Koschere Melange

The blog of the Austrian Jewish Museum - ISSN 2410-6380

Deeply mourned by his wife and his son ...

Es passiert nur hin und wieder, dass ich auf einem jüdischen Friedhof mit fast 10.000 Grabsteinen beim ersten Fotografieren einen Grabstein mit hebräischer Inschrift fotografiere (mein Fokus lag ausschließlich auf…

It only happens now and then that I photograph in a Jewish cemetery with nearly 10,000 grave stones at the first photographing a grave stone with Hebrew inscription (my focus was solely on halfway readable Hebrew inscriptions), which you may be called "lucky shot" ...

So the grave stone of Emanuel Mendel (Menachem) BirnbaumWho died on May 31, 1875, and is buried at the Jewish cemetery Währing.

The Hebrew inscription has a German auxiliary, where we read the following:

deeply mourned
by his wife and his son

A very simple biographical actionable statement: that Menachem's wife was at his death still alive and that he had only one son, no further children.

Of course we wanted to know who the wife and who was the son, especially since nothing is so well known over Menachem / Emanuel Mendel Birnbaum. We started to look for and were, at least in son quickly found:

Because of not mentioned by name in the grave inscription of the father son is none other than the journalist and most active

Dr. jur. Nathan (Nachum) Birnbaum, Born on May 16, 1864 (in Vienna Mother: Maria soulmate, daughter of Rabbi Shlomo Samuel soulmate, (from "Kassa in Hungary" Kosice in eastern Slovakia), responsible to Vienna, born December 24, 1836 died 16 March 1896th in Vienna).

At 26, Nathan Birnbaum married the 21-year-old Rosa grain product from Krakow in the Sephardic community of Vienna on August 03, 1890th

It is interesting that both spouses sign both German and Hebrew. Nathan signs with Nahum Birnbaum "Nachum Birnbaum" in Hebrew (Nachum is also the name of his grandfather).

Dr. Nathan Birnbaum died on April 2, 1937 in Scheveningen (NL).

Nathan Birnbaum, who worked primarily under the pseudonym Mathias Acher was

one of the wittiest and most colorful modern Jewish personalities whose track was lost almost entirely from the Jewish consciousness ...

spektrum.de

Nathan Birnbaum, one of the club founders of Kadima (the Hebrew word "kadima" means "forward", "east"), in 1893 published his manifesto "The national rebirth of the Jewish people in his country, as a means of solving the Jewish question. An appeal to the good and noble of all nations" (to the Download). Although the magazine has some parallels to Herzl's "The Jewish State", is Birnbaum, who is considered representative of cultural Zionism, unlike Herzl set to Palestine as a national center.

Nathan Birnbaum, who had dominated both the terms "Zionism" and "Eastern Jewry" was companion of Theodor Herzl and the first general secretary of the Zionist Organization for a short time. However, he turned very quickly from Zionism and dedicated primarily for the Eastern Judaism, Hasidic culture and the Yiddish language. In 1908 he initiated the first major world conference on the Yiddish language in Czernovitz, in which he used mainly for the recognition of Yiddish as individual and universal language of Judaism. 1919 Nathan Birnbaum was one of the Neugründern the Agudat Israel, The ultra-religious movement of orthodoxy, and became its first secretary general.

Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, YIVO

Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, Copyright: https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Birnbaum_Nathan



The picture shows Dr. Nathan Birnbaum (right) and Hillel Zeitlin. Zeitlin, 1871/72 in Korma, Gouvernement Mogiljow, Russisches Kaiserreich, geboren, war hebräischer und jiddischer Schriftsteller. Im Alter von 71 Jahren wurde er 1942 sowie seine beinahe gesamte Familie (nur Sohn Aaron überlebte) im Warschauer Ghetto ermordet (Shoah victims), in den Händen den Zohar, eingehüllt in Tallit und mit angelegten Gebetsriemen.

The couple Dr. Nathan Birnbaum and Rosa grain material had three sons:

Dr. Salomon Asher Birnbaum, Born December 24, 1891 in Vienna,
Linguists for Hebrew and Yiddish language, d. December 28, 1889 in New York

Menachem Birnbaum, geb. 13. März 1893 in Wien, jüdischer Buchkünstler, Porträtzeichner und Buchillustrator, wie seine Ehefrau Ernestine / Tina (Esther), geb. Helfmann und seine beiden Kinder Rafael Zvi und Chana ermordet 1945 in Auschwitz (Shoah victims)

Uriel Birnbaum, geb. 13. November 1894 in Wien, Maler und Schriftsteller, gest. 09. Dezember 1956 in Amersfoort (NL). Zu den Glanzpunkten seines Werkes zählt der sogenannte Moses-Zyklus, dessen Originalbilder leider verschollen sind. Im Auditorium unseres Museums sind aber alle 50 images of the cycle reproduziert ausgestellt:


Swell:

Klaus Dethloff, Theodor Herzl or the Moses of the fin de siècle, Vienna 1986, 60.

