Thema: Veranstaltungen

Schwierige Freundschaft

Ein Gastbeitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”

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Der bewusste jüdisch-muslimische Dialog ist eine recht neue Erscheinung, wenngleich Judentum und Islam seit Erscheinen des Islams im Nahen Osten miteinander leben. Auch am Balkan, speziell in Bosnien-Herzegowina, gab es eine lange Periode der fruchtbaren Koexistenz und des Austauschs.

Das Judentum beschäftigte sich zwar immer wieder mit dem Islam und erkundete, ob der Islam eine monotheistische Religion sei. Zumindest gingen einige Rabbiner missverständlicherweise davon aus, die Ka’aba in Mekka würde angebetet werden. Maimonides (1135-1204) war der Meinung, der Islam sei kein Götzendienst, aber die religiösen Ansichten seien falsch. Dennoch trügen die Anhänger des Islams ihren Teil zur Ausbreitung eines ethischen Monotheismus bei.

Heute sind religiöse Differenzen das kleinere Problem im freundschaftlichen Miteinander. Der schwelende Palästinakonflikt trägt zudem noch seinen Teil dazu bei, dass auch das religiöse Gespräch politisch aufgeladen ist.

Wer in den Dialog geht, sollte sich sowohl der Gemeinsamkeiten als auch der Unterschiede bewusst werden und sie nicht für eine Hürde halten, die tatsächlich überwunden werden muss. Man kann sie nicht überwinden und das ist auch nicht die Aufgabe des Dialogs, nämlich die Unterschiede zu verwischen. Vielleicht sollte man sagen, die Aufgabe des Dialogs ist es, Mauern zu Zäunen zu machen. Niedrige Zäune, über die man hinüberschauen kann, über die hinweg man sich unterhalten kann. Man kann beobachten, was der andere macht, man kann Hilfe hinüberreichen. Partnerschaftlich miteinander umgehen. Indem ich mein Gegenüber beobachte, kann ich vielleicht auch etwas über mich selber lernen.

Wenn wir bei diesem Bild bleiben, können wir sagen, dass sich Nachbarn zuweilen beim Einkaufen treffen und in unserem Falle ähnliche Anforderungen haben.

Aber es gibt Eckpunkte, die man beachten sollte, wenn Juden und Muslime sich treffen wollen:

  • Die Existenz des Staates Israel steht nicht zur Disposition. Auch wenn der palästinensisch-israelische Konflikt nicht zur Debatte steht, müssen die jüdischen Gesprächspartner sich darauf verlassen können, dass sie sich nicht mit auf eine Gruppe einlassen, auf deren politischer Agenda die Zerschlagung Israels steht. Auf der anderen Seite sollte man versichern können, dass man auch an einer friedlichen Lösung des Konfliktes interessiert ist.
  • Judentum und Zionismus sind eine Einheit. Hier wird es vermutlich zu Konflikten kommen, denn oftmals werden Judentum und Zionismus als getrennte Systeme verstanden. Das ist keine Frage, die man in wenigen Sätzen für einen Dialog klären und abhaken kann.
  • Man kann nicht direkt in einen Dialog über die tiefen metaphysischen Fragen einsteigen. Es muss Vorbereitungszeit geben, einander kennenzulernen und eventuelle Vorbehalte und Vorurteile abzubauen. Es kann nicht schaden, sein eigenes Bild von „anderen“ gegebenenfalls zu korrigieren. Empathie dürfte der Schlüssel zum Miteinander sein.
  • Man sollte mit gegenseitigen Besuchen beginnen und nichts erzwingen. Dann sollten gemeinsame Themen folgen. In den deutschsprachigen Ländern könnte dies die Frage nach einer vernünftigen Trennung von Staat und Kirche sein. In Deutschland steht einmal mehr die Frage im Raum, ob in staatlichen Schulen Kruzifixe hängen dürfen.
  • Ein weiteres Geheimnis – vermeiden wir die abgedroschenen Themen:
    • Kinder Abrahams: Das ist ein gutes Motto, oder ein gutes Leitbild, allerdings führt die gemeinsame „Herkunft“ auf einen falschen Pfad. Berufen sich Muslime auf Jischmael, den Sohn Hagars mit Abraham, so entstand der Islam doch erst etwa 2000 Jahre später. Böswillige Beobachter hebeln dieses Argument gerne und schnell aus.
    • Das „Goldene Zeitalter“: Das Zusammenleben in Spanien bis zur Reconquista unter islamischer Herrschaft war zwar „besser“ als in den christlichen Nachbarländern, aber frei waren die jüdischen Bewohner Spaniens keinesfalls. Sie durften keine Waffen tragen, Pferde reiten oder neue Synagogen errichten. Beziehen wir uns nicht auf schön erzählte Märchen.

