Rebekka Kela Tochter Wolf ha-Cohen Knina aus Prag, Frau Löb Markbreit, 14. Tischre 531 (= Mittwoch, 03. Oktober 1770)

H-7 (Wachstein 325)

  • Grabstein Rebekka Kela Tochter Wolf ha-Cohen Knina aus Prag, Frau Löb Markbreit, 14. Tischre 531
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor H


Die Grabinschrift

אשה הגונה מיחוסי כהונה

פ”ט

רבות בכי קול היללה קונן יהודא
ליום אפילה מתאונן על אשת
נעורים נולדת מגזע הורים ומורים
אשה יראת ה’ היא תתהלל קצרה
המצוע שבחה למלל רבקה קילא
בת מוהר”ר וואלף קנינא זצ”ל
מפראג אשת הר”ר ליב מארקברייט
הלכה לעלמא דקשוט יום ד’ ערב
סוכת תקל”א לפ”ק

תנצב”ה


Anmerkungen

Die Inschrift ist heute leider nicht mehr lesbar, der Grabstein war nur über die noch lesbare hebräische Nummer רכ eindeutig identifizierbar. Die Zeilengerechtigkeit kann nicht sicher gewährleistet werden.

Zeile 8/9 der Eulogie: Das Sterbedatum wird angegeben mit “Am 4. Tag (= Mittwoch), dem Vorabend von Sukkot”, also am 14. Tischre.

In einer Fußnote im deutschen Teil merkt Wachstein an, dass der Vater der Verstorbenen, Wolf ha-Cohen Knina aus Prag, “der mit der Morenuwürde tituliert wird”, “nach dem Orte Knin in Böhmen” den Namen hat.

Siehe Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 132

MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Biografische Notizen

Ehemann: Löb Markbreit, gest. 04. Juli 1775

Der Ehemann ist neben seiner Frau begraben.


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt