Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Kategorie: Leben und Glaube

Sukkot 5780

Heute ist Erev Sukkot, der Beginn des Laubhüttenfestes. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein fröhliches Sukkot. Wishing you a joyous Sukkot! חג שמח ומועדים לשמחה! Ein…

Heute ist Erev Sukkot, der Beginn des Laubhüttenfestes.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein fröhliches Sukkot.

Wishing you a joyous Sukkot!

חג שמח ומועדים לשמחה!


Ein Augenzeugenbericht über die Sukkottage im jüdischen Viertel von Eisenstadt 1934:

Aber gleich nach diesen [hohen] Feiertagen kamen die Tage des Laubhüttenfestes und in allen Höfen wurden Laubhütten mit dem ›Skakh‹ (Laub, um die Laubhütte zu bedecken) aufgestellt; die Bedeckung bestand aus grünen, wohlduftenden Zweigen. Die Dekorationen an den Wänden gestalteten wir Kinder: vielfärbige Sterne, angefertigt aus glänzendem Buntpapier. Wir lernten diese Kunst in den Handarbeitsstunden in der jüdischen Volksschule, die hinter dem Hof des ›Strohhauses‹ stand. Die Herbstluft war bei diesem Fest schon getränkt vom Duft der Weintrauben und des Mostes, der aus allen Weinbergen und Weinkellern rundum aufstieg. Der letzte Tag des Sukkotfestes ‒ es ist der Tag von ›Simchat tora‹ (Freudenfest der Tora), an dem das Lesen der Toraabschnitte endet und von Neuem beginnt ‒ entschädigte uns für den tiefen Ernst an den Festen, die dem Sukkotfest vorausgegangen waren: Die Stimmung war fröhlich! Alle Kinder, auch die kleinen, die noch nicht das Alter der Gebote (der religiösen Pflichten, bei Buben mit 13 Jahren) erreicht hatten, wurden zur Tora aufgerufen, und, um die Freude zu vergrößern, wurden aus verschiedenen Fenstern Äpfel und Nüsse zu den Kindern bei ihrem Auszug aus der Synagoge geworfen.


Ich kenne den Grund für diesen Brauch, den ich danach in keiner anderen Gemeinde gesehen habe, nicht. Vielleicht fielen hier zwei Motive zusammen: das eine, dass die Symbole dieser Früchte in den Midraschim (religiöse Auslegungsschriften) mit Israel verglichen werden, und das zweite ‒ ein Gedenken an das ›Erntefest; der Beiname für das Sukkotfest. Auf jeden Fall erfreuten uns alle diese Tage sehr, sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen.

Meir Ayali, Meine Kindheit in der Judengasse in Eisenstadt, hebräisch; übersetzt von Johannes Reiss, in: Das Österreichische Jüdische Museum. Hrsg. v. Österreichischen Jüdischen Museum in Eisenstadt, 1988. S. 75-80.


Zum Brauch mit den Nüssen usw. lesen Sie bitte unseren Beitrag über das „Versöhnungsstangerl“ und insbesondere auch den 2. Kommentar unseres Gastautors Yoav Sapir!


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Zum Verdienst ihres Ehemanns …

English version, see below Über einen besonders schönen und faszinierenden Toravorhang Diesen prächtigen Toravorhang ließ niemand Geringerer als Hermine (Hendel) Wolf, geb. Neubrunn, im Jahr 1910 für ihren verstorbenen Ehemann…

English version, see below


Über einen besonders schönen und faszinierenden Toravorhang

Toravorhang Eisenstadt 1910, Leihgabe jüdisches Museum Wien,

Toravorhang Eisenstadt 1910, Samt, Brokat, Glassteine – genäht, gestickt,
Leihgabe jüdisches Museum Wien, Inv.-Nr.: 13379



Diesen prächtigen Toravorhang ließ niemand Geringerer als Hermine (Hendel) Wolf, geb. Neubrunn, im Jahr 1910 für ihren verstorbenen Ehemann herstellen. Geboren am 26. Dezember 1845 in Trenčín (Westslowakei), gestorben am 17. August 1931 in Baden bei Wien und begraben am jüngeren jüdischen Friedhof von Eisenstadt, überlebte sie ihren Ehemann Ignatz (Esriel) Wolf, gest. 18. Jänner 1906 und ebenfalls am jüngeren jüdischen Friedhof begraben, um 25 Jahre.
Hermine Wolf war u.a. Präsidentin des Eisenstädter Frauenvereins, Ehemann Ignatz Wolf Gesellschafter der Firmen Leopold Wolf’s Söhne, Eisenstadt, und M. Bauer, Wien, Handelskammerrat der Ödenburger Handelskammer, Mitbegründer der Eisenstädter Sparkassa und 1863 sowie 1880-1885 Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Eisenstadt.

Hermine und Ignatz Wolf sind die Eltern, u.a., von Leopold Wolf und Nathan (Alexander/Sándor) Wolf!

Die Weinhandlung Leopold Wolf’s Söhne hatte ihren Hauptsitz im sogenannten Wertheimerhaus, in dem sich heute das Österreichische Jüdische Museum befindet (siehe v.a. unseren Blogartikel „Nathan und die Wölfe von Eisenstadt„)

Der Toravorhang im Detail


Kapporet ‒ Querbehang

Toravorhang Eisenstadt 1910,  Kapporet (Querbehang)

Toravorhang Eisenstadt 1910, Kapporet (Querbehang)



Inschrift Toravorhang 1910 Querbehang: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] {Krug und Becken}


Oberhalb des Spiegels

Toravorhang Eisenstadt 1910,  Detail oberhalb des Spiegels

Toravorhang Eisenstadt 1910, Detail above the main text


Inschrift Toravorhang 1910 SpiegelOBEN: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] {Krone und zwei Löwen (Löwe von Juda) als Kronenhalter}
[2] D(ie Krone) d(er Tora) כ“ת


Spiegel

Toravorhang Eisenstadt 1910, Spiegel

Toravorhang Eisenstadt 1910, main text



Inschrift Toravorhang 1910 Spiegel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Dies ist ein Geschenk זאת נדבת
[2] der gottesfürchtigen Frau, אשת יראת אלהים
[3] Frau Hendel Wolf, s(ie möge) l(eben), מרת הענדל וואלף תחי’
[4] Tochter d(es Herrn) Nataniel Neubrunn, a(uf ihm sei) d(er Frieden). בת ר’ נתנאל נייברון ע“ה
[5] Sie brachte die Gedächtnisgabe dar im Tempel d(es Herrn) הגישה מנחת זכרון בהיכל ה’
[6] zum Verdienst der Seele ihres von Herzen freigiebigen Ehemanns. לזכות נשמת בעלה איש נדיב לב
[7] Gut und gütig übte er Wohltätigkeit und Liebesdienste, טוב ומטיב עושה צדקה וחסד
[8] d(er) e(hrenhafte) H(err) Esriel Wolf, a(uf ihm sei der) F(rieden), כה“ר עזריאל וואלף ע“ה
[9] Halevi, הלוי


Unterhalb des Spiegels

Toravorhang Eisenstadt 1910, Detail unterhalb des Spiegels

Toravorhang Eisenstadt 1910, Detail unterhalb des Spiegels



Inschrift Toravorhang 1910 SpiegelUNTEN: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] der verstarb am 22. Tevet 666 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung) (= 18. Jänner 1906). שנפטר ביום כ“ב טבת ת“רס“ו לפ“ק
[2] Eisenstadt, im Jahre 670 n(ach der kleinen Zeitrechnung) (= 1910) אייזענשטאדט בשנת ע“תר“ל
[3] {Krug und Becken}


Anmerkung

Sowohl zweimal (im Querbehang und unterhalb des Spiegels) das Symbol des Kruges mit Becken als auch der Namenszusatz „Halevi“ in der letzten Zeile des Spiegels weisen deutlichst auf die levitische Herkunft von Ignatz (Esriel) Wolf hin.



About an especially beautiful and fascinating Torah Ark curtain

Torah Ark curtain, Eisenstadt 1910, Loaned by the Jewish Museum Vienna

Torah Ark curtain, Eisenstadt 1910, Velvet, brocade, glass stones – sewn, embroidered, Loaned by the Jewish Museum Vienna, Inv.-Nr.: 13379



This magnificent Torah Ark curtain was made by none other than Hermine (Hendel) Wolf, born Neubrunn, who in 1910 made the Torah Ark curtain in remembrance of her dead husband. Hermine Wolf was born on the 26th of December 1845 in Trenčín (West Slovakia), and died on August 17th 1931 in Baden. She was buried in the younger Jewish Cemetery of Eisenstadt, and lived 25 years longer than her husband, Ignatz (Esriel) Wolf, who died on the 18th of January 1906. Ignatz was also buried in the younger Jewish Cemetery of Eisenstadt.

Hermine Wolf was, amongst other things, the president of the Eisenstadt womens association. Her husband, Ignatz Wolf, worked for the company Leopold Wolf’s Söhne (Eisenstadt), M. Bauer (Vienna), and was Handelskammerrat of the Ödenburger Handelskammer. Ignatz also helped form the Eisenstadt Sparkassa, and in 1863 and 1880 -1885 served on the board of the Israelitischen Kultusgemeinde Eisenstadt.

Hermine and Ignatz Wolf are the parents of Leopold Wolf and Nathan (Alexander/Sándor) Wolf!

The wine shop Leopold Wolf’s Söhne had their headquarters in, what at the time was called the Wertheimerhaus, which today is the Austrian Jewish museum (see our blog article „Nathan und die Wölfe von Eisenstadt„)

The Torah Ark curtain in detail


Kapporet ‒ Tassels

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910,  Kapporet (Tassels)

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910, Kapporet (Tassels)



Inschrift Toravorhang 1910 Querbehang: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] {Pitcher and basin}


Above the main text

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910,  Detail above the main text

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910, Detail above the main text


Inschrift Toravorhang 1910 SpiegelOBEN: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] {Two lions holding up a Crown (Lion of Judah)}
[2] T(he Crown) o(f the Tora) כ“ת


The main text

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910, main text

Torah Ark curtain, Eisenstadt 1910, main text



Inschrift Toravorhang 1910 Spiegel: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] This is a gift זאת נדבת
[2] of the God-fearing woman, אשת יראת אלהים
[3] Mrs. Hendel Wolf, s(he may) l(ive), מרת הענדל וואלף תחי’
[4] daughter o(f Mr.) Nataniel Neubrunn, m(ay peace be) u(pon him). בת ר’ נתנאל נייברון ע“ה
[5] She brought the gift of memory to the temple o(f the Lord). הגישה מנחת זכרון בהיכל ה’
[6] For the merit of the soul of her generous husband. לזכות נשמת בעלה איש נדיב לב
[7] He was good and kind and practiced charity and love, טוב ומטיב עושה צדקה וחסד
[8] t(he) h(onorable) M(r.) Esriel Wolf, m(ay peace be) u(pon him). כה“ר עזריאל וואלף ע“ה
[9] Halevi, הלוי


Under the main text

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910, Detail under the main text

Torah Ark curtain Eisenstadt 1910, Detail under the main text



Inschrift Toravorhang 1910 SpiegelUNTEN: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] who died on the 22nd of Tevet 666 b(y the) s(mall) c(ount) (= 18 January 1906). שנפטר ביום כ“ב טבת ת“רס“ו לפ“ק
[2] Eisenstadt, in the year 670 b(y the small count) (= 1910) אייזענשטאדט בשנת ע“תר“ל
[3] {Pitcher and basin}


Annotation

The symbol of the pitcher with a basin as well as the suffix „Halevi“ in the last line of the text show the Levitic origin of Ignatz (Esriel) Wolf.


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Tief betrauert von seiner Gattin und seinem Sohne…

Bitte beachten Sie vor allem den Kommentar von David Birnbaum unten / Please see below the comment of David Birnbaum! Es passiert nur hin und wieder, dass ich auf einem…

Bitte beachten Sie vor allem den Kommentar von David Birnbaum unten / Please see below the comment of David Birnbaum!

Es passiert nur hin und wieder, dass ich auf einem jüdischen Friedhof mit fast 10.000 Grabsteinen beim ersten Fotografieren einen Grabstein mit hebräischer Inschrift fotografiere (mein Fokus lag ausschließlich auf halbwegs lesbaren hebräischen Inschriften), den man als „lucky shot“ bezeichnen darf…

So der Grabstein von Emanuel Mendel (Menachem) Birnbaum, der am 31. Mai 1875 verstarb und am jüdischen Friedhof Währing begraben ist.

Die hebräische Inschrift hat einen deutschen Zusatz, in dem wir unter anderem lesen:

Tief betrauert
von seiner Gattin und seinem Sohne

Eine sehr simple biografisch verwertbare Angabe: dass Menachems Ehefrau bei seinem Ableben noch am Leben war und dass er nur einen Sohn hatte, keine weiteren Kinder.

Selbstverständlich wollten wir wissen, wer die Ehefrau und wer der Sohn war, vor allem weil über Menachem / Emanuel Mendel Birnbaum so gut wie nichts bekannt ist. Wir begannen zu suchen und wurden, zumindest beim Sohn, schnell fündig:

Denn der in der Grabinschrift des Vaters nicht namentlich erwähnte Sohn ist niemand Geringerer als der Publizist und Aktivst

Dr. jur. Nathan (Nachum) Birnbaum, geb. am 16. Mai 1864 in Wien (Mutter: Marie Seelenfreund, Tochter des Rabbi Schlomo Samuel Seelenfreund, aus „Kaschau in Ungarn“ (Košice in der Ostslowakei), zuständig nach Wien, geb. 24. Dezember 1836, gest. 16. März 1896 in Wien).

Mit 26 Jahren heiratet Nathan Birnbaum am 03. August 1890 in der sefardischen Gemeinde Wien die 21-jährige Rosa Korngut aus Krakau.

Interessant ist, dass beide Ehepartner sowohl Deutsch als auch Hebräisch unterschreiben. Nathan unterschreibt mit נחום בירנבוים „Nachum Birnbaum“ auf Hebräisch (Nachum ist auch der Name seines Großvaters).

Dr. Nathan Birnbaum starb am 2. April 1937 in Scheveningen (NL).

Nathan Birnbaum, der vor allem unter dem Pseudonym Mathias Acher wirkte, war

eine der geistreichsten und schillerndsten modernen jüdischen Persönlichkeiten, dessen Spur fast völlig aus dem jüdischen Bewußtsein verloren ging…

spektrum.de

Nathan Birnbaum, einer der Vereinsgründer der Kadima (das hebräische Wort „kadima“ bedeutet „vorwärts“, „nach Osten“), veröffentlichte 1893 seine Programmschrift „Die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Lande, als Mittel zur Lösung der Judenfrage. Ein Appell an die Guten und Edlen aller Nationen“ (zum Download). Obwohl die Schrift einige Parallelen zu Herzls „Judenstaat“ aufweist, ist Birnbaum, der als Vertreter des kulturellen Zionismus gilt, im Gegensatz zu Herzl auf Palästina als nationales Zentrum festgelegt.

Nathan Birnbaum, der sowohl die Begriffe „Zionismus“ als auch „Ostjudentum“ geprägt hatte, war für kurze Zeit Wegbegleiter Theodor Herzls und erster Generalsekretär der Zionistischen Organisation. Er wandte sich allerdings sehr bald vom Zionismus ab und engagierte sich vor allem für das Ostjudentum, die chassidische Kultur und die jiddische Sprache. 1908 initiierte er die erste bedeutende Weltkonferenz für die jiddische Sprache in Czernovitz, bei der er sich vor allem für die Anerkennung des Jiddischen als Einheits- und Weltsprache des Judentums einsetzte. 1919 gehörte Nathan Birnbaum zu den Neugründern der Agudat Israel, der ultra-religiösen Bewegung der Orthodoxie, und wurde ihr erster Generalsekretär.

Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, YIVO

Hillel Zeitlin und Nathan Birnbaum, Copyright: https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Birnbaum_Nathan



Das Bild zeigt Dr. Nathan Birnbaum (rechts) und Hillel Zeitlin. Zeitlin, 1871/72 in Korma, Gouvernement Mogiljow, Russisches Kaiserreich, geboren, war hebräischer und jiddischer Schriftsteller. Im Alter von 71 Jahren wurde er 1942 sowie seine beinahe gesamte Familie (nur Sohn Aaron überlebte) im Warschauer Ghetto ermordet (Schoa-Opfer), in den Händen den Zohar, eingehüllt in Tallit und mit angelegten Gebetsriemen.

Das Ehepaar Dr. Nathan Birnbaum und Rosa Korngut hatte 3 Söhne:

Dr. Salomon Ascher Birnbaum, geb. 24. Dezember 1891 in Wien,
Sprachwissenschaftler für hebräische und jiddische Sprache, gest. 28. Dezember 1989 und ist in Toronto begraben.

Menachem Birnbaum, geb. 13. März 1893 in Wien, jüdischer Buchkünstler, Porträtzeichner und Buchillustrator, wie seine Ehefrau Ernestine / Tina (Esther), geb. Helfmann und seine beiden Kinder Rafael Zvi und Chana ermordet 1945 in Auschwitz (Schoa-Opfer)

Uriel Birnbaum, geb. 13. November 1894 in Wien, Maler und Schriftsteller, gest. 09. Dezember 1956 in Amersfoort (NL). Zu den Glanzpunkten seines Werkes zählt der sogenannte Moses-Zyklus, dessen Originalbilder leider verschollen sind. Im Auditorium unseres Museums sind aber alle 50 Bilder des Zyklus reproduziert ausgestellt:


Quellen:

Dethloff Klaus, Theodor Herzl oder Der Moses des Fin de siècle, Wien 1986, 60.

Birnbaum Nathan, yivoencylopedia

Juden als Erfinder und Entdecker (hagalil.com)

Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Nathan Birnbaum

Siehe auch die teils umfangreichen Literaturverweise auf den zitierten Websites!

3 Kommentare zu Tief betrauert von seiner Gattin und seinem Sohne…

Zwischen Park, Vogelschutzgebiet und einem ‚Haus der Ewigkeit‘

Jüdischer Friedhof Währing Links zum Projekt Zur Übersichtsseite des Projekts „Jüdischer Friedhof Währing“ Die Grabsteine (The Gravestones) (work in progress) Personenregister Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es…

Jüdischer Friedhof Währing

Links zum Projekt


Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es mittlerweile umfangreiche, zum großen Teil auch online verfügbare Literatur. Wir beschränken uns daher in dieser Hinsicht nur auf die nötigsten Informationen.

Der jüdische Friedhof Währing ist der zweitälteste jüdische Friedhof Wiens. Die Sanitätsverordnung Kaiser Josefs II. von 1784 hatte aus hygienischen Gründen Friedhöfe innerhalb des Linienwalls verboten und zur Auflösung des ältesten jüdischen Friedhofes von Wien, dem in der Seegasse, geführt. Der nun angelegte jüngere Friedhof in Währing wurde zwischen 1784 und 1879 belegt. Nach der Schließung des Friedhofes in Währing fanden die meisten Begräbnisse auf dem alten israelitischen Friedhof beim 1. Tor des Zentralfriedhofs, ab 1917 auch beim 4. Tor, statt (mehr Informationen zum Friedhof etwa auf „geschichtewiki.wien.gv.at„.

Der heute noch erhaltene älteste Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Währing ist der von Simon Salomon Sinzheim. Er starb am 13. April 1784 an Auszehrung und Erschöpfung (!) und war der Neffe von Löb Sinzheim, einem der bedeutendsten Hoffaktoren und Wiener jüdischen Finanzmänner des 18. Jahrhunderts.

Die Belegung des Währinger Friedhofs spiegelt die gesamte soziale Breite der jüdischen Bevölkerung Wiens im 19. Jahrhundert wider: Bedeutende, sogar geadelte Familien wie Arnstein, Wertheimstein und Todesco sind hier begraben, und am anderen Ende der Leiter Hausierer, Bettler und die verachteten Schnapsbrenner und Schankwirte, die „Branntweiner“, wie sie in Wien genannt wurden. Ihre Herkunftsorte umfassen die gesamte Landkarte der habsburgischen Monarchie sowie viele deutsche Städte.

Keil Martha, Von Baronen und Branntweinern (Original: Martha Keil, Elke Forisch, Ernst Scheiber (Hg.): Denkmale – Jüdische Friedhöfe in Wien, Niederösterreich und Burgenland . Hg. von Club Niederösterreich, Institut für Geschichte der Juden in Österreich, Wien 2006, S. 54-59.)

Der Plan der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, um 1900 den jüdischen Friedhof Währing in einen öffentlichen Park umzugestalten, dürfte Mitarbeiter der Kultusgemeinde dazu veranlasst haben, alle Grabinschriften abzuschreiben. Die etwa 9.500 Abschriften wurden in den Central Archives of the Jewish People in Jerusalem wieder gefunden.
Die Abschriften wurden einige Jahre später vom Archivar der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Pinkas Heinrich (geb. 25. Oktober 1865 in Iași (dt.: Jassy, viertgrößte Stadt Rumäniens), zuständig nach Wien, gest. 02. Dezember 1932 in Wien) überarbeitet. Und zwar wirklich akribisch überarbeitet: Denn Heinrich korrigierte nicht nur die Abschreibefehler auf den Blättern, sondern auch die Fehler, die die Steinmetze auf den hebräischen Grabinschriften verursachten. Dass diese Vorgangsweise bald zu Unstimmigkeiten mit der Leitung der Kultusgemeinde führen musste, liegt auf der Hand, waren doch insbesondere die entstehenden Kosten durch die von Heinrich aufgetragenen Korrekturen der Steinmetze und, falls erneut Fehler passierten, wiederholte Korrekturen, bald zu hoch…
Für uns heute sind die Überarbeitungen Heinrichs von unschätzbarem Wert, weil er nicht nur die Abschriften auf Fehler hin korrigierte und der Zeilengerechtigkeit Rechnung trug, sondern zusätzlich viele biografische Hinweise, v.a. auf Grundlage des Totenbuchs, auf den Blättern nachtrug.
Sie finden bei jedem von uns online gestellten Grabstein auch den Scan der Abschrift (so vorhanden) mit den Korrekturen / Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich.