Wir sehen vielleicht, die größte Aufgabe besteht darin, den Dialog auf den Weg zu bringen, wenn er einmal “rollt” und sich konkretere Kontakte herausgebildet haben, dann ist alles ein wenig einfacher.

Chajm Guski schreibt u.a. in der “Jüdischen Allgemeinen“, ist Herausgeber von talmud.de sowie Organisator der Jüdischen Liberalen Vereinigung Ruhrgebiet und Münsterland EtzAmi – und bloggt auf Chajms Sicht.

Der Beitrag von Chajm Guski ist Teil einer Blog-Mini-Serie, die unsere aktuelle Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” begleiten und ergänzen soll: Jüdische, christliche und muslimischen Autoren wurden gebeten, “eine Handreichung für interreligiöse Begegnungen aus jüdischer/christlicher/muslimischer Perspektive” anzufertigen, die, “quasi als interreligiöser Survival Kit, (…) Orientierung in der interreligiösen Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern” kann.
Bereits erschienen ist der “Islam-Knigge” von Hussein Hamdan, weitere Beiträge folgen in den kommenden Wochen.

Leben und Glaube, Veranstaltungen

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Islam-Knigge

Ein Gastbeitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”

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Etwa 1,4 Milliarden Menschen bekennen sich weltweit zum Islam. Damit ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion. Im Zentrum der islamischen Lehre stehen die “fünf Säulen”:

  1. Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist der Gesandte Gottes
  2. Das Ritualgebet
  3. Das Fasten im Monat Ramadan
  4. Die Almosensteuer
  5. Die Pilgerfahrt nach Mekka

Das heilige Buch des Islam, der Koran, gilt nach islamischer Tradition als das geoffenbarte Wort Gottes.

Im Folgenden seien einige wichtige Informationen für die Begegnung mit Muslimen angeführt:

Allgemeines

  • Allah ist kein Eigenname für den Gott der Muslime sondern nur das arabische Wort für Gott. Für Muslime ist es nicht nachvollziehbar und kann manchmal als kränkend empfunden werden, wenn zwischen Gott und Allah unterschieden wird.
  • Der Koran gilt den Muslimen als heilig. Versuchen Sie daher respektvoll mit dem Koran umzugehen, besonders in der Anwesenheit von Muslimen. Legen Sie ihn (auch Koranübersetzungen) z.B. nicht auf den Boden und stellen Sie ihn am besten an einen etwas hochgelegenen Platz ab.
  • Gelegentlich werden Muslime auch als “Mohammedaner” bezeichnet. Das stößt bei Muslimen meist auf Ablehnung, denn die “Ergebenheit zu Gott” (arab. Islam) ist der Mittelpunkt des islamischen Glaubens.

Beim Besuch einer Moschee

  • Schuhe müssen grundsätzlich ausgezogen werden.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine kurze oder enge Kleidung tragen.
  • Je nach Gemeinde wird darauf bestanden, dass auch nichtmuslimische Frauen ihren Kopf bedecken.
  • Verhalten Sie sich im Allgemeinen ruhig und reden Sie nicht laut, besonders wenn der Gebetsruf (Azan) ertönt oder das Gebet verrichtet wird.

Speisevorschriften

  • Servieren Sie kein Schweinefleisch und keinen Alkohol; auch keine Speisen oder Süßigkeiten, die Alkohol enthalten.
  • Viele Muslime essen nur nach islamischem Ritus geschächtetes Fleisch (Halal).
  • Viele Muslime sehen auch davon ab, Produkte mit tierischen Fetten und Gelatine zu essen, wie z.B. Gummibärchen.
  • Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie nichts falsch machen, dann bieten Sie ihren muslimischen Gästen Fisch oder vegetarische Speisen an.

Der Islam kennt zwei große Feste

  • Opferfest ( im Rahmen der Pilgerfahrtszeit nach Mekka).
  • Fest des Fastenbrechens (nach dem Fastenmonat Ramadan).
    In der Regel freuen sich Muslime, wenn Ihnen von Andersgläubigen zu diesen Anlässen gratuliert wird. Wenn Sie Muslimen ein “frohes und gesegnetes Fest” wünschen, dann können Sie eigentlich nicht viel falsch machen.
  • In islamischen Kulturkreisen nimmt die Gastfreundschaft einen enormen Stellenwert ein. Das macht sich besonders an den Festtagen bemerkbar. Scheuen Sie sich daher nicht, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, sofern Sie eingeladen sind.

