Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: wolf

Wolf Leopold – 14. Mai 1926

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 (= Freitag, 14. Mai 1926) Standortnummer: 537 Die Grabinschrift Inschrift Leopold Wolf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier…

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Leopold (Löb) Wolf Segal, 01. Siwan 686 (= Freitag, 14. Mai 1926)

Standortnummer: 537


Die Grabinschrift

Inschrift Leopold Wolf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) {Levitenkrug} b(egraben) פ {כד של לויים} נ
[2] ein „Levitenführer“ (Sega“l) סגן לויה
[3] d(er ehrenhafte) H(err) Löb Wolf, a(uf ihm sei) F(riede), כ“ה ליב וואלף ע“ה
[4] Sohn des berühmten, prachtvollen und angesehenen, בן הנגיד המפורסם והמפואר
[5] e(hrenhaften) H(errn) Esriel Wolf, a(uf ihm sei) F(riede). כ“ה עזריאל וואלף ע“ה
[6] Ein Mann von edlem Geist und großzügigem Herzen, erhöht unter dem Volk, איש יקר רוח ונדיב לבב מורם מעם
[7] erhaben in guten und würdevollen Eigenschaften, נעלה במדות טובות ונשגבות
[8] von namhaften, berühmten und angesehenen Männern und Mäzenen stammend. מגזע אנשי שם מפוארים ונדיבים
[9] Weise und in Liebe tätigte er seine fleißigen Hände. שכל את ידיו חרוצים באמונה
[10] Auch vollbrachte er Großes und erwarb sich einen guten Namen וגם עשה חיל וקנה לו שם טוב
[11] unter den Angesehenen des Landes, seinen Kaufleuten und Vornehmsten. בין נכבדי ארץ סוחריה ושריה
[12] Er handelte recht und verfuhr gut mit den Menschen, רב פעלים טוב ומטיב עם אנשים
[13] er liebte die Wahrheit und wusste einsichtsvollen Rat. אוהב אמת לו עצה עם תבונה
[14] Sehr bewährte er sich für jeden, der Hilfe erbat. נמצא מאד לכל מבקש עזרה
[15] Er verstarb zum Kummer seiner ihm Nahestehenden und ihn Liebenden נפטר לתוגת לב קרובי ואהובי לבו
[16] aus seiner erhabenen Familie und zum Leid all seiner נפטר לתוגת לב קרובי ואהובי לבו
[17] treuen und ihn achtenden Bekannten am V(orabend) d(es heiligen) Sch(abbat), משפחתו הרמה ולדאבון כל מיודעין
[18] am Neumondtag Siwan 686 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ראש חודש סיון תרפ“ו לפ“ק
[19] Der Name seiner Mutter war Hendel. ושם אמו הענדל
[20] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 6: Sprüche 17,27 וקר (ק: יקר) רוח.

Maleachi 1,6 Vgl. 1 Könige 14,7 „…Ich habe dich mitten aus dem Volk emporgehoben“ …הרימתיך מתוך העם….

Zeile 9: Genesis 48,14; wörtl.: „…er kreuzte seine Hände…“ …שכל את ידיו…. Es handelt sich um die Segnung der beiden Josef-Söhne Efraim und Manasse durch Jakob. Raschi interpretiert die Stelle dem Targum folgend („…er legte seine Hände mit Vorbedacht…“ …אחכימנון… und meint, „dass er (Jakob-Israel) Weisheit und Einsicht in seine Hände legte…“. Sowohl der Targum als auch Raschi denken dabei an die hebräische Wurzel שכל, an der die Bedeutung „bedenken, verstehen“ haftet.

Vgl. Sprüche 10,4 „…fleißige Hand (macht reich)“ …ויד חרוצים….

Zeile 10: קנה שם טוב Babylonischer Talmud, Traktat Avot II,8 „…hat er einen guten Namen erworben, hat er etwas für sich erworben“. Der gute Name kommt im Gegensatz zu allen anderen geistigen und sittlichen Gütern fast ausschließlich dem Besitzer zugute und bleibt auch nach dem Tod sein eigen (Hirsch Samson Raphael, Siddur. Israels Gebete, Zürich-Basel 1992, 443); s. auch Avot IV, 7 „… Drei Kronen gibt es: die Krone der Tora, die Krone des Priestertums und die Krone des Königtums; die Krone des guten Namens aber erhebt sich über sie“ ‎‏‏ … שלשה כתרים הן: כתר תורה וכתר כהונה וכתר מלכות: וכתר שם טוב עולה על גביהן.

Zeile 11: Vgl. Jesaja 23,8 „…dessen Kaufleute wie Fürsten auftraten und dessen Händler die vornehmsten Herren der Erde waren.“ …אשר סחריה שרים כנעניה נחבדי ארץ.

Zeile 12: 2 Samuel 23,20; 1 Chronik 11,22 רב פעלים. Babylonischer Talmud, Traktat Berachot 18b beschreibt den „tatenreichen Mann“ als einen, der Taten für die Tora mehrte und sammelte …שריבה וקבץ פועלים לתורה. „Rav Pe’alim“ ist auch der Titel eiens alfabetischen Indexes aller ihm bekannten Midraschim von Abraham ben Elijah von Wilna (ca. 1750-1808), Sohn des Gaon von Wilna (Warschau 1894, New York 1958/59, Tel Aviv 1967?).

Zeile 13: Vgl. Ijob 12,13 „…bei ihm sind Rat und Einsicht“ …לו עצה ותבונה.

Zeile 14: Psalm 46,2 נמצא מאד.


Biografische Notizen

Leopold (Löb) Wolf Sega“l, geb. 27. Mai 1866 in Eisenstadt Mayerhof 133, Firmenvorstand in der Weingroßhandlung „Leopold Wolf’s Söhne“, seit 1883 in der Firma tätig. Realschule, Handelsschule, Kurs für Weinwirtschaft in Klosterneuburg; Gemeinderat von Oberberg-Eisenstadt; Verwaltungsrat der Eisenstädter Bank für Burgenland, der Britisch-Österreichischen Bank in Wien, der Ödenburger-Pressburger Eisenbahn, der genossenschaftlichen Spiritusbrennerei in Ödenburg, der Mühlendorfer Kreidenfabrik AG, Präsident des Vereines für Handel und Gewerbe des nördlichen Burgenlandes, Vizepräsident des Ungarländer Weinhändlerverbandes und des Beirates für Handel, Gewerbe und Industrie des Burgenlands; vormals Kammerrat der Ödenburger Handels- und Gewerbekammer, Virilist ds Ödenburger Komitates, Mitglied des Eisenstädter Kasinos, der Kaufmannshalle Budapest, des Residenzclub Wien, der Ungarisch-Historischen Gesellschaft, Gesellschafter der Firma Leopold Wolf’s Söhne, Eisenstadt, M. Bauer, Wien, Präsident der Waldheim-Eberle AG Eisenstadt.
Leopold Wolf starb mit 59 Jahren am 14. Mai 1926 um 09 Uhr in Eisenstadt an Gefäßverkalkung.

Matriken Geburt Leopold Wolf

Matriken Geburt Leopold Wolf

Matriken Tod Leopold Wolf

Matriken Tod Leopold Wolf

Sterbeanzeige Leopold Wolf

Sterbeanzeige Leopold Wolf, Neue Freie Presse, 16. Mai 1926, Seite 26



Vater: Ignaz (Esriel) Wolf, gest. 18. Jänner 1906
Mutter: Hermine (Hendel) Neubrunn, gest. 17. August 1931



Schwestern:
Ernestine Wolf („Ester“ in den Geburtsmatriken), geb. 04. April 1865 in Eisenstadt, geh. Dr. Jakob Schleiffer.
Tochter: Rosa Schleiffer, geb. 04. Dezember 1885 in Baden bei Wien, verh. mit Jenö Schmidek, wurde 1944 in Budapest ermordet (Schoa-Opfer)

Flora Wolf, geb. („Fanni“ in den Geburtsmatriken) 26. März 1868 in Eisenstadt, geh. Josef Braun
Tochter: Margarethe / Grete Braun, geb. 18. Jänner 1899, verh. mit Dr. Emmerich Bak, wurde in Auschwitz ermordet (Schoa-Opfer)

Jeni (Jeanette) Wolf, geb. 13. September 1869 in Eisenstadt, gest. 30. Jänner 1874 in Eisenstadt

Adele Wolf (Adelheid in den Geburtsmatriken), geb. 01. November 1870 in Eisenstadt, geh. Dr. Max Böhm

Kathi / Gisela Wolf, geb. 27. Februar 1873 in Oberberg-Eisenstadt, geh. Dr. Benjamin Gomperz

Frieda / Frida Wolf, geb. 27. Jänner 1877 in Eisenstadt, geh. Alfred Löwy

Alice (Elke) Wolf, gest. 09. Juli 1906

Helene Wolf, geb. 06. Juli 1881, geh. Otto Stern

Ausführlichere Biografien und Matrikeneinträge aller Schwestern siehe bei Ignaz (Esriel) Wolf!

