Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Österreichisches Jüdisches Museum

Lange Nacht der Museen 2017

Das Österreichische Jüdische Museum nimmt heuer wieder an der “Langen Nacht der Museen” teil. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in dieser besonderen Nacht auch unser Museum besuchen! Wann:…

Das Österreichische Jüdische Museum nimmt heuer wieder an der “Langen Nacht der Museen” teil. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in dieser besonderen Nacht auch unser Museum besuchen!

Wann: Samstag, 07. Oktober 2017, 18.00 bis 01.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum


Unser Programm im Detail

Golemfigur

18.00 – 20.00 Uhr:
Wir zeichnen, malen, formen einen Golem
– Kinderprogramm

Golem

18.00 – 23.00 Uhr: Golem – Die Legende vom Menschen – Filmvorführung (laufend)
Der Golem – eine Figur aus der jüdischen Mystik, die in Dichtung und Literatur immer wieder auftaucht und zahlreiche Filmemacher und bildende Künstler inspirierte. Über die Zeit hat sich der Golem-Stoff immer wieder verändert und dabei die Ängste und Sehnsüchte der jeweiligen Epoche gespiegelt. Besonders in Krisenzeiten hat dieses mythische, menschenartige Wesen Konjunktur. Der aus Anlass der großen GOLEM-Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin entstandene Film Golem – Die Legende vom Menschen zeichnet die Entstehung und Entwicklung der Golem-Figur nach: Von der Bibel und dem Talmud über Werke von Goethe bis zu Science-Fiction-Filmen. Eine spannende Reise durch zweitausend Jahre Kulturgeschichte.

jüngerer jüdischer Friedhof

20.15 – 20.45 Uhr: FABRIKANTEN, GOUVERNANTEN, TSCHECHERANTEN.
Auf dunklen Wegen am jüngeren jüdischen Friedhof.

(Treffpunkt: Jüdisches Museum)
Eltern von ungarischen Staatssekretären und Nobelpreisträgern, jüdische Frauen aus Eisenstadt am Münchner Oktoberfest, jüdische “Freigeister”, Weinpanscher vor über 100 Jahren…
Ein Rundgang durch 150 Jahre jüdische Geschichte in Eisenstadt.

Synagoge im Museum

21.15 – 21.45 Uhr: TORA TOTAL (Vortrag/Führung)
Die Tora spielt eine Hauptrolle sowohl im synagogalen Gottesdienst als auch im religiösen Denken des Judentums.
Wie kommt es zu dieser enormen Bedeutung? Was ist der Inhalt der Tora und verstehen wir unter Tora in der Synagoge etwas anderes als außerhalb der Synagoge? Wie ist das mit der hebräischen Bibel und der Torarolle? Gibt es andere biblische Bücher, die aus der Rolle gelesen werden? Und gibt es in den anderen monotheistischen Religionen wie Christentum und Islam Vergleichbares?

jüngerer jüdischer Friedhof

21.45 – 22.15 Uhr: FABRIKANTEN, GOUVERNANTEN, TSCHECHERANTEN.
Auf dunklen Wegen am jüngeren jüdischen Friedhof.

(Treffpunkt: Jüdisches Museum)
Eltern von ungarischen Staatssekretären und Nobelpreisträgern, jüdische Frauen aus Eisenstadt am Münchner Oktoberfest, jüdische “Freigeister”, Weinpanscher vor über 100 Jahren…
Ein Rundgang durch 150 Jahre jüdische Geschichte in Eisenstadt.

Synagoge im Museum

22.30 – 23.00 Uhr: TORA TOTAL (Vortrag/Führung)
Die Tora spielt eine Hauptrolle sowohl im synagogalen Gottesdienst als auch im religiösen Denken des Judentums.
Wie kommt es zu dieser enormen Bedeutung? Was ist der Inhalt der Tora und verstehen wir unter Tora in der Synagoge etwas anderes als außerhalb der Synagoge? Wie ist das mit der hebräischen Bibel und der Torarolle? Gibt es andere biblische Bücher, die aus der Rolle gelesen werden? Und gibt es in den anderen monotheistischen Religionen wie Christentum und Islam Vergleichbares?


Eintritt bzw. Teilnahme mit dem “Lange-Nacht”-Ticket:

  • regulär EUR 15
  • ermäßigt EUR 12
  • frei für Kinder bis 12 Jahre

Das Ticket berechtigt zum Besuch aller an der “Langen Nacht” teilnehmenden Museen in ganz Österreich.