Nota bene: Ohne die Abschriften und die Korrekturen und Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich wäre es bei sehr vielen Gräbern heute unmöglich, sie korrekt zuzuordnen!


Der unscheinbare Grabstein von Dr. Pinkas Heinrich befindet sich auf dem Zentralfriedhof, Tor IV, Gruppe 14a, Reihe 9, Stein 44 (übrigens nur wenige Meter entfernt von den Gräbern der aus dem jüdischen Friedhof Währing Exhumierten und am Zentralfriedhof Wiederbestatteten, s.u.). Dr. Heinrich war unverheiratet, das Begräbnis wurde durch seine Versicherung bezahlt. Die hebräische Inschrift ist sehr kurz, trotzdem wird sie dem Gelehrten gerecht:

Der vollkommene Weise, der Forscher,
MORENU (unser Lehrer und Meister) Pinkas Heinrich.
E(r starb) am 3. Kislew 693 (= 02. Dezember 1932).
S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens).


Jüdischer Friedhof Währing und Eisenstadt

Viele Grabsteine des jüdischen Friedhofs Währing führen uns nach Eisenstadt. Familien von Wien zogen nach Eisenstadt, die nächste oder übernächste Generation dieser Familien und andere Familien von Eisenstadt nach Wien. So wird etwa Heinrich (Zwi Hirsch) Janowitz am 18. März 1838 in Eisenstadt geborgen, war Kleinhändler in Wien, starb dort am 26. Juli 1866 und ist am jüdischen Friedhof in Währing begraben. Seine rein hebräische Grabinschrift gibt den Herkunftsort an:

S(ohn des) wundervollen Rabbinischen, unseres Lehrers und Meisters Jakob Janowitz von den Einwohnern der heiligen jüdischen Gemeinde Eisenstadt.

Vater Jakob ben Mendel Janowitz, gest. 1872, ist, so wie drei seiner Schwestern und zwei seiner Brüder, am älteren jüdischen Friedhof, Mutter Johanna Lea Chana Janowitz, gest. 1902, sowie Schwester Katharina, verh. Austerlitz, gest. 1921, sind am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben.
Ebenfalls am älteren jüdischen Friedhof begraben sind die Großeltern väterlicherseits, Mendel Janowitz, gest. 1832, und Katharina Gütel Janowitz, gest. 1841, sowie die Großeltern mütterlicherseits, Alexander Süßkind ben Rafael Pollak Mühlendorf, gest. 1853 und Maria Mirl Pollak, gest. 1873.

Nach Eisenstadt führt uns der jüdische Friedhof Währing aber auch ab dem Jahr 1939. Denn im Frühjahr dieses Jahres hatte Dr. Richard Pittioni als Leiter des „Burgenländischen Landschaftsmuseums“ in Eisenstadt seinen Wunsch an die anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien herangetragen, zum Zwecke „rassenkundlicher“ Forschungen Grabungen an jüdischen Friedhöfen, darunter insbesondere auf dem jüdischen Friedhof Währing, durchzuführen. Im August 1939 wurde ein entsprechender Antrag von Direktor Hans Kummerlöwe beim Ministerium eingebracht.

Siehe vor allem: Teschler-Nicola Maria und Berner Margit, Die Anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in der NS-Zeit; Berichte und Dkumentation von Forschungs- und Sammlungsaktivitäten 1938-1945, Seite 5.

Bild links: Im Bombentrichter finden sich unzählige Inschriftenfragmente, die nur sehr mühsam zusammengesetzt bzw. zugeordnet werden können.


Exkurs: Dr. Richard Pittioni

Unter besonderer Berücksichtigung Eisenstadts, des ehemaligen jüdischen Viertels, des Landesmuseums, der Wolfsammlung und unserer privaten Synagoge

Der Prähistoriker Richard Pittioni war prägend für die Urgeschichtsforschung des 20. Jahrhunderts in Österreich. Unzählige Publikationen sprechen für sein wissenschaftliches Schaffen, Auszeichnungen und Ehrungen für sein fachliches Ansehen. […] Abgesehen von fachlichen Publikationen erscheint der Name Pittioni in Texten, die sich im relevanten Kontext mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Einerseits findet Pittioni darin Erwähnung als Opfer des NS-Regimes, dem die Lehrbefugnis aberkannt und das in die Provinz abgeschoben wurde, andererseits scheint Pittionis Name immer wieder in Publikationen auf, die sich mit anthropologischen Grabungen zur Gewinnung von Skeletten als Forschungsmaterial auf jüdischen Friedhöfen während der NS-Zeit sowie mit der Verwendung von geraubten Judaica auseinandersetzen.

