Hindel Tochter Mordechai Jafe, Frau Moses ha-Levi Koblenz, 17. Schvat 546 (= Montag, 16. Jänner 1786)

M-8 (Wachstein 402)

  • Grabstein Hindel Tochter Mordechai Jafe, Frau Moses ha-Levi Koblenz, 17. Schvat 546
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor M


Die Grabinschrift

’נפטרה ונקבר’ יום ב י”ז שבט
תקמ”ו ל’

פ”ט

האשה חשובה ממשפחה יפה
יחוסה ויושרה נודע לעובר פה
נועם התחיה עליה חופפה
דל ועני החזיקה במנה יפה
למצות ה’ תמיד כלתה ונכספה

ה”ה א”ח הצנוע’ מ’ הינדל
ז”ל בת הרב המפורסם מהור”ר מרדכי יפה זצ”ל
אשת התורני הר”ר משה קאבלענץ סג”ל י”ץ
תנצב”ה


Anmerkungen

In der Inschrift ist das die Zeilen der Eulogie beendende ה nur einmal, und zwar vertikal mittig, geschrieben. Diese hübsche grafische Form wurde hier nicht nachgebildet, ist aber am Foto des Grabsteins (Großansicht) oben erkennbar.

Biografische Notizen

Tochter des Mordechai Margulies-Jafe (Schlesinger) aus Wien und dritte Frau des Moses Koblenz.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 148

Mordechai ben Benjami Wolf Margulies-Jafe [Schlesinger] starb am 18. September 1754 in Wien.

Mordechai Margulies Jafe, der Sohn Wolfs und Enkel des Mordechai ben Moses Margulies, des letzten Vorstehers der alten Judenstadt, war der gelehrteste Privatmann unter den Wiener Juden. Aus seinem an Jonathan Eibenschitz 1753 gerichteten Briefe erfahren wir, dass er eine gelehrte Bildung genossen und als Schüler Abraham Brodas sich des Umganges des bedeutenden Talmudisten erfreute. Die Achtung, mit der sein Name in zeitgenössischen Quellen erwähnt wird, der Stolz, mit dem sich die Nachkommen als seine Abkömmlinge bezeichnen, sowie sein geistiger Interessenkreis zeigen, dass er mehr als ein gewöhnlicher Inhaber einer Morenuwürde war…

Wachstein B., Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, 2. Teil, 1696 – 1783, Wien 1917, 386ff


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