Thema: In eigener Sache

Lange Nacht der Museen 2015

Das Österreichische Jüdische Museum nimmt heuer wieder an der „Langen Nacht der Museen“ teil. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in dieser besonderen Nacht auch unser Museum besuchen!

Wann: Samstag, 3. Oktober 2015, 18.00 bis 01.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum

Grabstein Hindel Spitzer, 1864

Grabstein Hindel Spitzer, 07. Juli 1864


Unser Programm im Detail

18.00 – 19.30 Uhr: Einmal andersrum! (Kinderprogramm)
In Anlehnung an unsere Schwerpunktausstellung versuchen wir mit der schwächeren Hand zu malen. Selbstverständlich erhält jede Künstlerin / jeder Künstler ein Geschenk!

19.00 Uhr: Führung Schwerpunktausstellung „Schloss Hartheim … und dann kamen die grauen Busse …“.

20.00 – 22 Uhr: Gratis Koscher-Wein-Verkostung

20.15 Uhr: In d’Schul! (Synagogenführung)

21.00 Uhr: Prominente Grabsteine: Von Frommen und Geschmähten … (Ein nächtlicher Besuch am jüdischen Friedhof)

22.00 Uhr: In d’Schul! (Synagogenführung)

22.45 Uhr: Prominente Grabsteine: Von Frommen und Geschmähten … (Ein nächtlicher Besuch am jüdischen Friedhof)

23.15 Uhr: In d’Schul! (Synagogenführung)

00 Uhr: Prominente Grabsteine: Von Frommen und Geschmähten … (Ein nächtlicher Besuch am jüdischen Friedhof)

Eintritt bzw. Teilnahme mit dem „Lange Nacht“-Ticket:

  • regulär EUR 13
  • ermäßigt EUR 11
  • frei für Kinder bis 12 Jahre

Das Ticket berechtigt zum Besuch aller an der „Langen Nacht“ teilnehmenden Museen in ganz Österreich.

Tickets erhalten Sie

  • im Österreichischen Jüdischen Museum (Vorverkauf & Abendkasse)
  • in allen weiteren teilnehmenden Museen

Bitte beachten Sie, dass unser Museum Samstag, 3. Oktober, und Sonntag, 4. Oktober, tagsüber geschlossen und an diesem Wochenende „nur“ in der Langen Nacht der Museen geöffnet ist!

Weitere Informationen zur „Langen Nacht“ erhalten Sie auf langenacht.orf.at.

Credit: Leopold Museum; ORF-Design / Matthias Kobold

Credit: Leopold Museum; ORF-Design / Matthias Kobold

In eigener Sache, Kunst und Kultur, Veranstaltungen

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Schloss Hartheim … und dann kamen die grauen Busse…

Schwerpunktausstellung 2015

Die Ausstellung besteht aus 4 Teilen:

  1. Schloss Hartheim
  2. NS-Euthanasie im Burgenland
  3. Kunstwerke von Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  4. Film: Das Mordschloss

Schloss Hartheim, Copyright: Dokumentationsstelle Hartheim des OÖLA

Schloss Hartheim, Copyright: Dokumentationsstelle Hartheim des OÖLA

NS-Euthanasie im Burgenland

In eine der Direktion nicht genannte Anstalt übersetzt

Im Zuge der Arbeiten an der Datenbank der Opfer des Nationalsozialismus im Burgenland stellte sich heraus, dass es auch viele Opfer der NS-Euthanasie gab. Daraus entstand die Idee, diesen Opfern ein Gedenken im Rahmen einer Ausstellung zu widmen. Das Projektteam, Dr. Herbert Brettl und Mag. Michael Hess, sind bei ihrer jahrelangen Vorarbeit in österreichischen und deutschen Archiven auf über 350 dokumentierte burgenländische Opfer der NS-Euthanasie gestoßen. Daraus entwickelte sich die Idee zu einer Wanderausstellung sowie einem Begleitband.

Die mobile Ausstellung „NS-Euthanasie im Burgenland“ und ihr Begleitband versuchen, die Opfer aus der Anonymität einer abstrakten Zahl herauszuheben. Der Wahnsinn „NS-Euthanasie“ betraf nicht nur anonyme Opfer irgendwo im Deutschen Reich an einem fernen Ort, sondern geschah direkt neben unserer Haustür, in unseren Gemeinden, an Menschen, die unseren Eltern und Großeltern persönlich bekannt waren.

Unter den NS-Euthanasieopfern, die im Schloss Hartheim ermordet wurden, waren etwa 800 Juden, darunter 19 aus dem Burgenland.

Kuratoren: Dr. Herbert Brettl und Mag. Michael Hess.

Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern, die heute in Hartheim wirken

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit KULTUR FORMEN HARTHEIM. Wir zeigen 78 Kunstwerke von Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Kuratorinnen:
Mag.a art. Kristiane Petersmann und Mag.a art. Duygu Uzun.

Scan Buchcover F. Scharinger

Scan Buchcover Franz Scharinger, Florina und andere Models

Das Mordschloss – Der Film

Schloss Hartheim im Schatten der Vergangenheit. Das Schloss, lange Zeit ein Pflegeheim, wird zu einer Mordanstalt des Dritten Reichs für sogenanntes „unwertes Leben“. Der Journalist Tom Matzek sammelte drei Jahre lang Daten und Fakten zu den ungeheuerlichen Vorgängen auf Schloss Hartheim. Der Tötungswahn der Euthanasiefanatiker in Hartheim ging so weit, dass mit Mauthausen ein Konkurrenzkampf in Sachen Massenmord geführt wurde. Matzek rekonstruiert das Grauen im Mordschloss anhand persönlicher Schicksale von Opfern, Tätern, Augenzeugen und Widerstandskämpfern…

Bus Hartheim, Copyright: Dokumentationsstelle Hartheim des OÖLA

Bus Hartheim, Copyright: Dokumentationsstelle Hartheim des OÖLA

Gesamtkonzept: Österreichisches Jüdisches Museum
Kuratorin/Kurator:
Christa Krajnc und Franz Ramesmayer.

Wir danken:

  • Amt der Burgenländischen Landesregierung
  • Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
  • Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
  • Kulturformen Hartheim
  • Tom Matzek und ORF

Die Schwerpunktausstellung ist ab sofort besuchbar, die Eröffnung der Ausstellung wird am 21. Juni 2015 stattfinden. Wir laden dazu gesondert ein.

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Ausgerechnet Bananen verlangt sie!

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur literarisch-musikalischen Collage:

Ausgerechnet Bananen verlangt sie!

Wann: Sonntag, 19. April 2015, 11.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum,
7000 Eisenstadt, Unterbergstraße 6

Roman Grinberg, Julia Resinger und Helmut Korherr

Rezitation: Julia Resinger, Helmut Korherr und Roman Grinberg (Klavier und Gesang)

Den Text zum Lied „Ausgerechnet Bananen“ verfasste Fritz Löhner-Beda, der übrigens auch Gründungsmitglied und 1. Präsident des Wiener Sportclubs Hakoah war.
Um diesen Sportclub dreht es sich am Anfang der Darbietung, um seine siegreichen Athleten und um die Machtübernahme der Nazis, die der Erfolgsgeschichte ein jähes und graumsames Ende setzte.

Der zweite Abschnitt führt ins Exil nach Los Angeles, wo 1943 Helene Thimig ihrer Freundin Fritzi Massary das tragische Sterben von Max Reinhardt schildert.

Schließlich wird berichtet, wie Viktor Frankl 1941 seine erste Frau Tilly kennen lernt, ihr gemeinsames Leben im KZ Theresienstadt sowie ihre tragische Trennung und ihre Deportation nach Auschwitz…

Dauer: ca. 90 Minuten

Der Eintritt ist frei.

