außer der Privatsynagoge von Samson Wertheimer in unserem Museum existieren heute nur mehr das Gebäude der Synagoge von Stadtschlaining (in dem die Bibliothek der Friedensuniversität untergebracht ist) sowie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gibt es im Burgenland keine <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/" title="Interner Link zu den jüdischen Gemeinden des Burgenlands auf unserer statischen Website">jüdischen Gemeinden</a> mehr, 1938 bedeutete das endgültige Aus einer mehr als 300-jährigen Geschichte der Juden in dieser ehemals westungarischen Region. </p>
<p>Außer der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/17/rosch-haschana-5770-wertheimersche-schul/" title="Interner Link zum Beitrag 'Rosch haSchana 5770 - Die Wertheimer'sche Schul'">Privatsynagoge von Samson Wertheimer</a> in unserem Museum existieren heute nur mehr das Gebäude der Synagoge von <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/schlaining/" title="Interner Link zur Gemeinde Schlaining auf unserer statischen Website">Stadtschlaining</a> (in dem die Bibliothek der Friedensuniversität untergebracht ist) sowie die baufällige Synagoge in <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/kobersdorf/" title="Interner Link zur Gemeinde Kobersdorf auf unserer statischen Website">Kobersdorf</a>. Im Unterschied zu anderen Orten, in denen es einst blühende jüdische Gemeinden gab, finden wir in Mattersburg seit einigen Jahren einen Gedenkstein, der an die Synagoge erinnert.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/mbPTSGR.jpg" width="550" height="407" alt="Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Mattersburg" class="centered" /></p>
<p>Vergangene Woche besuchte uns die 2. Klasse des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg und die Schülerinnen und Schüler boten spontan an, diesen Gedenkstein zu fotografieren und uns als &#8220;Bild der Woche&#8221; zu schicken.</p>
<p>Es ist das erste &#8220;Bild der Woche&#8221; einer Schulklasse und wir hoffen, es folgen bald weitere Schulklassen diesem Beispiel. ;)</p>
<p class="centered"><strong>Herzlichen Dank an die Lehrerin <abbr>Mag.<sup>a</sup></abbr> Gertraud Tometich sowie an alle Schülerinnen und Schüler des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg!</strong></p>
<div class="pagenavi">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/bild-der-woche-herzl/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Herzl&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/16/bild-der-woche-turmbau-zu-babel/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Turmbau zu Babel&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/bild-der-woche-gedenkstein-mattersburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die verschollenen Grabsteine</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/04/28/die-verschollenen-grabsteine/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/04/28/die-verschollenen-grabsteine/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 12:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=178</guid>
		<description><![CDATA[Start des Projekts &#8220;Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Mattersburg&#8221; Wir wissen nicht, wie viele Grabsteine sich vor 1945 auf dem jüdischen Friedhof in Mattersburg befanden, wir wissen auch nicht, was mit ihnen geschah. Es gibt verschiedenste Vermutungen und Spekulationen, wahrscheinlich wurden sie für den Bau von Mauern, Straßen und Häusern verwendet. Heute finden sich auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Start des Projekts &#8220;Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Mattersburg&#8221;</h3>
<p>Wir wissen nicht, wie viele Grabsteine sich vor 1945 auf dem jüdischen Friedhof in Mattersburg befanden, wir wissen auch nicht, was mit ihnen geschah. Es gibt verschiedenste Vermutungen und Spekulationen, wahrscheinlich wurden sie für den Bau von Mauern, Straßen und Häusern verwendet.</p>
<p>Heute finden sich auf dem jüdischen Friedhof von Mattersburg nur einige wenige alte Grabsteine bzw. Grabsteinfragmente, die in eine Mauer (beidseitig) eingesetzt wurden sowie 150 von der Chevra Kadischa gespendete (namenlose) Grabsteine (oder richtiger &#8220;Grabsteinattrappen&#8221;).</p>
<div id="mittig3d">
<ul id="bildchen8">
