Thema: Kunst und Kultur

Kopf der Woche – Bernard Herrmann

Rezept für die perfekte Mord-Szene: Man nehme

  • eine hübsche Blondine,
  • eine Dusche,
  • ein Messer
  • und …
    … Geigen!

Unter der Dusche mit Janet Leigh – und einem ungebetenen Gast … Duschszene aus Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960)

Billy Wilder 1986, Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=FCps-tOVzTE

Bild-©: YouTube

Der musikalische Schöpfer dieses klassischsten aller filmischen Schock-Momente ist Komponist Bernard Herrmann – der an dieser Stelle maximales Grauen mit minimalem musikalischem Mitteleinsatz erzielt:

Violins did it! People laugh when they learn it’s just violins … It’s just the strings doing something every violinist does all day long when he tunes up.

Bernard Herrmann, zit. nach Steven C. Smith: A Heart at Fire’s Center. The Life and Music of Bernard Herrmann. Berkeley u.a. 1991. S. 239.

Ironie am Rande: Hitchcock, so ist überliefert, wollte zunächst auf jegliche musikalische Unterlegung der Duschszene explizit verzichten –

please write nothing for the murder in the shower,

so wurde Herrmann instruiert,

[t]hat must be without music –,

ließ sich schließlich aber doch von Herrmanns Vorschlag überzeugen …
vgl. und zitiert nach Smith a.a.O. 237

Besagter Bernard Herrmann, Jahrgang 1911 und einer Familie russisch-jüdischer Einwanderer entstammend, war Hitchcocks Komponist ab „The Trouble with Harry“/“Immer Ärger mit Harry„, hatte sich freilich auch zuvor schon als (Film-)Komponist (u.a. für Orson Welles‘ „Citizen Kane„) und Dirigent einen Namen gemacht. Im Zuge seiner Kooperation mit Hitchcock zeichnete Herrmann verantwortlich für die Filmmusik von Klassikern wie „Vertigo“, „North by Northwest“/“Der unsichtbare Dritte“ und „The Man Who Knew Too Much“/“Der Mann, der zuviel wusste.“ In Letzterem hat Hitchcock „seinem“ Komponisten ein besonderes filmisches Denkmal gesetzt: Als nämlich Jimmy Stewart und Doris Day in die Royal Albert Hall stürmen, um das Attentat auf einen hochrangigen Politiker zu verhindern, dirigiert ebendort … Bernard Herrmann.

Die legendäre „Albert Hall“-Szene aus „Der Mann, der zuviel wusste“ (1956) – mit Bernard Herrmann am Dirigentenpult

Das Ende des Tandems „Hitch“-Herrmann kam 1966, als Herrmanns Komposition zu Hitchcocks „Torn Curtain“/“Der zerrissene Vorhang“ verworfen wurde – François Truffaut erläutert (in seinem brillanten Interviewband „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“) die Hintergründe:

Das Studio … mochte Herrmanns Partitur für Torn Curtain nicht, und obwohl sie schon aufgenommen war, brachte ‚man‘ Hitchcock dazu, sie nicht zu verwenden. Um 1966 waren in Hollywood … Partituren Mode, die sich als Platte verkaufen ließen, zu denen man in den Diskotheken sich die Glieder verrenken konnte, und das Spiel hatte Herrmann, Adept Richard Wagners und Igor Strawinskys, von vornherein verloren.

François Truffaut: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? 4. Aufl. München 2007. S. 318f.

Gleichwohl blieb Herrmann – der den einzigen Oscar seiner Karriere verblüffenderweise nicht für eine Hitchcock-Komposition gewann, sondern für die Musik zum wenig bekannten Film „The Devil and Daniel Webster“ (1941) – dem Filmgeschäft auch nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Hitchcock verbunden – und komponierte etwa zuletzt, unmittelbar vor seinem Tod 1975, die Musik zu Martin Scorseses „Taxi Driver“.

Bernard Herrmanns Geburtstag jährt sich am heutigen Mittwoch zum 100. Mal.

Kopf der Woche, Kunst und Kultur

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Unbekannte ‚Ikone‘

Eine Notiz zu Lea Goldberg

Frage:
Was ist das sicherste Zeichen dafür, dass ein Schriftsteller es (posthum) zu Ruhm und Ehre gebracht hat?

