Thema: Friedhof Eisenstadt (jünger)

Scholtes Helene – 23. Mai 1930

Helene Scholtes, 25. Ijjar 690 (= Freitag, 23. Mai 1930)

Standortnummer: 913

  • Grabstein Scholtes Helene - 23. Mai 1930

    Foto 1993

  • Grabstein Scholtes Helene - 23. Mai 1930

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Helene Scholtes: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פט
[2] die unverheiratete Frau, die Angesehene הבתולה החשובה
[3] und Teure, והיקרה
[4] Chana Schindel, a(uf ihr sei) F(riede), חנה שינדל ע“ה
[5] Tochter d(es) e(hrenhaften) H(errn) R(eb) Juda בת כהר ר’ יודא
[6] Scholtes, s(ein Licht) m(öge leuchten). שאלטעס נ“י
[7] Sie ging in die Welt der Wahrheit הלכה לעלמא דקשוט
[8] am V(orabend des) h(eiligen) Sch(abbat), dem 25. Ijjar ביום עשק כה אייר
[9] des Jahres 690 n(ach der kleinen Zeitrechnung). שנת תרצ ל
[10] [I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund)] d(es Lebens). תנצבה
[11] D(er Name) i(hrer Mutter) war Lea, [a(uf ihr sei) F(riede)]. שא לאה [עה]


Anmerkungen

Zeile 2: Vgl. babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b …אשה חשובה… u.a.

Zeile 7: Leviticus Rabba zu 1 Samuel 28,19 עלמה דקושטא \ דקשוט. Gemeint ist die kommende Welt als Welt der Wahrheit im Gegensatz zur diesseitigen Welt als Welt der Lüge.


Biografgische Notizen

Helene Scholtes, geb. 1895, gest. mit 35 Jahren an Herzlähmung (Matriken: gest. 08. Mai 1930, die Unstimmigkeit mit dem hebräischen Sterbedatum konnte nicht geklärt werden); wh: Unterberg-Eisenstadt 14.
Vater: Ludwig Scholtes
Mutter: Lina Kretsch


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandstein, 110/33/17

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Kadelburger Elisabeth – 11. August 1918

Elisabeth Kadelburger, 03. Elul 578 (= Sonntag, 11. August 1918)

Standortnummer: 928

  • Grabstein Kadelburger Elisabeth - 11. August 1918

    Foto 1993

  • Grabstein Kadelburger Elisabeth - 11. August 1918

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Elisabeth Kadelburger: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פט
[2] eine fähige und bescheidene Frau, אשה כשרה וצנועה
[3] eine gute und treue Mutter, אם טובה ונאמנה
[4] F(rau) Levia, מ לביאה
[5] Ehefrau des H(errn) Meir אשת ר’ מאיר
[6] Kadelburger. קאדלבורגער
[7] I(hre Seele) g(ing hinweg) am [3.] Elul 678 n(ach der kleinen Zeitrechnung). ינ ביום [ג] אלול תרעח ל
[8] [I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund)] d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 2: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 53b צנועה אשה.

Zeile 7: Das ג mit dem Zahlenwert 3 in der Datumsangabe ist in der Inschrift unlesbar und wurde aufgrund des in den Sterbematriken feststellbaren Datums ergänzt.


Biografgische Notizen

Elisabeth Kadelburger, gest. mit 77 Jahren an Altersschwäche, wh: Unterberg-Eisenstadt 14. Matriken: auch „Kadburger“, „Kardlburger“ und „Karlburger“.
Vater: Israel Hirschel
Mutter: Rosalia Eisenschütz
Bruder: Leopold Hirschel
Ehemann: Mayer Kadelburger


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandstein, 80/53/16

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Neumann Regina – 28. April 1903

Regina Neumann, 01. Ijjar 663 (= Dienstag, 28. April 1903)

Standortnummer: 925

  • Grabstein Neumann Regina - 28. April 1903

    Foto 1993

  • Grabstein Neumann Regina - 28. April 1903

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Regina Neumann: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] eine vollkommene und rechtschaffene Frau, g(ottes)fürchtig und treu, אשה תמימה וישרה יראת ה נאמנה
[3] Fr(au) Rebekka Neumann, a(uf ihr sei) F(riede). מר’ רבקה ניימאן ע“ה
[4] Sie achtete eifrig auf die Vorgänge in ihrem Haus. צופיה הליכות ביתה בשקידה
[5] Sie erfüllte den Willen ihres Schöpfers und den Wunsch ihres Ehemanns. עשתה רצון קונה וחפץ בעלה
[6] Sie beg[nüg]te sich [mit wenig] Glück […] מס[תפקתפ ב[מעט]
אשר [בנ..]
[7] alle Tage ihres Lebens. כל ימי חייה
[8] Sie starb am 2. N(eu)mond)t(ag) Ijjar des Jahres מתה יום ב דרח אייר שנת
[9] 663 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). תרסג לפק
[10] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 4: Sprüche 31,27 צופיה הליכות ביתה.

Zeile 5: Babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin 42a רצון קונים in Zusammenhang mit dem Segensspruch über den Neumond קדוש לבנה; vor allem bekannt aus der Liturgie: so im Gebet „Gott der Herr“ אל אדון im Morgengebet für Schabbat- und Feiertage und in „Der Vater des Erbarmens“ אב הרחמים anlässlich der Weihe des Neumondes am Schabbat vor Schavu’ot und vor Tisch’a be-Av nach dem Vorlesen der Tora. Hirsch übersetzt קונה mit „Eigner“, dem sie (jene die Gott treu geblieben sind, und die heiligen Gemeinden) mit jeder Faser ihres Daseins und jedem Splitter ihrer Kraft angehörten und der allen über sie zu verfügen hatte…“ (Hirsch S. R., Israels Gebete, Zürich 1992, 351). Das Zitat wurde wohl in Anspielung auf das Todesdatum (Neumondtag) gewählt.

Zeile 6: Übersetzungsvariante: אשר als Relativpronomen: „Sie begnügte sich mit wenigem, das (welches) [in…]“.


Biografische Notizen

Regina Neumann, Private; gest. mit 82 Jahren an Altersschwäche; wh: Unterberg-Eisenstadt.
Vater: Wilhelm Ehrlich
Ehemann: David Neumann


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandstein, 80/49/14

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Perl Franziska – 02. Mai 1910

Franziska Perl, 23. Nisan 670 (= Montag, 02. Mai 1910)

Standortnummer: 920

  • Grabstein Perl Franziska - 02. Mai 1910

    Foto 1993

  • Grabstein Perl Franziska - 02. Mai 1910

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Franziska Perl: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פט
[2] die Frau, F(rau) Frumet Perl, a(uf ihr sei) F(riede), האשה מ’ פרומט פערל ע“ה
[3] aus der Familie Kopfstein, ממשפחת קאפפשטיין
[4] Ehefrau des H(errn) Josef Löb Perl. אשת ר’ יוסף ליב פערל
[5] I(hre Seele) g(ing hinweg) am 23. Nisan 670 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). י“נ כג ניסן תרע לפק
[6] G(ottes)fürchtig war sie all ihre Tage יראת ה היתה כל ימיה
[7] und eine überaus gute Mutter ihren Kindern. ואם טובה מאוד לבניה
[8] Sie starb am 2. Elul מתה ביום ב אלול
[9] Hier ruhet Fani Perl, היר רוהעט פאני פערל
[10] gestorben גשטארבען
[11] am 23. Nisan 5670. אם 23. ניסן 5670
[12] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 8-10: Diese Zeilen sind in deutscher Sprache, jedoch mit hebräischen Buchstaben geschrieben.


Biografische Notizen

Franziska Perl, gest. mit 48 Jahren an Arterienverkalkung.
Vater: Abraham Kopfstein
Mutter: Charlotte Rosenberger
Ehemann: Leopold Perl, gest. 15. Jänner 1934


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandstein, 162/52/18

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Tieger Rosa – 30. April 1934

Rosa Tieger, 15. Ijjar 694 (= Montag, 30. April 1934)

Standortnummer: 834

  • Grabstein Tieger Rosa - 30. April 1934

    Foto 1993

  • Grabstein Tieger Rosa - 30. April 1934

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Rosa Tieger: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ“ט
[2] eine bedeutende Frau, eine gute Mutter, אשה חשובה אם טובה
[3] Frau Rosa Tieger. מרת רוזא טיעגער
[4] I(hre Seele) g(ing hinweg) am 15. Ijjar 694. י“נ טו אייר תרצד
[5] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 2: babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b u.a אשה חשובה.


Biografgische Notizen

Rosa Tieger, geb. Stern, geb. 1897 in Ürek, Komitat Neutra.
Ehemann: Hermann Tieger
Töchter: Irma, geb. 12. April 1897 in Krems/Donau, gest. 08. Mai 1945, verh. mit Adalbert Schiller, Handelsreisender;
Hilda, geb. 04. Juni 1903 in Krems/Donau, verh. mit Herrn Sarang, nach dessen Tod (1952 in Wien) verh. mit Herrn Heß, ein Kind aus erster Ehe: Hermine Irma.


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandstein mit Marmorplatte, 145/56/16

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