Pittioni versuchte, den privaten Tempel Wolfs, den „Wertheimertempel„, unter Denkmalschutz stellen zu lassen, was von der Zentralstelle für Denkmalschutz nicht genehmigt wurde, da dieser für künstlerisch und kulturell zu wenig wertvoll befunden wurde. […] Der Grund für Pittionis Bemühungen war, dass das gesamte jüdische Ghetto Eisenstadts zerstört und neu erbaut werden sollte. Am 4. April 1939 fand eine Begehung des Ghettos zur Klärung des weiteren Verfahrens mit den Gebäuden statt, bei der neben Vertretern verschiedener Stellen auch Pittioni zugegen war. Die Häuser des Ghettos wurden als verwahrlost und zur Bewohnung nicht geeignet bezeichnet, Sanierungsmaßnahmen wären zu teuer. Auch Überlegungen, den offiziellen Eisenstädter Tempel zu schützen und als jüdisches Museum einzurichten, wurde aufgrund der Lage verworfen. Allein der jüdische Friedhof und die zur Weinhandlung Wolf sowie zum privaten Museum Wolfs gehörigen Gebäude wurden von der geplanten Zerstörung ausgenommen.

Friedmann Ina, Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik, Wien 2013, Seite 9; 46.


Intensive Kontakte hatte Pittioni unter anderem mit dem Orientalisten der Universität Wien, Dr. Viktor Christian, der gemeinsam mit anderen Professoren schon seit 1924 als „Hakenkreuzprossor“ bezeichnet wurde (und übrigens Lehrer von Prof. Kurt Schubert war, der Christian als „philosemitischen Nazi“ bezeichnete), und mit Josef Wastl, dem Leiter der Anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums. Dieser hatte 1939 die Ausstellung „Das körperliche und seelische Erscheinungbild der Juden“ initiiert. Wastl war 1932 der NSDAP beigetreten und hatte eine illegale Betriebszelle am Naturhistorischen Museum gegründet, hielt einen Schulungskurs für Parteifunktionäre zum Thema Rassen- und Vererbungslehre und führte Vermessungen an Kriegsgefangenen sowie an im Wiener Stadion inhaftierten „staatenlosen“ polnischen Juden, die danach ins KZ Buchenwald deportiert wurden, durch. Wastl war auch an der Hebung und Inventarisierung von Skeletten des jüdischen Friedhofs Währing beteiligt.

Siehe Friedmann Ina, a.a.O., Seite 47; bes. Fußnote 365.

Zwischen Sommer 1941 und Frühjahr 1943 erfolgten drei Phasen von Grabzerstörungen und Exhumierungen. […]

Um insbesondere die Gründungsväter und verdiente Mitglieder der IKG vor Leichenschändung zu bewahren, exhumierte eine Gruppe von Juden unter dem Leiter des Friedhofsamts, Dr. Ernst Feldsberg, in mehreren Etappen ab Juni 1941 die Angehörigen von dreizehn prominenten Familien, darunter Nathan Arnstein, Michael Lazar Biedermann und Isak Löw Hofmann von Hofmannsthal. Die Gebeine wurden in Einzelgräber am neueren jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs, Viertes Tor, umgebettet.

Keil M., a.a.O.

1941 wurden insgesamt 127 Personen exhumiert und auf beiden jüdischen Abteilungen des Wiener Zentralfriedhofes wiederbestattet, siehe dazu besonders Wolf-Erich Eckstein, Historische Recherche zur Vorbereitung der Restaurierung von Gräbern der 1941/42 aus dem Währinger Israelitischen Friedhof Exhumierten und am Zentralfriedhof, 4. Tor, Gruppe 14a 1941/42 und 1947 Wiederbestatteten, Wien 2015 (pdf).


Bild links: Hermann Todesko, Großhändler, Bankier, Direktor der Gloggnitzer Eisenbahn, geb. 21.11.1791 Wien, gest. 23.11.1844, Wien, 53 J., exhumiert 10. Dezember 1941, wiederbestattet am Zentralfriedhof, Tor IV, 16. Dezember 1941. Das (nicht belegte) Grab auf dem jüdischen Friedhof Währing wurde jüngst renoviert.

Bild Mitte: Grab Hermann Todesko am Zentralfriedhof Tor IV.


Am 8. Jänner 1942 beschlossen die Wiener Ratsherren […] die Auflassung aller jüdischen Friedhöfe Wiens. Der Währinger Friedhof wurde durch die umsichtige Intervention von Robert Kraus, einem Beamten des Wiener Kulturamts, in eine Grünanlage und ein Vogelschutzgebiet umgewidmet.

Keil M., a.a.O.


Bild links: Grabinschrift Moses Aron Hönig (damals noch nicht „Hönigsberg“): In deutscher Sprache, aber mit hebräischen Buchstaben: „… Tabak- und Siegel-Gefäll Direktor…“.

Bild Mitte: Franciska (Fradl) Sulzer, geb. Hirschfeld, aus Hohenems, Ehefrau des Kantors Salomon Sulzer, gest. in Wien Stadt 494 mit 46 Jahren am 10. Juni 1855, begraben am 11. Juni 1855. Text: „Der unvergesslichen Gattin und Mutter“ und „Die dankbaren Kinder“ (immerhin 16!).


Was ist geschehen und was ist nicht geschehen?

Seit vielen Jahren laufen Initiativen und Projekte, um den jüdischen Friedhof Währing zu sanieren und aufzuarbeiten. Wir haben darüber auch immer wieder berichtet, etwa hier.

Zwischen 1992 und 1998 lief das Projekt „Der jüdische Friedhof Währing als Quelle zur Sozialgeschichte der Juden Wiens 1784-1874 am Institut für jüdische Geschichte Österreichs„:

Als Ergebnis eines Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Jahren 1992–1998 wurde eine umfangreiche Datenbank erstellt.

Sie enthält in 8.600 Einträgen Namen, Herkunftsort, Adresse, Beruf, Lebensdaten, Todesursache und Grabnummer von denjenigen Jüdinnen und Juden, die am Währinger Jüdischen Friedhof beerdigt sind. In einem Kooperationsprojekt mit der Bar Ilan Universität Tel Aviv werteten Shlomo Spitzer und sein Team die Grabsteininschriften aus.

Leider sind die Ergebnisse nur zum Teil publiziert und damit keinem größeren Publikum zugänglich.
Darüber hinaus ist bis auf einzelne Publikationen und regelmäßig veranstaltete Freiwilligentage bis heute nicht viel passiert.

Mit einer erwähnenswerten Ausnahme:
Schon 2012 indizierte Traude Triebel alle Sterbebücher der IKG (übrigens ohne öffentlichen Auftrag und ohne Fördergelder!), die den jüdischen Friedhof Währing (Wien) betreffen, siehe dazu unseren Blogartikel „Neue Datenbank mit ca. 29.000 Einträgen von 1784 – 1879„.

Eine dringend notwendige seriöse und umfassende Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Währing lässt weiter auf sich warten.

Ein neu gegründeter Verein gibt nun Anlass zur Hoffnung:

2017 gründete Günther Havranek den Verein „Rettet den jüdischen Friedhof Währing„. Sprecherin des Vereins ist Dr.in Jennifer Kickert. In der Grundsatzerklärung heißt es unter anderem:

Der Verein „Rettet den jüdischen Friedhof Währing“ hat sich das Ziel gesetzt, die Israelitische Kultusgemeinde Wien bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Dafür werden Spenden gesammelt, ein kleines Museum eingerichtet, Freiwilligenarbeit zur Reduktion des Pflanzenwuchses organisiert und regelmäßig Führungen veranstaltet, um das öffentliche Bewusstsein für diesen so bedeutsamen Ort in Wien stärken.

Das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt unterstützt gerne den Verein, insbesondere wenn es neben den geplanten Sanierungsmaßnahmen auch um eine wirklich seriöse und längst fällige, gründliche Aufarbeitung dieses berühmten Friedhofes, der ein einzigartiges Dokument der Wiener Kultur, Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft in der Zeit des Biedermeier ist, geht.

Konkret ist gemeint, dass wir sukzessive die hebräischen Grabinschriften (es gibt tausende davon), transkribieren und möglichst auch übersetzen, jedenfalls aber die wichtigsten Daten auslesen werden, digitalisieren und vor allem online publizieren.

Projektbeginn: Schawu’ot 5779 / Juni 2019.



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