N. N., – 02./20. Ijjar 615 (= Sonntag, 09. Mai 1655 / Donnerstag, 27. Mai 1655) / [Güt]el?, letzter Tag von Pesach = 21. Nisan 415 (= Donnerstag, 29. April 1655)

Grabstein N. N., 02. (20.)  Ijjar 615 = Sonntag, 09. Mai 1655 (Donnerstag, 27. Mai) / [Gü]tel, letzter Tag von Pesach = 21. Nisan 415 = Donnerstag, 29. April 1655

Grabstein N. N., 02. (20.) Ijjar 615 = Sonntag, 09. Mai 1655 (Donnerstag, 27. Mai) / [Güt]el, letzter Tag von Pesach = 21. Nisan 415 = Donnerstag, 29. April 1655



Die rechte Grabinschrift

Guetel 1655: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] [Gü]tel?, i(hr Andenken) m(öge bewahrt werden). [גיט]ל ז”ל
[2] [a]m letzten Tag v(on) [יו]ם אחרון ש’
[3] Pesach 415 n(ach der kleinen Zeitrechnung). פסח ת”ט”ו ל”

Die linke Grabinschrift

NN 1655: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] […] [ח…]
[2] am 2. / 20. Ijjar יום ב”\כ אייר
[3] 415 n(ach der kleinen Zeitrechnung). ת”ט”ו ל”


Anmerkung:

Ein Doppelgrabstein. Sehr wahrscheinlich sind hier Mutter und Tochter, Vater und Sohn, Ehepaar, Geschwister o.Ä. begraben. Jedenfalls starben die beiden binnen eines Monats.

Sicher sind in dieser Inschrift nur die Sterbedaten, insbesodere Monat und Jahr.

Links, Zeile 1: Könnte auch ינטל “Jentl” o.Ä. sein. Wir wissen nicht, wieviele Zeilen oben fehlen (vermutlich nur eine mit der Einleitungsformel?). Der nicht mehr vollständig erhaltene Name könnte also auch der Ehemann oder der Vater, wenn ein Mann nur der Vater, sein, also etwa: “NN, Ehefrau / Tochter des NN, sein Andenken möge bewahrt werden” oder “NN, Sohn des NN, sein Andenken möge bewahrt weden”.

Rechts, Zeile 1: Ähnlich wie oben. Ob in der noch bruchstückhaft vorhandenen Zeile ein Ehrentitel wie “der ehrbare Herr” steht oder es sich um den Beginn eines Namens handelt, lässt sich leider nicht mehr feststellen.