Koschere Melange

O blog do Museu Judaico Austríaco - ISSN 2410-6380

autor: John Reiss

Löwy Franziska, geb. Perl – 03. April 1876

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Franziska (Fradel) Löwy, geb. Perl, 09. Nisan 636 (= Montag, 03. April 1876) Die Grabinschrift Inschrift Franziska Loewy: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier ist) g(eborgen)…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Franziska (Fradel) Löwy, geb. Perl, 09. Nisan 636 (= Montag, 03. April 1876)



A sepultura inscrição

Inschrift Franziska Loewy: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ”ט
[2] die angesehene und bescheidene Frau, die tüchtige Frau, האשה החשובה והצנועה אשת חיל
[3] Frau Fradel, מרת פראדל
[4] Ehefrau d(es ehrbaren) H(errn) Chajim Löwy Segal, אשת כ’ה חיים לעווי סגל
[5] und Tochter des MORENU Abraham Margolis Perl ובת מו’ה אברהם מרגלית פערל
[6] aus Glocksdorf. מגלאקסדארף
[7] Sie starb zum Kummer ihrer Familie und all ihrer Verwandten מתה לדאבון משפחתה וכל מכריה
[8] am 9. Nisan 636 n(ach der kleinen Zeitrechnung). ביום ט’ ניסן ת’ר’ל’ו ל”
[9] I(hre Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). Der Name ihrer Mutter war Resl. ת’נ’צ’ב’ה’ שם אמה ריזל
[10] Hier ruhet
[11] die treue Gattin u. zärtliche Mutter
[12] FRANZISKA LÖWY
[13] geb. PERL
[14] gestorben am 3t. April 1876
[15] im 62t. Lebensjahre
[16] betrauert von ihrem Gatten,
[17] Kindern, Verwandten, so wie von allen,
[18] die diese edle Frau kannten.


Anmerkungen

Woher Dr. Pinkas Heinrich bzw. jene Beamten, die den Grabstein transkribierten, die Zeilen 16-18 haben, erschließt sich mir nicht. Meines Erachtens ist bzw. war auf dem Grabstein kein Platz mehr für diese Zeilen.

Zeile 2: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה u.a. und Schabbat 53b צנועה אשה.

Sprüche 12,4; 31,10; Rut 3,11 אשת חיל.

Linha 5: MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, as inscrições do cemitério judaico velho em Viena, a primeira parte de 1540 (?) - 1670, a segunda parte 1696-1783, Viena 1912, parte 2, p 15).


Biografische Notizen

Franziska (Fradel) Löwy, geb. Perl ca. 1814, aus Glocksdorf in Mähren, gest. 09. Nisan 636 = Montag, 03. April 1876 um 06 Uhr am Morgen an angeborenem Herzleiden in Wien Speising Nr. 82, begraben am jüdischen Friedhof Währing, Mittwoch, 05. April 1876, allgemeiner Platz, 18. Reihe, lt. Gräberbuch: alte Nr. 3093, neu: Gruppe 8, Nr. 260

Vater: Abraham Margolis Perl aus Glocksdorf

Ehemann: Chajim Segal Löwy, Goldarbeiter


Personenregister jüdischer Friedhof Währing


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Im Schatten des Schlosses

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet! Allerdings planen wir schon im Juni einigen Aktivitäten im kleinen und gesetzlich erlaubten Rahmen, Nähers in Kürze… Wir freuen uns,…

Unser Museum ist voraussichtlich ab 01. Juli 2020 wieder geöffnet!

Allerdings planen wir schon im Juni einigen Aktivitäten im kleinen und gesetzlich erlaubten Rahmen, Nähers in Kürze…

Wir freuen uns, wenn Sie uns wieder besuchen können und möchten Ihnen jetzt schon Lust auf die ehemalige Judengasse und unser Museum machen. Gewählt haben wir diesmal eine ganz andere, spannende Perspektive …:

Drohne und Videoschnitt: Martin Schwarz

Die beste Qualität erhalten Sie, wenn Sie die Auflösung auf 1080p stellen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren YouTube-Kanal abonnieren, weitere Videos sind schon in Planung. Außerdem starten wir in einigen Tagen mit einer Podcast-Serie.


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Kolisch Adolf – 18. Oktober 1878

Adolf (Aron) Kolisch, 21. Tischre 639 (Schmini Atzeret) (= Freitag, 18. Oktober 1878) Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Korycany (Tschechien). Die hebräische Grabinschrift Inschrift Adolf Kolisch: Zeilengerechte Transkription…

Adolf (Aron) Kolisch, 21. Tischre 639 (Schmini Atzeret) (= Freitag, 18. Oktober 1878)

Der Grabstein befindet sich am jüdischen Friedhof Korycany (Tschechien).



Die hebräische Grabinschrift

Inschrift Adolf Kolisch: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ist geborgen פה נטמן
[2] d(er ehrbare) H(err) Aaron, Sohn d(es ehrbaren) H(errn) Mose Jehuda כה אהרן בן כה משה יהודה
[3] Kolisch, d(as Andenken des Gerechten) m(öge bewahrt werden). קאליש ז”ל
[4] Er verstarb in gutem Ruf zu Schmini Atzeret (= 21. Tischre) נפטר בשם טוב ביום שמיני עצרת
[5] 639 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). תרלט לפ”ק
[6] Aron ging Mose entgegen und seine gute Tat אהרן הלך לקראת משה ומצותו
[7] legte er vor G(ott) hin im heiligen Gewand, sie war wie seine Gerechtigkeit. קרב לפני ה בבגד קדש היא תמותו
[8] Sein Herz hob hoch die Namen der Israeliten mit seiner Liebe לבו נשא שמות בני ישראל באהבה
[9] Er gab Brot den Armen und spendete ihnen seine Hilfe. יתן פתה לעניים ונתן להם עזרתו
[10] Zu Schmini Atzeret nahm ihn Gott zu sich. Er wird leben. שמיני עצרת לקחו אל ובחיים היתו
[11] S (a) S (Eele) m (OGE estar envolvido) i (m Confederação) d (em que vive). ת”נ”צ”ב”ה”



Anmerkungen

Zeile 7: S. Exodus 31,10: ואת בגדי הקדש “die heiligen Gewänder” oder “Priestergewänder”, was darauf hindeuten könnte, dass Adolf Kolisch Kohen war.

Zeile 6 horizontal und Zeile 7-10 vertikal: Akrostychon: Das erte Wort in Zeile 6 sowie die Anfangsbuchstaben der Zeilen 7-10 ergeben den hebräischen Vornamen und den Nachnamen des Verstorbenen (Aron Kolisch). Allerdings wird im Akrostychon “Kolisch” ohne א geschrieben, im Gegensatz zu Zeile 3: קאליש.


Über die Kategorie “Cheder”


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Reiter / Reuter Maria – 20. November 1851

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Maria / Marie (Mirjam) Reiter (Reuter), 26. Cheschwan 612 (= Donnerstag Abend, 20. November 1851) Die Grabinschrift Inschrift Marie Reiter: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Maria / Marie (Mirjam) Reiter (Reuter), 26. Cheschwan 612 (= Donnerstag Abend, 20. November 1851)



A sepultura inscrição

Inschrift Marie Reiter: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ”ט
[2] die angesehene unverheiratete Frau הבתולה החשובה
[3] Mirjam, Tochter des Tora(gelehrten), e(hrbaren) H(errn) Joseph Reiter. מרים בת התו’ כ’ה יוסף רייטער
[4] All ihre Tage öffnete sie ihre Hand den Armen, כל ימיה ידה פתחה לעניים
[5] ihre Gerechtigkeit gehe ihr voran. Sie verstarb צדקתה תלך לפניה נפטרת
[6] am V(orabend) d(es heiligen) Sch(abbat), 26. Cheschwan und wurde begraben am ביום עש’ק כ’ו חשון ונקברת ביום
[7] Sonntag, 18. d(es selben) M(onats) des Jahres 612 n(ach der kleinen Zeitrechnung). I(hre Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). א יח בו שנת תריב ל’ תנצבה
[8] Hier ruhet
[9] Jungfrau Marie, Tochter
[10] des Herrn Joseph Reuter
[11] gestorben den 11ten November 1851.
[12] Unvergesslich wird sie ihren
[13] Geschwistern bleiben.


Anmerkungen

Die deutsche Grabinschrift ist heute zum Großteil nicht mehr zu lesen, weshalb auf die Umschrift und die Korrekturen von Dr. Pinkas Heinrich zurückgegriffen werden musste.

Linha 2: Zeile 2: Vgl. Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה.

Linha 5: S. Jesaja 58,8 …והלך לפניך צדקך… “…und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen…”.

Zeilen 6, 7 und 11: Mehrere gravierende Fehler beim Tagesdatum, die auch schon Dr. Pinkas Heinrich anmerkt:

Zeile 6: Der 26. Cheschwan 612 war Freitag (= Vorabend des Schabbat), 21. November 1851. Da Marie Reiter um 21 Uhr abends verstarb, war das schon der 26. Cheschwan, aber noch Donnerstag, 20. November.
Zeile 7: Selbstveständlich Gravurfehler, weil das Begräbnisdatum vor dem Todesdatum wäre. Der 18. Cheschwan war Donnerstag, 13. November. Es muss richtig Sonntag, 28. Cheschwan (= 23. November) heißen.
Linha 11: Der 11. November war ein Dienstag (16. Cheschwan). Es muss wohl 21. November sein, wenn die abendliche Sterbezeit nicht berücksichtigt wird.


Biografische Notizen

Maria / Marie (Mirjam) Reiter (Reuter), geb. ca. 1801 in Wien, ledig, Handarbeiterin, gest. 26. Cheschwan 612 = Donnerstag, 20. November 1851 um 21 Uhr mit 50 Jahren an Schlagfluss in Wien Rossau 50, israelitisches Spital, begraben am jüdischen Friedhof Währing, Sonntag, 23. November 1851 am Morgen am allgemeinen Platz, lt. Gräberbuch alte Nr.: 2605, neu: Gruppe 8, Nr. 110

Vater: Joseph Reiter / Reuter, geb. ca. 1753 in Pressburg, tolerierter Kaufmann in Wien, gest. 19. September 1831 mit 78 Jahren an Altersschwäche in Wien Stadt Nr. 375, begraben am jüdischen Friedhof Währing, allgemeiner Gottesacker, laut Leichenzeichen, lt. Gräberbuch alte Nr.: 1805, neu: Gruppe 4, Nr. 949

Mutter: Sara Reiter, geb. Barach ca. 1764 in Pressburg, gest. 01. Juli 1831 mit 67 Jahren an Gedärmbrand, in Wien Stadt, Nr. 375, begraben am jüdischen Friedhof Währing, Nr. 42, lt. Gräberbuch alte Nr.: 1331, neu: Gruppe 4, Nr. 672


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