Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: frauenkirchen

Goldstein Dr. Eduard – 26. Jänner 1922

Dr. Eduard (Elijahu) Goldstein, 26. Tevet 682 (= Donnerstag, 26. Jänner 1922) Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Frauenkirchen. Die Grabinschrift Inschrift Eduard Goldstein: Zeilengerechte Transkription und…

Dr. Eduard (Elijahu) Goldstein, 26. Tevet 682 (= Donnerstag, 26. Jänner 1922)

Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Frauenkirchen.

Grabstein Dr. Eduard (Elijahu) Goldstein, 26. Jänner 1922. Foto: Dr. Herbert Brettl

Grabstein Dr. Eduard (Elijahu) Goldstein, 26. Jänner 1922. Foto: Dr. Herbert Brettl


Die Grabinschrift

Inschrift Eduard Goldstein: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ”נ
[2] der Weise, der Arzt, MORENU Elijahu, a(uf ihm sei) d(er Friede), החכם הרופא מוה אליהו עה
[3] der genannt wurde הנקרא
[4] Dr. Eduard Goldstein. ד”ר עדוארד גאלדשטיין
[5] Dr. Eduard Goldstein
[6] Er verstarb נפטר
[7] am 26. Tevet 682. כ”ו טבת ת’ר’פ’ב’
[8] Wie Diademsteine, die funkeln über seinem Erdreich, אבני נזר מתנוססות על אדמתו
[9] war er Tag und Nacht zu Diensten den Seufzenden und Stöhnenden, לילה ויום הכן לעזר נאנחים ונאנקים
[10] Ob reich oder arm, die an Krankheit Leidenden waren ihm Verpflichtung. יחד עשיר ואביון סובלי חולאים לחקים
[11] Sie werden ihre Zeugen stellen, “gepriesen sei er”, werden sie von ihm sagen. הם יתנו עידיהן ברוך יאמרו לעומתו
[12] Man sagte, er möge in Frieden eingehen und seine Ruhe möge Ehre sein. ויקראו יבא שלום והיתה כבוד מנוחתו
[13] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). ת’נ’צ’ב’ה’
[14] Der Name seiner Mutter war Sarl. ושם אמו שרל


Anmerkungen

Zeile 2: MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Zeile 8: Sacharja 9,16: “So wird der HERR, ihr Gott, sie an jenem Tag retten als die Herde seines Volkes. Denn Steine an seinem Diadem sind sie, die über seinem Land funkeln.”

Zeile 9: Ezechiel 9,4. Gravurfehler: Es muss ונאנקים und nicht ונאנלים heißen!

Zeile 10a: Psalm 49,3 “… Reiche und Arme zusammen” יחד עשיר ואביון.
10b: S. Babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin 98a: “Er sitzt zwischen den mit Krankheiten behafteten Armen” יתיב ביני עניי סובלי חלאים.

Zeile 11: S. Jesaja 43,9 “Sie sollen ihre Zeugen stellen” יתנו עדיהם.
Mir ist nicht klar, warum עידיהן und nicht עידיהם.

Zeile 8 – 12: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben den hebräischen Vornamen des Verstorbenen (Elijahu).


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Goldstein August – 23. Juli 1901

August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 (= Dienstag, 23. Juli 1901) Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Frauenkirchen. Die Grabinschrift Inschrift August Goldstein: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung…

August (Mose) Goldstein, 26. Tevet 682 (= Dienstag, 23. Juli 1901)

Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Frauenkirchen.

Grabstein August (Mose)  Goldstein, 23. Juli 1901. Foto: Dr. Herbert Brettl

Grabstein August (Mose) Goldstein, 23. Juli 1901. Foto: Dr. Herbert Brettl


Die Grabinschrift

Inschrift August Goldstein: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ”נ
[2] ein teurer Sohn, der unverheiratete Mann בן יקיר הבחור
[3] Mose (August) משה (אויגוסט)
[4] Goldstein, גאלדשטיין
[5] a(uf ihm sei) F(riede). ע”ה
[6] Er verstarb am 7. Av und wurde begraben a(m) 9. A(v) נפטר ז’ אב ונקבר בט”ב
[7] im Jahr 661 n(ach der kleinen Zeitrechnung). בשנת תרס”א ל.
[8] Wie hast du nur so schnell finden können ein Grab noch als Jüngling. מה זה מהרת למצא קבר בעודך נער
[9] Im Haus deiner Eltern ist das Tor zu Trümmern geschlagen. לילה ויום הכן לעזר נאנחים ונאנקים
[10] Du liegst wie ein Siegel auf ihren Herzen, dein Lager ist frisches Grün. יחד עשיר ואביון סובלי חולאים לחקים
[11] In der Finsternis breitet sich dein Lager aus und es wird ausgerufen: בחשך רפד יצועך ויעבר הרנה
[12] Hoffe auf Gott, denn wir werden ihn noch preisen. Steh auf und leuchte הוחילה לאלקים עוד תודנו קומי אורי
[13] in Seinem Licht und Seiner Wahrheit, wenn du in die Höhe auffährst. באורו ואמתו כעת במרום תמריאי
[14] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). ת’נ’צ’ב’ה’
[15] Der Name seiner Mutter ist Mirjam. ושם אמו מרים


Anmerkungen

Zeile 8: Genesis 27,20 מה זה מהרת….

Zeile 9: Jesaia 24,12 …ושאיה יחת שער. Wortumstellung wegen des Reimes.

Zeile 10a: S. Hohelied 8,6 “Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz שימני כחותם על לבך….
10b: S. Hohelied 1,16: “…Unser Lager ist frisches Grün” …אף ערשנו רעענה:.

Zeile 11a: S. Ijob 17,13 “…In der Finsternis breite ich mein Lager aus.” בחשך רפדתי יצועי:. Ich hätte in der Grabinschrift beim Verb auch eher eine 2. Person erwartet, also “du breitest aus…”. “Er breitet dein Lager aus” würde nur Sinn machen, wenn Gott das Subjekt wäre, daher oben reflexiv übersetzt.
11b: 1 Könige 22,36 ויעבר הרנה.

Zeile 12a: S. besonders Psalm 42,6; 42,12 und 43,5: “Hoffe auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen…” הוחילי לאלהים כי עוד אודנו. Nur am Rande sei angemerkt, dass die Formulierung עוד תודנו exakt wie in der Grabinschrift in dem Gedicht קברות התאוה des großen Dichters der Haskala, Jehuda Leib Gordon, vorkommt.
12b: Jesaja 60,1 קומי אורי….

Zeile 13b: Ijob 39,18: כעת במרום תמריא. Im Bibeltext ist תמריא allerdings 3. f sg (Wenn sie – die Straußenhenne – aufschnellt…), in der Grabinschrift ist das Verb natürlich als 2. m sg zu lesen “du fährst auf”.

Zeile 8, 10 und 12: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben den hebräischen Vornamen des Verstorbenen (Mose).


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Hebräisch – vor Ort und mit allen Sinnen

Schon zum zweiten Mal kamen 7 Interessierte aus Salzburg, Kärnten und Bayern nach Eisenstadt zum fortgeschrittenen Hebräischkurs. So wie vergangenes Jahr wollten wir auch heuer das sonst übliche “Klassenzimmer” verlassen…

Schon zum zweiten Mal kamen 7 Interessierte aus Salzburg, Kärnten und Bayern nach Eisenstadt zum fortgeschrittenen Hebräischkurs. So wie vergangenes Jahr wollten wir auch heuer das sonst übliche “Klassenzimmer” verlassen und Gelerntes in der Praxis, vor Ort, anwenden und vertiefen. Dass es dabei nicht “nur” um Grammatik, Vokabeln und Syntax ging, muss nicht extra erwähnt werden. ;-)

