Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Friedhof Eisenstadt (älterer)

Österreicher Jütel – 09. Juni 1866

[Jütel] Frau [Jakob] Hirsch Österreicher aus Kobersdorf, 26. Siwan 626 (= Schabbat, 09. Juni 1866) ב-R16 (Wachstein 1022) Die Grabinschrift פ”ט ה”ה האשה היקרה רכה בשנים ענוגה … אשת המו…

[Jütel] Frau [Jakob] Hirsch Österreicher aus Kobersdorf, 26. Siwan 626 (= Schabbat, 09. Juni 1866)

ב-R16 (Wachstein 1022)

  • Grabstein [Jütel] Frau [Jakob] Hirsch Österreicher aus Kobersdorf, 26. Siwan 626
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Bet


Die Grabinschrift

פ”ט
ה”ה האשה היקרה רכה בשנים
ענוגה …
אשת המו כ’ הרש …
הרש עסטרייכער מק”ק ק”ד נפטרת …
ביום ש”ק כ”ו סיון שנת תרכ”ו לפ”ק

תנצב”ה


Anmerkungen

Der Grabstein ist zum Teil nicht mehr leserlich.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 290

Zeile 2b: “Zart an Jahren”. Jütel Österreicher starb also jung.


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt


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Spitz Levia – 29. März 1774

Levia Tochter (Mordechai), Frau Israel Hirsch ha-Levi Spitz, 17. Nisan 534 (= Dienstag, 29. März 1774) O-30 (Wachstein 346) Die Grabinschrift Inschrift Spitz Levia: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Sie…

Levia Tochter (Mordechai), Frau Israel Hirsch ha-Levi Spitz, 17. Nisan 534 (= Dienstag, 29. März 1774)

O-30 (Wachstein 346)

  • Grabstein Levia Tochter (Mordechai), Frau Israel Hirsch ha-Levi Spitz, 17. Nisan 534
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor O


Die Grabinschrift

Inschrift Spitz Levia: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Sie verstarb und wurde begraben am Dienstag, dem 1. Tag d(er) Z(wischen)f(eier)t(age) v(on) Pesach 534. נפטרה ונקברה יום ג’ א’ דחוה”מ של פסח תקל”ד
[2] Hier ist geborgen פה טמונה
[3] und verwahrt eine würdige Frau, hurtig in der Gebotserfüllung וגנוזה אשה הגונה וזריזה למצות
[4] ihres Schöpfers, teuer und rechtschaffen, F(rau) Levia, T(ochter) d(es Herrn) בוראה יקרה וישרה מ’ לביאה ב”ה
[5] [Morde(chai)], Ehefrau des seligen e(hrbaren) H(errn), H(errn) Israel Hirsch [מרדי] אשת המנוח הר”ר ישראל הרש
[6] Spitz Sega“l s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden). Ihre [Seele mö]ge [eingebunden sein im Bund des Lebens]. שפיץ סג”ל ז”ל נש[מתה ת]הא [צרורה בצרור החייים]
[7] I(hre Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצב”ה


Biografische Notizen

Levia Spitz, gest. 17. Nisan 534 (= Dienstag, 29. März 1774)

Vater: Mordechai Spitz(, der aufgrund des Fehlens des Segensspruches nach seinem Namen wahrscheinlich beim Ableben seiner Tochter noch lebt. Beim vorverstorbenen Ehemann finden wir den Segensspruch “sein Andenken möge bewahrt werden”, s.o. Zeile 6)

Ehemann: Israel Hirsch Spitz Halevi, gest. 20. Mai 1772

Töchter:
Jütel Frau Joel Halevi aus Kapuvár, gest. 25. August 1793

Rösel Modern, gest. 29. Juli 1811

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Teltsch Samuel – 29. September 1823

Samuel ben Elia Teltsch aus Nikolsburg, 24. Tischre 584 (= Montag, 29. September 1823) Z-3 (Wachstein 626) Die Grabinschrift Inschrift Teltsch Samuel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Er starb und…

Samuel ben Elia Teltsch aus Nikolsburg, 24. Tischre 584 (= Montag, 29. September 1823)

Z-3 (Wachstein 626)

  • Grabstein Samuel ben Elia Teltsch aus Nikolsburg, 24. Tischre 584
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Z


Die Grabinschrift

Inschrift Teltsch Samuel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Er starb und wurde begraben am Montag, Isru Chag von Sukkot נפטר ונקבר יום ב’ א”ח דסוכות
[2] 584 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). תקפ”ד לפ”ק
[3] H(ier ist) b(egraben) פ”נ
[4] d(er) u(nverheiratete) Jüngling, einer, der G(ott) mehr f(ürchtete) als viele, הב’ החשוב ירא ד’ מרבים
[5] aus teurer Familie, Spross Seiner Liebkosung, ממשפחה יקרה נטע שעשועי’
[6] d(er unschuldige) J(unggeselle), d(er ehrbare) H(err) Samuel, Sohn des erhabenen H(eiligen), ה”ה כ”ה שמואל בן הק’ המרומם
[7] d(es) H(errn), u(nseres Meisters) Eli(jahu) Teltsch, u(nser Fels) m(öge ihn segnen) u(nd beschützen), aus Nikolsburg. הר”ר אלי’ טעלטש יצ”ו מניקלסבורג
[8] S(eine Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצב”ה


Anmerkungen

Wachstein merkt an, dass der Verstorbene vielleicht ein Besucher der Jeschiva war.

Siehe Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 200

Zeile 1: Als Isru Chag wird jeweils der Tag nach den drei traditionellen Wallfahrtsfesten (Pesach, Schavu’ot und Sukkot) bezeichnet.

Zeile 4: חשוב (in der Volkssprache חשוב בחורל “chaschuv bachurl”) ist das Epitheton kat’exochen für einen gelehrten Jüngling” (Wachstein B., Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Quellen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Österreich, hrsg. von der historischen Kommission der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, IV, Wien 1912, I 221, Anm. z. Z. 2).

Nehemia 7,2 וירא את האלהים מרבים:.

Zeile 5: Jesaja 5,2 נטע שעשועיו.

Zeile 6: Die hebräische Abbreviatur ה”ה kann auf verschiedene Weise aufgelöst werden, oben habe ich mich für הבחור הטהור entschieden.


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Samuel Perez – 15. September 1785

Perez Samuel, 11. Tischre 546 (= Donnerstag, 15. September 1785) Z-1 (Wachstein 395) Die Grabinschrift פ”נ התורני כ”ה פרץ שמואל סופר סת”ם חתן המנוח התורני כ”ה קאפל קאמן זצ”ל נקבר…

Perez Samuel, 11. Tischre 546 (= Donnerstag, 15. September 1785)

Z-1 (Wachstein 395)

  • Grabstein Perez Samuel, 11. Tischre 546
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Z


Die Grabinschrift

פ”נ
התורני כ”ה פרץ שמואל סופר סת”ם
חתן המנוח התורני כ”ה קאפל
קאמן זצ”ל נקבר יום ה’ י”א
תשרי תקצ”ו לפ”ק

תנצב”ה


Anmerkungen

Die Inschrift ist heute kaum mehr lesbar, die Zeilengerechtigkeit kann nicht sicher gewährleistet werden.


Der Verstorbene war Torarollenschreiber. Er wird in der Grabschrift als Schwiegersohn des Koppel Kamen bezeichnet. Wenn Kamen = Nr. 130 sein soll, das ist die Titulatur כ”ה, die keinesfalls einem Rabbiner gegenüber gebraucht wird, unverständlich.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 147


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