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Bildbeschriftung - Imagemap: Burgenland - Landkarte mit den ehemaligen jüdischen Gemeinden.
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Die ersten sicheren Spuren von Juden auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes führen in das 13. Jahrhundert. Der Beginn einer kontinuierlichen jüdischen Besiedlung ist jedoch erst ab dem zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts zu verzeichnen.

Am bekanntesten unter den jüdischen Gemeinden des Burgenlandes, das bis 1921 zu Ungarn gehörte, sind die sogenannten ›Sieben Gemeinden‹: Eisenstadt, Mattersburg, Kittsee, Frauenkirchen, Kobersdorf, Lackenbach und Deutschkreutz. Diese standen alle unter dem Schutz der mächtigen Familie Esterházy und werden hebräisch ›Scheva Kehillot‹ (›Sieben-Gemeinden‹) genannt. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden auf dem Gebiet des heutigen Südburgenlands unter dem Schutz der Fürsten bzw. Grafen Batthyány die drei jüdischen Gemeinden Rechnitz, Stadtschlaining und Güssing und die auf heute ungarischem Boden liegenden zwei Gemeinden Körmend und Nagykanizsa.

Die Schutzbriefe, die immer wieder erneuert wurden, regelten auf Vertragsbasis bis ins kleinste Detail die Rechte und Pflichten der Untertanen. Um den Schutz auch tatsächlich genießen zu dürfen, mussten die Juden Schutzgebühren zahlen. Ihre Dankbarkeit gegenüber den Fürsten ist etwa daran erkennbar, dass sie sich selbst stolz ›Hochfürstlich Esterházy Schutzjuden‹ nannten.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts lebten auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes etwa 8.000 Juden. Nach der Revolution von 1848 und dem Ende der Schutzjudenschaft eröffnete sich für manche Gemeinden die Möglichkeit zur völligen politischen Autonomie.

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1938 und danach.

Als der NS-Landeshauptmann Dr. Tobias Portschy am 2. April 1938 forderte, im Burgenland neben der ›Agrarreform‹ und der ›Zigeunerfrage‹ auch die ›Judenfrage‹ mit nationalsozialistischer Konsequenz zu lösen, bedeutete dies das endgültige Aus einer dreihundertjährigen kontinuierlichen jüdischen Geschichte dieses jüngsten Bundeslandes Österreichs.
Die burgenländischen Juden waren 1938 die ersten Juden in Österreich, die von den Ausweisungsbefehlen der Nazis betroffen waren. Schon wenige Tage nach dem Anschluss im März 1938 begann die systematische Ausweisung der Juden aus ihren Gemeinden. Am 1. November 1938 meldete die Presse, dass

»sämtliche Kultusgemeinden des Burgenlandes ... nicht mehr existieren«.

Durch das rasche Vorgehen der Nazis im Burgenland gelang jedoch relativ vielen burgenländischen Juden die rechtzeitige Ausreise.

Nach 1945 kehrten nur mehr sehr wenige jüdische Familien ins Burgenland zurück und heute gibt es, verstreut über das ganze Burgenland, kaum ein Dutzend Juden.

Eine Reise auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlandes ist heute eine Reise zu einigen Gedenktafeln und jüdischen Friedhöfen.

Weiterführende Informationen über die jüdischen Gemeinden des Burgenlandes finden Sie als *.pdf-Dateien auf der Website der Burgenländischen Volkshochschulen.

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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2014