Frauenkirchen

Gleich am 1. Tag fuhren wir nach einem Kurzbesuch am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt in die ehemalige jüdische Gemeinde Frauenkirchen. Herr Franz Wegleitner, ehemaliger Lehrer, der sich seit vielen Jahren in zahlreichen Projekten rund um die Geschichte der Juden Frauenkirchens engagiert und verdient macht, nahm sich viel Zeit, um uns faszinierende Geschichten zu einzelnen Gräbern des in der Shoa nicht zerstörten jüdischen Friedhofs zu erzählen. Nach dem Friedhof besichtigten wir mit ihm noch den “Garten der Erinnerung” am Standort der ehemaligen Synagoge, der am 29. Mai feierlich eröffnet wird.

  • Herr Wegleitner führt uns am jüdischen Friedhof Frauenkirchen
  • Jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Die ältesten Grabsteine am jüdischen Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Hindel Neufeld, 1910, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Völlig erodierter Grabstein am jüdischen Friedhof Frauenkirchen
  • Durch Erosion sind nur mehr Einleitungsformel und Schlusseulogie lesbar, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Rela Steiner, 1937, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Elijahu Zvi, 1917, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Mose (August) Goldstein, 1901, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Sehr schöner, aber leider stark erodierter Grabstein, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Chaja Sara, Tochter vom Schalom ...,  1820, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Gütel Kastner, 1927, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Völlig erodierter Grabstein am jüdischen Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Sarl Deutsch, 1935, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Grabstein Sarl Deutsch, 1935, jüdischer Friedhof Frauenkirchen
  • Standort der ehemaligen Synagoge, 'Garten der Erinnerung'
  • Standort der ehemaligen Synagoge, 'Garten der Erinnerung'
  • Standort der ehemaligen Synagoge, 'Garten der Erinnerung'


Kittsee

Am Nachmittag fuhren wir in die ehemals nördlichste der “sieben heiligen jüdischen Gemeinden” auf esterházyschem Grundbesitz, nach Kittsee. Frau Direktor Irmgard Jurkovich erwartete uns schon auf dem im Schatten des Kittseer Schlosses gelegenen jüdischen Friedhof mit seinen 230 Gräbern. Frau Jurkovich beschäftigte sich schon in ihrer Zeit als Leiterin der örtlichen Hauptschule jahrzehntelang intensiv mit der jüdischen Geschichte von Kittsee, ihr enormes Wissen und ihr Engagement beeindruckte uns alle in höchstem Maße.

  • Irmgard Jurkovich führt uns am jüdischen Friedhof Kittsee
  • Der jüdische Friedhof Kittsee im Schatten des Schlosses
  • Jüdischer Friedhof Kittsee
  • Heute sind nur mehr wenige Grabsteine (einigermaßen) gut lesbar, jüdischer Friedhof Kittsee
  • Heute sind nur mehr wenige Grabsteine (einigermaßen) gut lesbar, jüdischer Friedhof Kittsee
  • Jüdischer Friedhof Kittsee
  • Völlig erodierter Grabstein, jüdischer Friedhof Kittsee
  • So gut wie nicht mehr lesbare Inschrift, jüdischer Friedhof Kittsee
  • Grabstein des vorletzten Rabbiners von Kittsee, Meir Abeles, 1887, jüdischer Friedhof Kittsee


Wien Zentralfriedhof

Am Freitag verließen wir das Burgenland und machten uns auf den Weg nach Wien. Die jüdischen Abteilungen auf dem Zentralfriedhof Tor IV und Tor I an einem Tag waren ein ambitioniertes Vorhaben. Eine der bekanntesten und besten Genealoginnen, Traude Triebel, erklärte die Bedeutung von Grabinschriften, besonders auch von hebräischen, für die genealogische Arbeit. Nach dem Besuch des Grabes Paul Rosenfeld aus Frauenkirchen und der “herrenlosen” (sic!) exhumierten Gräber von Döbling auf Tor IV wechselten wir am Nachmittag in die jüdische Abteilung von Tor I, laut Eigenaussage eine Art Zweitwohnsitz von Traude Triebel ;-), die hier auch gleich ihre eigene Familie besuchen konnte. Auf beiden Toren liegen etwa 150.000 Menschen begraben.
Selbstredend, dass die prachtvollen Mausoleen auf Tor 1 fast eine Art Kontrastprogramm zu den orthodoxen burgenländischen Grabstätten des Vortages bildeten:

Markus Engel, ein Sohn des Handelsmanns in Bonyhad Aron Engel, kam um 1860 nach Wien und begründete hier zusammen mit Wilhelm Weiss unter der Firma M. Engel & Weiss ein Exporthaus. Aus diesem erwuchs das Bank- und Wechselhaus Marcus Engel in Wien I., Schottenring 32, durch das Markus Engel zu großem Reichtum kam. Sein monumentales Mausoleum auf dem Zentralfriedhof in Wien ist eines der größten Grabdenkmäler auf diesem Friedhof (siehe unten Bilder 3. Reihe).

Gaugusch Georg, Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, A-K, Wien 2011, 534.

Besonders faszinierend war die sefardische Abteilung bei Tor 1. Im Wien des 19. Jahrhunderts gab es eine bedeutende sefardische Gemeinde. Die frühesten Namen sind bekannt: Camondo, Nissim, Eskenasy, Amar, De Mayo usw. Interessant, dass wir in den Geburts- und Heiratsmatriken zwischen 1845 und 1938 gerademal 10.000 Personen finden.
Für uns, wir machen diese Touren schließlich im Rahmen eines Hebräischkurses für Fortgeschrittene, war natürlich auch interessant, dass wir offensichtlich in Wien nur auf den sefardischen Gräbern als Einleitungsformel der hebräischen Grabinschriften מצ’ק finden. Gesehen hab ich das bisher nur am jüdischen Friedhof in Triest. In Deutschland finden sich etwas mehr als 50 Belege dafür, und diese mit wenigen Ausnahmen alle auf dem jüdischen Friedhof Hamburg-Altona. Dort jedoch nie als Abbreviatur, sondern immer ausgeschrieben: מצבת קבורת.

  • Grab von Paul Rosenfeld aus Frauenkirchen, 2003, Zentralfriedhof Wien, Tor 4
  • Mit Genealogin Traude Triebel vor den 'herrenlosen' exhumierten Gräbern aus Döbling, Zentralfriedhof Wien, Tor 4
  • Ehrengräbergruppe: Gerhard Bronner, Friedrich Efraim Torberg, Arthur Schnitzler, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Grab von Oskar Schiller aus Eisenstadt, 2005, Zentralfriedhof Wien, Tor 4
  • Eines der wenigen Gräber mit ausschließlich hebräischer Grabinschrift bei Tor 4: Antonia Händler, 2002, Zentralfriedhof Wien
  • Grab von Dr. Bernhard Wachstein, 1935, Bibliothekar der Isr. Kultusgemeinde Wien, Zentralfriedhof Wien, Tor 4
  • Grab von R. Aharon Jedhua Halevi, 30 Jahre Rabbiner der Synagoge Favoriten, November 1929, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Mausoleum Marcus Engel, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Traurig: Fast alle Kupferrosetten gestohlen: Grab von Ludwig v. Pollak, 2005, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Grab von Jonas Kraemer, 1905, mit Freimaurersymbol, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Grab von Josef ben MORENU Jehuda Arje Pressburger, 1901, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Helene Russo, 1899, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Abraham Leon Cohen, 1894, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Brüder Schlomo David Asriel und Schmuel David Asriel, Helene Asriel, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Grab von Isak Semo, 1907, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Grab von Camilla de Majo, 1924, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Sefardische Abteilung: Grab von Julie Baruch aus der türkischen Gemeinde Wien, 1899, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Beachtenswertes Gedicht am Grabstein von Sidonie Grünwald-Zerkowitz, 1907, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • 1945 durch Fliegerbomben zerstörtes Mausoleum von Moriz Benedikt, 1849-1920, Herausgeber und Chefredakteur der Neuen Freien Presse, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Gedenktafel für tausende nicht zuordenbare Grabsteinfragmente an der Mauer, Zentralfriedhof Wien, Tor 1
  • Tausende nicht zuordenbare Grabsteinfragmente an der Mauer, Zentralfriedhof Wien, Tor 1


