Frau Pessel Tochter Wolf Schik, 10. Schvat 458 (= Mittwoch, 22. Jänner 1698)

Q-29 (Wachstein 25)

  • Grabstein Frau Pessel Tochter Wolf Schik, 10. Schvat 458
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Q


Die Grabinschrift

פ”ט


אשה חשו’
הצנוע’ מר’
פעסיל בת מ’
וואלף שיק
ז”ל נפטרת
יו’ ד’ י’ שבט
תנ”ח ל’ תנצב”ה


Biografische Notizen

Wachstein vermutet in einer Anmerkung zur Verstorbenen als Vater den Moses ben Chanoch Schik und verweist auf sein Buch über den alten jüdischen Friedhof in Wien.
Dort finden wir Moses, verstorben am יום ש”ק ר”ח שבט תכה ל’ = Schabbat, 1. Schvat 425 (17. Jänner 1665).

Aus dem Lob, das ihm in der Inschrift gespendet wird (das Besuchen von Kranken, Begraben der Toten, Fasten und Anhören von religiösen Vorträgen), ist zu entnehmen, dass unter גבאי דגמילת חסדים, Zeile 8, Vorsteher einer Chewra Kadischa zu verstehen ist.

Ebenfalls am jüdischen Friedhof Rossau (Seegasse, Wien) begraben und nur wenige Monate später, am 9. Mai 1665, verstorben ist der Bruder von Moses (und Onkel unserer Pessel), Avigdor ben Chanoch Schik.

Wachstein B., Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil, 1540 (?) – 1670, Wien 1912, 450.

Der Vater von Moses und Avigdor, Henoch ben Jakob Schik, ebenfalls am jüdischen Friedhof Rossau begraben, verstarb 1649 und wies schon zu Wachsteins Zeit eine “nicht gut erhaltene Inschrift” auf.

Das letzte Wort למשה weist offenbar … auf einen nahestehenden Mann, der diese Inschrift dem Andenken des Verstorbenen widmete. In diesem Moses haben wir den gleichnamigen Sohn Henoch Schiks zu sehen …

Wachstein B., Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil, 1540 (?) – 1670, Wien 1912, 281.

Vater: Moses ben Chanoch Schik, gest. 17. Jänner 1665 (etwas fraglich, s.o. Wachstein)


Onkel: Avigdor ben Chanoch Schik, gest. 09. Mai 1665


Großvater: Henoch ben Jakob Schik, gest. 1649


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt