Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Friedhof Kobersdorf

Jaul Hani, geb. Bauer – 21. Oktober 1924

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf Hani (Hadass) Jaul, geb. Bauer, 23. Tischre 685 (= Dienstag, 21. Oktober 1924) Die Grabinschrift Inschrift Hani Jaul: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier ist) g(eborgen)…

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf

Hani (Hadass) Jaul, geb. Bauer, 23. Tischre 685 (= Dienstag, 21. Oktober 1924)

Grabstein Hani (Hadass) Jaul, geb. Bauer, 23. Tischre 685 = Dienstag, 21. Oktober 1924

Grabstein Hani (Hadass) Jaul, geb. Bauer, 23. Tischre 685 = Dienstag, 21. Oktober 1924



Die Grabinschrift

Inschrift Hani Jaul: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ”ט
[2] die angesehene Frau, die Krone und Zier ihres Mannes, האשה החשובה עטרת תפארת בעלה
[3] F(rau) Hadass, a(uf ihr sei der) F(rieden), מ” הדס ע”ה
[4] Ehefrau d(es) CH(AVER), H(errn) Joel Juda Jaul, a(uf ihm sei der) F(rieden). אשת הח”ר יואל יודא יויל ע”ה
[5] Sie verstarb zu Simchat Tora im Jahr 685 n(ach der kleinen Zeitrechnung) נפטרה ביום שמחת תורה בשנה תרפה ל
[6] und wurde zu Grabe gebracht mit großer Klage am והבלת לקבר במספד רב ביום
[7] 25. Tischre. כ”ה תשרי
[8a] Wie Myrrhe und Myrtenstrauch warst du in deinen guten Werken הדס ומור היית במעשיך הטובים
[8b] für das Licht unserer Augen. למאור עינינו
[9a] Deine Wohnstätte hast du verlegt zu den Vornehmen der Oberen דבירך שמת אל אצילי עליונים
[9b] zum Leid unserer Seelen. לדאבון נפשינו
[10a] Auserwählt in deinen guten und teuren Eigenschaften סגולה מדותיך הטובים והיקרים
[10b] hast du unter uns dein Erbe aufgeteilt. הנחלת בינינו
[11] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה
[12] Der Name ihrer Mutter war Reizel. ושם אמה רייצל


Anmerkung

Zeile 2: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה u.a.

Zeile 2: Vgl. Sprüche 12,4 אשת חיל עטרת בעלה.

Zeile 8 horizontal und 8 bis 10 vertikal: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben den hebräischen Vornamen der Verstorbenen (Hadass).

Biografische Notizen

Hani (Hadass) Jaul, geb. Bauer 15. November 1868, gest. 23. Tischre 685 = Dienstag, 21. Oktober 1924. Leider nicht im Sterbebuch Kobersdorf eingetragen

Eintrag Geburtsbuch Kobersdorf, Hani (Hadass) Bauer, 15. November 1868

Eintrag Geburtsbuch Kobersdorf, Hani (Hadass) Bauer, 15. November 1868



Vater: Samuel Bauer
Mutter: Rose / Sali (Reizel) NN

Ehemann: Leopold (Joel Jehuda) Jaul, geb. 28. Februar 1845 in Kobersdorf, Handelsmann, wh. Breitenau?, geh. 15. Jänner 1884 in Kobersdorf, Wohnhort der Braut zum Zeitpunkt der Hochzeit: Graz, gest. 04. Tischre 684 = Sonntag, 14. September 1923. Begraben am jüdischen Friedhof Kobersdorf neben seiner Ehefrau

Eintrag Hochzeitsbuch Kobersdorf, J. Leopold Jaul und Hani Bauer, 15. Jänner 1884

Eintrag Hochzeitsbuch Kobersdorf, J. Leopold Jaul und Hani Bauer, 15. Jänner 1884


Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf


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Jaul Lepold – 14. September 1923

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf Leopold (Joel Jehuda) Jaul, 04. Tischre 684 (= Sonntag, 14. September 1923) Die Grabinschrift Inschrift Joel Jaul: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier ist) g(eborgen) פ”ט…

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf

Leopold (Joel Jehuda) Jaul, 04. Tischre 684 (= Sonntag, 14. September 1923)

Grabstein Joel Jehuda Jaul, 04. Tischre 684 = Sonntag, 14. September 1923

Grabstein Joel Jehuda Jaul, 04. Tischre 684 = Sonntag, 14. September 1923



Die Grabinschrift

Inschrift Joel Jaul: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ”ט
[2] der (gottes)fürchtige und fromme Mann, האיש ירא וחרד
[3] d(er ehrbare) H(err), H(err) Joel Jehuda Jaul, a(uf ihm sei der) F(rieden). כה”ר יואל יהודא יויל ע”ה
[4] Er verstarb im Alter von 80 Jahren נפטר בן שמנים שנה
[5] am 4. Tischre und wurde zu Grabe ביום ד’ תשרי והובל
[6] gebracht am לקברו ביום
[7] 6. Tischre 684 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung), ו’ תשרי תפרד לפק
[8] mit großer Klage und bitterem Weinen. במספד רב ותמרורים
[9] Deine Hände waren erhoben und gaben in Treue, ידיך נשאו ונתנו באמונה
[10] und streuten auch aus für Arme und Witwen. וגם פזרו לעניים ואלמנה
[11] Bedürftige und Notleidende waren deine Hausgenossen, אביונים ודלים היו בני ביתך
[12] um im Paradies zu beten sind sie bei dir. להתפלל בעדן באו עדיך
[13] Die Weisen zu ehren hast du als Erbe übergeben, יקר לחכמים הנחלת
[14] ihr Glanz hat dich ausgezeichnet, הדרת פניהם הדרת
[15] ihre Worte hast du wie Feuer verständig gemacht, דבריהם כאש לבבת
[16] deine Seele hast du mit ihnen umhüllt. אתם נפשך צררת
[17] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה
[18] D(er Name) s(einer Mutter) war Resl. ושא ריזל


Anmerkung

Zeile 2: Eigentlich: “Der Mann, (gottes)fürchtig und fromm”.

Zeile 7: Die hebräischen Buchstaben der Jahreszahl des Sterbedatums sind so geschrieben, dass sie das Wort “getrennt sein” ergeben (פרד).

Zeile 8: Vgl. Jeremia 31,14/15 קול ברמה נשמע נהי בכי תמרורים “Man hört Klagegeschrei und bitteres Weinen in Rama”.

Zeile 10: Wörtl.: “die bzw. eine Witwe” (also Singular). Wohl dem Reim geschuldet.

Zeile 13-16: Die in Reimform komponierten 4 Zeilen wurden sehr frei übersetzt.

Zeile 9 bis 16: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben beide hebräischen Vornamen des Verstorbenen (Joel Jehuda). Allerdings fehlt das ו in יה(ו)דא.

Biografische Notizen

Leopold (Joel Jehuda) Jaul, geb. 28. Februar 1845 in Kobersdorf, Handelsmann, wh. Breitenau?, gest. 04. Tischre 684 = Sonntag, 14. September 1923. Leider nicht im Sterbebuch Kobersdorf eingetragen

Eintrag Geburtsbuch Kobersdorf, Joel Leb Jaul, 28. Febraur 1845

Eintrag Geburtsbuch Kobersdorf, Joel Leb Jaul, 28. Febraur 1845



Vater: Moses Jaul
Mutter: Resi NN

Ehefrau: Hani (Hadass) Bauer, geb. ca. 1867 in Kobesdorf, wh. Graz, Tochter des Samuel Bauer und der Rosi / Sali NN, geh. 15. Jänner 1884 in Kobersdorf, gest. 20. Oktober 1924. Begraben am jüdischen Friedhof Kobersdorf neben ihrem Ehemann.

Eintrag Hochzeitsbuch Kobersdorf, J. Leopold Jaul und Hani Bauer, 15. Jänner 1884

Eintrag Hochzeitsbuch Kobersdorf, J. Leopold Jaul und Hani Bauer, 15. Jänner 1884


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Basch Franziska – 24. Oktober 1877

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf Franziska (Fradel) Basch, 17. Marcheschwan 638 (= Mittwoch, 24. Oktober 1877) Die Grabinschrift Inschrift BaschFranziska: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier liegt) b(egraben) eine teure und…

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Franziska (Fradel) Basch, 17. Marcheschwan 638 (= Mittwoch, 24. Oktober 1877)

Grabstein Franziska (Fradel) Basch, 17. Marcheschwan 633 = Mittwoch, 24. Oktober 1877

Grabstein Franziska (Fradel) Basch, 17. Marcheschwan 633 = Mittwoch, 24. Oktober 1877



Die Grabinschrift

Inschrift BaschFranziska: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) eine teure und angesehene Frau, Frau פנ אשה יקרה וחשובה מרת
[2] {Krone} {כתר}
[3] Fradel, פראדל
[4] Ehefrau des Arztes MORENU Chajim Basch, s(ein Licht) m(öge leuchten). אשת הרופא מהו חיים באש ני
[5] I(hre Seele) g(ing hinweg) am 17. Marcheschwan 638 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ני יז מרחשון תרלח לפק
[6] Ihren Mund öffnete sie immer in Weisheit. פיה פתחה תמיד בחכמה
[7] Wie eine Gazelle eilte sie dem Willen ihres Schöpfers nach. רצתה כצבי לרצון בוראה
[8] Ihr Herz wandte sie nicht den Hoffärtigen zu. אל רהבים לבה לא פנתה
[9] Den Armen und Bedürftigen gab sie von ihrem Brot. דלים ועניים מלחמה נתנה
[10] Sie stieg nach oben um ihren Lohn zu empfangen. למעל עלתה לקבל שכרה
[11] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkung

Zeile 1: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה u.a.

