Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

MIT dem Anfang …

In der 3. Folge unseres Podcasts „Koscher-Schmus“ geht es am Vorabend von Schawu’ot um die Tora und um das erste Wort der Tora …


Koscher-Schmus1 ‒ Der Podcast des Österreichischen Jüdischen Museums befasst sich mit häufigen Fragen von Besucherinnen und Besuchern ‒ in dieser 3. Folge geht es am Vorabend von Schawu’ot um die Tora und um das erste Wort der Tora…


[1] Schmus (‎שמוס): aus jiddisch שמועס mit der Bedeutung: „Plauderei, Gespräch, Klatsch“ [Zurück zum Text (1)]


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Veranstaltungen Juni 2020

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet. Gruppen in der gesetzlich vorgeschriebenen Größe können aber schon seit 19. Mai unser Museum gegen Voranmeldung besuchen. Im Juni laden…

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet.

Gruppen in der gesetzlich vorgeschriebenen Größe können aber schon seit 19. Mai unser Museum gegen Voranmeldung besuchen.

Im Juni laden wir Sie herzlich ein zu einer kleinen Veranstaltungsserie:

Veranstaltungsübersicht


Treffpunkt: jeweils Österreichisches Jüdisches Museum

Bitte beachten Sie:

  • Anmeldung unbedingt jeweils bis 2 Tage vor der Veranstaltung erforderlich, beschränkte TeilnehmerInnenzahl (telefonisch: +43 (0)2682 65145 oder per E-Mail: info@ojm.at).
  • Bei großer Nachfrage werden die Veranstaltungen / Führungen / Rundgänge gerne wiederholt.
  • Freie Spende.
  • Bitte eigenen Mund-Nasen-Schutz mitnehmen (zur Verwendung, wo behördlich vorgeschrieben).


Die einzelnen Veranstaltungen

Dienstag, 09. Juni 2020, 18.30 – 19.30 Uhr: Innenhofgespräch: Bibel und Talmud.

Unser Museumsdirektor Johannes Reiss zu Fragen wie: Was genau ist eigentlich die hebräische Bibel? Hat sie denselben Inhalt wie das christliche Alte Testament? Sind Tora, Pentateuch und die 5 Bücher Mose dasselbe? Was haben die schriftliche und mündliche Tora mit dem Talmud zu tun? Finden wir im Talmud auch Märchen, Gleichnisse und Wundererzählungen?…

Bei einem „Innenhofgespräch“ laden wir Sie ein zu einem Gespräch, zu Dialog und Diskussion mit der Referentin / dem Referenten. Bei Schlechtwetter im Auditorium.


Mittwoch, 10. Juni 2020 ERSATZTERMIN (wegen Regens): Mittwoch, 17. Juni 2020, 10.30 – 11.30 Uhr: Rundgang durch das ehemalige jüdische Viertel Eisenstadt.

Unser Kurator Christopher Meiller begleitet Sie von der berühmten Schabbatkette und dem Levitenkrug aus dem 18. Jahrhundert bis zur ehemaligen Gemeindesynagoge und den beiden jüdischen Friedhöfen.


Donnerstag, 18. Juni 2020, 18.30 – 19.30 Uhr: Rabbiner Schlomo Hofmeister, Innenhofgespräch: Frag den Rabbiner.

Über das Selbstverständnis des Rabbiners, seine Funktion und seine Aufgaben in der jüdischen Gemeinde, seine Kleidung, wie und warum wird man Rabbiner?…

Bei einem „Innenhofgespräch“ laden wir Sie ein zu einem Gespräch, zu Dialog und Diskussion mit der Referentin / dem Referenten. Bei Schlechtwetter im Auditorium.

Rabbiner Schlomo Hofmeister ist nicht nur Gemeinderabbiner in Wien, sondern auch Landesrabbiner des Burgenlandes. Das Wertheimerhaus in Eisenstadt ist – einer langen Tradition folgend – der Amtssitz des burgenländischen Landesrabbiners.

18.30 Uhr (vor der Veranstaltung): Präsentation einer Tafel am Wertheimerhaus für den offiziellen Amtssitz von Landesrabbiner Schlomo Hofmeister.

Tafel für den offiziellen Amtssitz von Landesrabbiner Schlomo Hofmeister

Tafel für den offiziellen Amtssitz von Landesrabbiner Schlomo Hofmeister


Sonntag, 21. Juni 2020, 10.30 – 11.15 Uhr: Kinderführung (für Kinder von ca. 8-14 Jahren).

Unsere Museumspädagogin Monika Gruber begleitet die Kinder durch die Synagoge und die Ausstellung.
Wir lernen unseren Namen mit hebräischen Buchstaben zu schreiben und machen eine Reise durch das jüdische Jahr.


Dienstag, 23. Juni 2020, 18 Uhr: Führung älterer jüdischer Friedhof.

Dienstag, 23. Juni 2020, 19 Uhr: Führung jüngerer jüdischer Friedhof.

Bitte beachten Sie bei der Anmeldung, dass es sich um zwei Veranstaltungen handelt (18 Uhr und 19 Uhr). Sie können sich selbstverständlich sowohl für eine als auch für beide Termine anmelden.


Jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Johannes Reiss gestaltet die Rundgänge jeweils nach Wunsch der Gruppe als eher allgemeine oder es können auch gerne speziellere Schwerpunkte in den Fokus gerückt werden wie die Symbole auf den Grabsteinen, die schönsten und beeindruckendsten Grabsteine (Barock, Marmor…) oder auch: Wodurch unterscheiden sich eigentlich Grabsteine bzw. Grabinschriften von Frauen von jenen der Männer? Und was genau sagen die oft langen hebräischen Inschriften eigentlich über das Leben der Verstorbenen aus?


Mittwoch, 24. Juni 2020, 18.30 – 19.30 Uhr: Wie finde ich meine jüdischen Großeltern, Tanten, Cousinen…?

Traude Triebel, Expertin für jüdische Genealogie, gibt in einem Workshop (für das Gebiet innerhalb der k.u.k.-Grenzen) Hilfestellungen und beantwortet Fragen: Wie und wo beginne ich zu suchen (Online- und Offlinequellen)? Welche Vorkenntnisse brauche ich und welche Hilfsmittel gibt es? Welche Besonderheiten sind bei der jüdischen Genealogie zu beachten?

Sie können gerne Ihren Laptop mitnehmen (WLAN verfügbar).


Dienstag, 30. Juni 2020, 14 – 14.45 Uhr: Die ehemalige Privatsynagoge Samson Wertheimers.

Unser Kurator Christopher Meiller über die einzige „living synagogue“ des Burgenlandes (Synagoge, in der auch heute Gottesdienst und Gemeindegebet stattfinden dürfen), über die Geschichte der Synagoge, den synagogalen Gottesdienst, die Torarolle und ihren Schmuck sowie die weltweit einzigartige Jahrzeittafel-Installation…



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Zocken verboten!

In der 2. Folge unseres Podcasts „Koscher-Schmus“ geht es um das Kartenspielverbot in der jüdischen Gemeinde Eisenstadt.


Koscher-Schmus1 ‒ Der Podcast des Österreichischen Jüdischen Museums befasst sich mit häufigen Fragen von Besucherinnen und Besuchern ‒ in dieser 2. Folge erzählt Johannes Reiss über das Kartenspielverbot in der jüdischen Gemeinde Eisenstadt.


[1] Schmus (‎שמוס): aus jiddisch שמועס mit der Bedeutung: „Plauderei, Gespräch, Klatsch“ [Zurück zum Text (1)]


Barzen Rainer Josef, תקנות קהילות שו“ם: התקנות של קהילות רינוסג מגנצא, וורמייזא, ושפירא בימי הבניים, Teil 1, MGH – Hebräische Texte aus dem mittelalterlichen Deutschland, Band 2 von Monumenta Germaniae Historica. Hebräische Texte aus dem mittelalterlichen Deutschland, Wiesbaden 2019.

Wachstein Bernhard, Die Grabinschriften des Alten Judenfriedhofes in Eisenstadt, Eisenstädter Forschungen, hrsg. von Sándor Wolf, Band I, Wien 1922, 69, Fußnote 1.

Wachstein B., Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden, Eisenstädter Forschungen, hrsg. von Sándor Wolf, Band II, Wien 1926, 145ff.

Rabbiner Avraham Radbil, Jackpot für Juden?, Jüdische Allgemeine, 29. 06. 2015.

Reiss Johannes, Orthodoxie und Oktoberfest, 16. Juli 2017.


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Leviten lesen

Koscher-Schmus ‒ Der Podcast des Österreichischen Jüdischen Museums befasst sich mit häufigen Fragen von Besucherinnen und Besuchern ‒ zum Auftakt erläutert Christopher Meiller das Levitenlesen.


