Betti (Bella) Rothen, geb. Zwirn, 02. Tischre 638 (= Sonntag, 29. September 1878)



Die Grabinschrift

Inschrift Betti Rothen: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Stein des Gedenkens אבן זכרון
[2] über der teuren und ehrhaften Frau, על האשה יקרה ונכבדה
[3] Krone ihres Mannes und Zierde ihrer Kinder, עטרת בעלה ותפארת בניה
[4] Frau Bella, a(uf ihr sei der) F(rieden), מרת בילה ע“ה
[5] Ehefrau des MORENU Samuel אשת מו“ה שמואל
[6] Rotten, s(ein Licht) m(öge leuchten). ראָטטען נ“י
[7] Sie starb zum Leid ihres Ehemanns und ihrer Kinder נפטרת לדאבון בעלה ובניה
[8] am Sonntag, dem 2. (Tag) v(on) R(osch) H(a)Schana d(es Jahres) 639 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ביום א ב“ דר“הש ש“ תרלט לפ“ק
[9] I(hre Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). ת“נ“צ“ב“ה
[10] Hier ruhet
[11] Frau
[12] Betti Rotten
[13] gest. am 29. September 1878
[14] Friede ihrer Asche


Anmerkungen

Zeile 3: Sprichwörter 12,4 עטרת בעלה.

Zeile 5: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Zeile 6: Dr. Pinkas Heinrich merkt an, dass am Grabstein der Name „Rotten“ fehlerhaft geschrieben wird, es muss „Rothen“ heißen (wie im Sterbebuch, s.u.).


Biografische Notizen

Betti (Bella) Rothen, geb. Zwirn, verheiratet, Handelsagentengattin aus Wischnia in Galizien (Wiśniewo (Powiat Mławski), Polen), gest. mit 62 Jahren am 02. Tischre 639 = Sonntag, 29. September 1878 um 9h Vormittag in Wien II, Lilienbrunngasse 9

Eintrag Sterbebuch Wien, Betti Rothen, 02. Tischre 639 = 29. September 1878

Eintrag Sterbebuch Wien, Betti Rothen, 02. Tischre 639 = 29. September 1878


Ehemann: Samuel Rothen


Personenregister jüdischer Friedhof Währing