Sara, 21. Tevet 528 (= Nacht von Sonntag auf Montag, 11. Jänner 1768)

Q-11 (Wachstein 314)

  • Grabstein Sara, 21. Tevet 528
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Q


Die Grabinschrift

אבא
במר לספוד לשרה ולבכותה
דלים הפכו פניהם לעזרתה
עסקה בג”ח כל ימי היותה
קדמה וחשכה לבה”כ ושם הליכתה
ותמת שרה והזקינה בתומתה
ביום א’ בלילה ונקברת יום ב’
אך טבת תקכ”ח לפ”ק

תנצב”ה


Anmerkungen

In der Inschrift ist das die Zeilen 2 bis 6 beendende ה nur einmal, und zwar vertikal mittig, geschrieben. Diese hübsche grafische Form wurde hier nicht nachgebildet, ist aber am Foto des Grabsteins oben halbwegs ersichtlich.

Die Inschrift ist heute längst mehr so gut lesbar wie zu Wachsteins Zeiten.


Biografische Notizen

In der Fußnote im deutschen Teil merkt Wachstein an:

Register der Verstorbenen hat: Frau Moses ben Meir. In der gut erhaltenen Inschrift ist weder der Gatten- noch der Vatername erwähnt. Das Grab des Moses ben Meir ist in der Nähe gelegen. Er starb 1736. Sara wird in der Grabschrift als alt bezeichnet.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 129

Die beiden Gräber sind nicht “in der Nähe gelegen”, sondern wirklich unmittelbar nebeneinander.
Dass Sara alt starb, schließt Wachstein aus Zeile 6: “Sara starb, eine Betagte in ihrer Lauterkeit war sie”.



Ehemann: Moses ben Meir, gest. 19. Dezember 1736

Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt