Thema: Friedhof Mattersburg

Breuer Mendl – 25. November 1910

Mendl (Menachem ben David) Breuer, 23. Cheschvan 5671 (Freitag, 25. November 1910)

  • Foto: Grabstein von Mendl (Menachem ben David) Breuer, 23. Cheschvan 5671
  • Datenblatt Isidor Öhler: Mendl (Menachem ben David) Breuer, 23. Cheschvan 5671
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Mendl (Menachem ben David) Breuer, 23. Cheschvan 5671


Nicht in den Sterbematriken.

Die hebräische Inschrift besticht durch eine sehr schöne Komposition, sowohl im Reim als auch im Inhalt.
So wird Mendl Breuer in Zeile 1 als jemand bezeichnet, “der unsere Gelehrten ehrte” מוקיר רבנן und in Zeile 7 etwa heißt es nach 2 Samuel 1,27 “Der Held ist gefallen, die Waffen unseres Kampfes verloren” נפל גבור אבד כלי מלחמתינו.

Laut Zeile 4 starb Mendl Breuer in der Stadt Ödenburg (Sopron) am Vorabend des heiligen Schabbat (Freitag), dem 23. Marcheschvan 671 נפטר בעיר עד”ב”ג ביום ע”ש”ק כ”ג מרחשון תרעא und wurde am Sonntag, dem 25. Cheschvan des obgenannten Monats begraben ונקבר ביום א כ”ה לחדש הנ”ל.

Als Akrostychon findet sich in Zeile 6 sowie in der letzten Zeile des Lobes (horizontal) der Vorname “Menachem” sowie von Zeile 6 – 14 “Menachem ben David”, also Menachem, der Sohn von David מנחם בן דוד.

Der Name seiner Mutter war “Schwarzl” וש”א שווארצל.

Mendl Breuer dürfte ist der Bruder von Salman (Salomon ben David) Breuer sein! (Update 11. 07. 2011: siehe Kommentar von Carole Vogel!)

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Steinhof Luphka – 08. März 1916

Luphka Steinhof, 03. Adar II 5676 (Mittwoch, 08. März 1916)

  • Foto: Grabstein von Luphka Steinhof, 03. Adar II 5676
  • Datenblatt Isidor Öhler: Luphka Steinhof, 03. Adar II 5676


Nicht in den Sterbematriken.

Der Vorname לופקה “Luphka” (oder wie immer es gelesen wird) ist mir leider unbekannt. Ich übernehme hier (vorläufig) die Schreibung Öhlers.

Die Verstorbene war laut Zeile 4 der hebräischen Inschrift die Gattin d(es ehrbaren) H(errn) Israel Steinhof, s(ein Licht) m(öge leuchten) אשת כה ישראל שטיינהאף נ”י. Der Ehemann lebt also noch bei ihrem Ableben.

Als Akrostychon findet sich von Zeile 6 – 10 ihr Vorname “Luphka?” לופקה.

Der Name ihrer Mutter war (Zeile 12) “Jentel/Jentl” יענטל.

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Breuer Sarl – 09. Frebruar 1863

Sarl Breuer, 20. Schvat 5623 (Montag, 09. Februar 1863)


Nicht in den Sterbematriken.

Öhler bezeichnet die Inschrift als “zum großen Teil unleserlich”, was auch bedingt stimmt. Jedenfalls sind (zumindest) außer dem Namen der Verstorbenen auch der Name ihres Ehemanns sowie das Sterbedatum und der Name ihrer Mutter ziemlich gut lesbar:

Den Namen des Ehemanns finden wir in Zeile 4: Frau d(es ehrbaren) H(errn) Eli Breuer אשת כה אלי ברייער.

In Zeile 5 das Todesdatum: 20. (02.?) Schvat 623 n(ach der kleinen Zeitrechnung) כ שבט תרכג ל. Umgerechnet ist das Montag, der 09. Februar 1863. Lesen wir den Tag als 02. Schvat wäre das Sterbedatum Donnerstag, der 22. Jänner.

Als Akrostychon finden wir von Zeile 6 – 8 (bzw. 7 – 9, s.u.) ihren Vornamen “Sarl” שרל sowie in der nächsten Zeile den Segenswunsch “a(uf ihr sei der ) F(rieden)” עה.