Alltag

  • Bei vielen Muslimen ist es nicht üblich, dass sich Frauen und Männer, die einander fremd sind, die Hand geben oder sich umarmen. Achten Sie vor allem bei Kopftuchtragenden Frauen darauf. Empfehlenswert hierbei ist, die Muslima oder den Muslim, den Sie begegnen, den ersten Schritt machen zu lassen.
  • Muslime sind dazu angehalten, fünf Mal am Tag zu beten. Wenn Sie bei Veranstaltungen den Muslimen entgegenkommen möchten, dann stellen Sie Ihnen einen Gebetsraum zur Verfügung und planen Sie die Gebetszeiten ein.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Tipps, die Ihnen die Begegnung mit Muslimen erleichtern sollen. Das Ausleben religiöser Praktiken kann sich natürlich von Muslim zu Muslim unterscheiden. Ich bin hierbei hauptsächlich von meiner persönlichen Erfahrung (Beobachtungen und Fragen, die mir oft gestellt werden) ausgegangen.

Allgemeine Literaturempfehlungen

  • Halm, Heinz: Der Islam. München 2007.
  • Bobzin, Hartmut. Der Koran. Eine Einführung. München 2007.
  • Khoury, Adel Theodor/ Heine, Peter/ Oebbecke, Janbernd: Handbuch Recht und Kultur des Islams in der deutschen Gesellschaft. Gütersloh 2000. (Besonders hilfreich: Teil IV “Aus der Alltagspraxis” u.a. mit Bezug auf Speisevorschriften, Kleiderordnung, Situationen in der Schule und am Arbeitsplatz).

Hussein Hamdan ist Islam- und Religionswissenschaftler – und bloggt auf “Der Islam“.

Der Beitrag von Hussein Hamdan eröffnet eine Blog-Mini-Serie, die unsere aktuelle Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” begleiten und ergänzen soll: Jüdische, christliche und muslimischen Autoren wurden gebeten, “eine Handreichung für interreligiöse Begegnungen aus jüdischer/christlicher/muslimischer Perspektive” anzufertigen, die, “quasi als interreligiöser Survival Kit, (…) Orientierung in der interreligiösen Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern” kann. Weitere Beiträge folgen in den kommenden Wochen.

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Religion vor Ort – Nachlese

Museum “on tour” – das erste Mal für ein Museum wie unseres, das ein wenig abseits der Großstadt liegt, in einem Bundesland, in dem es so gut wie keine Juden mehr gibt, in einer Stadt, die keine muslimische Infrastruktur hat.

Am Donnerstag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” der 2. Teil “Religion vor Ort” statt, die Exkursion nach Wien, zu Orten gelebter Religiosität, in den Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums.

Da wir als jüdisches Museum die religiöse “Blütenlese” naturgemäß von der jüdischen Tradition und von jüdischem Boden ausgehend betrachten wollen, lag es nahe, auch als erste Station in Wien den Stadttempel zu wählen, die Synagoge in der Seitenstettengasse.

Der “Chef” persönlich, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, führte uns durch “seine” Synagoge, wobei er besonders auch auf die zur Bauzeit (1825/26) geltende Vorschrift, nichtkatholische Gotteshäuser verborgen zu bauen, einging. Nach der Führung ließ er genügend Raum für Fragen der über 40 ExkursionsteilnehmerInnen aus Eisenstadt, Niederösterreich und Wien (Umgebung). Wenn das Programm an diesem Nachmittag – ganz bewusst – nicht so dicht gedrängt gewesen wäre, hätten wohl alle noch lange in der Synagoge verweilen wollen, manche der Fragen wären abendfüllend gewesen ;). Am Schluss wies der Oberrabbiner noch auf die in der unmittelbaren Nachbarschaft gelegene Ruprechtskirche hin, der die Synagoge auch “verdankt”, in der sogenannten Reichskristallnacht nicht in Brand gesetzt worden zu sein – um die Kirche nicht zu gefährden …

Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg

Sr. Mag.a Ruth Pucher MSC führt uns in der Ruprechtskirche

In der ältesten Kirche Wiens erwartete uns Sr. Mag.a Ruth Pucher MSC, die nicht nur auf anschauliche Weise (mit farbigen Bauklötzchen!) die Bauchgeschichte der Kirche skizzierte und uns im beeindruckenden Innenraum der kleinen Kirche führte, sondern auch grundsätzliche theologische Themenstellungen der christlichen Religion – aus katholischer Perspektive – ansprach. Sr. Pucher wies ebenfalls auf die nachbarliche Synagoge hin und darauf, dass sich die Kirchengemeinde ihrer Nähe zur Synagoge auf der einen Seite und der Nähe zum ehemaligen Hauptquartier der Gestapo auf der anderen Seite sehr bewusst ist und daran in einer jährlichen Gedenkfeier immer wieder erinnert. Aber auch drei der modernen Glasfenster von St. Ruprecht rufen eindrucksvoll zur Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des Christentums auf.

Mit dem Bus ging es anschließend aus dem Stadtzentrum Wiens hinaus zum Islamischen Zentrum, wo uns Mag. Aiman Morad ebenfalls sehr freundlich empfing. Nach der Führung durch die beeindruckende große Moschee hatten wir die Möglichkeit zum Gespräch mit Herrn Morad in der schönen Bibliothek des Zentrums. Dabei gab er uns eine kurze Einführung in den Islam und beantwortete dann offen und geduldig alle Fragen. Die Themen reichten von der Rolle der biblischen Propheten im Islam, dem muslimischen Verständnis des Eingottglaubens und den fünf Säulen des Islam bis hin zu tagesaktuellen und sehr praktischen Problemen und Fragestellungen. Ein nicht eingeplanter kleiner Höhepunkt für uns alle war sicher der gegen Schluss auf einmal zu hörende und mit einer ausgesprochen schönen Stimme ausgeführte Ruf zum Gebet …

Wir haben in nicht einmal 4 Stunden (exklusive Hin- und Rückfahrt Eisenstadt) unmittelbar hintereinander 3 Gotteshäuser der drei monotheistischen Religionen erlebt, die Eindrücke waren viele und tief.

Ganz herzlichen Dank noch einmal von hier aus an alle Referenten/Referentinnen für die freundliche Aufnahme und danke an alle TeilnehmerInnen, die unser Angebot angenommen und den intensiven Nachmittag so geduldig mitgemacht und mitgestaltet haben.

Vor der Heimfahrt nach Eisenstadt baten wir zwei TeilnehmerInnen noch um ein kurzes Interview (Stegreif):

Wir bitten um Entschuldigung für die anfangs schlechte Tonqualität des Videos. Nach vielen Tagen Dauerregen hatten wir den ganzen Nachmittag Glück mit dem Wetter, just beim Interview setzte dann aber leider doch starker Wind und Regen ein.

Elisabeth Penzias, Wien, und Mag. Bernhard Dobrowsky, Eisenstadt

Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”: Eisenstadt x 3 – Ein interreligiöser Stadtspaziergang, am 29. August:

Ein Rundgang auf den Spuren religiöser Vielfalt in Eisenstadt – mit Besuch des Martinsdoms und der evangelischen Auferstehungskirche sowie einem Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel samt Friedhof und Synagoge.
Was: Stadtrundgang mit Besichtigungen
Wann: Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr
Wo: Eisenstadt
Führung & Eintritte frei, Anmeldung erbeten, aber nicht notwendig
In Bälde hier mehr Informationen!


Mehr Informationen finden Sie auf der Überblicksseite der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott“.

Anmeldungen:

Leben und Glaube, Veranstaltungen

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Religion vor Ort

Eine Exkursion in den Wiener Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums – im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”:

Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und im Islamischen Zentrum

Wann: Donnerstag, 03. Juni 2010
Wo: Wien
Es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Bus-Anreise aus Eisenstadt – Abfahrt vor dem Österreichischen Jüdischen Museum, 12.45 Uhr.
Treffpunkt in Wien ist der Eingang zum Stadttempel (Seitenstettengasse 4, 1010 Wien), 13.50 Uhr.

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3 Religionen, 3 Orte religiöser Praxis: Synagoge, Kirche und Moschee sind Orte gelebter jüdischer, christlicher und muslimischer Religiosität. Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” begibt sich auf die Spur von Eigenheiten und Ähnlichkeiten dieser religiösen Räume und lädt ein zu einer Begegnung mit Religion vor Ort:

Besucht werden der Wiener Stadttempel und seine ungleiche Nachbarin, die (wohl) älteste Kirche Wiens St. Ruprecht sowie die Moschee des Islamischen Zentrums in Wien-Floridsdorf.