<li><a rel="lightbox[270410]" title="Jüdischer Friedhof Mattersburg heute - mit 150 'Grabsteinattrappen'" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb01.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg heute" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270410]" title="Jüdischer Friedhof Mattersburg: Mauer mit eingesetzten Grabsteinen/Grabsteinfragmenten" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb02.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg: Mauer mit eingesetzten Grabsteinen" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270410]" title="Jüdischer Friedhof Mattersburg: Mauer mit eingesetzten Grabsteinen" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb03.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Mattersburg: Mauer mit eingesetzten Grabsteinen" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Und doch, wir kennen mehr als 300 Namen, Todesdaten und Grabinschriften von jüdischen Toten, die auf dem Friedhof begraben waren. Denn durch einen glücklichen Zufall ist das Österreichische Jüdische Museum im Besitz von Fotos und Abschriften, die der Religionsschulinspektor für mosaischen Glauben, Isidor Öhler, im Auftrag der Gestapo vor 1945 für das Reichssippenamt anfertigte &#8211; oder wohl korrekter: anfertigen musste.</p>
<h3>Isidor Öhler</h3>
<p>Isidor Öhler wurde am 09. 10. 1878 in Topolesany (Slovakei/Ungarn) geboren und verstarb am 02. 04. 1968 in Wien. Verheiratet war er seit 1938 mit Alice, geb. Weiner (1896 – 1987). Bereits 1901 wurde Öhler als Religionslehrer in den Schuldienst der Israelitischen Kultusgemeinde Wien berufen. Im Jahre 1910 wurde er zum Schulinspektor für den Religionsunterricht an Volks- und Bürgerschulen bestellt.</p>
<p>Im Nachruf von Dr. Ernst Feldsberg  heißt es:</p>
<blockquote><p>Mit <abbr>Reg.-Rat</abbr> Oehler ist einer jener letzten von dieser Welt gegangen, die die Geschichte der großen Wiener jüdischen Gemeinde seit 1901, also durch fast 60 Jahre, miterlebt haben, ein Mann, der ein lebendes Nachschlagewerk dieser klassischen Zeit der Wiener Kultusgemeinde war. </p>
<p>&#8230;</p>
<p>Seit dem Jahre 1943 versah <abbr>Reg.-Rat</abbr> Oehler die rabbinischen Funktionen am Seitenstettentempel und, nachdem auch die Kantoren des Seitenstettentempels den Weg ins KZ Theresienstadt angetreten hatten, war Reg.-Rat Oehler auch der Vorbeter in diesem Gotteshaus. Als treuer Verehrer des großen Kantors Salomon Sulzer sang er jeden Freitagabend und an jedem Sabbat gemeinsam mit den wenigen Juden, die zurückgeblieben waren, Sulzersche Melodien, die auch in der schwersten Zeit der Verfolgung im Seitenstettentempel nicht verstummt waren.</p>
<p>Nach der Befreiung im Jahre 1945 wurde Oehler mit der Wiedereinrichtung des Religionsunterrichts beauftragt &#8230; Im Jahre 1948 trat er in den wohlverdienten Ruhestand &#8230;
</p></blockquote>
<p><cite>Die Gemeinde 124 (1968), <abbr>S.</abbr> 19</cite></p>
<h3>Das Projekt</h3>
<p>Als wir vor einigen Jahren in den Besitz der Fotos und Zettel mit den Abschriften gelangten, waren diese vollkommen durcheinander. Ein Päckchen mit den Fotos und ein anderes Päckchen mit den Zetteln. Fotos und Abschriften mussten daher erst geordnet und zusammengeführt werden. Bei dieser Arbeit fielen uns zu unserer großen Überraschung übermäßig viele (kleinere) Fehler in den Abschriften auf. Wenn möglich (die Fotos sind oft sehr schwer lesbar), versuchten wir diese Fehler auszubessern. Nur, das Problem sind nicht so sehr die Fehler an sich, sondern dass wir selbstverständlich davon ausgehen dürfen, dass Isidor Öhler sehr wohl die entsprechenden Kenntnisse hatte, um die vorliegenden Abschriften fehlerlos anzufertigen! Hat er die Fehler absichtlich eingebracht, um vielleicht nicht allzuviele Informationen preisgeben zu müssen? </p>
<p>Es muss leider offen bleiben, ob Öhler die Abschriften auf Grundlage der Fotos oder vor Ort, also am Friedhof anfertigte. Oft sieht es nach Fotoarbeit, oft nach Friedhofsarbeit aus. So manche Inschrift, die am Foto nicht oder kaum identifizierbar ist, hätte sich am Friedhof gut lesen lassen. Vielleicht gilt aber auch hier, dass Öhler aus guten Gründen bewusst oberflächlich, oft auffällig oberflächlich arbeitete? Denn es bleiben viele Ungereimtheiten in den Transkriptionen Öhlers. Wir wissen die Gründe nicht, Faktum ist aber, dass die Abschriften einen Arbeitsstil widerspiegeln von jemandem, der ohne große Mühe nur schnell etwas fertigstellen wollte/musste und dem ganz offensichtlich der oder die Auftraggeber (aus naheliegenden Gründen) nicht wichtig war(en).</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[270410]" title="Der jüdische Friedhof in Mattersdorf um 1910" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fhmb/fhmb04.jpg" width="450" height="296" alt="Der jüdische Friedhof in Mattersdorf um 1910" /></a>
</div>
<p class="centered">Der jüdische Friedhof in Mattersdorf &#8211; wie der Ort bis 1925 hieß; Ansichtskarte um 1910</p>
<ul>
<li>Wir werden ab sofort schrittweise alle von Isidor Öhler angefertigten Fotos und Abschriften hier im Blog online stellen und hoffen, bis Mai 2011 die Arbeit abschließen zu können.</li>
<li>Die Inschriften werden in dieser (ersten) Phase nicht bearbeitet oder übersetzt, wir wollen Öhlers Fotos und Abschriften möglichst rasch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Außerdem gehen wir davon aus, dass die meisten Interessierten die Abschriften Öhlers und gegebenenfalls auch die Grabinschriften selbst auf den Fotos lesen (und übersetzen) können. Anmerkungen werden nur gemacht, wenn die eigene Lesung von Namen oder Sterbedatum von jener Öhlers abweicht.</li>
<li>Wir stellen die Mattersburger Grabsteinfotos und –abschriften bewusst hier im Blog online, um Interessierten und/oder Angehörigen Kommentare zu ermöglichen. Im Idealfall können dadurch fehlende – insbesondere auch biografische – Daten schrittweise ergänzt werden.</li>
<li>Alle Beiträge werden unter dem (neu angelegten) Thema (in der Kategorie) <a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zum Thema 'Friedhof-Mattersburg'">&#8220;Friedhof Mattersburg&#8221;</a> archiviert. Da die Mattersburger Grabsteinfotos und Abschriften für die meisten BlogleserInnen von nur geringem Interesse sein dürften, haben wir uns entschlossen, &#8211; aus Gründen der Übersichtlichkeit &#8211; alle Beiträge dieses Themas sowohl von der Indexseite (also der Blogstartseite), von den jüngsten Beiträgen als auch von der Archivseite auszuschließen. </li>
<li>Eine eigene <a href="http://www.ojm.at/blog/archiv-friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zu 'archiv-friedhof-mattersburg'">Archivseite</a>, nur für die Beiträge des Mattersburger Friedhofs, ermöglicht eine schnelle Übersicht über alle Namen und Sterbedaten.</li>
<li>Die Fotos und Abschriften werden zunächst in zufälliger Reihenfolge online gestellt, da noch immer einige &#8220;Problemfälle&#8221; eine korrekte Zuordnung erschweren. Zum Schluss werden selbstverständlich Register &#8211; nach Namen und Sterbedaten geordnet &#8211; angelegt.</li>
<li>Schließlich ist noch zu klären, ob Grabsteine, die mit Foto und Abschrift vorliegen (wir also hier online stellen) mit in die Mauer am Friedhof eingesetzten Grabsteinen oder Grabsteinfragmenten korrespondieren.</li>
</ul>
<p>Bei diesem Projekt, dessen Entwicklung Sie ab heute Schritt für Schritt online mitverfolgen können, geht es um mehr, als nur darum, einige Namen online zu stellen. Mit der &#8220;Entanonymisierung&#8221; des jüdischen Friedhofes Mattersburg soll nicht nur für die Stadt Mattersburg, sondern für das gesamte Burgenland wichtige Erinnerungsarbeit geleistet werden. Die Fotos und Abschriften Öhlers sind heute die einzigen Zeugen des großen jüdischen Friedhofes einer weltberühmten jüdischen Gemeinde.</p>
<p>Am jüdischen Friedhof Mattersburg &#8220;muss&#8221; nicht mehr gerodet, es müssen keine jüdischen Grabsteine renoviert werden (siehe <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/01/10/am-juedischen-friedhof-ii/" title="Interner Link zum Beitrag vom 10. Jänner 2010">Beitrag &#8220;Am jüdischen Friedhof II&#8221;</a>). Ich würde mir aber wünschen, dass die Namen der Toten nach Abschluss unserer Arbeit nicht nur hier in der Online-Datenbank, sondern auch (<abbr>z.B.</abbr> auf einer Gedenktafel) am jüdischen Friedhof vor Ort zu finden sind.</p>
<p><a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zum Thema 'Friedhof-Mattersburg'">Zur Datenbank &#8220;Jüdischer Friedhof Mattersburg&#8221;  (<span lang="en" xml:lang="en">work in progress</span>) &#8230;</a> (die ersten 10 Grabsteine sind <span lang="en" xml:lang="en">online</span>)</p>
<p><span lang="en" xml:lang="en">English Summary</span>:<br />
<span lang="en" xml:lang="en">Only a few fragments of the former gravestones of the Jewish cemetery in Mattersburg could be preserved, they are embedded in a wall and can today be visited in Mattersburg. It is not clear how many gravestones existed on the cemetery before 1945, neither what happened to them. Nevertheless the Austrian Jewish Museum holds a rich source of information on the former cemetery. Luckily, it came in possession of more than 300 photographs and transcriptions of the epitaphs made by Isidor Öhler (the superintendent of schools for religious education) on the authority of the Gestapo in the beginning of 1945. Those photographs and transcriptions will be published online as blog postings bit by bit.</span> </p>
<ul>
<li><a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/" title="Intern Link to theme 'Friedhof-Mattersburg'"><span lang="en" xml:lang="en">Database  &#8220;Jewish cemetery in</span> Mattersburg (German)&#8221;  (<span lang="en" xml:lang="en">work in progress</span>) &#8230;</a></li>
<li><a href="http://www.ojm.at/blog/archiv-friedhof-mattersburg/" title="Intern Link zu the archive"><span lang="en" xml:lang="en">Archive &#8211; Overview</span></a></li>
</ul>
<p><strong><span lang="en" xml:lang="en">Update</span> 12. Mai 2010:</strong> Yitzchok Stroh and <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/04/28/breuer-ginendl-14-jaenner-1927/#comment-350" title="Intern Link zu the comment of Carole">Carole G. Vogel</a> have been <a href="http://www.recognitionscience.com/cgv/research%20mattersdorf.htm" title="Extern Link to 'recognitionscience.com ...'">reconstructing the genealogy of the Jewish community of Mattersdorf from 1698 &#8211; 1939</a>!</p>
<p><strong><span lang="en" xml:lang="en">Update</span> 01. Juli 2010:</strong> Seit heute gibt es die (auf shtetlinks.jewishgen.org) gelaunchte <a href="http://www.shtetlinks.jewishgen.org/mattersburg/index.htm" title="Externer Link zu 'shtetlinks.jewishgen.org/mattersburg/index.htm'">Website zu Mattersdorf</a>.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir &#8211; diesmal ausnahmsweise sehr techniklastig ;) &#8211; allen Feedabonnenten eine eventuelle Anpassung der Feedadresse unseres Blogs: Sollten Sie die Beiträge zum jüdischen Friedhof Mattersburg nicht via Feed erhalten wollen, bessern Sie bitte die Feedadresse aus auf <a href="http://www.ojm.at/blog/feed?cat=-46">http://www.ojm.at/blog/feed?cat=-46</a>.<br />
Sollten Sie nur die Beiträge zum jüdischen Friedhof Mattersburg via Feed erhalten wollen (was uns allerdings ein wenig traurig machen würde), verwenden Sie bitte folgende Feedadresse: <a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/feed/">http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/feed/</a>.<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Wolf-Mausoleum</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/04/25/bild-der-woche-wolf-mausoleum/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 12:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Touristen weitgehend unbekannt und selbst viele Eisenstädter kennen diese Grabstätte nicht: Hoch über den Dächern von Eisenstadt, am Abhang des Leithagebirges, mitten im Wolfgarten, befindet sich das sogenannte Wolf-Mausoleum. Vieles erinnert in Eisenstadt an die berühmte Familie Wolf. Neben Alexander (S&#225;ndor) ist es vor allem sein Bruder Leopold, der besondere Erwähnung verdient: Leopold Wolf wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Touristen weitgehend unbekannt und selbst viele Eisenstädter kennen diese Grabstätte nicht: Hoch über den Dächern von Eisenstadt, am Abhang des Leithagebirges, mitten im Wolfgarten, befindet sich das sogenannte Wolf-Mausoleum.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/mausoleumGR.jpg" width="550" height="733" alt="Mausoleum der Familie Wolf im Wolfgarten zu Eisenstadt" class="centered" /></p>
<p>Vieles erinnert in Eisenstadt an die berühmte Familie Wolf. Neben <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/27/ein-entzueckendes-kleines-barockpalais/" title="Interner Link zum Blogbeitrag 'Ein entzückendes kleines Barockpalais'">Alexander (S&aacute;ndor)</a> ist es vor allem sein Bruder Leopold, der besondere Erwähnung verdient:</p>
<p>Leopold Wolf wurde 1866 geboren und wurde 1883 Gesellschafter der Firma &#8220;Leopold Wolf&#8217;s Söhne&#8221; und später Firmenvorstand der Weingroßhandlung (deren Sitz im <a href="http://www.ojm.at/wertheimerhaus/" title="Interner Link zu 'Geschichte des Hauses' auf unserer statischen Website">Wertheimerhaus</a>, in dem heute unser jüdisches Museum untergebracht ist, war).</p>
