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	<title>Koschere Melange &#187; In eigener Sache</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>Der Blauglockenbaum</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 12:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt! Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer Paulownia (Paulownia tomentosa oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></p>
</div>
<p>Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt!</p>
<p>Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulownien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Paulownien'">Paulownia</a> (Paulownia tomentosa oder Blauglockenbaum). </p>
<p>Und da sehr oft nach dem Baum gefragt wird (freilich gibt es auch genügend botanisch sattelfeste BesucherInnen, die nicht fragen, sondern den Anblick nur genießen), sind wir mittlerweile nicht um einigermaßen erschöpfende Antworten verlegen &#8230; Antworten, die wir Ihnen nun auch hier im Blog nicht vorenthalten wollen ;)</p>
<p>Auch der Zeitpunkt für diesen Blogbeitrag ist bewusst gewählt, denn der Blauglockenbaum blüht in seiner ganzen Pracht nur wenige Tage Ende April/Anfang Mai.</p>
<div id="mittig3a">
<ul id="bildchen4">
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Der Blauglockenbaum ist in seinem lateinischen Namen nach der russischen Zarentochter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna'">Anna Pawlowna</a> (1795 &#8211; 1865) benannt. </p>
<p>Damit wären auch schon die notwendigsten Informationen zum Baum gegeben, denen ein  Facebookeintrag oder Bild-der-Woche-Beitrag gerecht werden würde – wenn mit der Namensnennung von Anna Pawlowna nicht doch auch einige Assoziationen verknüpft wären, die sich aufdrängen und im Blog eines jüdischen Museums durchaus ihren Platz finden dürfen:</p>
<h3>Anna Pawlowna und die Geschichte der Juden im Russischen Reich</h3>
<p>Denn Anna Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I., war die Schwester der Zaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29'">Alexander I.</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29'">Nikolaus I.</a> von Russland. Gleich nach der Thronbesteigung Alexanders I. wurde eine Sonderkommission eingesetzt, die sich mit der Frage der Stellung der Juden beschäftigte und 1804 zum ersten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland'">Jüdischen Statut</a>&#8221; führte. Ein Statut, das  Maßnahmen zur &#8220;Verbesserung&#8221; der Juden vorsah mit dem erklärten Ziel, die Einwohner des Reiches vor den &#8220;nachteiligen&#8221; Aktivitäten der Juden zu schützen. Hatte Zar Alexander I. als probatestes Mittel, die Juden in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Bekehrung zum Christentum gesehen, bildete die Regierungszeit seines Bruders und Nachfolgers Nikolaus I. eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des russischen Judentums. Der entschlossene und hartnäckige Widerstand der Juden jedoch ließ die seit 1840 bestehende &#8220;Kommission für die Juden&#8221; zur Einsicht gelangen, dass keine der drastisch verschärften &#8220;Verbesserungsmaßnahmen&#8221; (Erziehung durch staatlichen Zwang, Besteuerung der traditionellen Tracht <abbr>usw.</abbr>) ihr Ziel erreicht hatte. </p>
<h3>Ein russischer Jüngling in Wiener Neustadt</h3>
<p>Erst vor wenigen Wochen wurde ich zufällig in die erwähnte Zeit gleichsam zurückversetzt, und zwar durch einen (zumindest für mich) ausgesprochen bemerkenswerten Grabstein auf dem jüdischen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/18/bild-der-woche-aussendienst/" title="Interner Link zum Beitrag 'Außendienst' vom 18. Oktober 2009" >Friedhof in Wiener Neustadt</a>:</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[090510]" title="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlinGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlin.jpg" width="250" height="395" alt="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" /></a>
</div>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p>H(ier liegt) g(eborgen) <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:] </strong></p>
<p>der frisch Verheiratete, Edle und Untadelige.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:] </strong></p>
<p>Er verbrachte Nächte wie Tage<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:] </strong></p>
<p>über den Worten der Weisen,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>Jakob Berlin,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>Nachkomme der Geonim aus Wolozyn.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>Im Alter von 21 Jahren ging er zur ewigen Ruhe ein.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>Seine Eltern in Dwinsk ließ er in Trauer zurück.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>9. Zeile: </strong></p>
<p>Am 4. Cheschwan 669 (= Donnerstag, 29. Oktober 1908).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">פ&#8221;נ</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הא ברך היקר והתמים,</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">שם לילות כימים,</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">על דברי חכמים,</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">יעקב ברלין,</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">נכד הגאונים מוואלאזין,</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בן כ&#8221;א שנה הלך למנוחות.</span></p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">את הוריו בדווינסק עזב לאנחות</span></p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ד&#8221; חשון שנת ת&#8221;ר&#8221;ס&#8221;ט.&#8221;</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p><strong>2. Zeile</strong>:<br />
Siehe Kommentar von <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/#comment-338" title="Interner Link zu den Kommentaren">Yoav unten</a>.</p>
<p><strong>3. Zeile</strong>:<br />
<abbr>Vgl.</abbr> (babylonischer Talmud) Moed Qatan 25b (נשים/משים לילות כימים).</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Gaon, Plural: Geonim; Titel, der sich in den Lehrakademien im babylonischen Exil (586/7-539 <abbr>v.d.Z.</abbr>) entwickelte und zwischen 589 <abbr>n.d.Z.</abbr> und 1034 der Amtstitel des Leiters einer hohen rabbinischen Schule war. Insbesondere im Umfeld des Rabbi Elia von Wilna (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna'">Gaon von Wilna</a>, 1720-1797) wird der Titel auch noch später für besondere Gelehrte verwendet.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Die berühmte Jeschiva von Volozhin"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshivaGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshiva.jpg" width="150" height="150" alt="Jeschiva von Volozhin, Foto: Wikipedia" /></a>
</p>
<p class="center">Jeschiva von Volozhin<br />
Foto: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg'">Wikipedia</a></p>
</div>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn'">Valozhin</a> (Volozhin), Wolozyn (polnisch), Stadt in Weißrussland, 75 km nordwestlich von Minsk. Berühmtheit erlangte vor allem die Jeschiva, also die traditionelle jüdische Schule von Volozhin, die 1803 von Rabbi Chaim ben Isaac Volozhin (1749 &#8211; 1821), einem Schüler des Gaon von Vilna, gegründet wurde. 1854 übernahm <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin'">Naftali Zvi Jehuda Berlin</a> die Leitung der Jeschiva und schloss selbige im Jahr 1892. Mütterlicherseits ist Naftali Berlin ein direkter Nachfahre des ersten Rabbiners von Eisenstadt, <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/08/31/hebraeischkurs-2009/#rm" title="Interner Link zum Beitrag 'Hebräischkurs 2009'">Rabbi Meir Eisenstadt</a> (A&#8221;SCH; gestorben 1744).</p>
<p>Der in Wiener Neustadt begrabene Jakob Berlin ist zwar offensichtlich ein sehr naher Verwandter von Naftali Zvi Jehuda Berlin, trotzdem konnte eine direkte Verwandtschaft leider nicht nachgewiesen werden. Wahrscheinlich ist Jakob der Sohn oder Enkelsohn eines Bruders von Naftali Zvi Jehuda Berlin.</p>
<p><strong>8. Zeile</strong>:<br />
<a href="http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=540&#038;letter=D" title="Externer Link zu 'jewishencyclopedia.com...'">Dvinsk</a>, im jüdischen Kontext manchmal auch &#8220;Dawinsk&#8221;, heutiges Daugavpils, die zweitgrößte Stadt Lettlands, etwa 230 km südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga. Dvinsk war der Name der Stadt in der Zeit von 1893 &#8211; 1920, als sie Teil des Russischen Reiches war. Auf Deutsch ist die Stadt unter dem historischen Namen &#8220;Dünaburg/Dinaburg&#8221; bekannt. In der Stadt leben heute knapp 500 Juden. </p>
<p>In Dvinsk konnte kein Familienangehöriger der Berlins gefunden werden. Zudem ist noch fraglich, ob das hebräische Wort הורים (oben übersetzt mit &#8220;Eltern&#8221;) wie meist im engsten Sinn des Wortes, nämlich als leibliche Eltern, oder im weiteren Sinn verstanden wird und etwa seine Toralehrer <abbr>o.Ä.</abbr> meint.</p>
<p class="tipp"><span lang="lt" xml:lang="lt">P.S.</span>: Sehe grad, dass es mir offensichtlich nicht möglich ist, einen Beitrag zu schreiben ohne zumindest 1 Grabstein zu erwähnen ;)</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir schon jetzt das Buch &#8220;Das jüdische Wiener Neustadt&#8221; von <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine vom 22. November 2009'">Werner Sulzgruber</a>, das im September 2010 erscheinen wird! Ich freue mich sehr, dass ich dazu die Transkriptionen/Übersetzungen der hebräischen Grabinschriften beisteuern durfte. Wir werden natürlich berichten &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Religion vor Ort</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/religion-vor-ort/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Exkursion in den Wiener Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Exkursion in den Wiener Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und im Islamischen Zentrum</strong></p>
<p>Wann: <strong>Donnerstag, 03. Juni 2010</strong><br />
Wo: <strong>Wien</strong><br />
Es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Bus-Anreise aus Eisenstadt &#8211; Abfahrt vor dem Österreichischen Jüdischen Museum, 12.45 Uhr.<br />
Treffpunkt in Wien ist der Eingang zum Stadttempel (Seitenstettengasse 4, 1010 Wien), 13.50 Uhr.</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">3 Religionen, 3 Orte religiöser Praxis: Synagoge, Kirche und Moschee sind Orte gelebter jüdischer, christlicher und muslimischer Religiosität. Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; begibt sich auf die Spur von Eigenheiten und Ähnlichkeiten dieser religiösen Räume und lädt ein zu einer Begegnung mit Religion vor Ort:</p>
<p>Besucht werden der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadttempel" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Stadttempel'">Wiener Stadttempel</a> und seine ungleiche Nachbarin, die (wohl) älteste Kirche Wiens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprechtskirche_(Wien)" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Ruprechtskirche_(Wien)'"><abbr>St.</abbr> Ruprecht</a> sowie die Moschee des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Wien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Wien'">Islamischen Zentrums</a> in Wien-Floridsdorf.</p>
<p>Durch den Stadttempel führt Oberrabbiner <strong>Paul Chaim Eisenberg</strong>, durch die Ruprechtskirche <abbr>Mag.<sup>a</sup></abbr> <strong>Ruth Pucher</strong> <abbr>MC</abbr> (Kunsthistorikerin, Kirchenführerin und Gemeindemitglied von <abbr>St.</abbr> Ruprecht), durch die Moschee des Islamischen Zentrums <abbr>Mag.</abbr> <strong>Aiman Morad</strong>.
</p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Wiener 'Stadttempel' in der Seitenstettengasse" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg203GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg203.jpg" width="150" height="150" alt="Wiener 'Stadttempel' in der Seitenstettengasse" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Ruprechtskirche, Wien" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg202GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg202.jpg" width="150" height="150" alt="Wiener 'Ruprechtskirche, Wien" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Moschee des Islamischen Zentrums, Wien" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg201GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg201.jpg" width="150" height="150" alt="Moschee des Islamischen Zentrums, Wien" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Bitte beachten Sie:<br />
Die maximale TeilnehmerInnen-Zahl (in Rücksicht auf die Sicherheitsbestimmungen im Stadttempel) von maximal 40 Personen ist fast erreicht. Nach jetzigem Stand <del datetime="2010-05-02T13:03:58+00:00">ist nur mehr 1 Platz  frei</del> <strong>ist kein Platz mehr frei</strong>! (<span lang="en" xml:lang="en">Update</span>, 15h) <del datetime="2010-05-02T13:03:58+00:00">Wir ersuchen Sie deshalb, sich möglichst schnell anzumelden.</del><br />
Allerdings &#8220;wackeln&#8221; einige wenige Plätze, daher gibt es eine <strong>Warteliste</strong>. Wenn Sie Interesse haben an der Exkursion teilzunehmen, ersuchen wir um Anmeldung und verständigen Sie umgehendst bei Freiwerden eines Platzes (in der Reihenfolge der Anmeldungen).</p>
<p>Eine Anmeldung ist möglich:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
<p>Bitte beachten Sie weiters:<br />
Der <strong>Unkostenbeitrag</strong> für Busfahrt (Eisenstadt &#8211; Wien &#8211; Eisenstadt) und Eintritte/Führungen beträgt Euro 9, für Eintritte/Führungen (exklusive Busfahrt) Euro 5.</p>
<p>Bitte Ausweis mitnehmen!</p>
<p>Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; finden Sie in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Beitrag 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Übersichtsartikel</a>.  </p>
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		</item>
		<item>
		<title>WER glaubt WAS</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/03/29/wer-glaubt-was/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 09:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: WER glaubt WAS &#8211; eine kurze Selbstvorstellung von Judentum, Christentum und Islam Wann: Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum, 7000 Eisenstadt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>WER glaubt WAS &#8211; eine kurze Selbstvorstellung von Judentum, Christentum und Islam</strong></p>
<p>Wann: <strong>Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr</strong><br />
Wo: <strong>Österreichisches Jüdisches Museum</strong>,<br />
7000 Eisenstadt, Unterbergstraße 6</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">Judentum, Christentum und Islam &#8211; 3 Religionen, fast 4 Milliarden Anhänger, eine 4000-jährige Geschichte &#038; eine prekäre Gegenwart, geprägt gleichermaßen von Verbunden- und Verschiedenheit.<br />
Die Eröffnungsmatinee &#8220;<strong>WER glaubt WAS</strong>&#8221; fragt nach diesen Beziehungen zwischen den 3 Religionen und dem Leben &#038; Glauben von Juden, Christen und Muslimen: Referenten aus Judentum, Christentum und Islam machen sich an die (Selbst-)Vorstellung ihrer Religion, erläutern deren Selbstverständnis und erklären deren Verhältnis zu anderen Religionen. </p>
<p class="tipp">Es referieren:</p>
<ul>
<li><abbr>Mag.</abbr> <strong><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7072/hofmeister" title="Externer Link zu 'juedische-allgemeine-de....'" >Schlomo Hofmeister</a></strong>, Gemeinderabbiner, Wien</li>
<li><abbr>Dr.</abbr> <strong><a href="http://www.peter-zeillinger.at/" title="Externer Link zu 'peter-zeillinger.at'">Peter Zeillinger</a></strong>, Wissenschaftlich-pädagogischer Assistent der Theologischen Kurse, Wien </li>
<li><abbr>Univ.-Prof. Dr.</abbr> <strong><a href="http://tvthek.orf.at/programs/1656-Religionen-der-Welt/episodes/1214065-Religionen-der-Welt" title="Externer Link zu 'tvthek.orf.at ... ab 2:26'">Ednan Aslan</a></strong>, Professor für Islamische Religionspädagogik, Wien</li>
</ul>
<p>Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Eine Anmeldung wird erbeten:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
<p>Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; finden Sie in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Beitrag 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Übersichtsartikel</a>. </p>
<p><acronym lang="lt" xml:lang="lt">PS</acronym>: Da für die Teilnahme an unserer Exkursion am 3. Juni (in den Stadttempel, die Ruprechtskirche und das Islamische Zentrum) eine Anmeldung notwendig ist und sich die Teilnehmerliste zusehends füllt, bitten wir Sie bei Interesse um baldige Anmeldung.    </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Veranstaltungsreihe des Österreichischen Jüdischen Museums Judentum, Christentum &#038; Islam – das ist eine Familiengeschichte im großen Stil: Eine Geschichte von Verwandtschaft und Entfremdung, Einfluss und Abgrenzung, Streit und Dialog; eine Geschichte von Verbunden- und Verschiedenheit, die Jahrtausende zurück und bis in die Gegenwart hinein reicht. Die Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; begibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Veranstaltungsreihe des Österreichischen Jüdischen Museums</h3>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p>Judentum, Christentum &#038; Islam – das ist eine Familiengeschichte im großen Stil: Eine Geschichte von Verwandtschaft und Entfremdung, Einfluss und Abgrenzung, Streit und Dialog; eine Geschichte von Verbunden- und Verschiedenheit, die Jahrtausende zurück und bis in die Gegenwart hinein reicht.<br />
Die Veranstaltungsreihe &#8220;<strong>Schalom – Salam – Grüß Gott</strong>&#8221; begibt sich auf die Spur dieser Beziehungen: Von jüdischem Boden aus fragt sie nach dem Selbstverständnis der drei Religionen sowie nach Verbindendem und Trennendem, Ähnlichkeiten und Eigenheiten im Leben und Glauben von Juden, Christen und Muslimen.</p>
<p>Wir laden Sie ein, mit uns im Rahmen dieser Reihe der Geschichte und Gegenwart der drei Religionen und ihrem wechselseitigen Verhältnis nachzuspüren, Verwandtes zu entdecken, Fremdes kennen und verstehen zu lernen, Eigenes zu hinterfragen  – und auf diese Weise die Beziehungsgeschichte von Juden, Christen und Muslimen fortzuschreiben.  </p>
<p><strong>Dieser Beitrag dient als erste Übersicht, damit Sie schon die einzelnen Termine vormerken können. Selbstverständlich werden wir Sie jeweils rechtzeitig vorher über jede Veranstaltung nochmals ausführlich informieren. </strong></p>
<h4>Die Veranstaltungen</h4>
<ol>
<li><strong>WER glaubt WAS – Eine kurze Selbstvorstellung von Judentum, Christentum und Islam</strong>
<p>Der Kick-Off zur Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221;: 3 Religionen, 3 Referenten und eine (Selbst-)Vorstellung von Judentum, Christentum und Islam in insgesamt 60 Minuten.</p>
<p>Was: Matinee – Vorträge &amp;  Diskussion<br />
Wann: <strong>Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr</strong><br />
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum<br />
Eintritt frei</p>
<p>Es referieren:</p>
<ul>
<li><strong><abbr>Mag.</abbr> Schlomo Hofmeister, Gemeinderabbiner, Wien</strong></li>
<li><strong><abbr>Dr.</abbr> Peter Zeillinger, Wissenschaftlich-pädagogischer Assistent der Theologischen Kurse, Wien</strong></li>
<li><strong><abbr>Univ.-Prof. Dr.</abbr> Ednan Aslan, Professor für Islamische Religionspädagogik, Wien</strong></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und im Islamischen Zentrum </strong>
<p>3 Religionen, 3 Orte religiöser Praxis: eine Begegnung mit Religion vor Ort im Wiener Stadttempel und seiner ungleichen Nachbarin <abbr>St.</abbr> Ruprecht (zugleich Wiens älteste Kirche) sowie der Moschee des Islamischen Zentrums in Wien-Floridsdorf.<br />
Es führen <abbr>u.a.</abbr> <strong>Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Mag. Ruth Pucher <abbr>MC</abbr></strong>.</p>
<p>Was: Exkursion mit Führungen<br />
Wann: <strong>Donnerstag, 3. Juni 2010 </strong><br />
Wo: Wien &#8211; es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Bus-Anreise aus Eisenstadt, Abfahrt vor dem Österreichischen Jüdischen Museum, 12.45 Uhr; </p>
<p>Treffpunkt in Wien: Eingang zum Stadttempel (Seitenstettengasse 4, 1010 Wien), 13.50 Uhr</p>
<p><strong>Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung eine Anmeldung <del datetime="2010-05-02T11:34:28+00:00">bis spätestens 26. Mai 2010 nötig ist (maximal 40 Personen)</del> erforderlich ist. Es ist <del datetime="2010-05-02T13:06:40+00:00">nur mehr 1 Platz frei (Stand 02. Mai 2010)</del> kein Platz mehr frei (<span lang="en" xml:lang="en">Update</span> 02. 05. 2010, 15h)! Wir haben aber eine Warteliste erstellt, siehe unseren Beitrag &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/religion-vor-ort/" title="Interner Link zum Beitrag vom 02. Mai 2010">Religion vor Ort</a>&#8220;.</strong><br />
Unkostenbeitrag für Busfahrt (Eisenstadt &#8211; Wien &#8211; Eisenstadt) und Eintritte/Führungen: Euro 9<br />
Unkostenbeitrag für Eintritte/Führungen (exklusive Busfahrt, also für alle, die gleich zum Stadttempel kommen): Euro 5<br />
Bitte Ausweis mitnehmen.</p>
</li>
<li><strong>Eisenstadt x 3 – Ein interreligiöser Stadtspaziergang</strong>
<p>Ein Rundgang auf den Spuren religiöser Vielfalt in Eisenstadt – mit Besuch des Martinsdoms und der evangelischen Auferstehungskirche sowie einem Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel samt Friedhof und Synagoge.</p>
<p>Was: Stadtrundgang mit Besichtigungen<br />
Wann: <strong>Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr</strong><br />
Wo: Eisenstadt<br />
Führung &amp; Eintritte frei</p>
</li>
<li><strong>Schalom – Salam – Grüß Gott &#8230; in der &#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243;</strong>
<p>Eine verspielte, märchen-hafte &amp; musikalische &#8220;lange Nacht&#8221; &#8211; mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann &amp;  Freunden; zuvor: ein Nachmittagsprogramm im Zeichen des spielerischen Kennenlernens von Judentum, Christentum und Islam für unsere jungen BesucherInnen. </p>
<p>Was: Interreligiöses Kinder-Programm und Erzähl-/Musikabend<br />
Wann: <strong>Anfang Oktober 2010 (Samstag)</strong><br />
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum<br />
Eintritt mit dem &#8220;Lange Nacht&#8221;-Ticket</p>
</li>
<li><strong>WER isst WAS – Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam</strong>
<p>Über die Grundregeln des Essens und Trinkens in den drei Religionen und ihre Anwendung im religiösen Alltag – mit kulinarischem Praxis-Teil am koscheren und halal-Buffet.   </p>
<p>Was: Matinee – Vorträge &amp; Diskussion, mit anschließendem Buffet<br />
Wann: Sonntag, 7. November 2010, 11.00 Uhr<br />
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum<br />
Eintritt frei</p>
<p>Es referieren: </p>
<ul>
<li><strong><abbr>Univ.</abbr>-Lektorin <abbr>Dr.</abbr> Tirza Lemberger, Institut für Judaistik, Wien</strong></li>
<li><strong><abbr>Hon.-Prof. Dr.</abbr> Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche <abbr>A.B.</abbr> in Österreich</strong></li>
<li><strong>Halid Akpinar <abbr>M.A.</abbr>, Assistent am Institut für Bildungswissenschaft/Islam. Religionspädagogik, Wien</strong></li>
</ul>
</li>
</ol>
<p>Alle Veranstaltungen werden mit Texten, Bildern und/oder Videos auch online dokumentiert &#8211; und bleiben offen für interaktive Fortschreibungen.<br />
Ergänzt wird die Reihe außerdem durch eine Mini-Serie hier im Blog, zu der auch fachkundige Gastautoren, <abbr>u.a.</abbr> Yoav Sapir (<a href="http://www.chronologs.de/chrono/blog/un-zugeh-ouml-rig" title="Externer Link zu 'chronologs.de...'">un/zugehörig</a>), Chajm Guski (<a href="http://www.sprachkasse.de/blog/" title="Externer Link zu 'sprachkasse.de/blog/'">Chajms Sicht</a>) und Hussein Hamdan (<a href="http://www.chronologs.de/chrono/blog/der-islam" title="Externer Link zu 'chronologs.de...'">Der Islam</a>), beitragen werden.</p>
<h4>Anmeldung</h4>
<p>Eine Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen wird erbeten:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
<p><strong>Bitte beachten Sie: Jedenfalls erforderlich ist eine Anmeldung für die Teilnahme an der Wien-Exkursion (3. Juni), da die TeilnehmerInnen-Zahl in Rücksicht auf die Sicherheitsbestimmungen im Stadttempel auf maximal 40 Personen beschränkt ist.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Purim und der jüdische Witz</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/03/03/purim-und-der-juedische-witz/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/03/03/purim-und-der-juedische-witz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 11:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[purim]]></category>
		<category><![CDATA[witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die israelische Tageszeitung Haaretz publizierte gestern einen Beitrag, dass die Westmauer/&#8221;Klagemauer&#8221; hinkünftig auch als Werbefläche genutzt werden soll. Wir haben diesen Beitrag auf unserer Facebook-Seite bewusst zunächst ohne Kommentar übernommen. Kurzum: Diese (unsere) Meldung von gestern war ein Purimscherz! Wir stehen nicht an zuzugeben, dass auch wir erst mal erschraken, als wir die Meldung im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die israelische Tageszeitung Haaretz publizierte gestern einen <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1152770.html" title="Externer Link zum 'haaretz.com'">Beitrag</a>, dass die Westmauer/&#8221;Klagemauer&#8221; hinkünftig auch als Werbefläche genutzt werden soll.</p>
<p>Wir haben diesen Beitrag auf <a href="http://ojm.at/witzhafb" title="Externer Link zu 'facebook.com/...'">unserer Facebook-Seite</a> bewusst zunächst ohne Kommentar übernommen.</p>
<p><strong>Kurzum: Diese (unsere) Meldung von gestern war ein Purimscherz!</strong></p>
<p>Wir stehen nicht an zuzugeben, dass auch wir erst mal erschraken, als wir die Meldung im Original lasen. Und doch war es dann beruhigend, dass wir nicht die einzigen waren, die kurz geschockt reagierten, wenn man viele Kommentare auf der Haaretz-<span lang="en" xml:lang="en">Website</span> ansieht ;-)</p>
<p>Unsere Formulierung &#8220;Zum besseren Verständnis empfiehlt sich die Lektüre des Haaretz-Artikels im Original&#8221; betraf allerdings nicht die technischen Details dieser Fake-Meldung, sondern sollte helfen, den Beitrag als Witz zu entlarven.</p>
<p>Denn es findet sich so mancher Hinweis auf Purim:</p>
<ul>
<li><strong>Mordechai Hidud</strong> assoziiert nicht nur den Juden Mordechai (Onkel von Ester), sondern das hebräische Wort Chidud (חידוד) bedeutet auch &#8220;Witz, Sarkasmus&#8221;.</li>
<li>Der Name des amerikastämmigen <span lang="en" xml:lang="en"><strong>Joe King</strong></span> soll wohl nicht nur an den Perserkönig Artaxerxes erinnern, sondern beinhaltet auch den Wortwitz &#8220;<span lang="en" xml:lang="en">joking</span>&#8221; (englisch für &#8220;Witze machen&#8221;)</li>
<li>Und, na ja, der Autor des Beitrags nennt sich <strong>Hurim Pappy</strong> &#8230;</li>
</ul>
<p>Dass ein solcher Beschluss in Israel so gut wie undenkbar ist, dürfen wir außerdem wohl annehmen.<br />
Die Kommentare auf der Haaretz-<span lang="en" xml:lang="en">Website</span> sind gespalten: viele finden den Witz gelungen und ausgesprochen witzig, andere Kommentatoren/Kommentatorinnen sind erbost und/oder entrüstet:</p>
<blockquote><ul>
<li>&#8230; nichts als Blasphemie &#8230; unser Parlament (Knesset) versagt &#8230;</li>
<li>&#8230; da hat jemand jedes Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren &#8230;</li>
<li>&#8230; findet ihr es wirklich gut, die Idee der 1.-April-Scherze für uns zu übernehmen? &#8230;</li>
<li>&#8230; es ist ein Witz, aber er scheint antisemitische Stereotype zu übernehmen, dass Geldmachen typisch für die jüdische Religion ist &#8230;</li>
<li>Haaretz wird auch von vielen Nichtjuden gelesen, die gar nicht wissen, dass jetzt Purim ist &#8230;</li>
</ul>
</blockquote>
<p> &#8230; heißt es da etwa. </p>
<p>Die Kommentare und Diskussionen zeigen also nicht nur die verschiedene Rezeption dieser Witzmeldung, sondern sehr wohl und vor allem auch die generelle Problematik des jüdischen Witzes!</p>
<p>Es sollen hier &#8211; ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit &#8211; einige wesentliche Merkmale des jüdischen  Witzes und die potentiellen Gefahren kurz zur Sprache kommen:<br />
Der jüdische Witz ist von seinem Wesen her ein gesprochener und erzählter Witz. Wenn etwa ein jiddischer Witz übersetzt wird, dann ist die Übersetzung, wie jede andere Übersetzung auch, Interpretation und der Witz wird dabei in eine andere, fremde Kultur mit anderen Ausdrucksformen übertragen. Insbesondere der deutschen Sprache mangelt es an Möglichkeiten, jiddischen Wortspielen und Pointen gerecht zu werden. Die Gefahr der &#8220;Arisierung&#8221; liegt dabei auf der Hand. Ebenso, dass durch eine Pointenverschiebung, sobald der übersetzte Witz nun von Nichtjuden erzählt wird, der Witz missbraucht werden kann, die Pointen und somit der Witz antisemitisch werden können.</p>
<blockquote><p>Hat sich doch der Antisemitismus ein Bild vom Judentum geschaffen, das sich zum echten wie eine  schlechte Karikatur zur lebendigen Vorlage verhält. Wie oft kann eine gute jüdische Pointe einfach durch falsche Betonung, Outrierung jüdischer Gesten etc. zu ihrer eigenen antisemitischen Karikatur werden!  </p>
<p>&#8230;Es ist eine traurige Tatsache, dass das leidvolle Schicksal des Judentums, das gerade in der  jüdischen Anekdote am besten zum Ausdruck kommt, nicht nur Bewunderer, sondern &#8211; schon seit der Antike &#8211; auch Karikaturisten gefunden hat. Wie hat denn z.B. der &#8220;Stürmer&#8221; einen für die &#8220;Heiligung Gottes&#8221; zum Märtyrertode bereiten ostjüdischen Talmudgelehrten gesehen?!
</p></blockquote>
<p><cite>Kurt Schubert, in: Kairos 5(1963).</cite></p>
<p>Ich selbst kannte nie einen begnadeteren Erzähler jüdischer Witze als <a href="http://www.ojm.at/aktuell/ableben-schubert/" title="Interner Link in den Aktuellbereich unserer statischen Website">Professor Schubert</a>. Nicht nur, dass er ein schier unendliches <span lang="fr" xml:lang="fr">Repertoire</span> an Witzen zu haben schien, Schubert musste man &#8220;hören&#8221;!<br />
In der ersten &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221;, an der unser Museum teilnahm, war unser Hauptprogrammpunkt &#8220;Professor Schubert erzählt jüdische Witze&#8221;. Der Saal war zum Bersten gefüllt, das Publikum hörte &#8211; eher untypisch für die Lange Nacht &#8211; über eine Stunde begeistert zu.</p>
<p>Vor kurzem haben wir auf Facebook auch einen <a href="http://ojm.at/witzfb" title="Externer Link zu 'facebook.com...'">jüdischen Witz</a> gebracht. Das sehr erfreuliche Echo darauf wollen wir &#8211; unter Beachtung des hier Geschriebenen &#8211; zum Anlass nehmen, ein, wie wir glauben, kleines Juwel anzubieten:</p>
<p>2004 hatte ich die Gelegenheit, einige jüdische Witze, erzählt von Professor Schubert, digital (wenn auch nur mit einfachen technischen Mitteln) aufzunehmen. </p>
<p>Wir werden also ab nun in unregelmäßigen Zeitabständen einige der Witze auf unserer <span lang="en" xml:lang="en">Facebook</span>seite, die Sie auch sehen können, ohne selbst Mitglied bei <span lang="en" xml:lang="en">Facebook</span> zu sein, <span lang="en" xml:lang="en">online</span> stellen.</p>
<p>Danach werden wir alle Audiowitze hier im Blog gesammelt und archiviert zur Verfügung stellen.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir eine sehr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SiOPc3qizF8" title="Externer Link zu 'youtube.com ...'">spezielle Nachstellung der Purimgeschichte</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Präsentation Österreich-Bild &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/27/praesentation-oe-bild-nachlese/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/02/27/praesentation-oe-bild-nachlese/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 15:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=141</guid>
		<description><![CDATA[Am Donnerstag wurde bei uns im Museum das Österreich-Bild des Landesstudios Burgenland mit dem Titel &#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221; präsentiert. Update, 28. 02., 19:29h: Das Österreich-Bild ist ab sofort auf der ORF TVthek sieben Tage lang zu sehen. Wir danken dem ORF für die so engagierte Arbeit und allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag wurde bei uns im Museum das Österreich-Bild des Landesstudios Burgenland mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/02/15/vertrieben-und-vergessen/" title="Interner Link zum Blogbeitrag">Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland</a>&#8221; präsentiert.</p>
<p><strong><span lang="en" xml:lang="en">Update</span>, 28. 02., 19:29<abbr>h</abbr>: Das Österreich-Bild ist ab sofort auf der <a href="http://ojm.at/oebildtv" title="Externer Link zu 'tvthek.orf.at...'"><acronym>ORF TV</acronym>thek</a> sieben Tage lang zu sehen.<br />
</strong></p>
<div id="mittig3c">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Vor dem großen Ansturm ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes01.jpg" width="150" height="150" alt="Eingang ins jüdische Museum, vor dem großen Ansturm" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Über 100 Interessierte waren der Einladung gefolgt, der Platz im Auditorium wurde eng. In der ersten Reihe: Chefredakteur des Landesstudios Burgenland Walter Schneeberger (links) und Onlinedirektor Thomas Prantner" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes02.jpg" width="150" height="150" alt="Über 100 Interessierte im Auditorium des Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[270210]" title="Nach der Präsentation gab es ein kleines Buffet mit koscherem Wein aus dem Burgenland" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes03.jpg" width="150" height="150" alt="Koschere Weinflaschen und Gläser für das Buffet" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Wir danken dem <acronym>ORF</acronym> für die so engagierte Arbeit und allen Besucherinnen und Besuchern, die zur Präsentation nach Eisenstadt gekommen sind!</p>
<p><a href="http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=bgl&#038;day=2010-02-26&#038;offset=00:17:24" title="Externer Link zu 'ondemand.orf.at/bheute...'">Video: Präsentation und kurzer Vorgeschmack auf den Film &#8211; Burgenland heute, Freitag, 26. 02. 2010</a> </p>
<p><strong>Die Sendetermine des Österreich-Bildes:</strong></p>
<p><strong>Sonntag, 28.02.2010    18.25 Uhr ORF 2<br />
Dienstag, 02.03. 2010, 12.00 Uhr ORF 2<br />
Sonntag, 14.03.2010, 13.05 Uhr 3sat<br />
Dienstag, 16.03.2010, 11.35 Uhr 3sat</strong></p>
<p><del datetime="2010-02-28T18:31:35+00:00"><strong>Ab morgen Abend, Sonntag, 28. 02., wird das Österreich-Bild auf der <abbr>ORF TV</abbr>-Mediathek 7 Tage lang zu sehen sein. Sobald <span lang="en" xml:lang="en">online</span> verfügbar, finden Sie selbstverständlich hier den Link zur Sendung!</strong></del><br />
Siehe Link oben!</p>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[270210]" title="Patrick Frankl (links) und Thomas Trebitsch beim Interview"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orfpraes04.jpg" width="150" height="150" alt="Patrick Frankl (links) und Thomas Trebitsch" /></a></p>
</div>
<p>Nach 1945 sind nur sehr wenige Juden ins Burgenland zurückgekehrt, zwei Familien nach Eisenstadt: Schiller und Trebitsch. Nach dem Tod von Herrn Oskar Schiller am 17. Februar 2005 übernahm sein Enkel, Patrick Frankl, die Geschäfte seines Großvaters. Heinrich Trebitsch lebt &#8211; wie Sohn Thomas und Enkelkinder &#8211; in Eisenstadt, er ist 88 Jahre alt. Patrick übergab am Abend der Präsentation dem Museum ein Bild seines Großvaters aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, das Herrn Schiller am Eingang unserer privaten Synagoge zeigt.</p>
<p><br class="clear" /><br />
Nach der Filmpräsentation hatte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Interview mit Patrick Frankl und mit dem Sohn von Herrn Trebitsch, Thomas Trebitsch:</p>
<blockquote><p><strong>Patrick, du hast mir erzählt, dass dir dein Großvater oft von der jüdischen Gemeinde in Eisenstadt erzählt hat. Erinnerst du dich dabei an etwas besonders gern? Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass dich dein Großvater vor über 20 Jahren immer wieder in unserer Synagoge singen ließ …</strong></p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[270210]" title="Das von Patrick übergebene Bild: Oskar Schiller vor dem Eingang zur Wertheimer-Synagoge"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/oskarschillerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/oskarschiller.jpg" width="150" height="150" alt="Das von Patrick übergebene Bild: Oskar Schiller vor dem Eingang zur Wertheimer-Synagoge" /></a></p>
</div>
<p><strong>Patrick</strong>: Meinem Großvater haben sowohl das jüdische Museum als auch die Synagoge und der jüdische Friedhof sehr viel bedeutet. Er hat sich sein Leben lang dafür eingesetzt, dass viele Menschen Museum, Synagoge und Friedhof sehen. Mich hat er, als ich ein Kind war, oft in der Synagoge singen lassen. Er, der sich stets mit Eisenstadt identifiziert hat, wollte damit zeigen, dass die jüdische Identität anerkannt ist. Mein Großvater war ein eifriger Geschäftsmann, aber wenn jüdische Touristen ins Geschäft kamen und den Friedhof sehen wollten, ließ er sofort alles liegen und stehen, bat Mitarbeiter, sein Geschäft weiter zu betreuen, und ging mit den Besuchern zum jüdischen Friedhof (er hatte ja einen Schlüssel). Das hatte für ihn immer Priorität.</p>
<p><strong>Thomas, deine Erfahrungen sind andere. Norbert Lehner, der Gestalter des Österreichbildes sagt im <a href="http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=bgl&#038;day=2010-02-26&#038;offset=00:17:24" title="Externer Link zu 'ondemand.orf.at/bheute...'">Interview</a>, dass dein Vater, Heinrich Trebitsch, der am schwierigsten zu gewinnende Zeitzeuge war, weil er &#8220;&#8230; sich lange Zeit gesträubt hat und eigentlich nichts erzählen wollte &#8230;&#8221;<br />
</strong></p>
<p><strong>Thomas</strong>: Das ist richtig, mein Vater hat auch uns fast nichts erzählt. Wir haben im Gegensatz zu den Schillers unser Leben in Eisenstadt gelebt, sind regelmäßig zu den Feiertagen nach Wien gefahren, haben aber kaum mit jüdischen Familien Kontakt gehabt. Ich glaube auch, dass wir in Eisenstadt gut integriert waren und sind.</p>
<p><strong>Werdet ihr im Geschäft von Kunden oder auf der Straße von Menschen als Juden wahrgenommen?</strong></p>
<p><strong>Patrick</strong>: Natürlich werde ich als Jude wahrgenommen von einer großen Anzahl an Stammkunden. Viele neue Kunden wissen aber nicht, wer mein Großvater war. Ich bin in eine Generation hineingeboren, in der das Gefühl von Offenheit getrübt ist, in der wir Angst haben/hatten, dass viele Menschen von Vorurteilen gegenüber Juden geprägt sind. Ich kenne noch gut den Satz und höre ihn noch manchmal von Stammkunden &#8220;Wennst ein Arbeitsgwandl suchst, gehst zum Schillerjud&#8221;. Ich finde das aber ganz <abbr>ok</abbr> so und identifiziere mich dem &#8220;Schillerjud&#8221;!</p>
<p><strong>Thomas</strong>: Die Leute wissen, dass ich Jude bin, sie kennen auch meine Kinder und wissen, dass diese  evangelisch erzogen sind. Die Entscheidung dafür resultierte aus der Angst vor dem Antisemitismus. Es spricht mich aber niemand darauf an, weder mich noch meine Kinder.</p>
<p><strong>Abschließend noch eine vielleicht nicht ganz realitätsnahe Frage, wenn auch eine, die uns BesucherInnen im Museum immer wieder stellen: Könnt ihr euch vorstellen, dass es in Eisenstadt in absehbarer Zukunft wieder eine jüdische Gemeinde geben könnte?<br />
</strong></p>
<p><strong>Patrick</strong>: Eine jüdische Gemeinde in Eisenstadt wäre ein Wunschgedanke von mir. Ich weiß, dass dann meine und andere jüdische Familien (ich wohne ja in Wien) herziehen müssten, aber es wäre eine erfreuliche Entwicklung gegen den Strom.</p>
<p><strong>Thomas</strong>: Ich kann mir eine jüdische Gemeinde &#8211; wieder &#8211; in Eisenstadt einfach nicht vorstellen, weniger grundsätzlich als aus ganz pragmatischen Überlegungen heraus. Wie soll das funktionieren?</p>
<p><strong>Vielen Dank euch beiden!</strong></p></blockquote>
<p class="abstand"><strong>Weitere Nachlesen und Medienberichte:</strong></p>
<p><a href="http://burgenland.orf.at/stories/425274/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at...'">Burgenland ORF &#8211; <abbr>Ö</abbr>-Bild</a></p>
<p><a href="http://burgenland.orf.at/magazin/studio/stories/425243/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at/magazin...'">Burgenland ORF &#8211; Im Land</a></p>
<p><a href="http://derstandard.at/1267131892941/Vertrieben-nicht-vergessen-Oesterreich-Bild-ueber-das-juedische-Burgenland" title="Externer Link zu 'derstandard.at...'">Der Standard</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vertrieben und Vergessen</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/15/vertrieben-und-vergessen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den Spuren des Judentums im Burgenland Der ORF Burgenland und das Österreichische Jüdische Museum laden herzlich ein zur Präsentation der Sendung &#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221; aus der Reihe &#8220;Österreich-Bild&#8221;. Zeit: Donnerstag, 25. Februar 2010, 19.00 Uhr Ort: Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6, 7000 Eisenstadt Von der großen Tradition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Auf den Spuren des Judentums im Burgenland</h3>
<p>Der <a href="http://burgenland.orf.at/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at'"><acronym>ORF</acronym> Burgenland</a> und das Österreichische Jüdische Museum laden herzlich ein zur Präsentation der Sendung <strong>&#8220;Vertrieben und Vergessen. Auf den Spuren des Judentums im Burgenland&#8221;</strong>  aus der Reihe &#8220;Österreich-Bild&#8221;.</p>
<p class="center"><strong>Zeit: Donnerstag, 25. Februar 2010, 19.00 Uhr<br />
Ort: Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6, 7000 Eisenstadt</strong></p>
<p><br class="clear" /></p>
<div id="mittig2a">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Innenraum der Synagoge Kobersdorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder//kobersdorfGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder//kobersdorf.jpg" width="150" height="150" alt="Innenraum der Synagoge Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Gruppe Klezmer Connection in der Synagoge Kobersdorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/klesmerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/klesmer.jpg" width="150" height="150" alt="Gruppe Klezmer Connection in der Synagoge Kobersdorf" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<blockquote><p>Von der großen Tradition jüdischen Lebens ist wenig übrig geblieben. Im Burgenland leben heute nur mehr ganz wenige Juden. Zu Wort kommen Zeitzeugen wie die hochbetagte, in New York lebende Alicia Latzer. Sie wurde 1938  mit ihrer Familie vertrieben und bemüht sich heute um die Rückgabe wertvoller Gemälde, die damals geraubt wurden. Heinrich Trebitsch erzählt vom Leben der Eisenstädter Juden vor 1938 und ihrer Vertreibung. Er selbst überlebte einen Todesmarsch ins KZ Mauthausen und kehrte nach dem Krieg nach Eisenstadt zurück. Er ist einer von wenigen Juden, die nach dem Krieg ins Burgenland heimgekehrt sind. In den ehemaligen &#8220;Heiligen Sieben-Gemeinden&#8221; erinnen nur noch Bauten an jüdisches Gemeindeleben, wie die Synagoge in Kobersdorf, einige Friedhöfe und das Haus, in dem jetzt das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt untergebracht ist.
</p></blockquote>
<p><cite>Text: Einladung <acronym>ORF</acronym> Burgenland</cite></p>
<p><strong>Gestaltung: Norbert Lehner<br />
Sprecher: Otto Tausig<br />
Kamera: Stefan Lentsch<br />
Schnitt: Thomas Bonfert</strong></p>
<p class="center"><strong>Sendetermin: Österreich-Bild, Sonntag, 28. Februar 2010, 18.25 Uhr, <acronym>ORF</acronym> 2</strong></p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen01">
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Heinrich Trebitsch am Jerusalemplatz in Eisenstadt-Unterberg" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/trebitschGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/trebitsch.jpg" width="150" height="150" alt="Heinrich Trebitsch am Jerusalemplatz in Eisenstadt-Unterberg" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Alicia Latzer, New York" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/latzerGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/latzer.jpg" width="150" height="150" alt="Alicia Latzer in der Bibliothek ihrer Wohnung in New York" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[150210]" title="Professor Dr. Johnny Moser vor dem Kriegerdenkmal in Parndorf" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/moserGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/moser.jpg" width="150" height="150" alt="Professor Dr. Johnny Moser vor dem Kriegerdenkmal in Parndorf" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p><strong>Im Anschluss an die Präsentation laden wir zu einem Buffet mit koscherem Wein aus dem Burgenland.</strong><br />
Wir ersuchen Sie um Zusage </p>
<ul>
<li>an den <acronym>ORF</acronym>, Telefon 02682 700 27211 oder via <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>:<a href="mailto:direktion.bgld@orf.at">direktion.bgld@orf.at</a></li>
<li>oder ganz bequem auf unserer <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=259782851894&#038;index=1" title="Externer Link zur Veranstaltung auf 'facebook.com/ojmEisenstadt...'">Facebook-Seite</a> </li>
</ul>
<p><strong>Die Sendung ist von Sonntag, 28. Februar, späterer Abend, eine Woche lang auf der <a href="http://tvthek.orf.at/programs/1296-Oesterreich-Bild-am-Sonntag" title="Externer Link zu 'tvthek.orf.at...'"><acronym>TV</acronym>-Mediathek</a> des <acronym>ORF</acronym> zu sehen!<br />
</strong></p>
<div class="mittig1F">
<img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orf.jpg" width="90" height="52" alt="Logo ORF Burgenland" />
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Gründerväter</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/02/04/bild-der-woche-gruendervaeter/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/02/04/bild-der-woche-gruendervaeter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Beitrag zum &#8220;Bild der Woche&#8221; hat bewusst Gedenkcharakter. Heute vor 3 Jahren, am 04. Februar 2007, verstarb Universitätsprofessor DDr. Kurt Schubert. Er und der damalige (1969) Landesrat für Kultur im Burgenland und spätere Bundeskanzler, Dr. Fred Sinowatz, dürfen als Gründerväter unseres Museums angesehen werden. Professor Schubert war Langzeit-Vizepräsident des Vereines &#8220;Österrreichisches Jüdisches Museum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Beitrag zum &#8220;Bild der Woche&#8221; hat bewusst Gedenkcharakter. Heute vor 3 Jahren, am 04. Februar 2007, <a href="http://www.ojm.at/aktuell/ableben-schubert/" title="Interner Link zum Aktuelleintrag 'Ableben Schubert' auf unserer statischen Website">verstarb</a> Universitätsprofessor <abbr>DDr.</abbr> Kurt Schubert. Er und der damalige (1969) Landesrat für Kultur im Burgenland und spätere Bundeskanzler, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Sinowatz" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"><abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz</a>, dürfen als <a href="http://www.ojm.at/faq/">Gründerväter</a> unseres Museums angesehen werden. Professor Schubert war Langzeit-Vizepräsident des Vereines &#8220;Österrreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt&#8221;, <abbr>Dr.</abbr>  Sinowatz von 1999 bis zu seinem <a href="http://www.ojm.at/aktuell/ableben-sinowatz/">Tod am 16. August 2008</a> Präsident. <abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz wäre morgen, am 05. Februar, 81 Jahre alt geworden.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schubertSinowatzGR.jpg" width="550" height="595" alt="Fred Sinowatz und Kurt Schubert werden von Rabbiner Joel Berger begrüßt" class="centered" /></p>
<p class="centered"><abbr>Dr.</abbr> Fred Sinowatz und <abbr>Prof.</abbr> Kurt Schubert werden vom ehemaligen Oberrabbiner Bayerns und Baden Württembergs, Joel Berger, begrüßt &#8211; bei der Ausstellungseröffnung &#8220;Nicht ganz koscher?&#8221; am 26. September 2000.</p>
<p>Fotos von der Ausstellung und der Ausstellungseröffnung finden Sie auf unserer <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=photos#!/album.php?aid=145583&#038;id=200220177996" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt'">Facebook-Seite</a>.</p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/01/28/bild-der-woche-holocaustgedenktag-2010/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Holocaustgedenktag 2010&#8243;</a>&nbsp;
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</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Am jüdischen Friedhof II</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/01/10/am-juedischen-friedhof-ii/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/01/10/am-juedischen-friedhof-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 10:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=115</guid>
		<description><![CDATA[Arnstein, 20 Millionen und die &#8220;fremden&#8221; Friedhöfe Aus gegebenem Anlass soll dieser Beitrag als zweiter Beitrag unserer kleinen Serie &#8220;Am jüdischen Friedhof&#8221; eingeschoben werden. Am 22. Dezember 2009 kam es in Österreich nach neun Jahren endlich zur Einigung, wer die Erhaltung, also die Bestandssicherung der jüdischen Friedhöfe bezahlen und wie die Finanzierung in den kommenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Arnstein, 20 Millionen und die &#8220;fremden&#8221; Friedhöfe</h3>
<p>Aus gegebenem Anlass  soll dieser Beitrag als zweiter Beitrag unserer kleinen Serie &#8220;Am jüdischen Friedhof&#8221; eingeschoben werden.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[100109]" title="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Bild 1"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe01.jpg" width="150" height="150" alt="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Foto: David Peters" /></a></p>
</div>
<p>Am 22. Dezember 2009 kam es in Österreich nach neun Jahren endlich zur <a href="http://derstandard.at/1259282459990/Juedische-Friedhoefe-Ein-verspaetetes-Chanukkageschenk" title="Externer Link zu 'derstandard.at/1259282459990/Juedische-Friedhoefe-Ein-verspaetetes-Chanukkageschenk'">Einigung</a>, wer die Erhaltung, also die Bestandssicherung der jüdischen Friedhöfe bezahlen und wie die Finanzierung in den kommenden 20 Jahren gewährleistet sein soll. Thomas Rottenberg erklärt im <a href="http://derstandard.at/1259282505979/Sanierung-juedischer-Friedhoefe-Graeber-und-Geschenke" title="Externer Link zu 'http://derstandard.at/1259282505979/Sanierung-juedischer-Friedhoefe-Graeber-und-Geschenke'">Standard</a> auch sehr gut, was der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, <abbr>Dr.</abbr> Ariel Muzicant, mit einem &#8220;verspäteten Chanukkageschenk&#8221; gemeint hat. </p>
<p>Im ersten oben verlinkten Beitrag heißt es <abbr>u.a.</abbr>:</p>
<blockquote><p>Länder und Bund hatten jahrelang darüber gestritten, wer für die Erhaltung zahlen soll &#8211; die Friedhöfe waren währenddessen verfallen.
</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich verfallen die Friedhöfe nicht erst seit 2001, und doch ist insbesondere in den letzten Jahren der zunehmende Verfall drastisch (drastischer?) und deutlich sichtbar. Es verfallen aber nicht &#8220;nur&#8221; kunsthistorisch mehr oder minder wertvolle und bedeutende Grabdenkmäler, sondern &#8211; insbesondere &#8211; die Lesbarkeit der Inschriften wird jährlich schlechter. Die Grabsteine versinken in der Anonymität, vor allem dann, wenn es &#8211; wie etwa im Burgenland &#8211; keine Protokollbücher der Chevra Kadischa (Heilige Bruderschaft), Memor-Bücher oder gar Friedhofslisten und Lageplanregister gibt.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[100109]" title="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Bild 2"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe02.jpg" width="150" height="150" alt="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Foto: David Peters" /></a></p>
</div>
<p><a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/am-juedischen-friedhof-i/" title="Interner Link zum Beitrag 'Am jüdischen Friedhof I'">Noch einmal</a> sei angemerkt, dass es hier im Burgenland 14 jüdische Friedhöfe gibt, deren etwa 8.000 Gräber mit einer Ausnahme (der junge Friedhof in Oberwart, Anfang 20. Jahrhundert) nur hebräische Inschriften aufweisen. Insbesondere diese hebräischen Grabinschriften lassen die Friedhöfe für viele Menschen namenlos und entseelt und damit oft (tendenziell) fremd wirken (siehe etwa auch den unseligen <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/2245053/juedische-friedhoefe-werden-restauriert.story" title="Externer Link zu 'kleinezeitung.at...'">2. Kommentar</a> zum Thema).</p>
<p>Die Historikerin Tina Walzer, laut <a href="http://derstandard.at/1259282540879/KOPF-DES-TAGES-Kaempferin-fuer-die-steinernen-Archive" title="Externer Link zu 'derstandard.at...Kopf des Tages...'">derstandard.at</a> die Expertin für jüdische Friedhöfe generell, <a href="http://www.wienweb.at/tvcontent.aspx?menu=1&#038;cid=168603#" title="Externer Link zum Video auf  'wienweb.at'">wünscht als erste Schritte</a>:</p>
<blockquote><p>Man müsste ganz dringend den Bewuchs roden und im Zaum halten und im nächsten Schritt alle besonders wertvollen Grabdenkmäler innerhalb der nächsten drei Jahre sanieren
</p></blockquote>
<p>Wenn diese Aussage auch in erster Linie auf den jüdischen Friedhof Währing abzielt, so stellen sich meines Erachtens doch einige Fragen.<br />
In der ersten Reaktion habe ich getwittert, dass nicht die &#8220;besonders wertvollen Grabdenkmäler&#8221;, sondern die besonders gefährdeten als erstes saniert gehören, also jene, die man in drei Jahren nicht mehr oder noch weniger als heute lesen kann (<a href="http://twitter.com/JewishMuseumAT/status/6938284198" title="Externer Link zum ersten Tweet zum Thema auf 'twitter.com...'">Tweet 1</a>, <a href="http://twitter.com/JewishMuseumAT/status/6938287864" title="Externer Link zum zweiten Tweet zum Thema auf 'twitter.com'">Tweet 2</a>).</p>
<p>Gemeint ist damit:<br />
Was  sind denn nun eigentlich genau &#8220;besonders wertvolle Grabdenkmäler&#8221;?<br />
Es ist schon richtig, dass kunsthistorisch besonders wertvolle Grabdenkmäler ehestmöglich renoviert werden müssen, und es ist meist auch richtig, dass die großen Namen wie Wertheim(b)er, Russo, Königswarther oder Arnstein und Eskeles eben diese (aus kunsthistorischer Sicht) besonders wertvollen Grabdenkmäler besitzen.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[100109]" title="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Bild 3"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ajfe03.jpg" width="150" height="150" alt="Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt, Foto: David Peters" /></a></p>
</div>
<p>Auf den jüdischen Friedhöfen im Burgenland &#8211; die ältesten Grabsteine stammen immerhin aus dem Ende des 17. Jahrhunderts &#8211; finden wir aber keine Wertheimers oder Arnsteins und die bedeutenden Rabbiner haben zumeist genauso einfache Grabsteine wie die einfachsten Gemeindemitglieder. Grabmäler aus (Kalk)Sandstein sind mehr oder minder Standard, aber &#8211; im Gegensatz etwa zum <a href="http://www.waehringer-friedhof.at/bild/rundgang:Neuer-ordner-070" title="Externer Link zu 'waehringer-friedhof.at...'">Währinger Friedhof</a> &#8211; in den allermeisten Fällen kein Zeichen dafür, dass die Toten ärmere Gemeindemitglieder gewesen wären. Selbst die (hebräischen) Grabinschriften lassen vom Umfang her oft nicht auf die Bedeutung der Bestatteten schließen, berühmte Rabbiner haben mitunter bescheidene und auffällig kurze Grabinschriften (siehe etwa das <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/08/31/hebraeischkurs-2009/#rm" title="Interner Link zum Beitrag 'Hebräischkurs-2009'">Grab von Rabbi Meir Eisenstadt</a>).</p>
<p>Außer auf dem (aufgearbeiteten) <a href="http://www.ojm.at/publikationen/friedhof/" title="Interner Link zur Publikation 'Hier in der heiligen jüdischen Gemeinde' auf unserer statischen Website">jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt</a> können heute so gut wie keine konkreten Gräber auf den jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes gefunden werden. </p>
<p>Einer der Feinde des Verstehens ist die Anonymität und es gilt dringend, hebräische Inschriften auf jüdischen Grabsteinen dieser Anonymität zu entreißen, auch, damit sie vielleicht von weniger Menschen als fremd wahrgenommen werden. Und auch dann, wenn die Toten keine berühmten Personen waren und ihre Inschriften für biografische Forschungen nur sehr bedingt verwendbar und durch ihre Stereotypie sogar oft nur von mäßigem Interesse sein mögen. </p>
<p>Ich würde mir wünschen, dass die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe (nicht nur) im Burgenland nicht immer mit dem Reparieren der Friedhofszäune beginnt und dem Aufstellen von umgefallenen Grabsteinen endet &#8230;</p>
<p class="tipp">In der nächsten Folge dieser Serie dann der ursprünglich für heute geplante Beitrag: Wie Sie auch ohne großartige Hebräischkenntnisse Namen und Todesdaten in hebräischen Inschriften finden und übersetzen können &#8230;</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir einen virtuellen Ausflug auf den <a href="http://www.waehringer-friedhof.at/" title="Externer Link zu 'waehringer-friedhof.at'">jüdischen Friedhof Währing</a> (<span lang="en" xml:lang="en">Website</span> leider nicht ganz aktuell).</em></p>
<p class="tipp"><span lang="en" xml:lang="en">Update 11. Jänner</span>: <a href="http://www.marco-schreuder.at/2010/01/judische-friedhofe-post-von-ariel.html" title="Externer Link zu 'marco-schreuder.at'">Marco Schreuder</a> zeigt in seinem Blog einige sehr informative Videos zum Währinger Friedhof, die wir hier &#8211; passend zu unserem Tipp &#8211; einbetten dürfen:</p>
<p><span id="more-115"></span></p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/EDveT_u6FtM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EDveT_u6FtM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/kaCskHyYstM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kaCskHyYstM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
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<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/n7CIbiBJXcE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n7CIbiBJXcE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
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		<item>
		<title>Blue Beanie Day 2009</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/29/blue-beanie-day-2009/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/29/blue-beanie-day-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 14:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[bbd09]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=96</guid>
		<description><![CDATA[Das Österreichische Jüdische Museum verfügt seit 2005 über einen barrierefreien Internetauftritt, oder vielleicht korrekter formuliert, über einen Webauftritt, bei dem wir uns sehr um Webstandards und Barrierefreiheit bemühen. Gleich hier sei angemerkt, dass dieser Anspruch für dieses Blog noch nicht im selben Maße gilt. Das Blog ist noch sehr jung, wir arbeiten aber ständig daran. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Österreichische Jüdische Museum verfügt seit 2005 über einen barrierefreien <a href="http://www.ojm.at/" title="Interner Link zu unserer statischen Website">Internetauftritt</a>, oder vielleicht korrekter formuliert, über einen Webauftritt, bei dem wir uns sehr um Webstandards und Barrierefreiheit bemühen. Gleich hier sei angemerkt, dass dieser Anspruch für dieses Blog noch nicht im selben Maße gilt. Das Blog ist noch sehr jung, wir arbeiten aber ständig daran.<br />
Wir gehörten &#8211; insbesondere auch ohne gesetzliche Verpflichtung &#8211; damit zu den ersten musealen Einrichtungen im deutschen Sprachraum, die sich bemühten, ihren Webauftritt aus einer bewusst ethischen Perspektive zu betrachten. Eine Perspektive, die den Ansprüchen einer kulturellen Einrichtung angemessen schien.</p>
<p>Deshalb war auch die Frage nach dem Nutzen von Webstandards und Barrierefreiheit der eigenen <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> für uns zu keinem Zeitpunkt prioritär. Die Frage wurde stets ausschließlich von außen an uns herangetragen, wir waren selbstverständlich aber schon alleine aufgrund unserer Existenz als Subventionsbetrieb zu einer Antwort verpflichtet. Abgesehen von Allgemeinplätzen, die für alles und jeden in nahezu gleicher Weise gelten, führ(t)en wir in unserer Antwort insbesondere die sprachliche Ebene im weitesten Sinn als primär nutzbringendes Element an. Dies, weil nicht nur die <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> selbst, sondern auch das Museum in erster Linie Informationsaufgaben hat. Verständliche Sprache, eine Übersetzung in die Gebärdensprache sowie in Leichte Sprache waren daher angezeigt.</p>
<p>Dass wir für unsere <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> 2005 eine <a href="http://www.ojm.at/aktuell/biene/" title="Interner Link zum Aktuelleintrag 'Biene 2005' auf unserer statischen Website"><acronym class="hilfe" title="Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten">BIENE</acronym></a> erhielten, war für uns in höchstem Maße erfreulich.</p>
<p>In diesen Tagen werden es 4 Jahre seit der Preisverleihung und wir werden gelegentlich nach unseren Erfahrungen mit der barrierefreien <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> gefragt. Die Antwort mag überraschen, es gibt kaum Erfahrungen: Wir erhielten von Besuchern/Besucherinnen der <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> so gut wie kein <span lang="en" xml:lang="en">Feedback</span>, das Rückschlüsse auf eine positive Akzeptanz der neuen Internetpräsenz zuließe.</p>
<p>Auch die Antwort auf die Frage, inwieweit unser Projekt Barrierefreiheit im Web nachhaltig transportieren konnte (<abbr>z.B.</abbr> Nachahmungseffekt), fällt nach vier Jahren ernüchternd aus.</p>
<p><strong>Umso überzeugter unterstützen wir diesen <span lang="en" xml:lang="en">Blue Beanie Day</span> 2009! </strong></p>