Durch den Stadttempel führt Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, durch die Ruprechtskirche Mag.a Ruth Pucher MC (Kunsthistorikerin, Kirchenführerin und Gemeindemitglied von St. Ruprecht), durch die Moschee des Islamischen Zentrums Mag. Aiman Morad.

  • Wiener 'Stadttempel' in der Seitenstettengasse
  • Wiener 'Ruprechtskirche, Wien
  • Moschee des Islamischen Zentrums, Wien


Bitte beachten Sie:
Die maximale TeilnehmerInnen-Zahl (in Rücksicht auf die Sicherheitsbestimmungen im Stadttempel) von maximal 40 Personen ist fast erreicht. Nach jetzigem Stand ist nur mehr 1 Platz frei ist kein Platz mehr frei! (Update, 15h) Wir ersuchen Sie deshalb, sich möglichst schnell anzumelden.
Allerdings “wackeln” einige wenige Plätze, daher gibt es eine Warteliste. Wenn Sie Interesse haben an der Exkursion teilzunehmen, ersuchen wir um Anmeldung und verständigen Sie umgehendst bei Freiwerden eines Platzes (in der Reihenfolge der Anmeldungen).

Eine Anmeldung ist möglich:

Bitte beachten Sie weiters:
Der Unkostenbeitrag für Busfahrt (Eisenstadt – Wien – Eisenstadt) und Eintritte/Führungen beträgt Euro 9, für Eintritte/Führungen (exklusive Busfahrt) Euro 5.

Bitte Ausweis mitnehmen!

Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” finden Sie in unserem Übersichtsartikel.

In eigener Sache, Veranstaltungen

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WER glaubt WAS – Nachlese

Am Sonntag fand bei uns im Museum die Eröffnungs-Matinee “WER glaubt WAS” unserer Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” statt. Obwohl wir bei der Terminwahl jüdische, christliche und islamische Feiertage sowie viele Veranstaltungen in unserer Region bedacht hatten, den Wiener City-Marathon und die damit verbundenen Verkehrshindernisse haben wir übersehen. Trotzdem konnten sowohl die Referenten als auch die BesucherInnen aus Wien rechtzeitig eintreffen und die Matinee fast pünktlich beginnen. Etwa 60 Interessierte waren nach Eisenstadt gekommen, unser Birnbaum-Auditorium war voll besetzt.

Die Referenten schafften tatsächlich das schier Unmögliche, oder – wie es Rabbiner Hofmeister ausdrückte, die Quadratur des Kreises -, nämlich ihre eigene Religion in knapp 20 Minuten vorzustellen, das Selbstverständnis ihrer Religion zu erläutern und auf das Verhältnis zu den jeweils beiden anderen Religionen einzugehen. Das Publikum wiederum nützte die Präsenz der geballten Kompetenz in Person unserer Referenten zu angeregten Diskussionen. Bloß die Schlussrunde geriet ein bisschen zu kurz, aber wir werten es als gutes Zeichen, wenn nach 90 Minuten das Interesse ungebrochen ist ;)

Auch hier nochmals ein herzliches Dankeschön den Referenten und allen BesucherInnen!

Um Sie ein wenig teilhaben zu lassen an unserer Matinee, im Folgenden 3 2 Videos mit Ausschnitten aus den Impulsreferaten. Am Tisch die Referenten und mein Mitarbeiter Christopher Meiller, der die Veranstaltungsreihe kuratiert und die Matinee moderiert hat.
(Bitte um Entschuldigung für die amateurhafte Qualität, es war mein erster Versuch überhaupt mit einer Videokamera.)

Bitte besuchen Sie (hinkünftig) auch unseren neu eingerichteten YouTube-Kanal.

Ausschnitt aus dem Impulsreferat von Dr. Peter Zeillinger, Wien.

Ausschnitt aus dem Impulsreferat von Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan, Wien.

Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”: Exkursion am 03. Juni:

Wir besuchen den “Wiener Stadttempel” (es führt uns Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg), die Ruprechtskirche und das Islamische Zentrum.

Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung eine Anmeldung bis spätestens 26. Mai 2010 nötig ist (maximal 40 Personen). Es sind derzeit noch Plätze frei.


Mehr Informationen finden Sie auf der Überblicksseite der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott“.

Anmeldungen:

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