Bruder: Nathan Alexander (Sándor) Wolf, gest. 02. Jänner 1946 in Haifa

Ehefrau: Ottilie Maria Laschober, geb. 20. September 1873 in Eisenstadt, geh. 26. Mai 1896 in Eisenstadt, römisch-katholisch (!), Tochter von Matthias Laschober, Rechtsanwalt in Eisenstadt und Mutter weiland Theresia Job, Eisenstadt. Nach dem Protokoll aufgenommen vor Bürgermeister Adalbert Fügi am 07. Mai 1896, haben sich die Ehepartner dahin geeinigt, dass die Kinder die Religion des Vaters annehmen. Ottilie Wolf, geb. Laschober starb am 14. Februar 1927 und wurde auf eigenen Wunsch eingeäschert (s.u. Sterbeanzeige). Ihr Sohn Alexius (Élek) Wolf (s.u.) konzipierte 1929 das Wolf-Mausoleum im ehemaligen Obst- und Gemüsegarten der Familie Wolf, am Fuße des Leithagebirges, heute knapp oberhalb des Gymnasiums Wolfgarten. In diesem wunderschön, fast idyllisch gelegenen Mausoleum sind nicht nur Ottilie, sondern mit Ausnahme von Tochter Theresia Wolf, alle anderen Töchter und Söhne, Schwiegerkinder usw. von ihr begraben (s.u.).

Sterbeanzeige Ottilie Wolf, geb. Laschober

Sterbeanzeige Ottilie Wolf, geb. Laschober, Neue Freie Presse, 16. Februar 1927, Seite 17

  • Matriken Hochzeit Leopold Wolf und Ottilie Maria Laschober

    Matriken Hochzeit Leopold Wolf
    und Ottilie Maria Laschober

  • Ottilie Wolf, geb. Laschober

    Familiengrab Ottilie Wolf, geb. Laschober



Angemerkt sei, dass sich, zumindest als hartnäckiges Gerücht, die Geschichte hält, dass der Rabbiner über diese Mischehe wenig begeistert war und schwor, nie mehr einen Schritt über die Schwelle der Synagogentür zu setzen, wenn die beiden wirklich in seiner Synagoge heiraten. Was dann geschah, lesen Sie im Beitrag „Wolf-Mausoleum„.

Ottilie Laschober und Leopold Wolf in Abbazia, ca. 1915 Foto: E. Jelusich / Quelle: Burgenländisches Landesarchiv, Fotosammlung

Ottilie Laschober und Leopold Wolf in Abbazia, ca. 1915
Foto: E. Jelusich / Quelle: Burgenländisches Landesarchiv, Fotosammlung

Siehe auch unseren Artikel „Italienische Reise – Abbazia / Opatja„!


Töchter:

Theresia Wolf, geb. 22. März 1902 in Oberberg-Eisenstadt, zuständig nach Unterberg-Eisenstadt, geh. 04. Mai 1923 Heinrich (Henko, Henry) Gartenberg, (er war davor schon einmal verheiratet), geb. 02. September 1895 in Drohobycz (Galizien), Sohn von Ignatz Isak Gartenberg und der Adele Schreyer, im Erdölgeschäft tätig, 1 Tochter: Vera Marie Gartenberg, geb. 03. November 1926 in Wien. Ehe wurde am 07. November 1932 gerichtlich getrennt vom Bezirksgericht Margarethen.
2. Ehemann: Paul Robert Regenstreif, Ingenieur, Anthroposoph, Schriftsteller und Astrologe, geb. 21. Jänner 1899 in München, Taufe: 21. März 1905, evang. Pfarre AB), Sohn des Friedrich Regenstreif und der Johanna Ortlieb, 1 Tochter: Hanna Regenstreif, verheiratet mit Jonas Jonny Rosenthal (beide noch am Leben).

Theresia Gartenberg, geb. Wolf, trat, gemeinsam mit ihrer Tochter Vera Marie am 11. November 1932 (also 4 Tage nach ihrer Scheidung von Heinrich Gartenberg!) aus dem Judentum aus, damals wohnhaft in Wien IV, Schwindgasse. Theresia ließ sich am 02. Dezember 1932 in der evangelischen Stadtpfarrkirche taufen, Vera Marie Gartenberg wurde am 19. Juli 1933 in der evangelischen Stadtpfarre AB getauft.

Theresia Regenstreif, geb. Wolf, starb am 01. März 1991 in Buenos Aires, Argentinien.

Matriken Hochzeit Theresia Wolf und Heinrich Gartenberg

Matriken Hochzeit Theresia Wolf und Heinrich Gartenberg


Franz (Joachim) Wolf, (Georg) Adolf und Margareta Flesch

Familiengrab Franz (Joachim) Wolf,
(Georg) Adolf und Margareta Flesch

Margarete Rosa (Margit, Manci) Wolf, geb. 29. Juni 1905 in Eisenstadt, geh. 15. September 1929 Adolf Georg Flesch, Lederfabrikant, geb. 21. April 1903 in Brünn, gest. 1964 in Argentinien, Sohn von Adolf David Flesch, Präsident der Aktiengesellschaft der Alt-Brünner-Lederwerke, gest. 09. September 1940, und Adelheid (Adele) Brauner (Schoa-Opfer, 23. März 1942 aus Brünn nach Theresienstadt deportiert, am 19. März 1942 nach Treblinka, ermordet).

Die Ehe zwischen Margarete Rosa Wolf und Adolf Georg Flesch blieb kinderlos.

Margarete Wolf starb 1984 in Argentinien.
Im Urnengrab im Mausoleum mit Margarete Wolf gemeinsam bestattet sind ihr Bruder Franz Joachim Wolf und ihr Ehemann Adolf Flesch.

Bei der Familie Flesch kann mit mit Recht von einem Clan sprechen. Nicht nur, dass es innerhalb dieser bemerkenswerten Familie eine Vielzahl an Verwandtenehen gegeben hat, es sich auch der Umfang und die Vernetzung der einzelnen Zweige bemerkenswert … spielten praktisch alle Söhne und Schwiegersöhne in der österreichischen Wirtschaft bedeutende Rollen…

Gaugusch Georg, Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, I, 670

Matriken Hochzeit Margareta Wolf und Adolf Georg Flesch

Matriken Hochzeit Margareta Wolf und Adolf Georg Flesch


Söhne:
Jenö (Eugen) Wolf, geb. 05. Oktober 1897, geh. 03. Mai 1921 Minna Tauber. geb. 10. August 1902 in Wysočan, Tochter von Eugen Tauber und Johanna, geb. Schlesinger. 2 Kinder: Wilhelm Ignaz Matthias Wolf, geb. 20. November 1922 in Wien und Thomas Joachim Wolf, geb. 28. Juni 1924 in Wien VIII, Wohnung der Eltern: Albertgasse 33, Wien VIII (im Geburtsmatrikeneintrag wohl falsch: Vater: Frigesz).
Thomas Joachim heiratete am 06. Jänner 1951 Erika Luise Casanova in Zürich.

Eugen Wolf und Minna Tauber konvertierten am 09. Juli 1938 in Budapest zum römisch-katholischen Glauben.

Eugen (Jenö) Wolf starb am 27. Mai 1941, um 08 Uhr in Budapest. Eugen Wolf und seine Ehefrau Minna sowie seine beiden Söhne und die Eltern von Minna sind im Wolf-Mausoleum begraben, s.u.

Matriken Tod Jenö Wolf

Matriken Tod Jenö Wolf

Todesanzeige Jenö Wolf

Todesanzeige Jenö Wolf, Besitz Österreichisches Jüdisches Museum

Matriken Geburt Wilhelm Ignaz Matthias Wolf

Matriken Geburt Wilhelm Ignaz Matthias Wolf

Matriken Geburt Thomas Joachim Wolf

Matriken Geburt Thomas Joachim Wolf, Teil 1

Matriken Geburt Thomas Joachim Wolf

Matriken Geburt Thomas Joachim Wolf, Teil 2

  • Eugen Wolf und Minna Wolf

    Familiengrab
    Eugen Wolf und Minna Wolf

  • Wilhelm Wolf, Eugen und Johanna Tauber

    Familiengrab Wilhelm Wolf,
    Eugen und Johanna Tauber

  • Thomas (Joachim) Wolf

    Familiengrab
    Thomas (Joachim) Wolf


Matriken Geburt Élek Wolf

Matriken Geburt Élek Wolf

Élek (Alexius) Wolf, Architekt, geb. 21. Oktober 1898 in Eisenstadt, geh. 17. Juli 1924 Elisabeth Stein, Tochter des Felix Stein und der Franziska Kürschner, geb. 14. September 1905 in Wien, zuständig nach Strakonitz, 1 Sohn: Felix Leopold Wolf, geb. am 06. Juli 1926 in Wien VIII, Schmidgasse 14 (s. u. Geburtsmatriken). Felix Leopold wurde 1944 in Budapest ermordet und war Schoa-Opfer.
Im Wolf-Mausoleum erinnert an ihn eine „In memoriam“-Tafel (s.u.).

Alexius Wolf starb 1951 in Budapest (Urnengrab im Wolf-Mausoleum, s.u.), Elisabeth Stein heiratete am 14. November 1963 Leo Charles Collins im Standesamt Margarethen in Wien (s. u. Trauungsmatriken Alexius Wolf und Elisabeth Stein).

Élek (Alexius) Wolf trat am 19. Mai 1933 aus dem Judentum aus.

Alexius Wolf lässt sich seit 1926 in Eisenstadt und in den Jahren 1928 bis 1938 in Wien als Architekt nachweisen. In den Jahren 1928 bis 1938 wohnte Alexius Wolf in Wien III, Jacqingasse 23/37 (s.u. Geburtsmatriken von Sohn Felix Leopold!), wo er vermutlich bis 1933 auch sein Atelier hatte, von 1934-1936 in Wien IV, Schwindgasse 7 und 1936 bis 1938 in Wien III, Fasangasse 27. Alexius Wolf konzipierte 1929 in Eisenstadt das Mausoleum der Familie Wolf (s.o. bei seiner Mutter Ottilie bzw. den Beitrag ‚Wolf-Mausoleum‚).

Zu Alexius Wolf als Architekt siehe v.a. Prinke Helmut, Architektur der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt von 1850 bis 2012, Eisenstadt 2014, 341f, wo sich auch eine Werkauswahl von Alexius Wolf befindet

Matriken Hochzeit Alexius Wolf und Elisabeth Stein

Matriken Hochzeit Alexius Wolf und Elisabeth Stein

Matriken Geburt Felix Leopold Wolf

Matriken Geburt Felix Leopold Wolf

  • Alexius Wolf und Elisabeth Collins, geb. Stein

    Familiengrab Alexius
    und Elisabeth Wolf

  • Felix Leopold Wolf

    Familiengrab Felix
    Leopold Wolf


Franz Joachim Wolf, geb. 06. Mai 1900, geh. 1920 Paula Siffert, gest. 1950 in Wien, 1 Tochter: Susanna Maria Wolf.

Franz Joachim Wolf trat am 17. September 1920 aus dem Judentum aus.

Franz Joachim Wolf starb 1938 in Budapest durch einen Motorradunfall und ist gemeinsam mit seiner Schwester Margarete Flesch und ihrem Ehemann Adolf Flesch im Urnengrab im Wolf-Mausoleum bestattet (s.o.).


Material und Maße des Grabsteins

Diorit, 206/83/37

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt


Keine Kommentare zu Wolf Leopold – 14. Mai 1926

Wolf Siegmund – 18. Dezember 1908

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt Siegmund (Samuel) Wolf Halevi, 25. Kislew 669 (= Freitag, 18. Dezember 1908) Standortnummer: 319 Foto 1993 Foto 2016 Die Grabinschrift Inschrift Siegmund Wolf: Zeilengerechte Transkription…

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Siegmund (Samuel) Wolf Halevi, 25. Kislew 669 (= Freitag, 18. Dezember 1908)

Standortnummer: 319

  • Grabstein Wolf Siegmund - 18. Dezember 1908

    Foto 1993

  • Grabstein Wolf Siegmund - 18. Dezember 1908

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Siegmund Wolf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) {Levitenkrug} b(egraben) פ {כד של לויים} נ
[2] ein edler Mensch freizügigen Herzens, ein Sohn, der den Vater ehrte, אדם יקר, ונדיב לב בן יכבד אב
[3] d(er ehrenhafte) H(err) Samuel Wolf Sega“l, a(uf ihm sei) F(riede), כ“ה שמואל וואלף סג“ל ע“ה
[4] aus dem Dorf Neudörfl, b(ehüte) e(s sein) G(ott und Erlöser). מכפר ניידארפל יצ“ו
[5] S(eine Seele) g(ing hinweg) am 25. Kislew 669 n(ach der kleinen Zeitrechnung). י“נ ביום כ“ה כסלו תרסט ל
[6] In den Himmel stiegst du auf, ein rechtschaffener Mann und lauterer Geist. שמימה עלית איש ישר ותום רוח
[7] Die Stätte deines Wirkens hast du in der Mitte deiner Tage verlassen, um hier zu ruhen. מכון שבתך בדמי ימים עזבת פה לנוח
[8] Deine Gerechtigkeit gehe vor dir her, denn den Weg des Glaubens hast du gewählt. והלך לפניך צדקך כי דרך אמונה בחרת,
[9] Wahrlich abgemüht hast du dich im Leben, und durch dein Mühen hast du das Glück kennengelernt. אמנם יגעת בחיים ראית טוב בעמלך
[10] Deinen Verwandten warst du ein Helfer und hast sie mit deinen Händen unterstützt. לקרוביך היית עוזר ותמכתם בידיך.
[11] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה



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Schlesinger Sigmund – 27. Juni 1900

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt Si(e)gmund (Issachar) Schlesinger, 30. Siwan 660 (= Mittwoch, 27. Juni 1900) Standortnummer: 317 Foto 1993 Foto 2016 Die Grabinschrift Inschrift Sigmund Schlesinger: Zeilengerechte Transkription und…

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Si(e)gmund (Issachar) Schlesinger, 30. Siwan 660 (= Mittwoch, 27. Juni 1900)

Standortnummer: 317

  • Grabstein Schlesinger Sigmund - 27. Juni 1900

    Foto 1993

  • Grabstein Schlesinger Sigmund - 27. Juni 1900

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Sigmund Schlesinger: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פנ
[2] ein edler, ehrenwerter und g(ottes)fürchtiger Mann, איש יקר וקצין ירא ה’
[3] der die Tora liebte und Wohltätigkeit übte. אוהב תורה ועושה צדקה
[4] Er befasste sich all seine Tage redlich mit den Angelegenheiten der Öffentlichkeit, עסק כל ימיו בצרכי צבור באמונה
[5] d(er ehrenhafte) H(err) Issachar Schlesinger, a(uf ihm sei) F(riede). כ“ה יששכר שלעזינגער ע“ה
[6] Er starb am Mittwoch, dem 1.
N(eu)m(ond)t(ag) Tammus,
מת ביום ד א דר“ח תמוז
[7] und wurde mit großer Ehre begraben am Freitag, dem V(orabend des) h(eiligen) Sch(abbat)
660 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung).
ונקבר בכבוד גדול ביום ו עשק תרס לפק
[8] Lohn, der zum (ewigen) Leben führt, wirst du haben für dein edles Werk. יש שכר לפעולתך יקרה לחיים
[9] Einen guten Namen hast du dir erworben und mit eifrigen Händen geschaffen. שם טוב קנית ותעש בחפץ כפיה
[10] Deinem Haus und deiner Gemeinde hast du viel Gutes und Liebes erwiesen. לביתך ולעדתך טוב וחסד גמלת
[11] Bis ins hohe Alter hast du dich treu und redlich bemüht. עד זקנה ושיבה באמת ותמים עמלת
[12] Ein schönes Geschenk war deine Gabe der Gerechtigkeit und Geradlinigkeit. זבד טוב זבדך בצדקה ויושר
[13] Wohlgefällig werden deine Handlungen sein, jede deiner fähigen Leistungen. יעלו לרמון מעשיך כל מפעל כושר
[14] Schön war dein Haus in der Hoheit der Liebe und des Glaubens. נאוה ביתך בהוד אהבה ואמונה
[15] Auch Wohlstand und Reichtum war(en) dein Anteil. גם הון ועושר הי לך למנה
[16] Deine Augen ruhten liebevoll im Kreis der Versammlung der Frommen. עיניך לטוב בסוד מקהלת ישרים
[17] Dein Lobpreis wird unter den Auserwählten der Männer in Ehren gehalten werden. רוממך בכבוד בין מבחרי הגנרים
[18] Dein Geschick hast du immer auf G(ott) gerichtet, du mögest Erbarmen finden. Sela. על ה השלכת יהבך יחונך סלה
[19] Der Friede und das Erbarmen sei mit dir, du wirst emporsteigen. השלום והרחמים אתך,
ותעלה מעלה
[20] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה

Sockel 1

Inschrift Sigmund Schlesinger Sockel1: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] שכא

Sockel 2

Inschrift Sigmund Schlesinger Sockel2: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Friedländer & Deutsch Wien



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Zu einem möglichst günstigen Preis…

Über den Umgang der lokalen Presse mit dem jüdischen Erbe im Jahr 1958 Vor kurzem wurde die Sammlung Wolf, jene berühmte und bedeutende Sammlung Alexander (Sándor) Wolfs, erwähnt, die Frieda…

Über den Umgang der lokalen Presse mit dem jüdischen Erbe im Jahr 1958

Vor kurzem wurde die Sammlung Wolf, jene berühmte und bedeutende Sammlung Alexander (Sándor) Wolfs, erwähnt, die Frieda Löwy-Wolf 1958 an die Republik Österreich zu verkaufen versucht hatte. Dies misslang, die größten Teile der Sammlung landeten im Auktionshaus Lukas Fischer in Luzern…

Wie aber sah die lokale Presse den Ankauf eines kleinen Teils der Sammlung durch das Burgenland?

Fündig wurde ich in der BF (Burgenländische Freiheit), der Zeitung der Sozialdemokratischen Partei des Burgenlandes (erschienen von 1921 bis 2007, mittlerweile online verfügbar).

Erwartet habe ich einen sachlichen Bericht oder gar einen Bericht, der die Entscheidung des Landes kritisch betrachtet, dass in diesem Artikel aber die ganze Klaviatur antisemitischer Klischees bedient wird, schockierte mich zutiefst:

  • Frieda Löwy-Wolf – und letztlich natürlich auch ihr Bruder Sandor – waren in Israel nicht auf Sommerfrische, sondern mussten vor den Nazis fliehen in ein Land, das sie nicht kannten und in dem sie sich neue Existenzen aufbauen mussten. Alexander (Sandor) Wolf hatte keineswegs damit gerechnet, dass er selbst und seine Sammlung nicht in Eisenstadt verbleiben können. Noch Anfang der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts hatte er mehrere Häuser in Eisenstadt erworben, in denen er seine Bibliothek und Sammlung in 26 Räumen zugänglich machte.
  • Dieser Staat heißt seit dem 14. Mai 1948 Israel. Frieda Löwy-Wolf und ihre Familie lebten in Israel. Die BF nimmt dies 10 Jahre nach der Staatsgründung noch nicht zur Kenntnis.
  • „Die geldgierigen Juden“ – „sich zuerst bereichern und dann ans Ausland verkaufen“ – „das internationale Judentum“…
  • Selbstverständlich wäre es am besten gewesen, die ganze Sammlung zu einem möglichst günstigen Preis für das Land zu erwerben.

    Günstig für WEN?

  • jene Gegenstände…, die sich auf das Burgenland beziehen

    Im ganzen Artikel findet sich kein Wort von der viele tausend Objekte umfassenden Judaica-Sammlung, die sehr wohl einen sehr engen Bezug zum burgenländischen und insbesondere Eisenstädter Judentum hat (siehe etwa unten den wunderschönen Kidduschbecher des jüdischen Frauenvereins Eisenstadt, den unser Museum vor vielen Jahren ersteigern und so zurück ins Burgenland bringen konnte).
    Aber Hauptsache, dass die Türschlösser für ein zukünftiges Weinmuseum im Burgenland verbleiben konnten…

  • Im gesamten Artikel fehlen die Wörter „Jude, Vertreibung, Holocaust, jüdische Gemeinde, Judaica usw. völlig!
    Im vorletzten Absatz gewinnt man den Eindruck, dass mit allen Mitteln versucht wird, jede Berührung mit o.g. Wörtern zu vermeiden.



Es gäbe noch mehr anzumerken … an übertriebenem schlechtem Gewissen hat man offensichtlich nicht gelitten. Die Sprache des Artikels ist zurückhaltender, subtiler, unterschwelliger, die Anspielungen aber sind nicht weit entfernt von den typischen Motiven antisemitischer Propaganda.
Traurig.


Wesentliche Teile der Wolf-Sammlung bleiben im Burgenland
Nur ein Teil unter Denkmalschutz

In den letzten Wochen hat sich die Öffentlichkeit wiederholt mit dem Schicksal der Wolf-Sammlung beschäftigt, die bekanntlich von der in Palästina lebenden Erbin an einen ausländischen Kunsthändler verkauft wurde. Die gesamten damit verbundenen Fragen stellten das Land vor ein schwieriges Problem. Alexander Wolf war bekanntlich ein überaus kunstliebender Kaufmann, der als Weinhändler durch halb Europa kam und überall die verschiedensten kulturgeschichtlichen Erinnerungsstücke einkaufte. Die so entstandene Sammlung war in erster Reihe durch seine Persönlichkeit gekennzeichnet, stellte aber vom rein fachlichen Standpunkt aus etwas sehr Uneinheitliches dar. Als nun die Abwicklung der Erbschaft in das entscheidende Stadium trat, waren die verschiedensten Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Selbstverständlich wäre es am besten gewesen, die ganze Sammlung zu einem möglichst günstigen Preis für das Land zu erwerben. Man muss aber berücksichtigen, dass der Betrag von 1,8 Millionen Schilling im Budget eines kleinen Landes mit gewaltigen Aufgaben auf allen Gebieten eine sehr bedeutende Rolle spielt.

Es wäre selbstverständlich auch möglich gewesen, die Wolf-Sammlung zur Gänze anzukaufen und dann Teile davon abzustoßen. Tatsächlich steht nur ein Teil der Sammlung unter Denkmalschutz und es ist auch nur ein Teil kulturgeschichtlich unmittelbar mit dem Land verbunden. Es ist aber sehr fraglich, ob der Verkauf irgendwelcher Teile der Sammlung durch das Land selbst von der Öffentlichkeit als tragbar empfunden worden wäre. Es wurde demgemäß schließlich der Weg gewählt, dass von vornherein nur jene Gegenstände angekauft wurden, die sich auf das Burgenland beziehen.

Die Gesamtaufwendung des Landes beläuft sich nunmehr auf nur 650.000 S. Erworben wurden vor allem sämtliche Erinnerungsstücke an Joseph Haydn, Franz Liszt und andere große Musiker des Landes. Dieser Teil der Sammlung umfasst rund 1000 Inventarnummern. Ebenso wurde die archäologische Sammlung mit rund 5000 Inventarnummern erworben. Im Besitz des Landes verbleibt weiter die einzigartige Sammlung von Tür- und Torschlössern: Von besonderer Bedeutung für das Burgenland ist auch eine Sammlung von Gegenständen, die dereinst in einem besonderen Weinmuseum unterzubringen wären.

Zu dem reichhaltigen Bücherbestand, der nun in das Eigentum des Landes übergegangen ist, gehört unter anderem eine große Anzahl von Fachwerken über Weinbau und Kellerwirtschaft, die heute natürlich nur noch historischen Wert haben. Ferner wurden zahlreiche Originalurkunden zur Geschichte des Landes erworben, umfangreiches Bildmaterial, volkskundliche Gegenstände und interessantes Material, das sich auf die Geschichte des burgenländischen Zunftwesens bezieht.

Im großen und ganzen ist also der für das Burgenland unmittelbar wertvolle Kern der großen Sammlung erhalten geblieben und die Aufwendung hierfür steht durchaus im Verhältnis zu ihrem Wert wie zu den finanziellen Gegebenheiten des Landes. Und sosehr man es bedauern mag, dass nicht die ganze Wolf-Sammlung erworben werden konnte, so darf die nunmehrige Lösung im Hinblick auf alle zu berücksichtigenden Umstände doch nicht als ganz unbefriedigend bezeichnet werden.

BF, Samstag/Sonntag 15./16. März 1958, Seite 2

Kidduschbecher

Kidduschbecher
Inschrift oben: „Möge das Volk Israel durch Eheschließung seine Heiligung erfahren“.
Inschrift unten: „Spende des Frauenvereins zur Unterstützung
mittelloser Bräute, Gemeinde ASCH (Eisenstadt)“.
Silber, 2. H. 19. Jh.


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Wolf Viktor – 08. November 1906

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt Viktor (Avigdor) Wolf, 21. Marcheschwan 667 (= Donnerstag, 08. November 1906) Standortnummer: 318 Foto 1993 Foto 2016 Die Grabinschrift Inschrift Viktor Wolf: Zeilengerechte Transkription und…

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Viktor (Avigdor) Wolf, 21. Marcheschwan 667 (= Donnerstag, 08. November 1906)

Standortnummer: 318

  • Grabstein Wolf Viktor - 08. November 1906

    Foto 1993

  • Grabstein Wolf Viktor - 08. November 1906

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Viktor Wolf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) {Levitenkrug} b(egraben) פ (כד של לויים) נ
[2] ein redlicher Mann mit untadeligem Lebenswandel איש אמונים הולך תמים
[3] und edlem Geist, der Sohn von Guten und Edelgesinnten, ויקר רוח, בן טובים ונדיבים,
[4] d(er) e(hrenhafte) H(err) Avigdor Wolf כה“ר אביגדר וואלף
[5] Sega“l, a(uf ihm sei) F(riede), סג“ל ע“ה
[6] aus dem Dorf Neudörfl. מכפר ניידארפל
[7] Ein treuer Vater seinen Söhnen, ein Mann von hohem Range. אב נאמן לנביו, אדם בתור המעלה
[8] Ein lauteres Herz und reine Hände hatte er, die Anständigkeit liebte er. Sela. בר לבב נקי כפים, יושר אהב סלה,
[9] Gemeinsam werden deine Ehefrau und deine Freunde über deinen Tod klagen. יחד יקוננו על מותך אשתך, וחבריך
[10] Das Los aller Kinder der Vergänglichkeit kam auch über dich! גורל כל בני חלוף עלה גם עליך!
[11] Den Weg der Wahrheit hast du gewählt, bis deine Ablöse kam. דרך אמונה בחרת עד בא חליפתך
[12] Dein Geist möge ruhen im Garten Eden, es möge dir vergolten werden entsprechend deiner Gerechtigkeit. רוחך תנוח בעדן, ויגמלוך כצדקתך
[13] S(eine Seele) g(ing hinweg) am 21. Marcheschwan n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ינ ביום כ“א מרחשון תרסז לפ“ק
[14] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה



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Wolf Julie – 06. Juni 1914

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt Julie (Jütl) Wolf, 12. Siwan 674 (= Schabbat, 06. Juni 1914) Standortnummer: 705 Foto 1993 Foto 2016 Die Grabinschrift Inschrift Jütl Wolf: Zeilengerechte Transkription und…

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Julie (Jütl) Wolf, 12. Siwan 674 (= Schabbat, 06. Juni 1914)

Standortnummer: 705

  • Grabstein Wolf Julie - 06. Juni 1914

    Foto 1993

  • Grabstein Wolf Julie - 06. Juni 1914

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Jütl Wolf: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier פה
[2] ist der Ruheort der bedeutenden Frau, מנוחת האשה החשובה
[3] F(rau) Jütl, מ’ יטל
[4] Tochter des MORENU Chajim Links, בת מהו“ר חיים לינקס
[5] Ehefrau d(es) e(hrenhaften) H(errn) Chajim Seev Wolf, s(ein Andenken) m(öge auf ewige Zeiten) b(ewahrt werden). אשת כהר’ חיים זאב וואלף ז“לה’
[6] Sie ging in ihre Welt in g(utem) R(uf) הלכה לעולמה בש“ט
[7] am 12. Siwan 674 n(ach der kleinen Zeitrechnung). יום י“ב סיון תרעד ל
[8] Ehefrau eines Mannes mit großem Glauben – אשת איש ברב אמונה –
[9] eine frohe Mutter ihren Kindern, mit heiterem Herzen. אם הבנים שמחה בלב רננה
[10] Viele Frauen waren erfolgreich, doch sie über- רבות בנות עשו חיל והיא עלתה
[11] traf sie alle. על כלנה
[12] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה



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