<blockquote><p>Schluss mit der egomanischen Selbstdarstellung in der Architektur mittels (pseudo-)künstlerischer und oberflächlicher – im wörtlichen Sinne zu verstehen – Gestaltungswut. Was gefordert wird und notwendig ist, ist eine ethisch motivierte Architektur, eine Architektur, die sich der Verantwortung gegenüber den Anderen – das sind die späteren Benutzer des Geplanten – bewusst ist und dementsprechend handelt. </p></blockquote>
<p>Das proklamierte der italienische Stararchitekt Massimiliano Fuksas im Jahr 2000 in seiner damaligen Funktion als Direktor der Architekturbiennale in Venedig anlässlich seiner Ausstellung, die er unter das Motto &#8220;<span lang="en" xml:lang="en">Less Aesthetics, More Ethics</span>&#8221; stellte; zitiert aus: <em>Mutz et.al., <span lang="en" xml:lang="en">Web Creative</span>. Alles Wissenswerte über <span lang="en" xml:lang="en">Screendesign, Web-Marketing, Usability</span> und Animationsdesign im Web, Kilchberg 2004, Seite 131.</em></p>
<p>Vollkommen richtig merken die Autoren des obzitierten Buches an, dass man die Regeln kennen muss, um sie (bewusst) zu brechen … und &#8220;(d)erselbe Satz &#8216;<span lang="en" xml:lang="en">Less Aesthetics, More Ethics</span>&#8216; aus dem Munde von Jakob Nielsen […] in dem Sinne, wie ihn Fuksas verstanden haben mag, wohl mehr als absurd wäre&#8221;.</p>
<p>Trifft aber nicht genau das auf Kulturbetriebe im Allgemeinen und auf Museen (im weitesten Sinn) im Besonderen zu? Auf die Museen, die der Philosoph Wolfgang Welsch als &#8220;besonderen Ort von ästhetischer Erfahrungsmöglichkeit&#8221; bezeichnet?</p>
<p>Während barrierefreies Bauen zu Recht zunehmend (auch in der Museumslandschaft) unter ethischen Aspekten betrachtet wird, scheint mir bei der Erstellung von Websites, insbesondere in Hinblick auf die Beachtung von Webstandards und <span lang="en" xml:lang="en">Accessibility</span>, der ethische Aspekt nach wie vor weitgehend ausgeblendet zu werden.</p>
<p>Auch wir glauben nicht, dass wir mit unserer Teilnahme am <span lang="en" xml:lang="en">Blue Beanie Day</span> 09 die Internetwelt großartig verändern können. Wir glauben auch im realen Leben nicht, mit unserem Museum die Welt frei von Antisemitismus zu machen. Wir sind aber sicher, einen Beitrag dazu leisten zu können.</p>
<p>Wenn auch nur eine Leserin oder ein Leser dieses Beitrags über Webstandards, Barrierefreiheit und über mehr Ethik im Web nachdenkt, ist unser Ziel für diesen <span lang="en" xml:lang="en">Blue Beanie Day</span> 09 erreicht &#8230;</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[291109a]" title="Die Securitymannschaft des Museums: Doggenrüden Paris und Bel Ami" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/parisBelamiGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/parisBelami.jpg" width="300" height="225" alt="Doggenrüden Paris und Bel Ami" /></a>
</div>
<p class="centered">Wir sind die <span lang="en" xml:lang="en">Security</span>mannschaft des Museums und helfen intensiv mit, dass die 2-Beiner verstehen, worum es geht &#8230;</p>
<p>Hier gibt es mehr Informationen zum <span lang="en" xml:lang="en">Blue Beanie Day</span> 2009:</p>
<ul>
<li><a href="http://roblen.at/bbd09" title="Externer Link zu 'robertlender.info...'">Robert Lender</a></li>
<li><a href="http://www.beatefirlinger.at/2009/11/30/blaue-hauben-f%C3%BCr-barrierefreiheit/" title="Externer Link zu 'beatefirlinger.at...'">Beate Firlinger</a></li>
</ul>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen <span lang="fr" xml:lang="fr">Melange</span> empfehlen wir aus gegebenem Anlass, vor allem auch, um die Aktion <a href="http://www.robertlender.info/blog/archives/2982-Blue-Beanie-Day-2009-Aktivitaeten-Aktion-BBD09-5#bbd095" title="Externer Link zu 'robertlender.info/blog/...'">BBD-09-5</a> zu unterstützen, fünf Links zum Thema, die wir für besonders empfehlenswert halten (und nein, es sind nicht die üblichen &#8220;Verdächtigen&#8221; ;-) )</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.einfach-fuer-alle.de/artikel/kinder-und-barrierefreiheit/" title="Externer Link zu 'einfach-fuer-alle.de...'">Kinder und Barrierefreiheit: Es ist wichtig</a>
<p>Schon ein wenig älter, aber sehr gut: Leichte Lektüre von <span lang="en" xml:lang="en">Derek Featherstone</span>, der die Thematik auf den Punkt bringt.</p>
</li>
<li><a href="http://www.eva-papst.at/" title="Externer Link zu 'eva-papst.at'">Aus meiner Feder</a>
<p>Eva Papst schreibt &#8211; immer sehr originell und sehr informativ &#8211; über ihren Alltag, besonders auch über den als blinde Internetnutzerin.</p>
</li>
<li><a href="http://webdesign.weisshart.de/blog.php" title="Externer Link zu 'webdesign.weisshart.de/blog.php'">Webdesign nach Maß</a>
<p>Das Blog von Fritz Weisshart, in Sachen pfiffige Lösungen, um <span lang="en" xml:lang="en">Accessibility</span> technisch zu realisieren, immer eine Topempfehlung.</p>
</li>
<li><a href="http://www.meamind.de/" title="Externer Link zu 'medamind.de'">medamind</a>
<p>Wenn auch Webstandards und <span lang="en" xml:lang="en">Accessibility</span> nicht die Schwerpunkte im Blog von Anne-Kathrin Merz <del datetime="2009-11-28T19:30:10+00:00">sind</del> zu sein scheinen, so ist ihr Blog doch immer wieder eine wahre Fundgrube zum Thema.</p>
</li>
<li><a href="http://www.koblenz-metternich.de/" title="Externer Link zu 'koblenz-metternich.de'">Hans-Dieter Krautkrämer</a>
<p>Dieser Link ist ein Link in memoriam.<br />
Hans-Dieter war wohl einer der unermüdlichsten &#8220;Kämpfer&#8221;, die ich kannte &#8211; für mehr Webstandards und Barrierefreiheit im Web, ob in Foren, Mailinglists oder mit seinen eigenen Arbeiten. Ich durfte ihn 2005 anlässlich der BIENE-Preisverleihung in Potsdam auch persönlich kennenlernen. Den Kampf gegen seine schwere Krankheit hat er vor einigen Wochen leider verloren.</p>
</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich ging im Walde so für mich hin &#8230;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/12/ich-ging-im-walde-so-fuer-mich-hin/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/12/ich-ging-im-walde-so-fuer-mich-hin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 13:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[kobersdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Kobersdorf ist anmutig zwischen Waldbergen gelegen, die nach Westen zu, in der &#8216;Buckligen Welt&#8217; immer höher werden, dort, wo hoch oben die Ruine Landsee ins Land heruntersieht, eine Erinnerung an die feudalen Mächte, die einst Land und Leute beherrschten, bilden. Der im Walde befindliche Sauerwasserquell macht Kobersdorf zu einem gern besuchten Kurort &#8230; Der Kobersdorfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Kobersdorf ist anmutig zwischen Waldbergen gelegen, die nach Westen zu, in der &#8216;Buckligen Welt&#8217; immer höher werden, dort, wo hoch oben die Ruine Landsee ins Land heruntersieht,  eine Erinnerung an die feudalen Mächte, die einst Land und Leute beherrschten, bilden. Der im Walde befindliche Sauerwasserquell macht Kobersdorf zu einem gern besuchten Kurort &#8230;</p>
<p>Der Kobersdorfer Friedhof (hier sagt man Beth Alma) birgt das Grab des <abbr>R.</abbr> Samuel Chaim, der hier im Jahre 1792 starb, des <abbr>R.</abbr> David Alt, genannt Eibnitz (vielleicht von Eiwanotwitz in Mähren) &#8230; In dieser Gemeinde ist &#8211; an und für sich vielleicht gar nicht so bedeutend, aber doch ein charakteristisches Zeichen für den allgemeinen Niedergang – mit dem letzten Schulklopfer, einem armen Halbnarren, vor etlichen Jahren auch der Hammer, der zum Schulklopfen diente, begraben worden. Hingegen sah ich &#8211; und auch das erinnerte mich an Galizien &#8211; zur Abendzeit einige Schweine zwischen den Häusern der Juden ihren Ställen zutrotten. Interessant auch &#8211; nebenbei erwähnt -, dass es in Kobersdorf einen jüdischen Schlossermeister namens Luria gibt, der wohl von Rabbiner Salomo Luria oder vielmehr seinem Nachkommen Wolf Helen, der ja mit einer Tochter des Mahram Asch verheiratet war, in irgendeiner Seitenlinie abstammen mag &#8230;
</p></blockquote>
<p><em>&#8230; schreibt Leopold Moses. Er wurde 1888 in Mödling bei Wien geboren, heiratete 1918 in Mattersdorf und bis heute gilt seine Dissertation &#8220;Die jüdischen Landgemeinden in Niederösterreich mit besonderer Berücksichtigung des 17. Jahrhunderts&#8221; als Standardwerk. 1939 mit seinem Emigrationsversuch gescheitert, wurde Moses 1943 Chefredakteur des &#8220;Jüdischen Nachrichtenblattes&#8221;, Ausgabe Wien. Am 1. Dezember 1943 nach Auschwitz deportiert, wurde er dort wenig später ermordert.<br />
Alles zitiert aus: Johannes Reiss, Aus den Sieben-Gemeinden. Ein Lesebuch über Juden im Burgenland, Eisenstadt 1997, 173ff.</em></p>
<p>Ich fuhr heute schon am frühen Morgen auf den jüdischen Friedhof nach <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/kobersdorf/" title="Interner Link zur Gemeinde Kobersdorf auf unserer statischen Website">Kobersdorf</a>, wohin mich der <a href="http://burgenland.orf.at/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at'">ORF Burgenland</a> anlässlich eines Filmprojekts über die Juden im Burgenland einlud.</p>
<p>Ich komme ins Schwärmen &#8230; Der jüdische Friedhof Kobersdorf ist ein Waldfriedhof und (für mich) der schönste Friedhof des Burgenlandes, vielleicht sogar der schönste jüdische Friedhof überhaupt, den ich kenne (sofern das Wort &#8220;schön&#8221; in diesem Zusammenhang gerechtfertigt ist). Aber die Lichtverhältnisse an diesem kalten, klaren und sonnigen Herbstmorgen erzeugten eine idyllische Stimmung, der ich mich nur schwer entziehen konnte. In absoluter Ruhe, an einem Waldabhang, inmitten von Bäumen, befinden sich etwa 1.400 Grabsteine. Wie auf allen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/am-juedischen-friedhof-i/" title="Interner Link zum Beitrag 'Am jüdischen Friedhof 1'">jüdischen Friedhöfen im Burgenland</a> finden wir ausschließlich hebräische Grabinschriften. </p>
<p>Während der Drehpausen habe ich &#8211; mit meinen leider sehr bescheidenen Fotografierkünsten &#8211; versucht,   die Stimmung am Friedhof ein wenig einzufangen:</p>
<div id="mittig3c">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Eingangstor zum jüdischen Friedhof" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf01.jpg" width="150" height="150" alt="Eingangstor jüdischer Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Das ORF-Team filmt mit aufwändiger Ausrüstung" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf02.jpg" width="150" height="150" alt="Das ORF-Team am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Teilansicht jüdischer Friedhof" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf03.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf Teilansicht" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="'Krone des guten Namens' als Zeichen dafür, dass der Verstorbene ein Mann von gutem Ruf war" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf04.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdische Friedhof Kobersdorf, mit Symbol der Krone" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Oft sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig, um Inschriften lesen zu können" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf05GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf05.jpg" width="150" height="150" alt="Gruppe von Grabsteinen am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Viele Grabsteine im Schatten der Bäume ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf06GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf06.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein unter Bäumen am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Teilansicht jüdischer Friedhof" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf07GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf07.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf Teilansicht" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Grabstein, auf dem der Name der Verstorbenen nachgezogen wurde" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf08GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf08.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein mit nachgezogener hebräischer Schrift am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Auf einigen Grabsteinen finden sich kleine Steine als Zeichen, dass Angehörige das Grab besucht haben" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf09GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf09.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein mit Stein eines Besuchers am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Im Burgenland einzigartiges Ensemble von 3 Grabsteinen (Vater, Mutter, jung verstorbene Tochter)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf10GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf10.jpg" width="150" height="150" alt="Ensemble von 3 zusammenhängenden Grabsteinen am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Der einzige Grabstein mit einem Handwerkssymbol? - oder sollte es gar das Grab des Schulklopfers sein?" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf11GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf11.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein mit Handwerkssymbol am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Teilansicht jüdischer Friedhof" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf12GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf12.jpg" width="150" height="150" alt="Jüdischer Friedhof Kobersdorf Teilansicht" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Sehr schöner Grabstein mit umfangreicher Inschrift" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf13GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf13.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Kobersdorf" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Baruch, Sohn des Abraham Löb Luria (siehe oben Text), gestorben in gutem Ruf am 15. Cheschvan 665 (24. Oktober 1904)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf14GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf14.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein - Teilansicht - am jüdischen Friedhof Kobersdorf, mit Symbol der Krone" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121109]" title="Grabstein von Mordechai Hersch, Sohn des Abraham HaKohen Brunner, mit dem Symbol der segnenden Hände als Zeichen, dass er dem Priestergeschlecht angehörte" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf15GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kobersdorf15.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein - Teilansicht - am jüdischen Friedhof Kobersdorf, mit Symbol der segnenden Hände" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p><span lang="en" xml:lang="en">Update</span> am 20. Februar 2010:</p>
<ul>
<li>Den Text, der zu einem Großteil dem Text auf der Tafel beim Eingangstor zum jüdischen Friedhof entspricht, stellt uns <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt/posts/313548312996" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...'">Ilse Böhm auf unserer Facebook-Seite</a> zur Verfügung, danke!</li>
<li>Noch mehr Fotos vom jüdischen Friedhof Kobersdorf finden Sie in unserem <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=141612&#038;id=200220177996" title="Externer Link zum Fotoalbum 'Jüdischer Friedhof Kobersdorf' auf unserer Facebook-Seite">Fotoalbum auf Facebook</a>.</li>
</ul>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir einen Ausflug zu diesem wunderschönen jüdischen Waldfriedhof in Kobersdorf (gegenüber dem Haus Waldgasse 25) im mittleren Burgenland. Der Weg zum Friedhof ist sehr gut beschriftet, das Friedhofstor eigentlich immer unversperrt, falls nicht, erhalten Sie den Schlüssel am Gemeindeamt.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Birnbaums &#8216;Moses&#8217;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/bild-der-woche-birnbaums-moses/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/bild-der-woche-birnbaums-moses/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 12:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[bildende kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=71</guid>
		<description><![CDATA[In dieser Woche, am 13. November, jährt sich der Geburtstag des Malers und Autors Uriel Birnbaum – und zwar zum 115. Mal. In einem aufwendigen, nicht weniger als 50 Einzelwerke umfassenden Bildzyklus hat Birnbaum in den 1920er Jahren das Leben des biblischen Mose dargestellt. Sämtliche Bilder dieses Zyklus &#8220;Moses&#8221; sind als Kopien (die Originale gelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche, am 13. November, jährt sich der Geburtstag des Malers und Autors <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uriel_Birnbaum" title="Externer Link zu 'wikipedia.org/wiki/Uriel_Birnbaum'">Uriel Birnbaum</a> – und zwar zum 115. Mal.</p>
<p>In einem aufwendigen, nicht weniger als 50 Einzelwerke umfassenden Bildzyklus hat Birnbaum in den 1920er Jahren das Leben des biblischen Mose dargestellt. Sämtliche Bilder dieses Zyklus &#8220;Moses&#8221; sind als Kopien (die Originale gelten als verschollen) dauerhaft im &#8220;<a href="http://ojm.at/ausstellung/auditorium/" title="Interner Link zum Auditorium auf unserer statischen Website">Auditorium</a>&#8221; unseres Museums ausgestellt – und außerdem <a href="http://ojm.at/ausstellung/auditorium/uebersicht/" title="Interner Link zu allen Birnbaumbildern auf unserer statischen Website">online</a> verfügbar&#8230;</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/birnbaumGR.jpg" width="550" height="779" alt="Bild Uriel Birnbaum: Die Übergabe der Bundestafeln" class="centered" /></p>
<p class="centered">Die Übergabe der Bundestafeln (aus Birnbaums Bildzyklus &#8220;Moses&#8221;) &#8211; nach 2. Mose 31,18:</p>
<blockquote class="ivritRE"><p><span class="hebr" dir="rtl">ויתן אל&#1470;משה ככלתו לדבר אתו בהר סיני שני לחת העדת לחת אבן כתבים באצבע אלהים:</span></p></blockquote>
<blockquote><p>Nachdem der Herr zu Mose auf dem Berg Sinai alles gesagt hatte, übergab er ihm die beiden Tafeln der Bundesurkunde, steinerne Tafeln, auf die der Finger Gottes geschrieben hatte.
</p></blockquote>
<div class="pagenavi">
<div class="page-nav">
<div class="nav-previous">
&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/01/bild-der-woche-wiener-bagel/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild"> Bild der Woche &#8220;Wiener <span lang="en" xml:lang="en">Bagel</span>&#8220;</a>&nbsp;
</div>
<div class="nav-next">
&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/15/bild-der-woche-kulturschatz/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Kulturschatz&#8217;&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<title>Lange Nacht der Museen &#8211; Absage</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 04:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Österreichische Jüdische Museum wird heuer nicht an der Langen Nacht der Museen teilnehmen. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, da wir in den vergangenen Jahren immer sehr gerne mitgemacht haben und jährlich sehr viele Besucher und Besucherinnen unsere Angebote annahmen. Eisenstadt ist 2009 Haydnstadt. Das gesamte Kulturprogramm ist mehr oder minder auf die Feierlichkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Österreichische Jüdische Museum wird heuer nicht an der <a href="http://langenacht1.orf.at/index.php?id=742&#038;land=b&#038;cHash=fabd5d035c" title="Externer Link zu 'langenacht1.orf.at ...'">Langen Nacht der Museen</a> teilnehmen.</p>
<p>Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, da wir in den vergangenen Jahren immer sehr gerne mitgemacht haben und jährlich sehr viele Besucher und Besucherinnen unsere Angebote annahmen. </p>
<p>Eisenstadt ist 2009 Haydnstadt. Das gesamte Kulturprogramm ist mehr oder minder auf die Feierlichkeiten anlässlich des 200. Todestags des Komponisten ausgerichtet.<br />
Wenn ich es so salopp formulieren darf: Haydn und Judentum sind nicht wirklich kompatibel.<br />
Es war daher für unser Museum angezeigt, sich heuer zurückzunehmen. Wie für den Ausstellungsbetrieb (Schwerpunktausstellung) gilt dies selbstverständlich auch für die Lange Nacht der Museen, die einen der Schlussakkorde des <a href="http://www.haydn2009.at/" title="Externer Link zu 'haydn2009.at'">Haydnjahres</a> einläuten wird.<br />
Wir bitten Sie heuer um Verständnis für unsere Absage. Nächstes Jahr sind wir aber sicher wieder mit dabei. </p>
<p>Wir, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des jüdischen Museums, werden dieses Jahr nutzen, um die eine oder andere Aktivität in der Langen Nacht besuchen zu können. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, die Lange Nacht der Museen diesmal in Eisenstadt zu verbringen.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir den Besuch der Ausstellung <a href="http://www.burgenland.at/kultur/landesmuseum/haydn_crossover" title="Externer Link zum Landesmuseum auf 'burgenland.at'">Phänomen Haydn – crossover (Wanderer zwischen Kulturen) im Landesmuseum Burgenland</a>, das sich gleich neben unserem Museum befindet. Denn in dieser Ausstellung wird <abbr>u.a.</abbr> dem bedeutendsten und ersten Rabbiner von Eisenstadt, Rabbi Meir Eisenstadt, einem Zeitgenossen Josef Haydns, gedacht.</em></p>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Yehudi Menuhin</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/09/13/bild-der-woche-yehudi-menuhin/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 09:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Violinist und Dirigent Lord Yehudi Menuhin starb vor 10 Jahren, am 12. März 1999 in Berlin. 1994 leitete Menuhin einen musikalischen Workshop in Eisenstadt und besuchte am 28. Juli unser Museum. Seinen Gästebucheintrag unterschrieb er auch auf Hebräisch: יהודי מנוחין &#8220;Yehudi Menuchin&#8221;. &#171; Bild der Woche &#8220;Friedhofsevent?&#8221;&#160; &#160; Bild der Woche &#8220;Jahrzeit&#8221; &#187; Schicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Violinist und Dirigent Lord <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yehudi_Menuhin" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Yehudi_Menuhin'">Yehudi Menuhin</a> starb vor 10 Jahren, am 12. März 1999 in Berlin. </p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/menuhinGR.jpg" width="550" height="199" alt="Gescannter Gästebucheintrag Yehudi Menuhins" class="centered" /></p>
<p>1994 leitete Menuhin einen musikalischen <span lang="en" xml:lang="en">Workshop</span> in Eisenstadt und besuchte am 28. Juli unser Museum. Seinen Gästebucheintrag unterschrieb er auch auf Hebräisch: <span class="hebr" dir="rtl">יהודי מנוחין</span> &#8220;Yehudi Menuchin&#8221;.</p>
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<item>
		<title>Hebräischkurs 2009</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/08/31/hebraeischkurs-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 09:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangene Woche fand im Museum wieder ein Hebräischkurs statt. In mehrfacher Hinsicht ein besonderer. Aber zuerst ein Blick zurück in die mittlerweile 15-jährige Geschichte unserer Kurse: Die Idee, in unserem Museum Hebräischkurse anzubieten, war nicht so ungewöhnlich, sondern hing sicher in erster Linie damit zusammen, dass ich selbst seit meiner Mittelschulzeit die hebräische Sprache über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangene Woche fand im Museum wieder ein Hebräischkurs statt. In mehrfacher Hinsicht ein besonderer. Aber zuerst ein Blick zurück in die mittlerweile 15-jährige Geschichte unserer Kurse:</p>
<p>Die Idee,  in unserem Museum Hebräischkurse anzubieten, war nicht so ungewöhnlich, sondern hing sicher in erster Linie damit zusammen, dass ich selbst seit meiner Mittelschulzeit die hebräische Sprache über alles liebe und auch meine Schwerpunkte während des Studiums auf der semitischen Philologie allgemein und auf der hebräischen im Besonderen lagen. Ich stehe nicht an hier, spät, aber von ganzem Herzen, meinen beiden hervorragenden Hebräischlehrern Arje Leon Slutzky und Fritz Werner zu danken. Bessere kann ich mir nicht vorstellen.</p>
<p>Während etwa das <a href="http://www.jm-hohenems.at/" title="Externer Link zu 'jm-hohenems.at'">Jüdische Museum Hohenems</a> viele Jahre Jiddischkurse anbot, war die Entscheidung, in Eisenstadt vor allem Hebräisch zu unterrichten, auch sachlich gerechtfertigt. Ohne hier auf Erklärungen zu oder die Geschichte und Definitionen von &#8220;Jiddisch&#8221; näher eingehen zu wollen (vielleicht in einem eigenen Beitrag einmal), bleibt festzuhalten, dass im Burgenland so gut wie nicht Jiddisch gesprochen wurde und das Jiddische auch kaum als Schriftsprache Verwendung fand. </p>
<p>Im Jahr 1998 erschien von Israel <abbr>A.</abbr> Glück, einem ehemaligen Lackenbacher, der nach Israel fliehen musste, seine &#8220;Kindheit in Lackenbach&#8221;. Im Kapitel &#8220;Von der Erde verschwunden&#8221; schreibt er:</p>
<blockquote><p>Obwohl das Burgenland zu Ungarn gehörte, bedienten sich die dortigen Juden der deutschen Sprache. &#8230;</p>
<p>&#8230; Im Gegensatz zu ihren osteuropäischen Glaubensgenossen kleideten sich die burgenländischen Juden wie ihre christlichen Mitbürger, trugen dieselbe Haartracht &#8211; abgesehen von den Perücken der verheirateten Frauen. Sie sprachen nicht jiddisch sondern deutsch &#8211; meistens ein besseres als die örtliche Bevölkerung. In ihren Schulen wurde dasselbe unterrichtet wie in den öffentlichen &#8211; mit Ausnahme des Religionsunterrichts. &#8230;
</p></blockquote>
<p>Wir haben es aus authentischer Quelle gehört: Im Burgenland sprachen die Juden also Deutsch, nicht Deutsch-Jüdisch und schon gar nicht Jiddisch. In den schriftlichen Quellen der 7-Gemeinden finden sich Texte in reinem Hebräisch (gelegentlich mit Aramäismen vermischt), Texte in Deutsch mit hebräischen Buchstaben, Texte in Deutsch, die stark mit hebräischen Termini interferiert wurden (aber natürlich trotzdem Deutsch bleiben &#8211; wir meinen doch auch nicht Latein zu sprechen, wenn wir sagen, dass wir mit dem &#8220;Paternoster&#8221;  in den 2. Stock fahren ;-) !) und nur einige wenige Texte in Judendeutsch, naheliegenderweise mit hebräischen Buchstaben geschrieben (das sind jene Texte, die &#8211; folgen wir der offiziellen Terminologie der wissenschaftlichen Literatur nach 1945 &#8211; der &#8220;Jiddisch&#8221; genannten Sprache nahe kommen).</p>
<p>Sehr oft fällt uns auch bei hebräischen Urkunden der sogenannte Kanzleistil auf, der zweifellos einen ganz besonderen Reiz hat. Dieser Stil eignet sich – abgesehen von allen literarischen Ansprüchen  – dafür, die Dinge klar und eindeutig in einwandfreier juristischer Form hervorzuheben. </p>
<p>Zum Kanzleistil in der Praxis: Eine Verordnung, zum Beispiel die Bedingungen für die Aufnahme eines Juden in den Gemeindeverband der heiligen jüdischen Gemeinde Eisenstadt,  ist in hebräischer Schrift und hebräischer Sprache abgefasst und beginnt mit den Worten:</p>
<blockquote class="ivrit"><p class="centered">
<span class="hebr" dir="rtl">&#8230; להודיע להאי דמאן דבעי למדע בתחלה ובסוף בלי העלם בנתים איך &#8230;<br />
</span>
</p>
</blockquote>
<blockquote><p>… Zu wissen, für jeden, der es wissen will, ohne jeden Zwischengedanken, dass ich Endesunterfertigter Rafael ben Meir, s(eligen) A(ndenkens), meine Tochter Chaja dem Jüngling …
</p></blockquote>
<p>Es handelt sich beim hebräischen Text um wörtliche Zitate aus den talmudischen Traktaten Horajot und Schavuot (also aramäische Texte), womit der Urkundentext über weite Strecken nur verständlich ist, wenn man die rabbinischen Zitate auch aus dem Stegreif abrufen kann! </p>
<p>Schon 1994 schrieben wir also den ersten Hebräischkurs aus. Die Formulierungen in der Einladung (&#8220;Schnupperkurs&#8221;, &#8220;mindestens 5 TeilnehmerInnen&#8221; etc.) spiegeln unsere damalige Unsicherheit wider, weil wir nicht abschätzen konnten, ob sich in Eisenstadt genügend Interessenten finden würden.</p>
<p>Die Überraschung war groß. Obwohl um Voranmeldung gebeten wurde, erschienen am ersten der insgesamt 10 Abende 50 TeilnehmerInnen, die den Kurs dann auch tatsächlich bis zum Schluss durchhielten. Alle Altersgruppen und alle Berufe waren vertreten, wir teilten die Interessierten spontan auf zwei Gruppen auf und noch heute haben wir mit fast allen Teilnehmern/Teilnehmerinnen von damals guten Kontakt. Es ist einfach schön, wenn wir einander treffen und noch immer häufig die Rede auf den Kurs von damals kommt.<br />
Da es im Kurs darum ging, die hebräische Sprache und Schrift einmal ganz grundsätzlich kennenzulernen, wurde in der Kurspraxis auch keine Rücksicht auf die verschiedenen Sprachstufen genommen (wie Ivrit, Bibelhebräisch <abbr>etc.</abbr>), die Schriftlehre dominierte, einfach Beispiele aus der hebräischen Bibel, Grabinschriften, leichte moderne hebräische Lektüre und einige jiddische Texte sollten die Vielfalt, aber auch die Kontinuität des Hebräischen zeigen.</p>
<p>Obwohl der Kurs als ausschließlicher &#8220;Anfängerkurs&#8221; konzipiert war, fanden doch noch mit einigen Interessierten Fortgeschrittenenkurse im Museum statt. 2002 übersiedelte ich dann mit den Kursen nach Salzburg, die nun österreichweit ausgeschrieben wurden. Die 10-jährige Lehrerfahrung an der Universität, aber viel mehr die langjährige Erfahrung mit den Kursen in Eisenstadt und Salzburg führten zur Publikation des Buches <a href="http://www.ojm.at/publikationen/hebraeisch/" title="Interner Link zm Hebräischbuch auf unserer statischen Website">&#8220;Hebräisch. Eine kurzweilige Reise durch das Alef-Bet&#8221;</a>. Das Buch war binnen kürzester Zeit ausverkauft, ich hoffe, dass sich eine (überarbeitete) Neuauflage bald realisieren lässt.</p>
<p>Eine kleine Gruppe von Damen aus Österreich und Deutschland, die den Kurs in Salzburg absolviert hatten, wollten gleich weiterlernen und übersiedelten für fortführende Kurse nach Eisenstadt. Mittlerweile sind auch Herren zu uns gestoßen, bis auf eine Ausnahme kommen alle von den Anfängerkursen in Salzburg. Wir trafen einander heuer bereits das fünfte Jahr im Museum, es waren für beide Seiten sehr anstrengende, aber vor allem auch wieder sehr schöne Tage.</p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen"><a id="rm" name="rm"></a></p>
<li><a rel="lightbox[300809]" title="Bei 34 Grad Außentemperatur rauchen im kühlsten Bibliotheksraum die Köpfe ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr01.jpg" width="150" height="150" alt="KursteilnehmerInnen während des Kurses im Bibliotheksraum des Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[300809]" title="Das Erlernte üben - am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr02.jpg" width="150" height="150" alt="Die KursteilnehmerInnen am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[300809]" title="Der bedeutendste Grabstein am älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt; Rabbi Meir Eisenstadt, 1744" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebr03.jpg" width="150" height="150" alt="Der Grabstein des ersten Rabbiners von Eisenstadt, Rabbi Meir" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Ich finde es wirklich schön, dass Menschen Zeit finden, trotz zum Teil stressigen Berufslebens, jährlich einige Tage ins jüdische Museum nach Eisenstadt zu fahren und hier mit größter Begeisterung ihr Hebräisch pflegen und vertiefen, obwohl das beruflich niemand von ihnen braucht. Ich bewundere wirklich jede Teilnehmerin/jeden Teilnehmer.</p>
<p>Ich finde es sehr spannend und als echte Herausforderung, die so verschiedenen Interessensschwerpunkte in der kleinen Gruppe (Modernes Hebräisch für Israelaufenthalte, Bibelhebräisch, sprachwissenschaftlicher Fokus <abbr>usw.</abbr>) so unter einen Hut zu bringen, dass alle daran Freude haben.<br />
Jedenfalls wurden die Zimmer in Eisenstadt für den Kurs 2010 schon reserviert.</p>
<p>Und nicht zuletzt bin ich dankbar, dass ich im Museum die Möglichkeit habe, weit abseits des musealen Mainstreams eine Veranstaltung dieser mikroskopisch kleinen Größenordnung (4-5 TeilnehmerInnen) durchzuführen. </p>
<blockquote><p>Sprache ist ein sehr zentraler Teil von Kultur. Daher darf es als durchaus bedeutsam gewertet werden, wenn der hebräischen Sprache in Österreich ein durchaus vielschichtiges und qualifiziertes Interesse entgegengebracht wird – ein Interesse, das sich nicht auf den Kreis jüdischer Sprecherinnen und Sprecher beschränkt. Daher ist die breitere Vermittlung von Sprachkenntnissen, wie sie von diversen Volksbildungsinstitutionen betrieben wird, als integrativer Beitrag zu einer differenzierten und gleichzeitig toleranten Gesellschaft zu begrüßen.</p></blockquote>
<p><cite><a href="http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-Ladstaetter.htm" title="Externer Link zu 'david.juden.at'">Markus Ladstätter</a></cite></p>
<p>Selbstverständlich ist aber auch wieder ein Anfängerkurs hier im jüdischen Museum in Eisenstadt geplant. Wir sind optimistisch, dass sich genügend Interessenten finden. Zu unserem Programmpunkt &#8220;Hebräisch in 60 Minuten&#8221; in der <a href="http://www.ojm.at/aktuell/lange-nacht-2008/" title="Interner Link zum Eintrag 'Lange Nacht der Museen 2008' auf unserer statischen Website">Langen Nacht der Museen</a> im vergangenen Jahr kamen immerhin mehr als 70 Interessierte.</p>
<p>Wenn Sie auch Interesse haben, kontaktieren Sie uns bitte.  Denn vielleicht stimmt es ja, dass Hebräisch die Sprache der Engel im Himmel ist und es sich dann lohnt, sie bereits auf Erden zu erlernen ;-)</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir Ihnen das Anhören des Psalms 23, wie ihn niemand Geringerer als <a href="http://www.ben-chorin.de/" title="Externer Link zu 'ben-chorin.de'">Schalom Ben-Chorin</a> (-> &#8220;Zum Inhalt&#8221; -> &#8220;Psalm 23 in Hebräisch&#8221;) hebräisch liest. Der Psalm hat uns durch den gesamten Kurs begleitet.</em></p>
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