Tickets erhalten Sie

  • im Österreichischen Jüdischen Museum (Vorverkauf & Abendkasse)
  • in allen weiteren teilnehmenden Museen

Bitte beachten Sie, dass unser Museum Samstag, 07. Oktober, und Sonntag, 08. Oktober, tagsüber geschlossen und an diesem Wochenende “nur” in der “Langen Nacht der Museen” geöffnet ist!

Weitere Informationen zur “Langen Nacht” erhalten Sie auf langenacht.orf.at.

Credit: ORF-Design

Credit: ORF-Design


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Tora Total

Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2017 Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag von Christopher Meiller “Tora Total” Wann: Sonntag, 03. September 2017, 10-10.45 Uhr. Bitte Uhrzeit beachten…

Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2017

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag von Christopher Meiller

“Tora Total”


Wann: Sonntag, 03. September 2017, 10-10.45 Uhr. Bitte Uhrzeit beachten (nicht um 13 Uhr)!

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum, Synagoge

Die Tora spielt eine Hauptrolle sowohl im synagogalen Gottesdienst als auch im religiösen Denken des Judentums.
Wie kommt es zu dieser enormen Bedeutung? Was ist der Inhalt der Tora? Wie ist das mit der hebräischen Bibel und der Torarolle? Und gibt es in den anderen monotheistischen Religionen wie Christentum und Islam Vergleichbares?


Gesamtprogramm des Europäischen Tags der jüdischen Kultur 2017 im Burgenland (gesamtprogramm.pdf, 284KB)


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Vilma Steindling

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Lesung “Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand” Claudia Erdheim Wann: Sonntag, 27. August 2017, 10.30 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum Das…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Lesung

“Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand”

Claudia Erdheim

Wann: Sonntag, 27. August 2017, 10.30 Uhr

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum


Das bewegte und bewegende Leben der Vilma Steindling, geborene Geiringer, beginnt unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und endet 1989, als sie siebzig ist. Dazwischen liegen Ereignisse, die an Dynamik, Spannung, aber auch an Tragik kaum zu übertreffen sind. Als Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands geht Vilma 1937 nach dem Verbot dieser Organisation nach Paris. Dort schließt sie sich der Résistance an und engagiert sich in der “Mädelarbeit”. Sie ist “jung, fröhlich und voll Lebenslust.”
1942 in Paris verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt meint sie:

Das ist mir wurscht, wie viele Jahre Sie mir geben, wenn der Krieg aus ist, da gehe ich nach Hause.

Doch es kam anders: Vilmas Leidensweg führte sie von 1943 bis Jänner 1945 nach Auschwitz und schließlich bis April 1945 nach Ravensbrück.

Nach Wien zurückgekehrt fand sie ein Österreich vor, das “weitgehend in Trümmern” liegt. Viele Freunde, besonders ihren geliebten Lebensgefährten Arthur Kreindel, hatte sie verloren, er wurde am 28. März 1945 in Dachau ermordet.

Der Neuanfang gestaltete sich schwierig. Eheprobleme mit Adolf Steindling sowie die Enttäuschung über die KPÖ, die kein Interesse für KZ-Überlebende zeigt, sowie ständiges Unverständnis und Misstrauen belasten sie so sehr, dass sie sich in den 1950er Jahren entschließt, die in Auschwitz tätowierte Nummer wegoperieren zu lassen “um endlich nicht mehr den Blicken, und den unangenehmen Fragen ausgesetzt zu sein.

Steindlings und Erdheims Buch sprengt den Rahmen der Biografie und malt ein breiteres historisches, gesellschaftliches und politisches Panorama. In seiner sachlichen, präzisen und die Ereignisse doch anschaulich und einfühlsam erzählenden Art gibt es eindrücklich die Atmosphäre Wiens nach dem Ersten Weltkrieg, den erstarkenden Antisemitismus, die Ankunft der Nazis, die Tätigkeit der KPÖ, das Leben in den Lagern wieder. Wir treten mit Vilma Steindling auf ihrem Weg durch diese Orte des Schreckens dem berüchtigten Dr. Mengele gegenüber, erleben mit ihr viel Grausamkeit und zugleich viel Menschlichkeit.

Die “wandelnden Leichen” von Auschwitz auf der einen Seite und Vilma Steindlings mutiger Widerstand auf der anderen sind eine Anklage gegen all diejenigen, die eine “Rasse” erfinden mussten, “damit sie ausgesondert, beraubt, vertrieben, ausgemordet werden konnte“, so der Politikwissenschaftler Anton Pelinka im Nachwort zum Buch. Ruth Steindlings und Claudia Erdheims Buch beschwört die “erdrückenden Schatten der Vergangenheit” (Pelinka) noch einmal herauf, um uns von ihnen zu befreien.

