Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Friedhof Triest

Pincherle Regina – 02. November 1873

Anmerkung Eine persönliche Anmerkung: Ein Grabstein, der völlig unscheinbar ist und leicht übersehen wird. Dabei handelt es sich um den Grabstein einer Tochter des großen Gelehrten Isaak Samuel Reggio aus…

Grabstein Regina Pincherle, 02. November 1873

Grabstein Regina Pincherle, 02. November 1873




Anmerkung

Eine persönliche Anmerkung: Ein Grabstein, der völlig unscheinbar ist und leicht übersehen wird. Dabei handelt es sich um den Grabstein einer Tochter des großen Gelehrten Isaak Samuel Reggio aus Görz.

Biografische Notizen

Regina Pincherle, geb. Reggio, geb. 21. Mai 1813 in Görz, gest. 02. November 1873 mit 60 Jahren an der Cholera
Die Altersangabe in der Grabsteininschrift (60 Jahre) ist korrekt, jene in den Sterbematriken von Triest (55 Jahre) hingegen falsch.

Vater: Isak Samuel Reggio
Mutter: Rachel (Reggio)

1. Ehemann: Angelo Cavalieri

2. Ehemann: Isac Tedesco

3. Ehemann: Giuseppe Pincherle, geh. 1851


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Tedeschi Adele – 08. November 1873

Die hebräische Grabinschrift Inschrift Tedeschi Adele: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] D(as ist) d(ie) G(rabstele für) מצק [2] Adele Aschkenasi. אדלי אשכנזי [3] Sie verstarb an der Cholera נפטרת במגפה…

Grabstein Adele Tedeschi, 08. November 1873

Grabstein Adele Tedeschi, 08. November 1873



Die hebräische Grabinschrift

Inschrift Tedeschi Adele: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] D(as ist) d(ie) G(rabstele für) מצק
[2] Adele Aschkenasi. אדלי אשכנזי
[3] Sie verstarb an der Cholera נפטרת במגפה
[4] am Schabbat בשבת
[5] „Fürchte dich nicht, denn Gott hat gehört אל תיראי כי שמע אלהים
[6] die Stimme des Knaben“ אל קול הנער
[7] 18. Marcheschwan חי מרחשון
[8] 5634. התרלד


Anmerkungen

Zeile 2: Das hebräische Wort „Aschkenasi“ („Deutsch / Deutscher“) wird im Italienischen zu „Tedeschi“.

Zeile 3: Wörtlich: „Sie verstarb an der Plage/Epidemie“. Wir wissen von den Sterbematriken Triest, dass sie an der Cholera verstarb.

Zeile 4/5-6: Am Schabbat, dem 18. Marcheschwan 5634, wurde die Parascha (wöchentlicher Toraabschnitt) „וירא – „wajera“ = „Es erschien (der Herr dem Abraham bei den Eichen von Mamre)“ gelesen. Die Parascha umfasst die Bibelverse Gen 18,1-22,24. Die hebräische Grabinschrift (Zeile 5 und 6) zitiert einen Teil aus Genesis 21,17b, also aus der für diesen Schabbat gültigen Parascha.

Sozusagen ein „Lehrstück“ einer – auf den ersten Blick unscheinbaren – hebräischen Grabinschrift, aus der wir, auch ohne Matriken, erfahren, dass Adele Tedeschi an einer Seuche/Epidemie verstarb und, – davon ist im Sterbebuch natürlich keine Rede, einen Sohn hatte, der die Epidemie offensichtlich überlebte (siehe dazu unseren Blogartikel „…und als die Zeit für die junge Taube herannahte…„).
Denn die Botschaft des zitierten biblischen Verses ist klar. Zum besseren Verständis sei hier ausnahmsweise der Kontext des Verses zitiert (Genesis 21,14-18):

14) Früh am Morgen stand Abraham auf, nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und gab es Hagar, legte es ihr auf die Schulter, übergab ihr das Kind und entließ sie. Sie zog fort und irrte in der Wüste von Beerscheba umher. 15) Als das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen Strauch, 16) ging weg und setzte sich in der Nähe hin, etwa einen Bogenschuss weit entfernt; denn sie sagte: Ich kann nicht mit ansehen, wie das Kind stirbt. Sie saß in der Nähe und erhob ihre Stimme und weinte. 17) Gott hörte den Knaben schreien; da rief der Engel Gottes vom Himmel her Hagar zu und sprach: Was hast du, Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat die Stimme des Knaben gehört, dort, wo er liegt. 18) Steh auf, nimm den Knaben hoch und halt ihn fest an deiner Hand; denn zu einem großen Volk will ich ihn machen.


Biografische Notizen

Adele Tedeschi (Aschkenasi), gest. 18. Cheschwan 634 = 08. November 1873 mit 25 Jahren an der Cholera.

Ehemann: Moise Tedeschi, Händler


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Portaleoni Leone – 06. Jänner 1882

Die hebräische Grabinschrift Inschrift Portaleoni Leone: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Dies (sei die Ruhestätte) זאת [2] für Jehuda Portaleoni. ליהודה פורטאליאוני [3] Die G(ottes)furcht war auf seinem Herzen eingraviert….

Grabstein Leone (Jehuda) Portaleoni, 06. Jänner 1882

Grabstein Leone (Jehuda) Portaleoni, 06. Jänner 1882



Die hebräische Grabinschrift

Inschrift Portaleoni Leone: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Dies (sei die Ruhestätte) זאת
[2] für Jehuda Portaleoni. ליהודה פורטאליאוני
[3] Die G(ottes)furcht war auf seinem Herzen eingraviert. יראת ה חקוקה על לבו
[4] Er genoss das Leben ראה חיים
[5] und ging ins Land der Lebenden וילך בארצות היים
[6] am 6. Schvat d(es Jahres) 5642. ביום ו שבט ש התרמב
[7] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 4: Kohelet 9,9.

Zeile 5: Psalm 116,9 בארצות החיים.


Biografische Notizen

Leone (Jehuda) Portaleoni, Makler, gest. 06. Schvat 642 = 26. Jänner 1882 mit 65 Jahren an einem Herzfehler.

In den Sterbematriken von Triest ist Leone Portaleoni am 06. Jänner 1882 eingetragen. Das wäre allerdings der 15. Tevet 642. Entweder das Datum in den Sterbematriken oder das hebräische Datum in der Grabinschrift ist falsch. Dass es sich bei Leone Portaleoni nicht um „unseren“ Jehuda Porteleoni handelt, möchte ich eher ausschließen. Oben wurde dem Datum des Sterbebuches der Vorzug gegeben.


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Grego Giuseppe Mayer – 25. Jänner 1883

Biografische Notizen Giuseppe Mayer Grego, Landstreicher, geb. ca. 1835, wh. Triest, Monte 7, gest. 25. Jänner 1883 mit 48 Jahren an einem Karzinom Vater: Uri Mayer Grego Mutter?: Rosa Grego,…

Grabstein Giuseppe Mayer Grego, 25. Jänner 1883

Grabstein Giuseppe Mayer Grego, 25. Jänner 1883



Biografische Notizen

Giuseppe Mayer Grego, Landstreicher, geb. ca. 1835, wh. Triest, Monte 7, gest. 25. Jänner 1883 mit 48 Jahren an einem Karzinom

Vater: Uri Mayer Grego
Mutter?: Rosa Grego, gest. 13. November 1852


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