Moses Helen ben Elimelech, 16. Tevet 507 (= Montag, 18. Dezember 1747)

C-53 (Wachstein 179)

  • Grabstein Moses Helen ben Elimelech, 16. Tevet 507
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor C


Die Grabinschrift

ט”ז שבט תק”ח
התנו של הר”ר(ד)(וד) …ן שטאט סג”ל

פה
נטמן האלוף כ”ה
משה העלין בן
הקדוש מהור”ר
אלימלך ז”ל הי”ד
יצאה נשמתו
בקדוש’ ובטוהר’
ביום ב’ ט”ז טבת


Biografische Notizen

Moses, der Sohn des mit dem Märtyrer-Epitheton bezeichneten Elimelech Helen, war ein Nachkomme des berühmten Gelehrten Salomo Lurja. In der Überschrift der Grabschrift wird er als Schwiegersohn des ‘hrr …n Stat SGL’ bezeichnet. Die Abbreviatur SGL, die die levitische Stammeszugehörigkeit angibt, nötigt uns, ‘…n Stat’ zu ‘Lichten Stat’ = Lichtenstadt zu ergänzen. Mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse und die Spuren der nicht mehr lesbaren Buchstaben sowie auf Grund der Lage der Grabstätte möchte ich den Vornamen ‘David’ lesen und demnach in Helens Schwiegervater David Lichtenstadt sehen. … Moses Helen spendet nämlich in Gemeinschaft mit seiner Gattin Levia und ihrer beider Söhne David im Adar 1735 einen Vorhang für das Bethaus der frommen Bruderschaft. Da David der Sohn Moses Helens, der Namensträger des Großvaters David Lichtensteins ist, muss dieser Adar 1735 nicht mehr gelebt haben …

Moses Helen treffen wir in dem Vorstande der Gemeinde und in dem der frommen Bruderschaft an, in welchen Körperschaften er es auch zum Vorsteher brachte. Die Konskriptionsliste 1735 gibt seinen Hausstand folgendermaßen an: Gattin, ein kleines Kind, ein Lehrer, zwei Dienstboten. Sein Beruf wird als der eines Geldlieferanten in Wien bezeichnet.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 97f


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