<p>1896 heiratete er Ottilie Laschober. Für die Gemeinde Eisenstadt brach beinahe eine Welt zusammen, denn Ottilie war Christin, die auch nie zum Judentum konvertierte. Der Rabbiner &#8211; so heißt es &#8211; soll über diese Heirat derart erbost gewesen sein, dass er schwor, nie mehr die Schwelle der Synagogentür zu überschreiten, durch die das Ehepaar Wolf-Laschober gegangen sei. Was sollte man also tun? Man brach für den Rabbiner eine zweite Türe in der Synagoge aus, um ihn nicht zu zwingen, sein Wort zu brechen und dadurch noch größeres Unheil über die Gemeinde zu bringen.<br />
Immerhin, die Kinder des Ehepaares, so hatten sich die Eltern vor dem Bürgermeister protokollarisch verpflichtet, wurden jüdisch erzogen.<br />
Leopold Wolf starb 1926 und wurde auf dem jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt beigesetzt.</p>
<p>Ottilie Wolf jedoch durfte nach ihrem Tod im Jahr 1927 weder auf dem christlichen noch auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie Wolf baute daraufhin auf eigenem Grundbesitz ein Urnenmausoleum, in dem neben Ottilie Wolf-Laschober weitere Angehörige der Familie Wolf, die zwischen 1938 und 1988 verstorben sind, ihre letzte Ruhe fanden.<br />
.</p>
<div class="pagenavi">
<div class="page-nav">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/04/18/bild-der-woche-wer-glaubt-was/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;WER glaubt WAS&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/bild-der-woche-herzl/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Herzl&#8221;</a> &raquo;
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</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Präsentation Österreich-Bild &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/27/praesentation-oe-bild-nachlese/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/02/27/praesentation-oe-bild-nachlese/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 15:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=141</guid>
		<description><![CDATA[Am Donnerstag wurde bei uns im Museum das Österreich-Bild des Landesstudios Burgenland mit dem Titel &#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221; präsentiert. Update, 28. 02., 19:29h: Das Österreich-Bild ist ab sofort auf der ORF TVthek sieben Tage lang zu sehen. Wir danken dem ORF für die so engagierte Arbeit und allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag wurde bei uns im Museum das Österreich-Bild des Landesstudios Burgenland mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/02/15/vertrieben-und-vergessen/" title="Interner Link zum Blogbeitrag">Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland</a>&#8221; präsentiert.</p>
<p><strong><span lang="en" xml:lang="en">Update</span>, 28. 02., 19:29<abbr>h</abbr>: Das Österreich-Bild ist ab sofort auf der <a href="http://ojm.at/oebildtv" title="Externer Link zu 'tvthek.orf.at...'"><acronym>ORF TV</acronym>thek</a> sieben Tage lang zu sehen.<br />
</strong></p>
<div id="mittig3c">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Vor dem großen Ansturm ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes01.jpg" width="150" height="150" alt="Eingang ins jüdische Museum, vor dem großen Ansturm" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Über 100 Interessierte waren der Einladung gefolgt, der Platz im Auditorium wurde eng. In der ersten Reihe: Chefredakteur des Landesstudios Burgenland Walter Schneeberger (links) und Onlinedirektor Thomas Prantner" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes02.jpg" width="150" height="150" alt="Über 100 Interessierte im Auditorium des Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Nach der Präsentation gab es ein kleines Buffet mit koscherem Wein aus dem Burgenland" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes03.jpg" width="150" height="150" alt="Koschere Weinflaschen und Gläser für das Buffet" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Wir danken dem <acronym>ORF</acronym> für die so engagierte Arbeit und allen Besucherinnen und Besuchern, die zur Präsentation nach Eisenstadt gekommen sind!</p>
<p><a href="http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=bgl&#038;day=2010-02-26&#038;offset=00:17:24" title="Externer Link zu 'ondemand.orf.at/bheute...'">Video: Präsentation und kurzer Vorgeschmack auf den Film &#8211; Burgenland heute, Freitag, 26. 02. 2010</a> </p>
<p><strong>Die Sendetermine des Österreich-Bildes:</strong></p>
<p><strong>Sonntag, 28.02.2010    18.25 Uhr ORF 2<br />
Dienstag, 02.03. 2010, 12.00 Uhr ORF 2<br />
Sonntag, 14.03.2010, 13.05 Uhr 3sat<br />
Dienstag, 16.03.2010, 11.35 Uhr 3sat</strong></p>
<p><del datetime="2010-02-28T18:31:35+00:00"><strong>Ab morgen Abend, Sonntag, 28. 02., wird das Österreich-Bild auf der <abbr>ORF TV</abbr>-Mediathek 7 Tage lang zu sehen sein. Sobald <span lang="en" xml:lang="en">online</span> verfügbar, finden Sie selbstverständlich hier den Link zur Sendung!</strong></del><br />
Siehe Link oben!</p>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[270210]" title="Patrick Frankl (links) und Thomas Trebitsch beim Interview"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes04.jpg" width="150" height="150" alt="Patrick Frankl (links) und Thomas Trebitsch" /></a></p>
</div>
<p>Nach 1945 sind nur sehr wenige Juden ins Burgenland zurückgekehrt, zwei Familien nach Eisenstadt: Schiller und Trebitsch. Nach dem Tod von Herrn Oskar Schiller am 17. Februar 2005 übernahm sein Enkel, Patrick Frankl, die Geschäfte seines Großvaters. Heinrich Trebitsch lebt &#8211; wie Sohn Thomas und Enkelkinder &#8211; in Eisenstadt, er ist 88 Jahre alt. Patrick übergab am Abend der Präsentation dem Museum ein Bild seines Großvaters aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, das Herrn Schiller am Eingang unserer privaten Synagoge zeigt.</p>
<p><br class="clear" /><br />
Nach der Filmpräsentation hatte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Interview mit Patrick Frankl und mit dem Sohn von Herrn Trebitsch, Thomas Trebitsch:</p>
<blockquote><p><strong>Patrick, du hast mir erzählt, dass dir dein Großvater oft von der jüdischen Gemeinde in Eisenstadt erzählt hat. Erinnerst du dich dabei an etwas besonders gern? Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass dich dein Großvater vor über 20 Jahren immer wieder in unserer Synagoge singen ließ …</strong></p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[270210]" title="Das von Patrick übergebene Bild: Oskar Schiller vor dem Eingang zur Wertheimer-Synagoge"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/oskarschillerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/oskarschiller.jpg" width="150" height="150" alt="Das von Patrick übergebene Bild: Oskar Schiller vor dem Eingang zur Wertheimer-Synagoge" /></a></p>
</div>
<p><strong>Patrick</strong>: Meinem Großvater haben sowohl das jüdische Museum als auch die Synagoge und der jüdische Friedhof sehr viel bedeutet. Er hat sich sein Leben lang dafür eingesetzt, dass viele Menschen Museum, Synagoge und Friedhof sehen. Mich hat er, als ich ein Kind war, oft in der Synagoge singen lassen. Er, der sich stets mit Eisenstadt identifiziert hat, wollte damit zeigen, dass die jüdische Identität anerkannt ist. Mein Großvater war ein eifriger Geschäftsmann, aber wenn jüdische Touristen ins Geschäft kamen und den Friedhof sehen wollten, ließ er sofort alles liegen und stehen, bat Mitarbeiter, sein Geschäft weiter zu betreuen, und ging mit den Besuchern zum jüdischen Friedhof (er hatte ja einen Schlüssel). Das hatte für ihn immer Priorität.</p>
<p><strong>Thomas, deine Erfahrungen sind andere. Norbert Lehner, der Gestalter des Österreichbildes sagt im <a href="http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=bgl&#038;day=2010-02-26&#038;offset=00:17:24" title="Externer Link zu 'ondemand.orf.at/bheute...'">Interview</a>, dass dein Vater, Heinrich Trebitsch, der am schwierigsten zu gewinnende Zeitzeuge war, weil er &#8220;&#8230; sich lange Zeit gesträubt hat und eigentlich nichts erzählen wollte &#8230;&#8221;<br />
</strong></p>
<p><strong>Thomas</strong>: Das ist richtig, mein Vater hat auch uns fast nichts erzählt. Wir haben im Gegensatz zu den Schillers unser Leben in Eisenstadt gelebt, sind regelmäßig zu den Feiertagen nach Wien gefahren, haben aber kaum mit jüdischen Familien Kontakt gehabt. Ich glaube auch, dass wir in Eisenstadt gut integriert waren und sind.</p>
<p><strong>Werdet ihr im Geschäft von Kunden oder auf der Straße von Menschen als Juden wahrgenommen?</strong></p>
<p><strong>Patrick</strong>: Natürlich werde ich als Jude wahrgenommen von einer großen Anzahl an Stammkunden. Viele neue Kunden wissen aber nicht, wer mein Großvater war. Ich bin in eine Generation hineingeboren, in der das Gefühl von Offenheit getrübt ist, in der wir Angst haben/hatten, dass viele Menschen von Vorurteilen gegenüber Juden geprägt sind. Ich kenne noch gut den Satz und höre ihn noch manchmal von Stammkunden &#8220;Wennst ein Arbeitsgwandl suchst, gehst zum Schillerjud&#8221;. Ich finde das aber ganz <abbr>ok</abbr> so und identifiziere mich dem &#8220;Schillerjud&#8221;!</p>
<p><strong>Thomas</strong>: Die Leute wissen, dass ich Jude bin, sie kennen auch meine Kinder und wissen, dass diese  evangelisch erzogen sind. Die Entscheidung dafür resultierte aus der Angst vor dem Antisemitismus. Es spricht mich aber niemand darauf an, weder mich noch meine Kinder.</p>
<p><strong>Abschließend noch eine vielleicht nicht ganz realitätsnahe Frage, wenn auch eine, die uns BesucherInnen im Museum immer wieder stellen: Könnt ihr euch vorstellen, dass es in Eisenstadt in absehbarer Zukunft wieder eine jüdische Gemeinde geben könnte?<br />
</strong></p>
<p><strong>Patrick</strong>: Eine jüdische Gemeinde in Eisenstadt wäre ein Wunschgedanke von mir. Ich weiß, dass dann meine und andere jüdische Familien (ich wohne ja in Wien) herziehen müssten, aber es wäre eine erfreuliche Entwicklung gegen den Strom.</p>
<p><strong>Thomas</strong>: Ich kann mir eine jüdische Gemeinde &#8211; wieder &#8211; in Eisenstadt einfach nicht vorstellen, weniger grundsätzlich als aus ganz pragmatischen Überlegungen heraus. Wie soll das funktionieren?</p>
<p><strong>Vielen Dank euch beiden!</strong></p></blockquote>
<p class="abstand"><strong>Weitere Nachlesen und Medienberichte:</strong></p>
<p><a href="http://burgenland.orf.at/stories/425274/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at...'">Burgenland ORF &#8211; <abbr>Ö</abbr>-Bild</a></p>
<p><a href="http://burgenland.orf.at/magazin/studio/stories/425243/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at/magazin...'">Burgenland ORF &#8211; Im Land</a></p>
<p><a href="http://derstandard.at/1267131892941/Vertrieben-nicht-vergessen-Oesterreich-Bild-ueber-das-juedische-Burgenland" title="Externer Link zu 'derstandard.at...'">Der Standard</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vertrieben und Vergessen</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/15/vertrieben-und-vergessen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den Spuren des Judentums im Burgenland Der ORF Burgenland und das Österreichische Jüdische Museum laden herzlich ein zur Präsentation der Sendung &#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221; aus der Reihe &#8220;Österreich-Bild&#8221;. Zeit: Donnerstag, 25. Februar 2010, 19.00 Uhr Ort: Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6, 7000 Eisenstadt Von der großen Tradition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Auf den Spuren des Judentums im Burgenland</h3>
<p>Der <a href="http://burgenland.orf.at/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at'"><acronym>ORF</acronym> Burgenland</a> und das Österreichische Jüdische Museum laden herzlich ein zur Präsentation der Sendung <strong>&#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221;</strong>  aus der Reihe &#8220;Österreich-Bild&#8221;.</p>
<p class="center"><strong>Zeit: Donnerstag, 25. Februar 2010, 19.00 Uhr<br />
Ort: Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6, 7000 Eisenstadt</strong></p>
<p><br class="clear" /></p>
<div id="mittig2a">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Innenraum der Synagoge Kobersdorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder//kobersdorfGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder//kobersdorf.jpg" width="150" height="150" alt="Innenraum der Synagoge Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Gruppe Klezmer Connection in der Synagoge Kobersdorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/klesmerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/klesmer.jpg" width="150" height="150" alt="Gruppe Klezmer Connection in der Synagoge Kobersdorf" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<blockquote><p>Von der großen Tradition jüdischen Lebens ist wenig übrig geblieben. Im Burgenland leben heute nur mehr ganz wenige Juden. Zu Wort kommen Zeitzeugen wie die hochbetagte, in New York lebende Alicia Latzer. Sie wurde 1938  mit ihrer Familie vertrieben und bemüht sich heute um die Rückgabe wertvoller Gemälde, die damals geraubt wurden. Heinrich Trebitsch erzählt vom Leben der Eisenstädter Juden vor 1938 und ihrer Vertreibung. Er selbst überlebte einen Todesmarsch ins KZ Mauthausen und kehrte nach dem Krieg nach Eisenstadt zurück. Er ist einer von wenigen Juden, die nach dem Krieg ins Burgenland heimgekehrt sind. In den ehemaligen &#8220;Heiligen Sieben-Gemeinden&#8221; erinnen nur noch Bauten an jüdisches Gemeindeleben, wie die Synagoge in Kobersdorf, einige Friedhöfe und das Haus, in dem jetzt das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt untergebracht ist.
</p></blockquote>
<p><cite>Text: Einladung <acronym>ORF</acronym> Burgenland</cite></p>
<p><strong>Gestaltung: Norbert Lehner<br />
Sprecher: Otto Tausig<br />
Kamera: Stefan Lentsch<br />
Schnitt: Thomas Bonfert</strong></p>
<p class="center"><strong>Sendetermin: Österreich-Bild, Sonntag, 28. Februar 2010, 18.25 Uhr, <acronym>ORF</acronym> 2</strong></p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen01">
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Heinrich Trebitsch am Jerusalemplatz in Eisenstadt-Unterberg" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/trebitschGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/trebitsch.jpg" width="150" height="150" alt="Heinrich Trebitsch am Jerusalemplatz in Eisenstadt-Unterberg" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Alicia Latzer, New York" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/latzerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/latzer.jpg" width="150" height="150" alt="Alicia Latzer in der Bibliothek ihrer Wohnung in New York" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Professor Dr. Johnny Moser vor dem Kriegerdenkmal in Parndorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/moserGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/moser.jpg" width="150" height="150" alt="Professor Dr. Johnny Moser vor dem Kriegerdenkmal in Parndorf" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p><strong>Im Anschluss an die Präsentation laden wir zu einem Buffet mit koscherem Wein aus dem Burgenland.</strong><br />
Wir ersuchen Sie um Zusage </p>
<ul>
<li>an den <acronym>ORF</acronym>, Telefon 02682 700 27211 oder via <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>:<a href="mailto:direktion.bgld@orf.at">direktion.bgld@orf.at</a></li>
<li>oder ganz bequem auf unserer <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=259782851894&#038;index=1" title="Externer Link zur Veranstaltung auf 'facebook.com/ojmEisenstadt...'">Facebook-Seite</a> </li>
</ul>
<p><strong>Die Sendung ist von Sonntag, 28. Februar, späterer Abend, eine Woche lang auf der <a href="http://tvthek.orf.at/programs/1296-Oesterreich-Bild-am-Sonntag" title="Externer Link zu 'tvthek.orf.at...'"><acronym>TV</acronym>-Mediathek</a> des <acronym>ORF</acronym> zu sehen!<br />
</strong></p>
<div class="mittig1F">
<img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orf.jpg" width="90" height="52" alt="Logo ORF Burgenland" />
</div>
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		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Gründerväter</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/04/bild-der-woche-gruendervaeter/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/02/04/bild-der-woche-gruendervaeter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Beitrag zum &#8220;Bild der Woche&#8221; hat bewusst Gedenkcharakter. Heute vor 3 Jahren, am 04. Februar 2007, verstarb Universitätsprofessor DDr. Kurt Schubert. Er und der damalige (1969) Landesrat für Kultur im Burgenland und spätere Bundeskanzler, Dr. Fred Sinowatz, dürfen als Gründerväter unseres Museums angesehen werden. Professor Schubert war Langzeit-Vizepräsident des Vereines &#8220;Österrreichisches Jüdisches Museum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Beitrag zum &#8220;Bild der Woche&#8221; hat bewusst Gedenkcharakter. Heute vor 3 Jahren, am 04. Februar 2007, <a href="http://www.ojm.at/aktuell/ableben-schubert/" title="Interner Link zum Aktuelleintrag 'Ableben Schubert' auf unserer statischen Website">verstarb</a> Universitätsprofessor <abbr>DDr.</abbr> Kurt Schubert. Er und der damalige (1969) Landesrat für Kultur im Burgenland und spätere Bundeskanzler, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Sinowatz" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"><abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz</a>, dürfen als <a href="http://www.ojm.at/faq/">Gründerväter</a> unseres Museums angesehen werden. Professor Schubert war Langzeit-Vizepräsident des Vereines &#8220;Österrreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt&#8221;, <abbr>Dr.</abbr>  Sinowatz von 1999 bis zu seinem <a href="http://www.ojm.at/aktuell/ableben-sinowatz/">Tod am 16. August 2008</a> Präsident. <abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz wäre morgen, am 05. Februar, 81 Jahre alt geworden.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schubertSinowatzGR.jpg" width="550" height="595" alt="Fred Sinowatz und Kurt Schubert werden von Rabbiner Joel Berger begrüßt" class="centered" /></p>
<p class="centered"><abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz und <abbr>Prof.</abbr> Kurt Schubert werden vom ehemaligen Oberrabbiner Bayerns und Baden Württembergs, Joel Berger, begrüßt &#8211; bei der Ausstellungseröffnung &#8220;Nicht ganz koscher?&#8221; am 26. September 2000.</p>
<p>Fotos von der Ausstellung und der Ausstellungseröffnung finden Sie auf unserer <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=photos#!/album.php?aid=145583&#038;id=200220177996" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt'">Facebook-Seite</a>.</p>
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