Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Friedhof Währing

Gutmann Helene – 30. Mai 1872

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Helene (Rana) Gutmann, 22. Ijjar 632 (= Donnerstag, 30. Mai 1872) Die Grabinschrift Inschrift Helene Gutmann: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Grabzeichen ציון קבורת [2] des…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Helene (Rana) Gutmann, 22. Ijjar 632 (= Donnerstag, 30. Mai 1872)



Die Grabinschrift

Inschrift Helene Gutmann: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Grabzeichen ציון קבורת
[2] des liebenswürdigen Mädchens, dem Liebling ihrer Eltern, Rana, הילדה הנעימה מחמד אבותיה רנה
[3] Tochter des MORENU Isak Seev Gutmann. בת מהור’ר יצחק זאב גוטמאן
[4] Ihre reine Seele entflog am פרחה נשמתה הטהורה ביום
[5] Donnerstag, 22. des Monats Ijjar 632. ה’ כ’ב’ לחדש אייר תרלב
[6] Helene Gutmann
[7] Tochter des Herrn Wilhelm Gutmann und der
[8] Frau Ida geb. Wodianer
[9] geb. 26. November 1869
[10] gest. 30. Mai 1872 י
[11] Ein Engel auf Erden der Eltern Glück,
[12] Zogst rasch Du zum Himmel zu Gott zurück!


Anmerkung

Zeile 3: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


Biografische Notizen

Helene (Rana) Gutmann, geb. 26. November 1869 in Wien, Liebenberggasse 7, gest. mit 30 Monaten 22. Ijjar 632 = Donnerstag, 30. Mai 1872 um 09 Uhr am Morgen an Lungenentzündung in (Bad) Vöslau, Marienvilla Nr. 145, begraben 31. Mai 1872 um 15 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, Nr. 160. Im Gräberverzeichnis ist der hebräische Vorname ראנה geschrieben im Unterschied zur Grabinschrift, Zeile 2 רנה.

Vater: Wilhelm Isaak Wolf, Ritter von Gutmann, geb. 13. August 1826 (lt. Grabstein) bzw. 18. August 1826 in Leipnik (Mähren), gest. 17. Mai 1895 in Wien, Gründer des größten Kohleunternehmens in Österreich-Ungarn, von 1891-92 Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Mutter: Ida Wodianer, geb. 24. Dezember 1847 in Wien, gest. 31. Mai 1924 in Wien, begraben Zentralfriedhof 1. Tor, 20-24-215.
Ida Wodianer (Freiin von Wodianer) war die 2. Ehefrau von Wilhelm von Gutmann, nachdem seine erste Ehefrau Leonora (Leni) Latzko, geb. 01. Mai 1826, früh verstorben war (05. Dezember 1867, begraben jüdischer Friedhof Währing)


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Granichstädten Albert – 12. Mai 1860

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Albert (Anschel / Aron) Granichstädten, 21. Ijjar 620 (= Schabbat Ausgang, 12. Mai 1860) Die Grabinschrift Inschrift Albert Granichstaedten: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier liegt)…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Albert (Anschel / Aron) Granichstädten, 21. Ijjar 620 (= Schabbat Ausgang, 12. Mai 1860)



Die Grabinschrift

Inschrift Albert Granichstaedten: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] ein teurer und verehrter Mann, d(er ehrbare) H(err) האיש היקר והנכבד כה
[3] Anschel, Sohn d(es ehrenwerten) H(errn), H(errn) Hirsch אנשל בן כ’ה’ר’ הרש
[4] Granichstädten. גראניכשטעדטען
[5] S(eine Seele) g(ing hinweg) am Sonntag, 21. Ijjar 620 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). י’נ יום א’ כ’א אייר תרכ לפ’ק
[6] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[7] Hier ruht
[8] Herr Albert
[9] Granichstädten
[10] gest. 12. Mai 1860 י
[11] tief betrauert von seinen
[12] Kindern
[13] Friede seiner Asche


Anmerkungen

Der deutsche Inschriftenzusatz ist heute ab Zeile 10 nur mehr schwer lesbar. Daher mussten hier die Abschrift bzw. die Anmerkungen von Dr. Pinkas Heinrich zu Hilfe genommen werden.


Biografische Notizen

Albert (Anschel / Aron) Granichstädten, geb. ca. 1793, Druckfabrikant aus Pest bzw. Magazineur, verwitwet, gest. 21. Ijjar 620 = Schabbat Ausgang, 12. Mai 1860 um 22 Uhr mit 67 Jahren an Entartung des Magens in Wien Stadt 738, begraben 14. Mai 1860 um 16 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, alter Platz neben Franziska Granichstädten (seine Ehefrau). Im Gräberverzeichnis ist angemerkt, dass in der Grabinschrift seiner Ehefrau sein hebräischer Vorname nicht „Anschel“, sondern „Aron“ lautet, ebenso in der Grabinschrift seiner Tochter Theresia.

Vater: Hirsch Granichstädten

Ehefrau: Franziska Goldschmidt, gest. 19. Oktober 1842 mit 50 Jahren in Wien Sechshaus, begraben am jüdischen Friedhof Währing

Töchter:

Theresia Granichstädten, geb. Granichstädten, verheiratet, gest. 28. Mai 1840 in Wien Sechshaus, begraben am jüdischen Friedhof Währing

Wilhelmine Weiss, geb. Granichstätdten, gest. 04. September 1856 (lt. Gräberbuch)


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Tobias C/Kaspar – 01. Februar 1835

Personenregister jüdischer Friedhof Währing C/Kaspar (Gerschon) Tobias, 02. Schvat 595 (= Sonntag, 01. Februar 1835) Die Grabinschrift Inschrift TobiasCaspar: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ [2] ein…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

C/Kaspar (Gerschon) Tobias, 02. Schvat 595 (= Sonntag, 01. Februar 1835)



Die Grabinschrift

Inschrift TobiasCaspar: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] ein rechtschaffener Mann, untadelig wandelnd, alt und satt an Jahren. איש ישר הולך תמים זקן ושבע ימים
[3] Er tat Gutes alle Tage, d(er teure) M(ann), der Erhabene, d(er ehrbare) H(err) ועשה טוב כל ימים הה הנעלה כ’ה
[4] Gerschon, Sohn d(es ehrbaren Herrn), u(nseres Meisters) Tovia, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden). Er verstarb גרשון בן הרר טוביה זל נפטר
[5] am Sonntag, dem 2. Schvat 595 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ביום א’ ב’ שבט תקצה לפק
[6] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[7] Hier ruht
[8] Hr. Caspar Tobias
[9] gestorben 1. Februar 1835 im 82. Jahre seines Alters.
[10] [Unver]siegbare Thränen, die dieses י
[11] Grab oft netzen,
[12] Mögen weislich ihm des Denkmals
[13] Kraft ersetzen.


Anmerkungen

Der deutsche Inschriftenzusatz ist heute ab Zeile 9 nicht mehr lesbar, weil der untere Teil des Grabsteins in die Erde gesunken ist. Daher mussten hier die Abschrift bzw. die Anmerkungen von Dr. Pinkas Heinrich zu Hilfe genommen werden.

Zeile 2: Dr. Pinkas Heinrich merkt an, dass in der Grabinschrift הקן statt זקן graviert ist, was aber offensichtlich richtig korrigiert wurde.

Vgl. bes. Ijob 1,1 „…dieser Mann, untadelig, rechtschaffen und gottesfürchtig…“ …האיש ההוא תם וישר וירא אלהים und Ijob 1,8; 2,3 „…ein untadeliger und rechtschaffener Mann…“ …איש תם וישר…. Vgl. weiters Psalm 15,2 הולך תמים ופעל צדק, vgl. auch Sprüche 28,18. Babylonischer Talmud, Traktat Makkot 24a setzt den makellos Wandelnden mit Abraham gleich הולך תמים זה אברהם mit Verweis auf Genesis 17,1 „… er (der Herr) sprach zu ihm (Abraham): … sei rechtschaffen“ …ויאמר אליו…והיה תמים:.

Genesis 35,29; Ijob 42,17 ושבע ימים; ähnlich 1 Chronik 23,1.

Zeile 3: Ich kann es nicht sicher erkennen, Dr. Pinkas Heinrich merkt an, dass in der Grabinschrift nur ה statt הה graviert ist. In der Übersetzung ändert sich dadurch aber nicht viel.


Biografische Notizen

C/Kaspar (Gerschon) Tobias, geb. ca. 1754, k.k. Pferdelieferant, tolerierter Kaufmann aus Bistritz (Bistrița, heute Rumänien), verheiratet, gest. 02. Schvat 595 = Sonntag, 01. Februar 1835 um 10 Uhr Vormittag mit 81 Jahren an Blutwassersucht in Wien, Leopoldstadt 331, begraben 02. Februar 1835 am jüdischen Friedhof Währing, Leichenzeichen, laut Gräberverzeichnis Grupe 2032, Reihe 4, Nr. 1157. Dort auch Anmerkung „sein 4jähriges Kind Barbara, geb. 29. Mai 1806 ist im Taufbuch (!) unter ‚Kaspar‘ eingetragen“.

Vater: Tovia Tobias

Tochter: Barbara Tobias, geb. 29. Mai 1806


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Frankl Franziska, geb. Brüll – 23. Dezember 1873

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Franziska (Vögele) Frankl, geb. Brüll, 03. Tevet 634 (= Dienstag, 23. Dezember 1873) Die Grabinschrift Inschrift Franziska Frankl: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] Hier ist geborgen…

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Franziska (Vögele) Frankl, geb. Brüll, 03. Tevet 634 (= Dienstag, 23. Dezember 1873)



Die Grabinschrift

Inschrift Franziska Frankl: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ist geborgen die angesehene und teure Frau, Frau פה טמונה האשה החשובה והיקרה מרת
[2] Vögele, Ehefrau d(es ehrenwerten) H(errn), H(errn) Hillel Frankl. פיגלא אשת כהרר הלל פראנקל
[3] Mit 93 Jahren nahm Gott sie zu sich בת תשעים ושלוש שנים לקח אותה אלקים
[4] zum Leid ihrer Töchter und aller ihrer Bekannten. Sie verstarb am Dienstag, לדעבון בנותיה וכל קרוביה נפטרת ביום ג
[5] 3. des Monats Tevet im Jahr 634 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ג לחודש טבת בשנת תרלד לפק
[6] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה
[7] Hier ruhet
[8] Frau
[9] Franziska Frankl
[10] geborene Brüll
[11] gest. am 23. December 1873 י
[12] im 96. Lebensjahre.
[13] Tief betrauert von ihren
[14] Kindern, ihren Schwiegersöhnen und ihren Enkeln.
[15] Friede ihrer Asche!


Anmerkung

Zeile 1: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה u.a.

Zeile 4: Kommt gelegentlich so geschrieben vor, sollte aber לדאבון sein.


Biografische Notizen

Franziska (Vögele) Frankl, geb. Brüll ca. 1780, Private, gest. mit 93 Jahren 03. Tevet 674 = Dienstag, 23. Dezember 1873 um 05 Uhr „Nachts“ an Altersschwäche in Bösing (Pezinok in Mähren) Nr. 165, begraben 25. Dezember am jüdischen Friedhof Währing, alter Platz, Reihe 16 (lt. Gräberverzeichnis Gruppe 8, Nr. 561).

Ehemann: Hillel Frankl


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Janpolsky Ephraim – 10. September 1870

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Ephraim Janpolsky, 15. Elul 630 (= Samstag Nacht, 10. September 1870) Die Grabinschrift Inschrift JanpolskyE: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung [1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ [2] ein…

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Ephraim Janpolsky, 15. Elul 630 (= Samstag Nacht, 10. September 1870)



Die Grabinschrift

Inschrift JanpolskyE: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] ein teurer Mann, der freigiebige Vermögende, איש יקר הגביר הנדיב
[3] der Verehrte. Jene, die Gott fürchteten, belohnte er von seinem Vermögen. הנכבד יריאי הש“י כבדם מהונו
[4] Er fügte sich selbst in die Gemeinschaft von Menschen der Einsicht איגד עמצו בחברת אנשי התבונה
[5] und der (Gottes)furcht. Fern hielt er sich selbst von jeher von glatter ויראה הרחיק עצמו מעודו משפת
[6] Zunge und Falschheit, der MORENU חלקות וכזב מוה
[7] Ephraim, אפרים
[8] S(ohn des) MORENU Israel במו“ה ישראל
[9] Janpolsky יאנפאלסקי
[10] aus Balta. מבאלטא
[11] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Die hebräische Grabinschrift, so merkt auch Dr. Pinkas Heinrich an, beinhaltet kein Sterbedatum. Dieses musste aus dem Sterbebuch und dem Begräbnisbuch genommen werden.

Zeile 3: Richtig wäre יראי ה“.

Zeile 6 und 8: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


Biografische Notizen

Ephraim Janpolsky, geb. ca. 1816, Kaufmann aus Balta in Russland (heute Ukraine), verheiratet, gest. 15. Elul 630 = Samstag Nacht, 10. September 1870 um 22 Uhr an Durchfall in Wien Stadt, Salzgries Nr. 13, begraben am 12. September 1870 um 15 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, allgemeiner Platz, 13. Reihe. Im Gräberbuch: Gruppe 7, Nr. 899. Dort auch als Sterbetag der 11. September eingetragen (es war aber noch der 10. September, aber schon der 15. Elul). Im alphabetischen Register hat die Grabstelle die Nummer 3585 (dort übrigens „Janpolski“ und nicht „Janpolsky“).

Vater: Israel Janpolsky


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Kraus Moritz / Kraus Wilhelm – 24. März 1875 / 08. Juni 1877

Personenregister jüdischer Friedhof Währing Moritz (Meir) Kraus, 18. Adar II 635 (= Mittwoch Nacht, 24. März 1875) / Wilhelm (Wolf) Kraus, 28. Siwan 637 (= Freitag Nacht, 08. Juni 1877)…

Personenregister jüdischer Friedhof Währing

Moritz (Meir) Kraus, 18. Adar II 635 (= Mittwoch Nacht, 24. März 1875) / Wilhelm (Wolf) Kraus, 28. Siwan 637 (= Freitag Nacht, 08. Juni 1877)



Die Grabinschrift

Inschrift KrausMW: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] ein teurer und verehrter Mann, איש יקר ונכבד
[3] der CHAVER, H(err) Meir, Sohn des CHAVER H(errn) Josef החבר ר’ מאיר בן החבר ר’ יוסף
[4] Kraus, a(uf ihm sei der) F(rieden). קרויז ע“ה
[5] Er ging in seine Welt in der Blüte seiner Jahre im Alter von הלך לעולמו בפרח שנותיו בן
[6] 47 Jahren zum Kummer und zum Herzensleid seiner Frau מ“ז שנים לדאבון ולתוגת לב אשתו
[7] und seiner 8 Kinder. S(eine Seele) g(ing hinweg) am 17. Adar II ושמנה בניו י“נ ביום י“ז אדר שני
[8] 635 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). בשנת תרלה לפ“ק
[9] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה
[10] Hier ruhet
[11] HERR
[12] Moritz Kraus
[13] gestorben am 24. März 1875
[14] im 47. Lebensjahre.
[15] Unvergesslich seiner
[16] tieftrauernden Gattin und
[17] seinen acht unmindigen
[18] Kindern.
[19] Friede seiner Asche!

Sockel

Inschrift KrausMWS: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ruht an der Seite seines Vaters
[2] Wilhelm Kraus
[3] geb. 18. Februar 1869, gest. 8. Juni 1877


Anmerkungen

Zeile 3: Der CHAVER ist ein verliehener Ehrentitel, der gewöhnlich von der Gemeinde mit Zustimmung des Rabbiners verliehen wurde.

Zeile 5: בפרח שנותיו schlecht graviert.

Zeile 7: Es muss der 18. Adar II sein, da Moritz Kraus am 24. März um 23.30h verstorben ist (s.u.)


Biografische Notizen

Moritz (Meir) Kraus, Agent / Privater, verheiratet, geb. ca. 1828 in Teltsch (Mähren), gest. 18. Adar II 635 = Mittwoch, 24. März 1875 um 23.30h in Dornbach Nr. 185 an Leberentartung, begraben am 26. März 1875 um 15 Uhr am jüdischen Friedhof Währing, Alter Platz, lt. Sterbebuch Gruppe 8, Nummer 10a. Im Begräbnisbuch Währing ist als Todestag (wohl fälschlicherweise) der 25. März eingetragen (es war schon der 18. Adar II, aber noch Mittwoch, der 24. März).

Vater: Josef Kraus

Ehefrau: Amalia NN

Kinder: Wilhelm (Wolf) Kraus, geb. 18. Februar 1869 in Wien, Raimundgasse, gest. 28. Siwan 637 = Freitag, 08. Juni 1877 um 23 Uhr an Hirnhautentzündung, begraben am 10. Juni 1877 um 09 Uhr am jüdischen Friedhof Währing im Grab seines Vaters (s.o.).
Am selben Tag, dem 18. Februar 1869, wurde auch die Zwillingsschwester von Wilhelm, Therese (Resl) geboren.


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