Antwort:
Sein/Ihr Porträt ziert a.) Briefmarken und/oder b.) Geldscheine

Für die israelische Schriftstellerin Lea Goldberg (1911-1970), die im Mai ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, gilt genau dies. Nicht nur findet sich ihr Porträt auf einer israelischen Briefmarke …

Briefmarke Lea Goldberg

Quelle

… – Goldberg soll ebenso auf dem neuen 100-Schekel-Schein verewigt werden (dabei rangiert sie wert-mäßig übrigens zwischen Nathan Alterman, der für den 200-Schekel-Schein vorgesehen ist, und Tchernichovsky auf dem neuen 50er …;) ).

Und tatsächlich: Goldberg, geboren in Königsberg und 1935 (nach ihrem Studium u.a. in Berlin und Bonn) nach Palästina/Israel emigriert,

ist eine neuhebräische Ikone…In Zeiten der Entwicklung und Verbreitung des Iwrit als Sprache der alltäglichen Kommunikation im vorstaatlichen Jischuw wie auch in den ersten Jahrzehnten des Staates Israel hatte Lea Goldberg mit ihrem Werk großen Anteil an der Erneuerung des Hebräischen als Sprache der Literatur. Dies macht sie zu einer Literatin des Übergangs und des Übertritts – von Europa und seinen Zungen weg nach Palästina bzw. Israel hinein.

Dan Diner, im Vorwort zu: Yfaat Weiss: Lea Goldberg. Lehrjahre in Deutschland 1930-1933. [toldot. Bd. 9.] Göttingen 2010. S. 7.

Umso erstaunlicher, dass Lea Goldberg dem deutschsprachigen Publikum bis heute beinahe unbekannt ist (vgl. hierzu auch Weiss a.a.O. S. 9ff.); in deutscher Sprache sind (unseres Wissens) einzig Goldbergs „Briefe von einer imaginären Reise“ (Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag. Frankfurt a.M. 2003) greifbar – ein Briefroman, im Original 1936/37 (in hebräischer Sprache) veröffentlicht, in dem Goldbergs Protagonistin Ruth sich auf eine fiktive Europa-Reise macht und in (eben: „imaginierten“) Briefen an ihren Geliebten Immanuel melancholische Selbst-, Reise- und Städtebilder zeichnet:

Im Nebenabteil saßen drei Männer. Ich trat hinaus in den Gang. Sie sprachen über Frauen –
… Es ist eigenartig, ich habe es einige Male bemerkt – Ihr, die Männer, wenn Ihr unter Euch seid, könnt dieses seltsame Bedürfnis nicht bezwingen, über Frauen zu sprechen – wie Antisemiten über Juden.
Doch das nur nebenbei. Viel wichtiger waren diese Schienen unter mir, die ich in der Nacht nicht sehen konnte. Es war nur merkwürdig klar: Wenn man das Herz eines Menschen aus seiner Brust schneidet, es an der Lokomotive festbindet und über die Schienen davonführt, wird dieses Herz, das inniglich an sein „Dort“ gebunden ist, sich doch überhaupt nicht von der Stelle bewegen. Wenn dem so ist, weshalb fährt dann der „ganze Mensch“, aus Fleisch und Blut, mit seinem törichten, ironischen Verstand und seinem schweren Herzen, das an das „Dort“ gebunden ist, an dem Du bist, überhaupt fort?

Lea Goldberg: Briefe von einer imaginären Reise. Aus dem Hebr. von L. Böhmer. Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag. Frankfurt a.M. 2003. S. 38.

Doch war Goldberg auch Lyrikerin, Übersetzerin – und: Verfasserin von zahlreichen klassischen israelischen Kinderbüchern.
Wer letztere für sich entdecken möchte, hat ab Herbst endlich die Gelegenheit: Lea Goldbergs Kinderbuch „Zimmer frei im Haus der Tiere“ erscheint im Oktober 2011 in einer illustrierten deutschen Fassung (in der Übersetzung von Mirjam Pressler).

Wir danken Stamm-Leser und -Kommentator Meir Deutsch herzlich für den Hinweis auf Lea Goldbergs 100. Geburtstag!

Kunst und Kultur

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Bild der Woche – Die berühmte Kette

Die Kette, die zur Absperrung des Eisenstädter Judenviertels am Schabbat und an jüdischen Feiertagen diente, ist wohl mittlerweile allseits bekannt. Sie diente zur Kreierung eines sogenannten „Eruv“ zum Tragen, d. h. dazu, die Judengasse am Schabbat zu einem Gebiet zu machen, in dem ein Jude Gegenstände mit sich tragen darf. Diesen „Eruv“ beschreibt Esther Calvary in ihren Memoiren. Esther war eine in Eisenstadt geborene Tochter des damals (bis 1869) dort tätigen Rabbiners Esriel Hildesheimer, der später in Berlin die orthodoxe Separatgemeinde „Adass Jisroel“ und das orthodoxe Rabbinerseminar gründete (siehe auch unseren Artikel „Berühmtheiten in und aus Eisenstadt„).

Die Schabbat-Kette, ca. 1920

Die Schabbat-Kette am unteren Ende der Judengasse, ca. 1920
Links im Bild das Wertheimerhaus, damals die Weinhandlung „Leopold Wolf’s Söhne“, heute unser jüdisches Museum

Am Freitagabend wurden die Ketten und Eisengitter zugemacht, so daß für die Zeit von Anfang bis Ende von Schabbat kein Wagen durch die Gasse fahren konnte. Die eine Kette lag gerade gegenüber von der „Traube“, die andere vor der Einfahrt in die Stadt. Es waren dadurch zwei Gassen für Wagen gesperrt, denn die sogenannte Obere Gasse hatte an ihrem Ende eine Mauer, und da war auch der Eingang zum Beth Hakworaus [Friedhof], das natürlich auch von Mauern eingefaßt war.

Am Ende der Kette der unteren Gasse wohnten auch noch Leute. Da waren die großen Kellereien und Wohnhäuser von der bedeutenden Weinfirma Leopold Wolf’s Söhne. Wolf hatte von dem Fürsten Esterhazy einen großen Meierhof gekauft, worin früher die Milchwirtschaften gewesen. Dort haben die Wolfs Böttchereien und Kellereien erbaut. Sie zogen dann aber auch eine Mauer, die sich bis an das Beth Hakworaus hinzog, so daß man auch hier am Schabbat tragen durfte. In der Weinlese kamen die Bauern aus Rust und den kroatischen Dörfern mit ihren Maisch-Bottichen angefahren; sie kamen manchmal am Freitagabend, wenn man eben nach Schul [in die Synagoge] ging, und durften nicht mehr abladen, so daß Wagen an Wagen meilenweit auf der Landstraße stehen musste, bis nach Nacht [am Schabbat-Ausgang] die Ketten gelöst wurden und sie abladen durften.

Der Zaun am oberen Ende der Gasse, ca. 1920

Der Zaun am oberen Ende der Gasse, ca. 1920
Dass an dieser Stelle statt des Zauns einmal eine Kette war, können wir leider durch kein Bild belegen. Links im Bild das koschere Restaurant Hess, ehemals das Gasthaus „Traube“

Am Wochenfest braucht man zwar keinen „Eruv“, die Kette wurde jedoch vorgelegt, um die Durchfahrt zu verhindern und somit eine feierliche Atmosphäre zu schaffen. In diesem Zusammenhang erinnert sich Esther Calvary an die folgende Begebenheit:

Einmal am zweiten Tag Schwuauss [Schawuot, Wochenfest], als die Ketten vorlagen, kam plötzlich ein Junge von 15 bis 16 Jahren aus einem benachbarten Dorfe, wo seine Eltern als einzige Juden lebten, angefahren und bekam, als er die geschlossene Gasse sah, einen großen Schreck [denn er hatte den Festtag entweiht]. Der Vater [Hildesheimer] wurde gerufen und er gebot dem Knaben, der schrecklich heulte, ausspannen zu lassen und den Tag bis zum Abend im Gasthaus „Traube“ zu bleiben. Weinend erzählte er [der Junge] auch, daß seine Mutter zu waschen begonnen habe. Vater schickte gleich einen Boten an die Eltern, sie sollten den Laden schließen und aufhören zu waschen, es sei noch Jom Tow [Feiertag], sie hätten bloß falsch geaumert [falsch Omer gezählt].

Der Rest der Kette heute (vor dem jüdischen Museum)

Leider findet man auch heute noch, selbst in der (halb)wissenschaftlichen Literatur, immer wieder die vollkommen falsche Darstellung, dass die Kette heute ein Symbol dafür sei, dass die „Mauern hinter dieser Kette den Juden jahrhundertelang zum Gefängnis geworden sind“! Dabei hatte die Schabbat-Kette nicht nur die obgenannte innerjüdische Bedeutung, sondern war auch ein Zeichen der politischen Autonomie, eine Autonomie, die sich die jüdische Gemeinde Eisenstadt als einzige jüdische Gemeinde bis 1938 erhalten konnte!