Mehr zum Buch auf der Website von Claudia Erdheim.


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‘Vom Burgenland in alle Welt’ – Buchpräsentation und Vortrag

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu “Vom Burgenland in alle Welt” Georg Gaugusch Buchpräsentation und Vortrag mit Bildern Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19.00 Uhr Österreichisches Jüdisches Museum Dauer:…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu

“Vom Burgenland in alle Welt”

Georg Gaugusch

Buchpräsentation und Vortrag mit Bildern

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19.00 Uhr

Österreichisches Jüdisches Museum

Dauer: ca. 60 Minuten

Aufgrund des großen Interesses ersuchen wir um Sitzplatzreservierung bis 9. Dezember 2016:

  • telefonisch: +43 (0)2682 65145
  • per E-Mail: info@ojm.at


Am vergangenen Donnerstag wurde in Wien der 2. Band des monumentalen Werkes des Historikers Georg Gaugusch „Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, L-R“ präsentiert (siehe ORF-Beitrag dazu).
Vorab stellte das Österreichische Jüdische Museum den kompletten Namensindex (immerhin 34.000 Namen!) samt Erfassung aller mit den Namen assoziierten Orte (20.000) online zur Verfügung.

Selbstverständlich waren besonders die Beziehungen zum burgenländischen Judentum für uns von besonderem Interesse. Tatsächlich bieten die Forschungsergebnisse von Georg Gaugusch die faszinierende Möglichkeit, die Geschichte der Juden im Burgenland und in Eisenstadt weiter- und fortzuschreiben. Weil nun endlich die Namen der auf den jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes Begrabenen ihre Geschichten zurückbekommen.
Wir freuen uns wirklich sehr, dass der Autor in unserem Museum anhand von einzelnen Familienporträts über die Vernetzung und weltweite Bedeutung der burgenländischen Juden referieren wird.

Reitlinger-Mausoleum, Montparnasse, Paris

Reitlinger-Mausoleum, Montparnasse, Paris

Millionen Touristen besuchen jedes Jahr Paris, und unter diesen nicht wenige den berühmten Friedhof Montparnasse. Schlendert man über diesen, stößt man unweigerlich auf zwei der größten Mausoleen der französischen Hauptstadt – jene der Familie Reitlinger, deren Mitglieder man auch auf dem alten jüdischen Friedhof in Eisenstadt antrifft. Eine der prägendsten Persönlichkeiten des aufstrebenden Ungarns war der ebenfalls aus Eisenstadt stammende Bernhard Rust – ohne ihn und seine Familie wären viele Bauwerke der ungarischen Hauptstadt vermutlich nie entstanden. Die Nachkommen der Eisenstädter Familie Pollak erscheinen auch an den unerwartetsten Stellen: So war Alice Strauss, die einzige Erbin des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß, ebenso Nachkommin dieser Eisenstädter Dynastie wie große Teile der Berliner und Münchner jüdischen Oberschicht. Bekanntester Vertreter war D. H. (David Heinrich) Pollak, der die Schuhindustrie in Österreich begründete und dessen Name als Marke immer noch präsent ist (Humanic).

Oder wer denkt bei der Kuner-Mayonaise an das jüdische Eisenstadt? Wer denkt beim Looshaus in Reichenau an das jüdische Eisenstadt? Die Eisenstädterin Julia Rosenfeld war mit dem Gründer der Khunerwerke Emanuel Khuner verheiratet und hatte 13 Kinder. Der Mattersburger Rabbiner Ehrenfeld beaufsichtigte die koschere Produktion. Und Emanuel Khuner war auch der Bauherr des Looshauses …

Aber nicht nur Eisenstadt, sondern auch die anderen jüdischen Gemeinden des Burgenlands haben Persönlichkeiten des internationalen Lebens hervorgebracht. Um das Jahr 1800 war der aus Kittsee stammende Wiener Großhändler Isak Figdor der mit Abstand größte Wollexporteur nach England. Sein Enkel Albert schuf in Wien eine beeindruckende Sammlung an Kunst und Kunsthandwerk – sie wurde nach seinem Tod 1927 versteigert und in alle Winde zerstreut. Die mit Lackenbach eng verbundene Familie Schey erbaute eines der größten Wiener Ringstraßenpalais, die Nachkommen leben heute über den ganzen Globus verstreut. Edmund de Waal hat in seinem Weltbestseller “Der Hase mit den Bernsteinaugen” auch dieser Familie gedacht.


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