Ich kann mich nur wiederholen: Ich bewundere jede/n einzelne/n KursteilnehmerIn für seine/ihre große Leidenschaft für die hebräische Sprache. Und ich freue mich wirklich ganz besonders, dass der Termin für nächstes Jahr gleich vereinbart wurde! :-)


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Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Zum fünfzehnten Mal wird heuer europaweit der Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen. An diesem Tag sollen Geschichte, Traditionen und Bräuche des europäischen Judentums in Vergangenheit und Gegenwart einem breiten…

Zum fünfzehnten Mal wird heuer europaweit der Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen. An diesem Tag sollen Geschichte, Traditionen und Bräuche des europäischen Judentums in Vergangenheit und Gegenwart einem breiten Publikum vermittelt werden. In fast 30 europäischen Ländern bieten Museen, Vereine und Initiativen Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Führungen zu Stätten jüdischer Kultur an.

Auf Initiative der Burgenländischen Forschungsgesellschaft wird dieser Tag 2014 erstmals auch im Burgenland begangen, gemeinsam mit den Burgenländischen Volkshochschulen, unserem Museum und dem Landesmuseum Burgenland sowie in Kooperation mit lokalen Gedenkinitiativen. Koordiniert und unterstützt werden die Aktivitäten von der European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage AEPJ.

Programm

Leerstellen I: Rundgang durch das jüdische Viertel in Eisenstadt

mit dem Zeitzeugen Ernst Simon (London) und Johannes Reiss (Österr. Jüd. Museum Eisenstadt)

Wann: Sonntag, 14. September 2014, 09.00 bis 09.45 Uhr
Wo: Treffpunkt: Jerusalemplatz, 7000 Eisenstadt

Matinee

Eröffnung des ersten Europäischen Tages der jüdischen Kultur im Burgenland durch LH Hans Niessl und Francois Moyse, Präsident der European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage.

Anschließend: Zeitzeugen erzählen von ihrer Kindheit im Burgenland, der Vertreibung durch die Nationalsozialisten und dem Leben in der Emigration. Mit Ernst Simon (Eisenstadt – London) und Gerda Frey (Mattersburg – Wien).

Wann: Sonntag, 14. September 2014, 10.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum

Logo 'Europäischer Tag der jüdischen Kultur'

Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit, an geführten Rundgängen in Mattersburg, Frauenkirchen, Rechnitz und Kittsee teilzunehmen:

Mattersburg, 15.00 Uhr | Leerstellen II: Rundgang durch das ehemalige jüdische Mattersburg mit Gertraud Tometich (Verein “wir erinnern”)

Frauenkirchen, 15.00 Uhr | Leerstellen III: Rundgang durch das ehemalige jüdische Frauenkirchen mit Herbert Brettl (Initiative Erinnern Frauenkirchen)

Rechnitz, 15.00 Uhr | Leerstellen IV: Rundgang durch das ehemalige jüdische Rechnitz mit Eva Schwarzmayer (Verein REFUGIUS)

Kittsee, 14.30 Uhr | Leerstellen V: Rundgang durch das ehemalige jüdische Kittsee mit Irmgard Jurkovich (Treffpunkt: Gasthaus Leban, U. Hauptstraße 41, 2421 Kittsee)

Mehr Informationen und Details der Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Broschüre: edjc-2014.pdf, Download, 2.16MB

Wir ersuchen Sie um Anmeldung. Benutzen Sie dafür bitte das Formular auf der Website der Burgenländischen Forschungsgesellschaft.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung:

  • per E-Mail: info@ojm.at oder
  • telefonisch: +43(0)2682 651 45


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