Herrmann (Zvi Hirsch) Machlup / Machalup, 05. Tevet 627 (= Donnerstag, 13. Dezember 1866)

P-32 (Wachstein 1027)

  • Grabstein Zvi Hirsch Machalup, 05. Tevet 627
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor P


Die Grabinschrift

פ”נ

ה”ה היקר מאוד נעלה ירא
שמים מרבים כש”ת כ”ה צבי הרש
מאכלופ י”נ ה’ טבת שנת תרכ”ז לפ”ק
צבי תפארת הי’ לזרעו ולביתו
באמונה יגע ופעל עד יום מותו
יום יום נשא לבו לאביו שבשמים
הלך לבית התפלה בכל יום פעמים
רחק מאוד חברת אנשים חטאים
שמח להחיות (במרחב) לב נדכאים
מאויו כלו פתאים כי בא יומו
בשלום ובמישור נאסף אל עמו

תנצב”ה

Anmerkungen

Zeile 4: Zum Familiennamen “Machlup” siehe v.a. Wachstein B., Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 2. Teil 1696-1783, Quellen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Österreich, hrsg. von der historischen Kommission der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, IV, Wien 1912, 446, Anm. 2, und 510 sowie 1123 (Machelupp, Michelup, Michlup), wo auf die Konskriptionsliste aus dem Jahr 1836 in Eisenstadt hingewiesen wird (“Conscription der hochfürstlich Esterházyschen Schutz-Juden in der Gemeinde Eisenstadt, Herrschaft Eisenstadt, vom Jahre 1836”, in: Markbreiter M., Beiträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Eisenstadt, Wien 1908, Seite 75).

1833 Jänner 21.
Übertragung der Gassenbeleuchtung an Hirschl Machalup.

כהיום דלמטה (Am unten bezeichneten Tage) haben אקרו”ט יצ”ו (die Herren des Vorstandes) die Gassenbeleuchtung an ה’ (Herrn) Zebi Hirsch Machalup zu administrieren übergeben, wobei sich der genannte Herr Hirsch anheischig und verbindlich macht, die Beleuchtung auf das Reinste und hell klar zu halten und die Lampen, welche insgesamt in 8 Stück bestehen, immer von זיין (siebenten) bis י”ז בחדש (17. des Monas) aufzünden und beobachten, dass solche ihre gehörige Lichte angeben sollen, für welche Kösten und Bemühungen אקרו”ט יצ”ו [die Herren des Vorstandes] an ה’ Zebi Hirsch הנ”ל [den oben genannten] einen jährlichen Saleur von 150 fl. W.W. versprechen. Der Anfang dieser Verbindlichkeit ist von ראש חדש שבט שנה זו (Neumondstag Schebat dieses Jahres) und hat ihre Fortdauer bis ר”ח שבט שנה הבע”ל תקצ”ד ל’ (zum Neumondstag Schebat des kommenden Jahres 594). Sollte während dieser Zeit eine Veränderung in Angelegenheit der Beleuchtung eintreten, werden אקרו”ט יצ”ו עם ה’ חדש הנ”ל כפי הטוב והישר (die Herren des Vorstandes nach Billigkeit mit dem genannten Hirschl) sich ausgleichen.

Es folgt dann noch ein “Absatz Betrauung desselben [Hirschl Machalup] mit der Expedition der Zugereisten”.

Wachstein Bernhard, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Wien 1926, 344f (Eisenstädter Forschungen. Herausgegeben von Sándor Wolf, Band II).


Biografische Notizen

Herrmann (Zvi Hirsch) Machlup / Machalup, Briefträger, geb. ca. 1794 in Eisenstadt, gest. mit 72 Jahren an Lungenentzündung in Eisenstadt, Israelitengasse 12

Matriken Tod Herrmann Machlup

Matriken Tod Herrmann Machlup


Vater: David ben Zvi Machalup, gest. 15. Juni 1831
Mutter: Katharina (Kela) Machalup, gest. 07. September 1849

Ehefrau: Adelheid (Edel) Machalup, gest. 19. November 1863

Tochter: Katharina (Gütel) Machalup, gest. 29. Mai 1842


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt