Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Friedhof Währing

Feiertag Katharina, geb. Eisler – 19. März 1863

Katharina (Kela) Feiertag, geb. Eisler, 28. Adar 623 (= Donnerstag, 19. März 1863) Die Grabinschrift Inschrift Katharina Feiertag: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier ist) g(eborgen) פ“ט [2] die Frau,…

Katharina (Kela) Feiertag, geb. Eisler, 28. Adar 623 (= Donnerstag, 19. März 1863)


Die Grabinschrift

Inschrift Katharina Feiertag: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פ“ט
[2] die Frau, bedeutend und teuer. Sie wurde hinweggerafft האשה חשובה ויקרה נקטפה
[3] vom Tod in ihrer Blüte und noch nicht waren erfüllt באבה מהמות ולא מלאו עוד
[4] ihre Jahre zum Leidwesen und zum Herzenskummer ihrer Kinder, שנותיה לעצבון ולתוגת לב בניה
[5] Kela, Ehefrau d(es Herrn) Joel Feiertag. קילה אשת ר יואל פייערטאג
[6] Sie verstarb am 28. Adar des Jahres 623 n(ach der kleinen Zeitrechnung). נפטרה כ’ח אדר שמת תרכג ל“
[7] I(hre Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[8] Kati Feiertag


Anmerkungen

Die Grabinschrift konnte z.T. nur durch Zuhilfenahme der vorhandenen Abschrift samt Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich erfasst werden.

Zeile 2/3: Vgl. Ijob 8,12 עדנו באבו לא יקטף „In Blüte, noch nicht geschnitten“.

Biografische Notizen

Katharina (Kela) Feiertag, geb. Eisler ca. 1773, aus Koritschan (Koryčany) in Mähren, verheiratet, gest. 28. Adar 623 = Donnerstag, 19. März 1863 um 8 Uhr am Morgen mit 50 Jahren in Wien Weißgärben (= 3. Bezirk), Löwenstraße 24 an Lungentuberkulose, begraben am 22. März um 9 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, allgemeiner Platz.

Eintrag Sterbebuch Wien, Katharina Feiertag, geb. Eisler, 28. Adar 623 = 19. März 1863

Eintrag Sterbebuch Wien, Katharina Feiertag, geb. Eisler, 28. Adar 623 = 19. März 1863



Ehemann: Josef (Joel) Feiertag, Börsengallopin (Die Galopiner waren die jungen Burschen, die auf der Börse die „Laufarbeiten“ („Läufer“) zu erledigen hatten).


Personenregister jüdischer Friedhof Währing


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Schwarz Samuel – 27. Oktober 1856

Samuel Schwarz, 28. Tischre 617 (= Montag, 27. Oktober 1856) Die Grabinschrift Inschrift Samuel Schwarz: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [Oberhalb der Inschrift] UNVERGESSLICH [1] H(ier liegt) g(eborgen) פ“ט [2] der…

Samuel Schwarz, 28. Tischre 617 (= Montag, 27. Oktober 1856)


Die Grabinschrift

Inschrift Samuel Schwarz: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[Oberhalb der Inschrift] UNVERGESSLICH
[1] H(ier liegt) g(eborgen) פ“ט
[2] der gerechte Mann, e(r war) einer von den Ersten היש הישר הי’ אחד מן המשכימים,
[3] und Letzten, die morgends und abends in die Synagoge gingen alle ומעריבים ערב ובוקר לבית הכנסת כל
[4] Tage seines Lebens, d(er fromme) M(ann), d(er ehrbare) H(err) Samuel, Sohn des e(hrbaren) H(errn), d(es Herrn) Jakob ימי חייו, הה כ“ה שמואל בן כהרר יעקב
[5] Schwarz, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden), a(us der) h(eiligen) j(üdischen Gemeinde) Magendorf im Land שררארץ זל מ’ק’ק’ מאגענדארף במדינת
[6] Ungarn. Er verstarb in gutem Namen am Montag, 28. Tischre הגר, נפטר בשם טוב ביום ב כ’ח’ תשרי
[7] und wurde begraben am Mittwoch, dem 1. N(eumond)t(ag) Marcheschwan im Jahr ונקבר ביום ד’ א’ ד’ר’ח’ מרחשון, שנת
[8] 617 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). תריז לפק
[9] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). ת’נ’צ’ב’ה’
[10] Hier ruhet
[11] Herr Samuel Schwarz
[12] aus Magendorf
[13] gestorben den 27. October 1856
[14] im 55. Lebensjahre
[15] tief beweint von seiner treuen Gattin und Kindern
[16] Friede seiner Asche!


Anmerkungen

Zeile 6: הגר „Hagar“. Dieser Ländername für Ungarn hat keinen biblischen Bezug und wird offensichtlich das erste Mal vom jüdischen Gelehrten Chasdai ibn Schaprut im 10. Jahrhundert verwendet (siehe etwa: Handbok of Jewish Languages…)

Biografische Notizen

Samuel Schwarz, Handelsmann aus Magendorf in Ungarn (heute: Veľký Meder, Slowakei), verheiratet, geb. ca. 1891, gest. 28. Tischre 617 = Montag, 27. Oktober 1856 um 8? Uhr am Morgen mit 55 Jahren in Stadt Wien Nr. 377 an Lungenschwindsucht, begraben am 29. Oktober am jüdischen Friedhof Währing, alter Platz, links bei Fried

Eintrag Sterbebuch Wien, Samuel Schwarz, 28. Tischre 517 = 27. Oktober 1856

Eintrag Sterbebuch Wien, Samuel Schwarz, 28. Tischre 517 = 27. Oktober 1856


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Löbel Hermann – 27. September 1841

Hermann (Hirsch) Löbel, 12. Tischre 602 (= Montag, 27. September 1841) Die Grabinschrift Inschrift Hermann Löbel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier ist) b(egraben) פ“נ [2] ein über alles geliebter…

Hermann (Hirsch) Löbel, 12. Tischre 602 (= Montag, 27. September 1841)


Die Grabinschrift

Inschrift Hermann Löbel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) b(egraben) פ“נ
[2] ein über alles geliebter Mann, ein Korb voller Bücher, איש חמודות צנא מלא ספרא
[3] der die Geradlinigkeit liebte und voll Erkenntnis war אוהב מישרים ומלא דעת
[4] in der Lehre und in der Wissenschaft, in der Weisheit und in der Einsicht. בתורה ובחדע בחכמה ובתבונה
[5] E(s ist) d(er) gelehrte unverheiratete Mann, d(er ehrbare) H(err) Hirsch, Sohn des ה“ה הבחור החשוב כ“ה הירש בן
[6] Toraglehrten, d(es ehrbaren) H(errn) … Löbel, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden) a(us der) h(eiligen jüdischen) G(emeinde) התו’ כ“ה … לעבל ז“ל מק“ק
[7] Litschau im Land Böhmen. ליטשויא במדינת בעהמען:
[8] Er verstarb am Montag, 12. Tischre 602 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). נפטר ביום ב“ י“ב תשרי תרב לפ“ק
[9] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[10] Hier ruhet
[11] die Hülle des seligen Herrn
[12] Herrmann Löbel
[13] aus Litschau in Böhmen
[14] gest. am 27. Sept. 1841 im 60. Lebensjahre
[15] Tief beweint und […]
[16] Verwandten […]
[17] Friede seiner Asche


Anmerkungen

Der deutsche Inschriftenzusatz ist heute nicht mehr lesbar, es musste die Abschrift von Dr. Pinkas Heinrich herangezogen werden.

Zeile 2: Daniel 10,11 איש חמודות.
Babylonischer Talmud, Traktat Megilla 28b: צנא דמלי סיפרי.

Zeile 3: Der Vorname des Vaters fehlt in der Inschrift, worauf auch Dr. Pinkas Heinrich hinweist.


Biografische Notizen

Hermann (Hirsch) Löbel, gewesener Erzieher aus Litschau in Böhmen (heute nördlichste Stadt Österreichs in Niederösterreich), ledig, geb. ca. 1781 oder 1791, gest. 12. Tischre 602 = Montag, 27. September 1841 um 12 Uhr Mittag mit 50 (Inschrift) bzw. 60 (Sterbebuch) Jahren in Wien Nr. 1182 an Blasenlähmung, begraben am 28. oder am 29. September (Eintrag im Sterbebuch unklar) am jüdischen Friedhof Währing. Ich lese als Begräbnisplatz „Leichenzeichen“, vermag das Wort aber nicht zu deuten.

Eintrag Sterbebuch Wien, Hermann Löbel, 12. Tischre 602 = 27. September 1841

Eintrag Sterbebuch Wien, Hermann Löbel, 12. Tischre 602 = 27. September 1841


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Eisler Regina, geb. Heim – 03. Juli 1858

Regina (Rebekka) Eisler, geb. Heim (Haim), 21. Tammus 618 (= Schabbat, 03. Juli 1858) ’ Die Grabinschrift Inschrift Regina Eisler: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Zeuge sei dieser Hügel פ“נ…

Regina (Rebekka) Eisler, geb. Heim (Haim), 21. Tammus 618 (= Schabbat, 03. Juli 1858)



Die Grabinschrift

Inschrift Regina Eisler: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Zeuge sei dieser Hügel פ“נ
[2] für על
[3] einen lieben Schatz, der hier im Grab verborgen ist, אוצר נחמד הטמון פה בקבר,
[4] Sie, die bedeutende Frau. היא האשה החשובה,
[5] Die Krone ihres Ehemanns und ihrer Kinder. תפארת בעלה ובניה,
[6] Frau Rebekka, geborene Heim, Ehefrau des מרת רבקה געבארנע היים, אשת
[7] Stattlichen, des torakundigen H(errn) Salomon Eisler, e(r möge) l(eben). הגביר החבר ר’ שלמה אייזלער שי’.
[8] I(hre Seele) g(ing hinweg) während der Geburt in ihren besten Jahren י’נ בעת לדתה במבחר שנותיה
[9] a(m) h(eiligen) Sch(abbat), 21. Tammus, und wurde begraben in Ehre a(m) 23. daselbst בש’ק, כ’א תמוז, ונקברת בכבוד בכ’ג בו
[10] im Jahr 618 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). בשנת תרי’ח לפ’ק
[11] I(hre Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). ת’נ’צ’ב’ה’
[12] Hier ruhet
[13] Regina Eisler,
[14] geborene Heim,
[15] gest. den 3. Juli 1858 im 28. Lebensjahre,
[16] tief betrauert von ihrem Gatten
[17] und zwei unmündigen Kindern.
[18] So lieblich sich die Blüh erschlossen
[19] Voll Jugendreiz – voll süßem Duft –
[20] Als ihr die reife Frucht entsprossen
[21] Die blüh’nde Mutter sank zur Gruft
[22] D’rum eingebraben tief der Schmerz
[23] In der Geblieb’nen trauernd Herz.


Biografische Notizen

Regina (Rebekka) Eisler, geb. Haim (Heim) aus Semlin in Slavonien (Zemun, Stadtteil von Belgrad, Serbien), verheiratet, geb. ca. 1830, gest. 21. Tammus 618 = Schabbat, 03. Juli 1858 um 5 Uhr Nachmittag mit 28 Jahren in Wien, Leopoldstraße 53 Landstraße, begraben am 5. Juli um 5 Uhr Nachmittag am jüdischen Friedhof Währing, alter Platz, neben Birnbaum

Eintrag Sterbebuch Wien, Regina Eisler, 21. Tammus 618 = 03. Juli 1858

Eintrag Sterbebuch Wien, Regina Eisler, 21. Tammus 618 = 03. Juli 1858


Ehemann: Ferdinand (Salomon) Eisler, Geistbrenner


Personenregister jüdischer Friedhof Währing


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