Simon Mayer (Meir Paksch), 21. Adar II 597 (= Dienstag, 28. März 1837)



Die Grabinschrift

Inschrift Simon Mayer: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) b(egraben) פ“נ
[2] H(err) Meir Paksch a(us der) h(eiligen jüdischen) G(emeinde) M(at)t(ers)d(orf). ה’ מאיר פאקש מק’ק מט“ד
[3] Er erfreute sich an seiner Hände Arbeit נהנה מיגיע כפו
[4] und trug mit an der Last mit seinem Nächsten ונשא בעול עם חברו
[5] bis zum Tag seines Todes עד יום מותו
[6] am 21. Adar II d(es Jahres) 597 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). א’ך’ אדר שני ש’ תקצז לפק
[7] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 2: Der hebräische Name ist „Meir Paksch“. So finden wir ihn auch auf dem Grabstein seines Sohnes David Mayer in Mattersdorf / Mattersburg. Paksch ist eine an der Donau gelegene Stadt in Ungarn und bezeichnet den Herkunftsort der Familie.

Zeile 3: Wörtl.: „… an seiner Hand …“; vgl. Psalm 128,2 „Was deine Hände erwarben, kannst du genießen (wörtl.: ‚essen‘) יגיע כפיך כי תאכל אשריך וטוב לך; Heil dir, es wird dir gut gehen“. S. babylonischer Talmud, Traktat Berachot 8a: „Größer ist, wer von seiner Arbeit genießt, als der Gottesfürchtige … Heil dir in dieser Welt und wohl dir in der zukünftigen …“ …גדול הנהנה מיגיעו יותר מירא שמים…אשריך בעולם הזה וטוב לך לעולם הבא…, s. auch babylonischer Talmud, Traktat Chullin 44b.

Zeile 4: Pirke Avot 6,6 נושא בעול עם חברו.

Wie Dr. Pinkas Heinrich richtig anmerkt, steht am Grabstein (fälschlich) חבירו.


Biografische Notizen

Simon Mayer (Meir Paksch), Handelsmann aus Mattersdorf, verheiratet, geb. ca. 1777, gest. 21. Adar II 597 = Dienstag, 28. März 1837 um 4 Uhr morgens mit 66 Jahren in Stadt Wien Nr. 500 an Lungensucht, begraben am 30. März am jüdischen Friedhof Währing, allgemeiner Platz.

Eintrag Sterbebuch Wien, Simon Mayer, 21. Adar II 597 = 28. März 1837

Eintrag Sterbebuch Wien, Simon Mayer, 21. Adar II 597 = 28. März 1837



Sohn: David Mayer, gest. 01. Oktober 1879, begraben am jüdischen Friedhof Mattersburg.


Personenregister jüdischer Friedhof Währing