Wir stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung:

  • telefonisch: +43 (0)2682 65145
  • per E-Mail: info@ojm.at

Logo Kultur Burgenland

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Friedhofsprojekt Mattersburg – Fortsetzung

Nach längerer Zeit haben wir wieder begonnen, unser Projekt „Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Mattersburg“ fortzusetzen.

Gleich zu Beginn stießen wir auf einen Grabstein, der unseren Puls höher schlagen ließ. Denn der Stammbaum von Rabbiner Akiba Güns-Schlesinger führt uns ganz tief in die jahrhundertealten jüdischen Gelehrtentraditionen …

Ausschnitt des Grabsteins von Rabbi Akiba Schlesinger


Zur Übersichtsseite des Projekts…

Burgenland, In eigener Sache

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Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Zum fünfzehnten Mal wird heuer europaweit der Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen. An diesem Tag sollen Geschichte, Traditionen und Bräuche des europäischen Judentums in Vergangenheit und Gegenwart einem breiten Publikum vermittelt werden. In fast 30 europäischen Ländern bieten Museen, Vereine und Initiativen Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Führungen zu Stätten jüdischer Kultur an.

Auf Initiative der Burgenländischen Forschungsgesellschaft wird dieser Tag 2014 erstmals auch im Burgenland begangen, gemeinsam mit den Burgenländischen Volkshochschulen, unserem Museum und dem Landesmuseum Burgenland sowie in Kooperation mit lokalen Gedenkinitiativen. Koordiniert und unterstützt werden die Aktivitäten von der European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage AEPJ.

Programm

Leerstellen I: Rundgang durch das jüdische Viertel in Eisenstadt

mit dem Zeitzeugen Ernst Simon (London) und Johannes Reiss (Österr. Jüd. Museum Eisenstadt)

Wann: Sonntag, 14. September 2014, 09.00 bis 09.45 Uhr
Wo: Treffpunkt: Jerusalemplatz, 7000 Eisenstadt

Matinee

Eröffnung des ersten Europäischen Tages der jüdischen Kultur im Burgenland durch LH Hans Niessl und Francois Moyse, Präsident der European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage.

Anschließend: Zeitzeugen erzählen von ihrer Kindheit im Burgenland, der Vertreibung durch die Nationalsozialisten und dem Leben in der Emigration. Mit Ernst Simon (Eisenstadt – London) und Gerda Frey (Mattersburg – Wien).

Wann: Sonntag, 14. September 2014, 10.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum

Logo 'Europäischer Tag der jüdischen Kultur'

Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit, an geführten Rundgängen in Mattersburg, Frauenkirchen, Rechnitz und Kittsee teilzunehmen:

Mattersburg, 15.00 Uhr | Leerstellen II: Rundgang durch das ehemalige jüdische Mattersburg mit Gertraud Tometich (Verein „wir erinnern“)

Frauenkirchen, 15.00 Uhr | Leerstellen III: Rundgang durch das ehemalige jüdische Frauenkirchen mit Herbert Brettl (Initiative Erinnern Frauenkirchen)

Rechnitz, 15.00 Uhr | Leerstellen IV: Rundgang durch das ehemalige jüdische Rechnitz mit Eva Schwarzmayer (Verein REFUGIUS)

Kittsee, 14.30 Uhr | Leerstellen V: Rundgang durch das ehemalige jüdische Kittsee mit Irmgard Jurkovich (Treffpunkt: Gasthaus Leban, U. Hauptstraße 41, 2421 Kittsee)

Mehr Informationen und Details der Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Broschüre: edjc-2014.pdf, Download, 2.16MB

Wir ersuchen Sie um Anmeldung. Benutzen Sie dafür bitte das Formular auf der Website der Burgenländischen Forschungsgesellschaft.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung:

  • per E-Mail: info@ojm.at oder
  • telefonisch: +43(0)2682 651 45
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