Löb ben Jechiel Ranschburg, 12. Tevet 578 (= Freitag, 26. Dezember 1817)

P-31 (Wachstein 588)

  • Grabstein Löb ben Jechiel Ranschburg, 12. Tevet 578
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor P


Die Grabinschrift

ה”ה המרומם הר”ר ליב ב’ מהו”ר יחיאל רנשבורג זצ”ל
נו”נ יום ויו עש”ק י”ב טבת תקע”ח ל’

פ”נ
וירד
יהודא זו היא עליתו
הלך בדרך הישר לגדולתו
והשכים והעריב לבית תפילתו
דוד חתנו פאר מעלתו
הוד עדן תהא נחלתו

תנצב”ה


Anmerkungen

Die Inschrift ist nur mehr sehr schlecht lesbar, der Grabstein war aber aufgrund der halbwegs gut lesbaren hebräischen Nummer תכד eindeutig zu identifizieren.

Zu Zeile 1:
MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


Biografische Notizen

Seit 1772 in Eisenstadt nachweisbar. Durch seine Frau Gütel Schwiegersohn des Wundarztes Moses ben Beer aus Kolin. Sein Vater Jechiel wird mit der MORENU-Titulatur benannt. ‘Leopold Raspurg, Bedienter aus Eisenstadt, verheiratet, 41 Jahre alt’ figuriert in der Familienliste der Barbara Baruch in Wien für das Jahr 1789. Seit etwa 1793 war Löb Ranschburg Mitglied des Vorstandes in Eisenstadt.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 187


Ehefrau: Gütel Ranschburg, gest. 31. August 1809


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt