Elieser ben Ahron Jehuda, 25. Kislew 480 (= Donnerstag, 07. Dezember 1719)

M-29 (Wachstein 58)

  • Grabstein Elieser ben Ahron Jehuda, 25. Kislew 480
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor M


Die Grabinschrift

נפטר ביום כ”ה כסלו ת”פ ל’

פ”נ

איש ישר ומעול’
הלך בדרך ישר
וסלולה לכל דבר
מצוה הי’ זריז יום
ולילה הוא נסע
למנוח’ למעלה
כ”ש כ’ אליעזר
בהר”ר אהרן יהודא
שלי”ט תנצב”ה


Biografische Notizen

Elieser ist, wie wir einem aus dem Jahre 1739 herrührenden Schriftstücke entnehmen, der Schwiegersohn Koppel ben Hirz Kamens, dessen Tochter Ella er zur Frau hatte. Mittelst dieser Urkunde verschenkt Ella, Tochter des verstorbenen Rabbiners Koppel Kamen, Witwe des Elieser, Sohnes des verstorbenen Ahron Löb, an ihren Sohn Wolf ein an sie von ihrem Gatten vererbtes und an ihren Schwager Abraham Tachau, den Ehemann ihrer Schwester Rechli, verpfändetes Dritteil eines Hauses.

Ein Ahron Löb ben David E[isen]S[stadt] unterzeichnet 1693 an achter Stelle das Diplom für Wertheimer und ist noch für 1720 bezeugt. Am 11. Juli 1723 war er bereits verstorben. Dieser mag wohl der Vater des Elieser ben Ahron Jehuda sein. Gegen die Identität könnte folgendes entgegengehalten werden: Das Haus des Abraham Tachau hat als Vorbesitzer eines Dritteils ‘Ahron Lazarus’. Wenn Ahron Lazarus = Ahron Jehuda ist, dann ist sein Vatername Lazarus und nicht David, wie ja auch der Sohn den Namen Lazarus führt. Indes ist es möglich und sogar wahrscheinlich, dass die Folge der Namen ungenau ist und dass es heißen soll ‘Lazarus Ahron” = Elieser ben Ahron Jehuda.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 16


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