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"Ver(BE)gangen"
Station 10: Kleiderhaus Schiller.

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Schabbat-Kette

Jüdinnen und Juden im Eisenstädter Geschäftsleben

Bis zu ihrer Vertreibung im Jahr 1938 spielten Eisenstädter Jüdinnen und Juden im Geschäftsleben der Stadt eine ebenso bedeutende wie vielfältige Rolle. Noch für das Jahr 1938 sind mehr als 50 Geschäfte jüdischer EisenstädterInnen dokumentiert - eine Auswahl:

(aus: Klampfer 1965. S. 56ff.)

Das Kleiderhaus Schiller

In dieser Tradition jüdischer Geschäftsmänner und -frauen steht heute allein noch bzw. stand bis vor Kurzem das von Oskar Schiller begründete "Kleiderhaus Schiller", Fanny-Elßler-Gasse 4-6.
Der Eisenstädter Oskar Schiller, Jahrgang 1918, floh vor den Nationalsozialisten nach Bratislava, ehe er in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurde. Er war einer der wenigen jüdischen Rückkehrer nach Eisenstadt nach 1945, wo er ein Textilgeschäft - eben das "Kleiderhaus Schiller" - eröffnete. Nach dem Tod Oskar Schillers 2005 übernahm sein Enkel Patrick Frankl (geb. 1978) die Geschäftsführung - und erbte damit quasi auch den traditionellen Titel "Schillerjud":

»Ich kenne noch gut den Satz und höre ihn noch manchmal von Stammkunden: 'Wennst ein Arbeitsgwandl suchst, gehst zum Schillerjud'. Ich finde das aber ganz ok so und identifiziere mich [mit] dem 'Schillerjud'!«

Patrick Frankl, im Gespräch mit Johannes Reiss

Das "Kleiderhaus Schiller" schließt/schloss Ende Juni 2012

Literatur


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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2017