Birnbaum Nathan, yivoencylopedia

Jews as inventors and explorers (hagalil.com)

Metzler Lexikon Jewish philosopher Nathan Birnbaum

See also the sometimes extensive literature references cited sites!

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Ernest Simon

Our deepest and sincere congratulations to Mr. Ernest Simon, a former resident of Eisenstadt, who was awarded the British Empire Medal (BEM) for services to Holocaust Education and Remembrance! Es…

Our deepest and sincere congratulations to Mr. Ernest Simon, a former resident of Eisenstadt, who was awarded the British Empire Medal (BEM) for services to Holocaust Education and Remembrance!

Es kommt nicht alle Tage vor, dass einem ehemaligen Eisenstädter eine solch große Ehre zuteil wird. Wir gratulieren aus ganzem Herzen zu dieser großen Auszeichnung!

Ernest Simon ist der Enkel von Max (Mordechai) Simon and Klara (Kröndel) Simon, geb. Steiner, die beide am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben sind.



Ernst / Ernest Simon wurde am 26. Mai 1930 in Eisenstadt geboren.
Der Vater von Ernest Simon ist Ludwig Simon, kaufmännischer Angestellter, geb. 11. Juni 1901 in Kroatisch-Minihof, wohnhaft in Unterberg Eisenstadt. Die Mutter, Lina Farkas, wurde am 12. September 1903 geboren. Das Ehepaar erwarb die britische Staatsbürgerschaft. Vater Ludwig Simon starb 1955, Lina Simon 2002 (mit 99 Jahren) in Großbritannien.

Ernest Simon war 2014 am Europäischen Tag des Judentums in Eisenstadt und ich durfte mit ihm durch das ehemalige jüdische Viertel von Eisenstadt führen.

Hier noch ein Interview mit Ernest Simon in 2 Teilen vom 28. Mai 2010:

Video, Österreichische Mediathek, Teil 1, 28. Mai 2010

Video, Österreichische Mediathek, Teil 1, 28. Mai 2010

Interview, Teil 1

Video, Österreichische Mediathek, Teil 2, 28. Mai 2010

Video, Österreichische Mediathek, Teil 2, 28. Mai 2010

Interview, Teil 2

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Kafka and Judaism

Das Österreichische Jüdische Museum lädt im Rahmen des Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019 herzlich ein zur Lesung “ … etwas zähes Judentum ist noch in mir, nur hilft es…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt im Rahmen des
Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019
herzlich ein zur

Lesung
“ … etwas zähes Judentum ist noch in mir, nur hilft es meistens auf der Gegenseite.“

Einführende Worte: Alfred Schmidt
Lesung: Charlotte Aigner


Wann: Sonntag, 01. September 2019, 10.30-11.30 Uhr

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum


Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, im Judentum einen der bestimmenden Bezugspunkte in Franz Kafkas Schreiben ‒ und Leben ‒ zu sehen. Für Walter Benjamin waren die jüdisch-kabbalistische Tradition einerseits, die Erfahrung des entfremdeten modernen Großstadtmenschen andererseits, die beiden weit von einander entfernten Brennpunkte, um die Kafkas Schreiben sich bewegt. Doch war jenes „zähe Judentum“, das er selbst noch in sich spürte, ein vielfach gebrochenes. Denn schon für die Vätergeneration, Angehörige des zu Wohlstand gelangten deutschsprachigen Prager Bürgertums, war die eigene Tradition bereits zu einem äußerlichen Festhalten an sinnentleerten, mitunter bis zu grotesken Komik sich steigernden religiösen Gebräuchen verkommen. ‒ Kafkas persönliches Ringen um ein erneuertes, authentisches Verhältnis zum Judentum äußert sich in vielen biographischen Details, wie etwa seinem wachen Interesse an der zionistischen Bewegung. Viel schwieriger ist es allerdings den Einfluss des Judentums auf Kafkas literarisches Schaffen zu bestimmen, wo das Thema kaum ja explizit auftaucht, und doch in so vielen Texten ungreifbar gegenwärtig zu sein scheint.

Die Lesung versucht sowohl den biographischen als auch den literarischen Zeugnissen von Kafkas vielschichtigem Verhältnis zum Judentum nachzugehen.


Eine Kooperationsveranstaltung mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft.

Logo Franz Kafka Gesellschaft

Logo Franz Kafka Gesellschaft



Download Gesamtprogramm des Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019 im Burgenland (programm2019.pdf, 2.34MB)

EDJCPoster2019

EDJCPoster2019



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Opening Rudolf Gelbard library and reading "Cella or the overcomers"

Die IKG.KULTUR und das Österreichische Jüdische Museum laden im Rahmen des Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019 herzlich ein zur Eröffnung der Rudolf Gelbard-Bibliothek und anschließend zur Lesung mit Katharina…

Die IKG.KULTUR und das Österreichische Jüdische Museum laden im Rahmen des
Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019
herzlich ein zur

Eröffnung der
Rudolf Gelbard-Bibliothek

und anschließend zur

Lesung mit Katharina Stemberger

Franz Werfel,
Cella oder die Überwinder

Am Klavier: Eva Varhaníková


Wann: Sonntag, 08. September 2019, 15 Uhr

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum


Prof. Rudolf Gelbard („The man on the Balcony“) wurde 1930 in Wien geboren und als Kind mit seinen jüdischen Eltern 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Als eines der wenigen Kinder überlebte er die Internierung in Theresienstadt und setzt sich seit seiner Befreiung als Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer für die Aufklärung über die NS-Verbrechen ein. Neben seiner laufenden Tätigkeit in Schulen, auf Symposien und in Lehrveranstaltungen war er auch als Mitglied der Kulturkommission der Israelitischen Kultusgemeinde tätig.

Für seine Verdienste und seine aufklärerische Vortragstätigkeit wurde er von der Republik Österreich mit dem Berufstitel Professor und weiteren Auszeichnungen, darunter die Joseph-Samuel-Bloch-Medaille, geehrt. Seit 2008 wird vom Republikanischen Club ‒ Neues Österreich der „Rudolf Gelbard Preis für Aufklärung gegen Faschismus und Antisemitismus“ vergeben. Gelbard selbst war der erste Preisträger dieser Auszeichnung.

Prof. Rudolf Gelbard starb am 24. Oktober 2018 in Wien. Für das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt ist es eine große Ehre, die Privatbibliothek von Prof. Gelbard in seinen Räumlichkeiten präsentieren zu dürfen.


Franz Werfels Romanfragment „Cella oder Die Überwinder“ entstand in den Jahren 1938/39, am Beginn des werfelschen Exils (er starb 1945 in Beverly Hills).
Werfels Roman, der zahlreiche historische und zeitgeschichtliche Bezüge zum burgenländischen Judentum herstellt bzw. in freier Form verarbeitet, erzählt die Geschichte des jüdischen Eisenstädter Rechtsanwalts Bodenheim und seiner Familie in den Wirren des Jahres 1938 ‒ in Summe: ein „jüdischer Heimatroman“ (N. Abels) als Geschichte des Heimat-Verlustes:

Das Land, aus dem wir vertrieben wurden, heißt das Burgenland, die Hauptstadt dieses Landes, in der wir lebten, heißt Eisenstadt. Diese Hauptstadt ist nur ein lächerliches Landstädtchen, eine Stunde von Wien entfernt. Niemand in der weiten Welt kennt auch nur den Namen. Wenn jetzt in der Fremde dieser Name unter uns fällt, dann zucken wir die Achseln und sagen: Drecksnest. Wer diese Heimat verloren hat, der hat nicht viel verloren. Trotzdem geschieht es bis zum heutigen Tage oft, dass ich vom Burgenland und von Eisenstadt träume…

Franz Werfel: Cella oder Die Überwinder. Versuch eines Romans. [Gesammelte Werke in Einzelbänden.] Frankfurt a.M. 1997, S. 271/Vorkapitel


Eine Veranstaltung der IKG.KULTUR und des Österreichischen Jüdischen Museums.

Die Lesung mit Katharina Stemberger ist eine Veranstaltung im Rahmen einer Veranstaltungsserie der IKG-KULTUR and the Bruno Walter Musiktage in der Slowakei und Österreich zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2019.

Download Gesamtprogramm des Europäischen Tages der jüdischen Kultur 2019 IKG-KULTUR und Bruno Walter Musiktage (edjc2019.pdf, 412KB)


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