Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: pesach

Pesach 5779

Übermorgen, am Freitag, dem 19. April 2019, ist der 14. Nisan und damit Erev Pesach. Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5779! חג פסח כשר ושמח! Außerdem wünschen…


Übermorgen, am Freitag, dem 19. April 2019, ist der 14. Nisan und damit Erev Pesach.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5779!

חג פסח כשר ושמח!

Außerdem wünschen wir unseren christlichen Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest!


Das Bild oben zeigt die sehr unübliche Darstellung einer Sedertischgesellschaft auf der Titelseite der Pesach Haggada von Meschullam Zimel, Wien 1719.

(Da das Headerbild sich automatisch an die Bildschirmgröße anpasst und daher möglicherweise nicht alle Details zu sehen sind, hier das Bild noch einmal:)

Pesach Haggada, Meschullam Zimel, Wien 1819, Ausschnitt Titelseite mit Sedertischgesellschaft

Pesach Haggada, Meschullam Zimel, Wien 1719, Ausschnitt Titelseite mit Sedertischgesellschaft



Auf einem für das Sedermahl gedeckten Tisch sitzen fünf Männer und vier Frauen. Von beiden Seiten kommen Diener und servieren der edlen Tischgesellschaft Speisen und Getränke.

Ebenfalls auf der Titelseite lesen wir über den Künstler:

…der in der Kupferstecherei ausgezeichnet erfahrene Künstler,
der ehrenwerte Herr und Meister Zimel, Schreiber aus Polná (in Böhmen / Tschechien),
für den Erhabenen/Repräsentanten und Freizügigen, dem Vorzüglichen, dem in der Zier
und der Ehre Gottes sehr Erhabenen,
Natan, dem Sohn des Vorstehers
und in der Ehre Gottes berühmten Erhabenen/Repräsentanten
Isak Oppenheimer aus Wien, u(nser Fels) m(öge die Stadt segnen) u(nd beschützen),
im Jahre 1719 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung) in Wien, mit den Buchstaben
von Amsterdam.

Pesach Haggada, Meschullam Zimel, Wien 1719, Ausschnitt Titelseite mit Titeltext, umrahmt von Bildern von Moses und Aaron, David und Salomon

Pesach Haggada, Meschullam Zimel, Wien 1719, Ausschnitt Titelseite mit Titeltext, umrahmt von Bildern von Moses und Aaron, David und Salomon


Kleiner Exkurs zu den „Buchstaben aus Amsterdam“:

Ende des 16. Jahrhunderts ließen sich viele Marranen, also unter Zwang zum Christentum bekehrte iberische Juden, die sich Anfang des 17. Jahrhunderts wieder offen zum Judentum bekannten, in Amsterdam nieder. Ihr großes Interesse an hebräischer Literatur führte dazu, dass 1626 Menasse ben Israel in Amsterdam eine hebräische Druckerei gründete, in der nicht nur sehr viele hebräische und lateinische Bücher gedruckt wurden, sondern in der auch neue Schrifttypen geschnitten wurden. Die hervorragende Qualität dieser „Amsterdamer Buchstaben“ ließ später viele ausländische Schreiber ‒ nicht ganz wahrheitsgemäß ‒ auf ihren Titelseiten den Vermerk anbringen „Mit den Buchstaben von Amsterdam„.


Besonders empfehlen möchten wir die vielen von Chajm Guski auf talmud.de zur Verfügung gestellten Informationen zum Pesachfest, darunter auch die Pesach-Haggada im Volltext.

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Über jüdische und christliche Fleischhauer in Eisenstadt

John-Rylands-Haggada, Spanien, 14. Jahrhundert, Schächtszene Am kommenden Freitag, dem 30. März (= 14. Nisan), ist Erev Pesach. Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5778! חג פסח כשר ושמח!…

John-Rylands-Haggada, Spanien, 14. Jahrhundert, Schächtszene


Am kommenden Freitag, dem 30. März (= 14. Nisan), ist Erev Pesach.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5778!

חג פסח כשר ושמח!

Außerdem wünschen wir unseren christlichen Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest!


Da bekanntlich zu Pesach die Kaschrutregeln ganz besonders genau befolgt werden müssen, interessieren uns diesmal die jüdischen und christlichen (!) Fleischhauer, die koscheres Fleisch an die jüdische Gemeinde lieferten. Obwohl gar nicht beabsichtigt, ist fast so etwas wie eine Art Sittenbild eines Gewerbes zwischen 1716 und 1828 entstanden.

Offensichtlich kam es schon in den ersten Jahrzehnten der neugegründeten jüdischen Gemeinde Eisenstadt immer wieder zu Problemen mit den jüdischen Fleischhauern.
So musste am 27. Dezember 1716 sogar der Landesrabbiner Richter delegieren wegen vertragswidriger Erhöhung des Fleischpreises durch den Fleischhauer Rafael ben Jakob Pollak. Denn die Gemeinde hatte gegen Herrn Pollak Klage erhoben,

dass er an Juden 2.5 Jahre hindurch teuerer verkauft habe [als an Christen], und zwar jedes Pfund um einen halben ungarischen Pfennig.

Herr Pollak freilich bestritt den Vorwurf, denn er sei sich gar nicht bewusst gewesen, das Fleisch teurer verkauft zu haben. Entschieden wurde, dass im gegenständlichen Fall ein Berauben unbekannter Personen vorliegt, denen man das geraubte Gut nicht zurückstellen könne. Daher wäre dies – heute nennt man das wohl Diversion – nur durch die Förderung eines öffentlichen Werkes gutzumachen. Rafael Pollak musste auf eigene Kosten einen Graben um den Friedhof herrichten, der notwendig ist, damit die vom Berge herabstürzenden Gewässer nicht in die Gräber dringen…

Am 6. Februar 1724 wurde gegen den Fleischhauer Wolf ben Meir (= Wolff Marcus, Schaf- und Ziegen-Fleischhauer) wegen Vergehens in der Ausübung seines Gewerbes ermittelt:

Der Beschuldigte stand schon früher im Verdachte nicht rituell zubereiteten Wein an Juden verkauft zu haben. Nun wurde … [bekannt], dass er Fleisch, das hinsichtlich der Genießbarkeit noch nicht vorschriftsmäßig untersucht worden war, zu verkaufen suchte. Ebenso stellte es sich heraus, dass er Fleisch, das von einem vor mehr als drei Tagen geschlachteten Tiere herrührte, zum Verkauf brachte, ohne es früher der vorgeschriebenen Waschung unterzogen zu haben. Er hatte dieses, um die Akzise zu hinterziehen, in das Haus eines Nichtjuden geschafft und dazu noch unversiegelt gelassen.

Die Strafe lautet: Unfähigkeit zur Zeugenschaft und Ablegung eines Eides, Aberkennung des aktiven und passiven Wahlrechtes usw., dazu kam noch eine saftige Buße und seinen Sitz in der Synagoge verlor der Beschuldigte auch für ein ganzes Jahr.

Wolff Marcus dürfte kein zartbesaiteter Mensch gewesen sein, denn am 11. Oktober desselben Jahres wurde

der Beklagte, der als gewalttätiger Mensch bekannt ist, … zu einer Geldbuße von 39 Groschen für Schmerzensgeld und als Ersatz für Heilkosten … verurteilt. Ferner darf er für die Dauer von drei Monaten nicht zur Tora gerufen oder mit einer synagogalen Funktion beehrt werden. Für die Dauer von fünf Jahren darf er zu keiner Gemeindeversammlung zugezogen werden…

Und knapp einen Monat später, am 05. November 1724, klagte Israel Modern gegen den Fleischhauer Abraham Zoref und Simeon ben Chanan wegen Sachschäden.

Die Beklagten haben am vorhergehenden Simchat-Torafeste mit Steinen um sich geworfen, wodurch die Fenster im Hause des Klägers zerbrochen wurden. Das Urteil lautete: Abraham Zoref hat drei Pfund Talgkerzen an die Synagoge als Strafe zu leisten. Für die Dauer von drei Monaten Ausschluss von jeder synagogalen Funktion, ferner Aberkennung des aktiven und passiven Wahlrechtes für sechs Jahre…

Am 28. Dezember 1730 wurde der Gemeindeangestellte Bendit ben Abraham beschuldigt,

die Parteien nach Gefallen behandelt, dem einen gutes, dem anderen mageres und schlechtes Fleisch verkauft zu haben.