Koscher-Schmus1 ‒ Der Podcast des Österreichischen Jüdischen Museums befasst sich mit häufigen Fragen von Besucherinnen und Besuchern ‒ zum Auftakt erläutert Christopher Meiller das Levitenlesen.

Der Einfall, selbst einen Podcast einzurichten, kam uns angesichts von „Anti & semitisch“ von Chajm Guski, der hiermit bedankt bzw. empfohlen sei!

[1] Schmus (‎שמוס): aus jiddisch שמועס mit der Bedeutung: „Plauderei, Gespräch, Klatsch“ [Zurück zum Text (1)]


Die Heilige Schrift. Einheitsübersetzung. 11. Aufl. Stuttgart 2006.

Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Begründet von Georg Herlitz und Bruno Kirschner. Nachdruck der 1. Aufl. Berlin 1927. 2. Aufl. Frankfurt a.M. 1987.

Kluge, F.: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 22. Aufl. Unter Mithilfe von Max Bürgisser und Bernd Gregor völlig neu bearbeitet von Elmar Seebold. Berlin/New York 1989.


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Im Schatten des Schlosses

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet! Allerdings planen wir schon im Juni einigen Aktivitäten im kleinen und gesetzlich erlaubten Rahmen, Nähers in Kürze… Wir freuen uns,…

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet!

Allerdings planen wir schon im Juni einigen Aktivitäten im kleinen und gesetzlich erlaubten Rahmen, Nähers in Kürze…

Wir freuen uns, wenn Sie uns wieder besuchen können und möchten Ihnen jetzt schon Lust auf die ehemalige Judengasse und unser Museum machen. Gewählt haben wir diesmal eine ganz andere, spannende Perspektive …:

Drohne und Videoschnitt: Martin Schwarz

Die beste Qualität erhalten Sie, wenn Sie die Auflösung auf 1080p stellen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren YouTube-Kanal abonnieren, weitere Videos sind schon in Planung. Außerdem starten wir in einigen Tagen mit einer Podcast-Serie.


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Kolisch Adolf – 18. Oktober 1878

Adolf (Aron) Kolisch, 21. Tischre 639 (Schmini Atzeret) (= Freitag, 18. Oktober 1878) Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Korycany (Tschechien). Die hebräische Grabinschrift Inschrift Adolf Kolisch: Zeilengerechte Transkription…

Adolf (Aron) Kolisch, 21. Tischre 639 (Schmini Atzeret) (= Freitag, 18. Oktober 1878)

Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Korycany (Tschechien).



Die hebräische Grabinschrift

Inschrift Adolf Kolisch: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ist geborgen פה נטמן
[2] d(er ehrbare) H(err) Aaron, Sohn d(es ehrbaren) H(errn) Mose Jehuda כה אהרן בן כה משה יהודה
[3] Kolisch, d(as Andenken des Gerechten) m(öge bewahrt werden). קאליש ז“ל
[4] Er verstarb in gutem Ruf zu Schmini Atzeret (= 21. Tischre) נפטר בשם טוב ביום שמיני עצרת
[5] 639 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). תרלט לפ“ק
[6] Aron ging Mose entgegen und seine gute Tat אהרן הלך לקראת משה ומצותו
[7] legte er vor G(ott) hin im heiligen Gewand, sie war wie seine Gerechtigkeit. קרב לפני ה בבגד קדש היא תמותו
[8] Sein Herz hob hoch die Namen der Israeliten mit seiner Liebe לבו נשא שמות בני ישראל באהבה
[9] Er gab Brot den Armen und spendete ihnen seine Hilfe. יתן פתה לעניים ונתן להם עזרתו
[10] Zu Schmini Atzeret nahm ihn Gott zu sich. Er wird leben. שמיני עצרת לקחו אל ובחיים היתו
[11] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). ת“נ“צ“ב“ה“



Anmerkungen

Zeile 7: S. Exodus 31,10: ואת בגדי הקדש „die heiligen Gewänder“ oder „Priestergewänder“, was darauf hindeuten könnte, dass Adolf Kolisch Kohen war.

Zeile 6 horizontal und Zeile 7-10 vertikal: Akrostychon: Das erte Wort in Zeile 6 sowie die Anfangsbuchstaben der Zeilen 7-10 ergeben den hebräischen Vornamen und den Nachnamen des Verstorbenen (Aron Kolisch). Allerdings wird im Akrostychon „Kolisch“ ohne א geschrieben, im Gegensatz zu Zeile 3: קאליש.


Über die Kategorie „Cheder“


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