Der Name ihrer Mutter findet sich in Zeile 10 (bzw.11 – mir ist nicht ganz klar, ob es zwischen Zeile 5 und der Zeile mit dem ersten Buchstaben des Akrostychons noch eine weitere nicht lesbare Zeile gibt) und dürfte als “Rivka (Rebekka)” gelesen werden רבקה.

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Breuer Fanni (Franziska) / Breuer Fradl – 01. Mai 1925

Fanni (Franziska) Breuer (Breyer) / Fradl Breuer, 07. Ijjar 5685 (Freitag, 01. Mai 1925)

  • Foto: Grabstein von Fradl Breuer, 07. Ijjar 5685
  • Datenblatt Isidor Öhler: Fradl Breuer, 07. Ijjar 5685


Sterbematriken: Breyer Fanni, geborene Deutsch, wohnhaft in Mattersdorf, Judengasse 9, verwitwet nach Moritz Breyer, Privatangestellte, verstorben am 01. Mai 1925 um 16 Uhr, mit 75 Jahren, an Altersschwäche;
Vater: unbekannt,
Mutter: unbekannt.


Fanni (Fradl) Breyer ist die Gattin von Lazar (Elasar Chajim) Breyer (Breuer).
Auffällig, dass die Adressangaben divergieren (Lazar: Mattersdorf 36, Fanni: Judengasse 5; allerdings kann es leicht sein, dass Fanni in den 22 Jahren, die sie ihren Gatten überlebte, umgezogen ist). Weiters ist die Schreibung des Nachnamens in den Matriken jeweils verschieden (Breuer vs. Breyer), was aber nicht wirklich überraschen darf. Auch den bürgerlichen Namen ihres Gatten, “Moritz”, erfahren wir hier das erste Mal, in den Matriken wurde er 1903 als “Lazar Breuer” eingetragen.

In Zeile 3 der hebräischen Inschrift erfahren wir, dass Fanni (Fradl) Breuer aus einer Familie von Ältesten und Angesehen stammt ממשפחת ישישים נכבדים.

Bermerkenswert ist v.a. Zeile 7, in der darüber wehgeklagt wird, dass sie in ihrem Leben 3 Söhne begraben musste הה! ג” בנים בחייה קברתה. Folgen wir dem Kommentar von Carole Vogel, wären dies ihre Söhne Isidor, geb. 1872, Moritz (Mosche Dov), geb. 1875 und Adolf Breuer, geb. 1881, die vor ihr starben.

Als Akrostychon ihr Vorname “Fradl” (Zeile 5), die Namen ihrer Mutter (Zeile 6-8) “Tochter der Lea Sara” בת לאה שרה sowie der Name ihres Ehemanns (Zeile 10-13) “Ehefrau des ehrbaren Herrn Eleasar” אשת כהר אלעזר.

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Steinhof Lina / Steinhof Levia – 05. Oktober 1916

Lina Steinhof / Levia Steinhof, 08. Tischre 5677 (Donnerstag, 05. Oktober 1916)

  • Foto: Grabstein von Levia Steinhof, 08. Tischre 5677
  • Datenblatt Isidor Öhler: Levia Steinhof, 08. Tischre 5677
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Levia Steinhof, 08. Tischre 5677


Sterbematriken: Steinhof Lina, geborene Fischer, wohnhaft in Mattersdorf, Judengasse 5, verwitwet nach Mor Steinhof, verstorben am 05. Oktober 1916 um 10 Uhr, mit 63 Jahren an Herzverfettung;
Vater: Fischer Bernat (verstorben).


In Zeile 6 und 7 wird der Ehemann von Lina (Levia) Steinhof genannt: “Ehefrau des rabbinisch Gebildeten (7) MORENU Josef Meir Steinhof, d(as Andenken) d(es Gerechten) m(öge bewahrt werden)” אשת הרבני מו”ה יוסף מאיר שטיינהאף זצ”ל.

Lina (Levia) Steinhof ist die Schwiegermutter von Süssl Steinhof und die Großmutter (väterlicherseits) des jung verstorbenen Josef Meir Steinhof.

Als Akrostychon findet sich von Zeile 8 – 16 ihr Vorname “Levia” לביאה.

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