Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: schalom-salam-grüß-gott

Lange Nacht der Museen 2010 – Nachlese

Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die “Lange Nacht” stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter…

Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die “Lange Nacht” stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott“.

Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel führte die Kleinen durch die 3 monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und unsere Mitarbeiterinnen Kati und Anja freuten sich nicht nur über das Engagement der Kinder beim Spiel, sondern waren auch erstaunt über das teils große Wissen der Kinder über die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen.

Selbstverständlich gewannen alle Kinder auch Preise und wir werden das von uns eigens für die “Lange Nacht der Museen” kreierte Spiel sicher hinkünftig gelegentlich bei Schulklassen verwenden.

  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010
  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010
  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010


Während die ersten beiden Stunden der “Langen Nacht” bei uns eher gemächlich begannen, herrschte kurz vor 20 Uhr ein regelrechter BesucherInnen-Ansturm auf unser Museum und binnen weniger Minuten war das Auditorium zum Bersten gefüllt. Unser Programmhighlight “Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt” sollte gleich beginnen. Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz boten dann 2 Stunden lang ein wirklich sensationelles Programm:

Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'

Tatsächlich, schon die erste Geschichte war wirklich total verrückt! Wir erfuhren nämlich, wie Jesus und Petrus durchs Mühlviertel marschierten, Hunger bekamen und bei einer Bäuerin 3 (!) Krapfen erhielten. Petrus wollte daraufhin den Herrn Jesus reinlegen, was ihm freilich nicht gelang …
Jedenfalls, nur so viel sei hier verraten, wissen wir jetzt, dass und wie Jesus die Eierschwammerl erschaffen hat ;).

Und die BesucherInnen bekamen sogar, passend zur Geschichte, ein Stück warmen Krapfen!

Warum das Programm übrigens “Aufräumen bei Gott!” hieß, erfuhren wir dann ganz am Schluss (der 2. Teil, nach einer kurzen Pause, endete um 22 Uhr) und möchten Ihnen die sehr eindrucks- und humorvolle Erklärung nicht vorenthalten:


Um 22.30h führte Kollege Christopher noch durch die Synagoge und durfte mehr als 30 begeisterte (!) Interessierte (und das bei einer Schwerpunktführung, die sich mit dem für eine “Lange Nacht der Museen” vielleicht etwas schwierigen Thema der Heiligkeit von Synagoge, Kirche und Moschee auseinandersetzte!) begrüßen :).

Für unser Museum ging um 01h nachts eine großartige “Lange Nacht der Museen 2010” zu Ende. Knapp 600 BesucherInnen, viele neue Gesichter, aber auch viele unserer “StammbesucherInnen”, nahmen unsere Angebote wahr.

Nach der “Langen Nacht der Museen” ist vor der “Langen Nacht der Museen” – die Überlegungen beginnen schon jetzt und wir versprechen, auch 2011 wieder weniger neuen Besucherrekorden nachzujagen, sondern uns wirklich zu bemühen, auch nächstes Jahr ein attraktives und zu unserem Haus passendes Programm zu bieten …


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Bild der Woche – Aufräumen bei Gott

Vor 6.5 Stunden erst ging die “Lange Nacht der Museen” auch bei uns zu Ende und wir dürfen – noch etwas übernächtig – schon jetzt kundtun, dass es für unser…

Vor 6.5 Stunden erst ging die “Lange Nacht der Museen” auch bei uns zu Ende und wir dürfen – noch etwas übernächtig – schon jetzt kundtun, dass es für unser Museum eine ganz großartige Nacht war.

Wir haben über unsere Veranstaltungen und Ereignisse nächtens schon ein wenig via Twitter live berichtet (z.B. Tweet 1, Tweet 2 oder Tweet 3).

Unser Programmhighlight war “Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt” – mit Märchenerzähler Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz.

Es darf und muss wiederholt werden: Es war wirklich ganz großes Kino und selbstverständlich haben wir fotografiert und gefilmt – in wenigen Tagen Stunden dann mehr … :)

Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz



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Lange Nacht der Museen 2010

Schalom – Salam – Grüß Gott … in der “Langen Nacht der Museen 2010” Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu einer verspielten, märchenhaften & musikalischen “Langen Nacht der…

Schalom – Salam – Grüß Gott … in der “Langen Nacht der Museen 2010”

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu einer verspielten, märchenhaften & musikalischen “Langen Nacht der Museen 2010” – ganz im Zeichen unseres Jahresschwerpunkts “Schalom – Salam – Grüß Gott”: mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann & Freunden, Kinderprogramm und Spezialführung durch die Wertheimer-Synagoge.

Wann: Samstag, 2. Oktober 2010, 18.00 bis 01.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum

Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)


Unser Programm im Detail

18.00 Uhr: “Schalom – Salam – Grüß Gott” für unsere jungen BesucherInnen – ein spielerisches Kennenlernen von Judentum, Christentum und Islam

20.00 Uhr: Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt – mit Märchenerzähler Helmut Wittmann und chassidischen Liedern von Aron Saltiel und David Raphael Katz (Klarinette, Gitarre, Hang).
Alpenländische Zaubermärchen, orientalische Schelmengeschichten und pfiffige Überlieferungen aus der jüdischen Tradition, mitreißend erzählt von Helmut Wittmann & Aron Saltiel wechseln mit chassidischen Liedern. Dazwischen improvisiert David Raphael Katz meisterhaft auf der Klarinette, der Gitarre und dem Hang.

  • Aron Saltiel
  • Helmut Wittmann


Aron Saltiel und Helmut Wittmann

Aron Saltiel (links) und Helmut Wittmann


22.30 Uhr: Synagoge – ein heiliger Ort? Oder: Über Eigenheiten und Gemeinsamkeiten von Synagoge, Kirche und Moschee. Schwerpunktführung in der ehemaligen Privatsynagoge Samson Wertheimers

Eintritt mit dem “Lange Nacht”-Ticket:

  • regulär EUR 13
  • ermäßigt EUR 11
  • frei für Kinder bis 12 Jahre

Das Ticket berechtigt zum Besuch aller an der “Langen Nacht” teilnehmenden Museen.

Tickets erhalten Sie


Weitere Informationen zur “Langen Nacht” erhalten Sie auf langenacht.orf.at.

Credit: ORF-Design - Logo Lange Nacht der Museen

Das Programm der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” finden Sie in unserem Übersichtsartikel.

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Eisenstadt x 3 – Nachlese

Am Sonntag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” der 3. Teil “Eisenstadt x 3” statt, ein interreligiöser Stadtrundgang zum Martinsdom, der Auferstehungskirche und der ehemaligen…

Am Sonntag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” der 3. Teil “Eisenstadt x 3” statt, ein interreligiöser Stadtrundgang zum Martinsdom, der Auferstehungskirche und der ehemaligen privaten Synagoge im jüdischen Museum.

Unseren Rundgang begannen wir bei einem Wahrzeichen Eisenstadts, dem Martinsdom, wo uns Frau Dr. Clara Prickler nicht nur die Baugeschichte skizzierte und die wichtigsten Kunstwerke zeigte, sondern sich für den Schluss ihrer Führung noch einen besonderen Höhepunkt aufhob: In der Krypta des Doms befindet sich nämlich eine der eindrucksvollsten und v.a. außergewöhnlichsten Pieta-Gruppen, gestaltet von Anton Hanak, in den Jahren vor 1925. Außergewöhnlich v.a. deshalb, weil Maria ihren Kopf vom toten Jesus abwendet (möglicherweise von Hanak so inszeniert unter dem Eindruck der Kriegsgeschehnisse des 1. Weltkriegs).

Einzig das anfangs trübe Wetter verhinderte den optimalen Genuss des Farbenspiels der prachtvollen modernen Glasfenster des Doms.


Führung im Martinsdom mit Frau Dr. Clara Prickler


Die Regenschirme wurden wider Erwarten glücklicherweise auch nach der Führung nicht benötigt und wir machten uns auf den Weg zur evangelischen Pfarrkirche.

Evangelische Auferstehungskirche in Eisenstadt

Die 1935 erbaute Auferstehungskirche, in einem einzigartigen Ensemble mit dem Pfarrhaus erbaut, ist sehr schlicht gehalten, einziger “Schmuck” ist ein wandfüllendes und raumgreifendes Fresko mit biblischen (neutestamentlichen) Szenen, das – sieht man genau hin – sehr deutlich die Zeichen der Zeit zeigt (Frauen mit Dirndln usw.) und hier nicht weiter kommentiert werden muss …

Frau Professor Grabenhofer gelang in 35 kurzweiligen Minuten der Spagat zwischen Kirchenführung, einem kurzen Abriss der überaus bewegten Geschichte der Protestanten im Burgenland und dem evangelischen Gemeindeleben heute.

Führung in der evangelischen Auferstehungskirche mit Frau Prof. Christa Grabenhofer

Wenn Englein reisen … tatsächlich erreichten wir danach bei fast strahlendem Sonnenschein das jüdische Museum (einer der Vorteile einer überschaubaren kleinen Stadt ist die Möglichkeit derlei Reisen zu Fuß zu absolvieren). Nach der Führung durch die Synagoge gab es tatsächlich – wir waren mittlerweile gute 3 Stunden unterwegs – noch viele Interessierte, die sich zum Rundgang durch das jüdische Viertel und zu beiden jüdischen Friedhöfen entschließen konnten!

Und “Ausklang im jüdischen Museum” bedeutete noch längeres “Get-together” bei einem oder mehreren Gläsern koscheren Weins. ;)

(Über die Führung in der Synagoge gibt es hier keine Bilder und kein Video, dafür gibt’s aber bald eine kleine Überraschung ;) )

Wir können gar nicht genug danken:

  • Unseren beiden Führerinnen, Frau Dr. Prickler und Frau Prof. Grabenhofer, die uns nicht nur die Führungen nicht verrechneten, sondern es auch tatsächlich schafften, uns in jeweils 35 Minuten einen wirklich spannenden Einblick in ihre Kirchen zu geben.
  • Und unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern – die nicht nur aus Eisenstadt kamen, sondern extra auch aus dem Nordburgenland, aus Wien und aus Niederösterreich angereist waren. Ihnen gebührt schon unsere Bewunderung für ihre Marathonqualitäten. ;)


Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” in der “Langen Nacht der Museen 2010”, am 02. Oktober:

Eine verspielte, märchen-hafte & musikalische “lange Nacht” – mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann & Freunden, und einem Programm im Zeichen des spielerischen Kennenlernens von Judentum, Christentum und Islam für unsere jungen BesucherInnen.

Was: Interreligiöses Kinder-Programm und Erzähl-/Musikabend
Wann: Samstag, 02. Oktober 2010, 18 – 01 Uhr
Wo: Eisenstadt
Eintritt mit dem “Lange Nacht”-Ticket

In Bälde hier mehr Informationen!


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