Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Albert (Anschel / Aron) Granichstädten, 21. Ijjar 620 (= Schabbat Ausgang, 12. Mai 1860)



Die Grabinschrift

Inschrift Albert Granichstaedten: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] ein teurer und verehrter Mann, d(er ehrbare) H(err) האיש היקר והנכבד כה
[3] Anschel, Sohn d(es ehrenwerten) H(errn), H(errn) Hirsch אנשל בן כ’ה’ר’ הרש
[4] Granichstädten. גראניכשטעדטען
[5] S(eine Seele) g(ing hinweg) am Sonntag, 21. Ijjar 620 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). י’נ יום א’ כ’א אייר תרכ לפ’ק
[6] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[7] Hier ruht
[8] Herr Albert
[9] Granichstädten
[10] gest. 12. Mai 1860 י
[11] tief betrauert von seinen
[12] Kindern
[13] Friede seiner Asche


Anmerkungen

Der deutsche Inschriftenzusatz ist heute ab Zeile 10 nur mehr schwer lesbar. Daher mussten hier die Abschrift bzw. die Anmerkungen von Dr. Pinkas Heinrich zu Hilfe genommen werden.


Biografische Notizen

Albert (Anschel / Aron) Granichstädten, geb. ca. 1793, Druckfabrikant aus Pest bzw. Magazineur, verwitwet, gest. 21. Ijjar 620 = Schabbat Ausgang, 12. Mai 1860 um 22 Uhr mit 67 Jahren an Entartung des Magens in Wien Stadt 738, begraben 14. Mai 1860 um 16 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, alter Platz neben Franziska Granichstädten (seine Ehefrau). Im Gräberverzeichnis ist angemerkt, dass in der Grabinschrift seiner Ehefrau sein hebräischer Vorname nicht „Anschel“, sondern „Aron“ lautet, ebenso in der Grabinschrift seiner Tochter Theresia.

Vater: Hirsch Granichstädten

Ehefrau: Franziska Goldschmidt, gest. 19. Oktober 1842 mit 50 Jahren in Wien Sechshaus, begraben am jüdischen Friedhof Währing

Töchter:

Theresia Granichstädten, geb. Granichstädten, verheiratet, gest. 28. Mai 1840 in Wien Sechshaus, begraben am jüdischen Friedhof Währing

Wilhelmine Weiss, geb. Granichstätdten, gest. 04. September 1856 (lt. Gräberbuch)


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