Und am 2. Jänner 1808 machten die herrschaftlichen Fleischhauer Moses Kittsee-Wolf und Moses Samuel in einer Vorstandssitzung der Gemeinde geltend,

dass sie infolge des außerordentlich steigenden Preises des Schlachtviehes mit großem Verlust arbeiten müssten und daher nicht in der Lage wären, die Gemeinde mit Koscherfleisch zu versorgen. In Berücksichtigung dieser Gründe wird ihnen über die bereits vertragsmäßig zugesicherten 150 fl. noch die Einhebung eines halben Kreuzers per Pfund zugestanden. Dies gilt a dato bis nach Pesach. Für die Pesachfeiertage selbst gilt die jetzige Abmachung nicht.

Vogelkopf-Haggada, Süddeutschland, spätes 13. Jahrhundert, Schächtszene

Vogelkopf-Haggada, Süddeutschland, spätes 13. Jahrhundert, Schächtszene

(Mehr über die Vogelkopf-Haggda in: Bilder der Woche – Die Vogelkopf-Haggada)


Jedenfalls führten – möglicherweise – auch die immer wieder auftretenden Probleme mit den jüdischen Fleischhauern der Gemeinde Eisenstadt dazu, dass am

15. März 1821

ein Vertrag zwischen der jüdischen Gemeinde und den christlichen Fleischhauermeistern Sebastian Schwemmer und Johann Hackstock wegen Belieferung der Gemeinde mit Koscher-Fleisch geschlossen wurde.

Der Vertrag wurde allen Gemeindemitgliedern pünktlich und deutlich vorgelesen und niemand hatte die mindeste Einwendung und Anstand daran genommen und alles für überaus gut und zum Vorteile der Gemeinde befunden…

Die jüdische Gemeinde verpflichtet sich also, den gänzlichen Bedarf an Koscher-Fleisch, welches in die Gassen gebraucht wird bei obbenannte Herrn Schwemmer und Hackstock nur allein von sie zu beziehen.

Der Vertrag war zwischen 6. April 1821 und 6. April 1827 gültig und regelte alle Verpflichtungen beider Seiten akribisch. Jedenfalls in höchstem Maße bemerkenswert, da üblicherweise die jüdischen Fleischhauer auch ihre christlichen Nachbarn belieferten, höchst selten aber umgekehrt.

So verbinden sich beide obige Herren ferner, dass sie hinlänglich die Gemeinde mit gutem Rindfleisch bestens versehen können und müssen, dass alles erforderliche Rindviehe sowohl zur herrschaftlichen Hofbank, wie auch der ganze Bedarf, was selbe auf die Dörfer brauchen niemals geschlagen werden darf, sondern allen Gebrauch … durch die hiesige Beglaubte geschachtet werden muss…

Interessant, dass zwei Jahre später, 1823, in einem Vertrag über die Gewährung eines Darlehens von 260 fl. an Moses Ahron Weiler als Vertragspartner der jüdischen Gemeinde Herr Abraham Hirsch [Schwarz] (aus Rechnitz, Fleischhauer in Eisenstadt) erwähnt wird!

Da die beiden christlichen Fleischhauer die jüdische Gemeinde, wie wir aus dem Vertrag erfahren, ja ausschließlich belieferten, kann Herr Schwarz noch nicht offiziell als Fleischhauer bedienstet gewesen sein.

…haben sich die beiden Herrn [christlichen] Fleischhackermeister alle Wochen für das eingelieferte Fleisch an den Bankknecht wegen ihrer Bezahlung zu verwenden, ansonsten die Gemeinde für die Bezahlung an obige Herrn nichts haftet.

Zum Gemeindefleischhauer wurde Abraham Hirsch Schwarz nämlich erst am 19. Oktober 1828 bestellt, und zwar per 6 fl. Lohn wöchentlich.

Moritz Schwarz, der Sohn von Abraham Hirsch Schwarz, ist am 03. Jänner 1833 der erste Eintrag in den Geburtsmatriken der jüdischen Gemeinde Eisenstadt. Der Beruf des Vaters wird auch darin als „Bankknecht“ angegeben.

Matriken Geburt Moritz Schwarz, 03. Jänner 1833, Eisenstadt

Matriken Geburt Moritz Schwarz, 03. Jänner 1833, Eisenstadt



Wir erfahren nicht, warum die jüdische Gemeinde nach Ablauf des Vertrages mit den christlichen Fleischhauern das Geschäft mit dem Koscher-Fleisch wieder den jüdischen Fleischhauern anvertraute.

Wir wissen aber, dass nur wenige Monate später, nämlich am 5. Jänner 1828, ein Aufsichtsorgan in der Gemeindefleischhalle zum Schutz der Käufer gegen Übervorteilung durch den Fleischhauer bestellt werden musste…


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Pesach 5774

Wohl kaum ein Bildmotiv in einer Pesach-Haggada mag regional mehr bzw. origineller verortet sein als Störche in einer Haggada aus dem böhmisch-mährisch-ungarischen Raum, der übrigens die Heimat eines Großteils der…

Wohl kaum ein Bildmotiv in einer Pesach-Haggada mag regional mehr bzw. origineller verortet sein als Störche in einer Haggada aus dem böhmisch-mährisch-ungarischen Raum, der übrigens die Heimat eines Großteils der Schreiber und Illuminatoren des 18. Jahrhunderts war. Vielleicht stammt die Haggada ja sogar aus der Gegend um den Neusiedler See.

Abraham und die 3 Engel in Mamre, Pesach Haggada 1737


Störche sind aus unserer Region, dem Burgenland, nicht wegzudenken, jedes Kind kennt hierzulande das alljährlich wiederkehrende schöne Schauspiel: Im Frühjahr kehren die Störche aus dem Süden zurück ins Burgenland, um hier auf den Schornsteinen ihre Nester zu bauen, Nachwuchs zu bekommen, über die Sommermonate aufzuziehen und im Herbst wieder gen Süden loszuziehen.

Etwa 30-40 Tage nachdem die Eier gelegt sind, schlüpfen die Jungen. Heuer kam übrigens der erste Storch vor wenigen Tagen, am 26. März, ins Burgenland, die Auswahl dieses Bildes für diese unsere heurigen Pesachwünsche erfolgte also keinesfalls zufällig ;-)

Freilich scheinen die schönen Vögel nicht erst in neuerer Zeit zu einer Art Wahrzeichen unserer Region geworden zu sein. Schon 1737, dem Entstehungsjahr unserer Pesach-Haggada, finden wir sie – quasi burgenländisches Lokalkolorit – auf dem Schornstein von Abrahams Haus. Das der Illustration zugrunde liegende biblische Motiv kennen wir schon: Abraham und die 3 Engel in Mamre, eine Illustration zu einer Hymne in der Pesach-Haggada, die im Anschluss an die häusliche Pesach-/Sederfeier am 2. Pesachabend gelesen wird.

Ein interessantes Detail finden wir auch auf der Titelseite der Pesach-Haggada:

Titelseite Pesach Haggada 1737


Zwischen Mose und Aaron lesen wir:

Pesach Haggada, mit schönen Illustrationen, alles handgeschrieben auf Pergament mit den Druckbuchstaben von Amsterdam, im Jahre 497 nach der kleinen Zeitrechnung (= 1737)

Ende des 16. Jahrhunderts ließen sich viele Marranen, also unter Zwang zum Christentum bekehrte iberische Juden, die sich Anfang des 17. Jahrhunderts wieder offen zum Judentum bekannten, in Amsterdam nieder. Ihr großes Interesse an hebräischer Literatur führte dazu, dass 1626 Menasse ben Israel in Amsterdam eine hebräische Druckerei gründete, in der nicht nur sehr viele hebräische und lateinische Bücher gedruckt wurden, sondern in der auch neue Schrifttypen geschnitten wurden. Die hervorragende Qualität dieser „Amsterdamer Buchstaben“ ließ später viele ausländische Schreiber – nicht ganz wahrheitsgemäß – auf ihren Titelseiten den Vermerk anbringen „Mit den Buchstaben von Amsterdam“.

Nun steht aber hier nicht – wie meistens – „Amsterdam“ mit hebräischen Buchstaben (אמשטרדם), sondern „Amstelredam“ (! אמשטלרדם), also der Name des Fischerorts, der an einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse im Fluss Amstel entstanden war.
Wissen wir das nicht, würden wir vielleicht „Amstlerdam“ lesen…


Erev Pesach ist immer am 14. Nisan, das ist heuer Montag, der 14. April.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5774!

חג פסח כשר ושמח!

Außerdem wünschen wir unseren christlichen Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest!


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Matzesbälle-Suppe aus dem Burgenland

Zum Pesachfest 5773 Diesmal haben wir uns für unseren Pesachbeitrag etwas Besonderes einfallen lassen. Unsere liebe Freundin aus dem USA – mit burgenländischen Wurzeln – Carole Vogel, die übrigens (wie…

Zum Pesachfest 5773

Diesmal haben wir uns für unseren Pesachbeitrag etwas Besonderes einfallen lassen.

Unsere liebe Freundin aus dem USA – mit burgenländischen Wurzeln – Carole Vogel, die übrigens (wie Sie am Beginn des Videos auch hören können) ihren Stammbaum bis MaHaRaM ASCH zurückführen kann, führte mit ihrem Mann die Regie.
Denn wir dürfen Ihnen heute ein Rezept für eine Matzesbälle-Suppe vorstellen, das aus den ehemaligen Sieben-Gemeinden des Burgenlandes stammt (!) und noch heute in ihrer Familie traditionell zubereitet wird.

Im Video sehen Sie Caroles Nichten und Schwiegertochter Rachel, Sara und Emily und ganz am Schluss Baby Clara! :-)

Das Video wurde vor einer Woche in New Jersey gedreht und wir bedanken uns bei Carole, ihrem Ehemann und natürlich ganz besonders bei den jungen Damen ganz herzlich für die viele Mühe und die wirklich großartige Performance!
Many thanks to Carole, her husband, and especially to the three young ladies for all their efforts and their truly magnificent (cooking) performance!

Sowohl Carole als auch wir finden es toll und vor allem wichtig, dass Traditionen nicht nur der älteren Generation vorbehalten sind, sondern auch von der jungen Generation gerne gepflegt werden!

Übrigens: Beachten Sie die professionelle Videoqualität, zweifelsohne fast schon kochsendungstauglich!



Und natürlich hier noch das Rezept in Deutsch:

  • 4 große Eier
  • 2 Esslöffel durch Schmelzen gereinigtes Hühnerfett
  • 1/2 Teelöffel pulverisierter Ingwer
  • 1 Teelöffel Backpulver (Das ist keine Familientradition, ich habe es dazugefügt, um wirklich fluffige Matzesbälle zu machen. Während Pesach weglassen!)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Tasse Matzesmehl
  • Hühnersuppe
  • Frischer Dill
  1. Eier in ein kleines Mixgefäß geben, Ingwer und Salz dazumischen und dann das Fett und das Backpulver dazufügen.
    Nach und nach das Matzesmehl dazugeben. Wenn alle Zutaten gut vermischt sind, den Behälter verschließen und für ca. 30 Minuten kühl stellen.
  2. Nach 25 Minuten einen großen Topf zu 3/4 mit Wasser füllen und erhitzen.
  3. Nach 30-minütigem Kühlen der Matzesmasse kleine Bälle damit formen. Jeder Ball sollte ca. 2.50 cm Durchmesser haben. Die Hände werden sehr klebrig dabei. Die geformten Bälle auf einen großen Teller legen. Die fertigen Bälle in das mit einem Teelöffel Salz siedende Wasser nach und nach einlegen.
  4. Topf zudecken, Hitze zurückschalten und 40 Minuten ziehen lassen. Den Deckel nicht abnehmen, bevor die Zeit um ist. Falls der Topf überkocht, die Hitze runterschalten.
  5. Ca. 10 Minuten bevor die Kochzeit um ist, die Hühnersuppe in einem separaten Topf erhitzen. Inzwischen einige Zweige frischen Dill kleinschneiden.
    Einen halben Teelöffel (oder mehr, falls man Dill mag) in den Suppenteller füllen.
  6. Je 3 fertige Matzesbälle in den Suppenteller geben und mit der Hühnersuppe auffüllen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

 

Wir wünschen Ihnen ein frohes und koscheres Pesachfest 5773!

חג פסח כשר ושמח!

Außerdem wünschen wir unseren christlichen Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest!


3 Kommentare zu Matzesbälle-Suppe aus dem Burgenland

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