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Tipp der Woche – „Refractions of Bob Dylan“

Was eigentlich noch sagen über diesen Mann – Bob Dylan, vormals Robert Allen (Shabtai Zisel ben Avraham) Zimmerman, Singer-Songwriter-König, Oscar-Gewinner, Folk-Vollender und Folk-Verräter, Pilger zwischen Judentum und Christentum, Pulitzer- und Fast-Nobelpreisträger …?

Vielleicht am ehesten:

Nichts.

Schweigen.

Hören … :)

The Times They Are a-Changin‘ – Bob Dylan, White House 2010

Weil nun aber über Dylan, diesen chronischen „shape-changer“ (Liam Clancy), zugleich doch niemals genug gesagt sein kann, hat Eugen Banauch (Institut für Anglistik & Amerikanistik) Dylans nahenden 70. Geburtstag zum Anlass genommen, ein hochkarätiges Dylan-Symposium auf die Beine zu stellen:

„Refractions of Bob Dylan – Cultural Appropriations of an American Icon“
Wien, 19. bis 21. Mai 2011

Angekündigt haben sich Granden der Dylan-Forschung wie Clinton Heylin, Michael Gray und Stephen Scobie, außerdem österreichische Prominenz von Martin Blumenau bis Doris Knecht und (im musikalischen Rahmenprogramm) Mika Vember.

Und schließlich werden auch wir bei dieser Gelegenheit unserer Dylan-Leidenschaft frönen – ich darf in einem kleinen Vortrag untersuchen, was denn eigentlich dran ist, am quasi-religiösen „Propheten“-Etikett, das Dylan so gerne angeheftet wird.

Alle weiteren Infos zu Programm, Anmeldung etc. unter:

dylanvienna.at

In eigener Sache, Kunst und Kultur, Tipp der Woche, Veranstaltungen

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Kopf der Woche – Erich Fried

Mit einer handfesten (wiewohl entzückenden) Tautologie hat Erich Fried sich seinen Platz im deutschen Lyrik-Pantheon erobert – „Es ist was es ist…

Der Autor liest „Es is was es ist …“

Vertrackter ist da schon das Selbstverständnis des Dichters: ein Jude, aber kein religiöser; ein Österreicher, auch noch nach Jahrzehnten des Exils, aber ein „deutscher Schriftsteller“ –

Ich habe immer nur deutsch geschrieben. Deutsch, nicht österreichisch. Ich glaube nicht, dass es eine wesentlich österreichische Literatur im Gegensatz zur deutschen Literatur geben kann …

Ein Versuch, Farbe zu bekennen. In: E. Fried: Anfragen und Nachreden. Politische Texte. Hg. v. V. Kaukoreit. Berlin 1994. S. 25.

Erich Fried (aus: 'Altes Land, neues Land ... Texte zum Erich Fried Symposium 1999, Wien 1999)

Geboren 1921 in Wien begann Frieds literarische Karriere im englischen Exil (ein erster Lyrik-Band erschien 1944); an deren Ende (mit dem Tod des Dichters 1988) steht Fried der Büchnerpreisträger, Ehrendoktor und vielzitierte Klassiker moderner Liebeslyrik.

Abseits derselben zeigen Gedichte und Prosatexte Fried freilich auch als politischen Intellektuellen, der kontroversielle Gegenwartskritik nicht scheute: an der alten Heimat Österreich –

Welcher österreichische Schriftsteller hat schon in Österreich so viel Einfluss wie in Deutschland etwa Heinrich Böll oder Günter Grass oder sogar ich? Das ist doch bedenklich.

Die Freiheit, zu sehen, wo man bleibt. In: Fried 1994. S. 198 -,

an einem „chauvinistischen“ Zionismus und politischer Unkultur verschiedenster Couleur …

IN DER HAUPTSTADT

‚Wer herrscht hier?‘
fragte ich
Sie sagten:
‚Das Volk natürlich‘

Ich sagte:
‚Natürlich das Volk
aber wer
herrscht wirklich?‘

100 Gedichte ohne Vaterland. Berlin 1978. S. 44

Erich Frieds Geburtstag jährt sich am kommenden Freitag zum 90. Mal.

Und weil’s dann doch (im besten Sinne) unvermeidlich ist – ein Fried’sches Liebesgedicht mit Herzstich-Garantie zum Schluss …

Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte

Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung

Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet

Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben

Nur nicht. In: E. Fried: Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte. Berlin 1996. S. 24

Kopf der Woche, Kunst und Kultur

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