Zeile 2: Zum Symbol der Krone s. besonders Avot IV, 7 “… Drei Kronen gibt es: die Krone der Tora, die Krone des Priestertums und die Krone des Königtums; die Krone des guten Namens aber erhebt sich über sie” ‎‏‏ … שלשה כתרים הן: כתר תורה וכתר כהונה וכתר מלכות: וכתר שם טוב עולה על גביהן. Vgl. auch Berachot 17a “…Heil dem, der … mit gutem Namen gestorben ist …” ‎…אשרי…שנפטר בשם טוב; vgl. auch babylonischer Talmud, Traktat Avot II,8 “…hat er einen guten Namen erworben, hat er etwas für sich erworben” …קנה שם טוב, קנה לעצמו…. Der gute Name kommt im Gegensatz zu allen anderen geistigen und sittlichen Gütern fast ausschließlich dem Besitzer zugute und bleibt auch nach dem Tod sein eigen (Hirsch Samson Raphael, Siddur. Israels Gebete, Zürich-Basel 1992, 443). Das Symbol der Krone drückt also vor allem aus, dass Franziska Basch mit gutem Namen, in gutem Ruf gestorben ist.

Zeile 3: Der Segenswunsch “Sein Licht möge leuchten” steht, weil der Εhemann beim Ableben seiner Frau noch am Leben war. Siehe unten, Dr. Hermann (Chajim) Basch starb am 06. August 1893.

Zeile 4: MORENU bedeutet wörtlich “u(nser) L(ehrer), H(err)”. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als “synagogaler Doktortitel” (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Zeile 8: Psalm 40,5 ולא פנה אל רהבים.

Zeile 9: Schlecht/falsch graviert, es kann m.E. nur מלחמה “von ihrem Brot” gemeint sein.

Zeile 6 bis 10: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben den hebräischen Vornamen der Verstorbenen (Fradel).

Biografische Notizen

Franziska (Fradel) Basch, geb. ca. 1823 in Tultschah (= heute Tulcza in Rumänien), gest. 17. Marcheschwan 638 = Mittwoch, 24. Oktober 1877 mit 54 Jahren in Kobersdorf

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Franziska Basch, 24. Oktober 1877

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Franziska Basch, 24. Oktober 1877



Ehemann: Dr. Hermann (Chajim) Basch, Arzt, geb. ca. 1809, gest. 06. August 1893 mit 84 Jahren an Altersschwäche in Kobersdorf 148

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Dr. Hermann Basch, 06. August 1893

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Dr. Hermann Basch, 06. August 1893


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Hacker Mayer – 14. Jänner 1900

Personenregister jüdischer Friedhof Kobersdorf Mayer (Meir) Hacker, 14. Schvat 660 (= Sonntag, 14. Jänner 1900) Die Grabinschrift Inschrift HackerMayer: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier liegt) b(egraben) unser Vater, eine…

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Mayer (Meir) Hacker, 14. Schvat 660 (= Sonntag, 14. Jänner 1900)

Grabstein Mayer (Meir) Hacker, 14. Schvat 660 = Sonntag, 14. Jänner 1900

Grabstein Mayer (Meir) Hacker, 14. Schvat 660 = Sonntag, 14. Jänner 1900



Die Grabinschrift

Inschrift HackerMayer: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) unser Vater, eine zierende Krone unserer Häupter, der Teure, d(er ehrbare) H(err) פ”נ אבינו עטרת תפארת ראשינו היקר כה
[2] Meir, מאיר
[3] S(ohn des) H(errn) Itzik Hacker, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden). בר’ איצק האקער ז”ל
[4] Seine Seele ging hinweg am Sonntag, נשמתו יצאה יום א
[5] 14. des Monats Schvat, יד בחדש שבט
[6] im Jahr 660 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). בשנת תרס לפ”ק
[7] Die Gebote Gottes erfüllte er so gut er konnte. מצות השם עשה כפי כחו
[8] Sein Haus unterwies er auf dem Weg der Gottesfurcht. את ביתו דרך היראה הורה
[9] Seine Hände streckte er nicht aus nach immer mehr Vermögen. ידיו לא שלח בהון עולה
[10] Streit kannte er nicht, denn er liebte Frieden. ריב לא ידע כי שלום אהב
[11] Nicht versagte er den Bedürftigen eine gute Gabe. זבד טוב מאביונים לא מנע
[12] Deshalb trauert man um ihn mit bitterer Seele. לכן ספדו עליו בנפש מרה
[13] Der Name seiner Mutter war Malka, i(hr Andenken) m(öge bewahrt werden). שם אמו מלכה ז”ל
[14] S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkung

Zeile 7 bis 12: Akrostychon: Die Anfangsbuchstaben ergeben den hebräischen Vornamen des Verstorbenen (Meir) und den Segenswunsch (“sein Andenken möge bewahrt werden”).

Biografische Notizen

Mayer (Meir) Hacker, geb. ca. 1823, gest. 14. Schvat 660 = Sonntag, 14. Jänner 1900 um 05 Uhr mit 77 Jahren an Wassereinlagerung? in Kobersdorf

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Mayer Hacker, 14. Jänner 1900

Eintrag Sterbebuch Kobersdorf, Mayer Hacker, 14. Jänner 1900



Vater (weiland): Ignatz (Itzik) Hacker, Fleischhauermeister in Kobersdorf
Mutter (weiland): Amalia (Malka) Jaul, Hausfrau

Ehefrau: Anna Holzer


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